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Kenia

Afrika – Kenia

von Joe OnTour 3. September 2026
Erstellt von Joe OnTour

Afrika - Kenia Tauchen

Kenias Küste bei Malindi: Sansibars stille Schwester und ein Tauchparadies vor der Haustür

Es gibt Momente, in denen ein Reiseziel alle Erwartungen sprengt – und die Küste rund um Malindi im Norden Kenias ist so ein Ort. Während die meisten Kenia-Reisenden an Safaris, staubige Pisten und die Große Migration der Serengeti denken, wartet an der Küste des Indischen Ozeans ein völlig anderes Land: türkisfarbenes Wasser, jahrhundertealte Swahili-Kultur, Mangrovenwälder voller Vögel – und eines der artenreichsten, am besten geschützten Korallenriffe Ostafrikas, direkt vor der Haustür.

Ankunft an der Vasco-da-Gama-Küste

Der kleine Flughafen von Malindi liegt nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt, und schon beim Landeanflug wird klar, warum diese Küste seit Jahrhunderten Seefahrer anzieht: Ein schmales, hellgrünes Riffband trennt das tiefblaue offene Meer von einer türkisen Lagune, dahinter ein Streifen Palmen, so weit das Auge reicht. Malindi selbst ist eine Stadt der Gegensätze – Fischerboote (Dhaus) mit ihren typischen Dreieckssegeln teilen sich den Horizont mit italienischen Beachclubs, denn Malindi gilt seit den 1980er-Jahren als beliebtes Ziel italienischer Urlauber und Auswanderer. Pizzerien, Gelaterien und italienische Sprachfetzen gehören hier ebenso zum Stadtbild wie Muezzin-Rufe und Suaheli-Marktgeschrei.

Wer die Altstadt erkundet, stößt schnell auf die berühmte Vasco-da-Gama-Säule, ein schlichtes Steinkreuz auf einer Landzunge südlich der Stadt. Der portugiesische Seefahrer errichtete es 1498 auf seiner Fahrt nach Indien – eines der ältesten europäischen Bauwerke an der ostafrikanischen Küste und ein stiller Zeuge dafür, wie früh Malindi bereits Teil des globalen Handelsnetzes zwischen Arabien, Indien und Afrika war. Jahrhunderte vor den ersten Europäern hatten hier bereits arabische und persische Händler Handelsposten errichtet; die Swahili-Kultur, die aus dieser Verschmelzung von Bantu-Bevölkerung, arabischen Händlern und später indischen und portugiesischen Einflüssen entstand, prägt bis heute Sprache, Architektur und Küche der gesamten Küste.

Zwischen Baobabs und Korallensteinhäusern

Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Malindi-Altstadt fühlt sich an wie eine Zeitreise: schmale Korallenstein-Häuser mit kunstvoll geschnitzten Holztüren, kleine Moscheen, offene Werkstätten, in denen Handwerker Dhau-Modelle oder Kangas – die farbenfrohen Baumwolltücher der Küstenbevölkerung – herstellen. Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegen die Ruinen von Gedi, eine im 13. Jahrhundert gegründete Swahili-Handelsstadt, die im 17. Jahrhundert aus bis heute nicht vollständig geklärten Gründen aufgegeben wurde. Umschlungen von den Wurzeln riesiger Feigenbäume, bewohnt von scheuen Kolobus-Affen und seltenen Sokoke-Tauben, gehört ein Besuch der Ruinen von Gedi – heute Nationalmonument mitten im dichten Küstenwald – zu den eindrücklichsten Ausflügen der gesamten Region.

Watamu: 30 Kilometer, die den Unterschied machen

Wer wirklich für das Meer nach Malindi kommt, sollte sich die halbe Autostunde zum benachbarten Watamu nicht entgehen lassen. Diese kleine, deutlich ruhigere Ortschaft ist heute DER Tauch- und Schnorchel-Hotspot der kenianischen Küste – und das aus gutem Grund: Der 1968 gegründete Watamu Marine National Park zählt zu den ältesten Meeresschutzgebieten Afrikas und schützt auf rund 32 Quadratkilometern eines der gesündesten Korallenriff-Ökosysteme im gesamten Indischen Ozean. Über 600 Fischarten wurden hier bereits dokumentiert, dazu zahlreiche Meeresschildkröten-Nistplätze – die UNESCO hat die weiter gefasste Region um Watamu als Biosphärenreservat anerkannt.

Abtauchen ins Watamu-Riff

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Tauchgang am „Canyon Reef“, einem der rund 16 offiziellen Tauchplätze im Marine Park, die in Tiefen zwischen fünf und 45 Metern liegen und damit sowohl Anfängern als auch erfahrenen Tauchern etwas bieten. Kaum unter Wasser, öffnet sich eine Welt aus Korallengärten, Senken und schmalen Kanälen, durch die sich das Sonnenlicht in tanzenden Mustern bricht. Riesige Weichkorallenfächer wiegen sich in der Strömung, dazwischen patrouillieren Schwärme von Husarenfischen, Doktorfischen und leuchtend blauen Fahnenbarschen.

Am Nachbar-Spot „South Dolphin“ – ein flach beginnendes Plateau, das in Richtung Südosten stufenweise auf 25 Meter abfällt – warteten dann die eigentlichen Stars des Tages: Muränen, die neugierig aus ihren Verstecken lugten, ein Trupp Papageifische beim geräuschvollen Abweiden der Korallenblöcke, und, mit etwas Geduld, die für die Region typische, hier vergleichsweise häufig gesichtete Drachenmuräne mit ihren auffälligen, fast schon comichaft anmutenden Nasenfortsätzen. Wer Glück hat, begegnet zudem Adlerrochen, die elegant über den sandigen Grund gleiten, oder – vor allem zwischen Oktober und März, wenn die Sicht mit oft über 20 Metern am besten ist – sogar Walhaien und Mantarochen, die durch die nährstoffreichen Strömungen vor der Küste angezogen werden.

Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Die Monate Juli und August sollte man für Tauchgänge eher meiden, da in dieser Zeit stärkerer Regen und Flussabfluss das Wasser deutlich trüber machen. Zwischen Dezember und März dagegen ist das Meer oft glasklar, die Wassertemperatur bewegt sich angenehm zwischen 26 und 29 Grad – kaum ein Grund, überhaupt einen Neoprenanzug mit Ärmeln zu tragen.

Wenn Delfine und Wale den Horizont teilen

Nicht nur unter Wasser lohnt sich der Blick aufs Meer. Vor Watamu und Malindi tummeln sich das ganze Jahr über Buckeldelfine und Große Tümmler, die sich häufig neugierig Booten nähern und mit etwas Glück sogar neben dem Rumpf mitschwimmen. Besonders eindrücklich wird es zwischen Juli und September, wenn Buckelwale auf ihrer Wanderung entlang der ostafrikanischen Küste hier Station machen – von einem Boot aus lassen sich ihre imposanten Fontänen und gelegentlichen Breaches beobachten, ein Naturschauspiel, das selbst erfahrene Taucher jedes Mal aufs Neue verstummen lässt.

Mida Creek: Stille zwischen den Mangroven

Wer nach so viel Meer eine ruhigere Seite der Küste sucht, findet sie im Mida Creek, einer weitläufigen Gezeitenlagune südlich von Watamu, gesäumt von einem der ausgedehntesten Mangrovenwälder Kenias. Ein hölzerner Steg führt tief hinein in das Labyrinth aus Wurzeln und schlammigen Wattflächen – ideal, um bei Sonnenuntergang Fischadler, Reiher und die charakteristischen, klappernden Rufe der Mangroven-Kingfisher zu beobachten, während das Licht das Wasser in Orange- und Rosatöne taucht. Eine geführte Bootstour durch die Kanäle, angeboten von lokalen Gemeindekooperativen, ist nicht nur ruhiger Kontrastpunkt zum trubeligen Tauchalltag, sondern unterstützt zugleich direkt die Erhaltung dieses fragilen Ökosystems, das als Kinderstube für einen Großteil der Fischpopulation des Riffs dient.

Kulinarisches zwischen Suaheli-Küche und Dolce Vita

Der italienische Einfluss macht sich auch beim Essen bemerkbar: Frische Pasta und hervorragende Pizza aus dem Steinofen stehen in Malindi selbstverständlich neben klassischer Suaheli-Küche auf der Karte. Unbedingt probieren sollte man Samaki wa Kupaka – in Kokosmilch und Gewürzen gegarten Fisch, meist mit Chapati oder Reis serviert – sowie frisch gegrillte Riesengarnelen direkt vom Boot. An den Straßenständen der Altstadt duftet es abends nach Mahamri, leicht süßem, in Kokosöl frittiertem Gebäck, das traditionell zum Frühstück oder als Nachmittagssnack mit süßem Chai serviert wird. Wer die Gastfreundschaft der Küstenbevölkerung erleben möchte, lässt sich Zeit: Ein Teller wird hier selten allein gegessen, und eine Einladung an den gemeinsamen Tisch ist keine Seltenheit.

Ein Küstenabschnitt, der noch nicht überlaufen ist

Was Malindi und Watamu im Vergleich zu bekannteren Tauchzielen wie den Malediven oder dem Roten Meer besonders macht, ist genau das: Trotz der offensichtlichen Schönheit des Riffs ist die Region touristisch bei Weitem nicht so überlaufen. Die Tauchbasen sind meist klein und familiär geführt, viele davon in Kooperation mit lokalen Meeresschutzprojekten, die sich unter anderem dem Schutz bedrohter Meeresschildkröten-Nistplätze widmen – ein Engagement, das man als Gast durch die Wahl des richtigen Anbieters aktiv unterstützen kann.

Am letzten Abend meiner Reise saß ich am Strand von Watamu, die Füße im noch warmen Sand, und beobachtete, wie die Fischerboote mit ihren Öllampen langsam zurück zum Ufer glitten, während sich der Himmel über dem Indischen Ozean in ein tiefes Orange färbte. In diesem Moment wurde mir klar: Kenia ist weit mehr als Safari und Savanne. Wer bereit ist, den Weg an die Küste zu finden, wird mit einer der eindrucksvollsten Unterwasserwelten Ostafrikas belohnt – und mit einer Gastfreundschaft, die noch lange nach der Rückkehr nachwirkt.


Reise-Infos auf einen Blick

Beste Reisezeit für Tauchen: Oktober bis März (klarste Sicht, ruhige See); Juli/August eher meiden (trübes Wasser durch Regenabfluss). Buckelwale am ehesten Juli bis September, Delfine ganzjährig.

Anreise: Direktflüge nach Malindi oder Mombasa (von dort ca. 2 Std. Fahrzeit nach Watamu), teils auch über Nairobi mit Weiterflug.

Tauchen: Zahlreiche PADI-zertifizierte Tauchbasen in Watamu und Malindi, Kurse für Einsteiger ebenso wie geführte Tauchgänge für Fortgeschrittene im Marine Park (Eintrittsgebühr für den Nationalpark fällt zusätzlich an).

Nicht verpassen: Ruinen von Gedi, Vasco-da-Gama-Säule, Bootstour durch Mida Creek, Sonnenuntergang am Watamu Beach.

Hinweis: Aktuelle Einreisebestimmungen (Kenia verlangt eine elektronische Einreisegenehmigung, das sogenannte Kenya Electronic Travel Authorization/eTA) sowie Gesundheits- und Sicherheitshinweise sollten vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt sowie auf der offiziellen kenianischen Einwanderungsseite geprüft werden.

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FotoGalerie aus 1981

Die Bilder in der FotoGalerie sind aus unserer Reise aus dem Jahr 1981, also etwas für Nostalgiker.

Bilder Afrika Kenia Tauchen

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3. September 2026 0 comments
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Allgemeine LänderinfosRussland

Russland – Allgemeine Informationen

von Joe OnTour 30. August 2026
Erstellt von Joe OnTour

Russland und St. Petersburg: Allgemeine Informationen für Reisende

Russland im Überblick

Russland ist mit rund 17,1 Millionen Quadratkilometern das flächenmäßig größte Land der Erde – es erstreckt sich über elf Zeitzonen, von der Ostsee im Westen bis zur Beringstraße im äußersten Osten, wo es nur wenige Kilometer von Alaska entfernt liegt. Trotz dieser gewaltigen Ausdehnung lebt der Großteil der etwa 144 Millionen Einwohner im europäischen Teil des Landes, westlich des Urals. Die Hauptstadt Moskau ist mit über 13 Millionen Einwohnern das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum, während St. Petersburg mit rund 5,4 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt und das historische „Tor nach Europa“ darstellt.

Amtssprache ist Russisch, eine ostslawische Sprache, die mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben wird. In den großen Städten und touristischen Zentren sprechen viele jüngere Menschen sowie Angestellte in Hotels und Restaurants zumindest rudimentär Englisch, im ländlichen Raum und abseits der Touristenpfade ist dies jedoch deutlich seltener der Fall. Es empfiehlt sich, zumindest ein paar grundlegende russische Wörter und die kyrillischen Buchstaben zu kennen, da Straßenschilder, Speisekarten und Metrostationen meist ausschließlich auf Kyrillisch beschriftet sind.

Die Landeswährung ist der Russische Rubel (RUB). Internationale Zahlungskarten westlicher Anbieter wie Visa oder Mastercard funktionieren in Russland seit einigen Jahren aufgrund internationaler Sanktionen nicht zuverlässig beziehungsweise gar nicht. Reisende sollten sich daher grundsätzlich mit ausreichend Bargeld in Euro oder US-Dollar eindecken und dieses vor Ort umtauschen, da eine Versorgung mit Bargeld über ausländische Karten und Geldautomaten in der Regel nicht möglich ist. Auch Reiseschecks werden nicht akzeptiert.

Politisches System und Verwaltung

Russland ist verfassungsrechtlich eine föderale, semipräsidentielle Republik, gegliedert in eine Vielzahl von Föderationssubjekten – Republiken, Gebiete (Oblaste), autonome Kreise sowie die beiden Föderationsstädte Moskau und St. Petersburg, die einen eigenen, den Regionen gleichgestellten Verwaltungsstatus besitzen. An der Spitze des Staates steht der Präsident, dem weitreichende Machtbefugnisse zukommen; die Regierung wird vom Ministerpräsidenten geführt. Für Reisende ist vor allem relevant, dass staatliche Institutionen in Russland deutlich präsenter und einflussreicher im Alltag auftreten, als man dies aus vielen westeuropäischen Ländern gewohnt ist – etwa bei Registrierungspflichten für Ausländer, die sich länger als sieben Werktage im Land aufhalten, oder bei der Kontrolle von Ausweisdokumenten.

Bevölkerung, Religion und Kultur

Russland ist ein multiethnischer Staat mit über 190 anerkannten Volksgruppen, wobei ethnische Russen mit rund 80 Prozent die deutliche Mehrheit stellen. Die vorherrschende Religion ist das russisch-orthodoxe Christentum, das nach den Jahrzehnten staatlich verordneter Religionslosigkeit in der Sowjetzeit seit den 1990er-Jahren eine bemerkenswerte Wiederbelebung erfahren hat. Zahlreiche Kirchen und Klöster wurden in den vergangenen dreißig Jahren restauriert oder originalgetreu wiederaufgebaut. Daneben leben in Russland bedeutende muslimische, buddhistische und jüdische Gemeinschaften, vor allem in bestimmten Regionen wie dem Nordkaukasus, Tatarstan oder Burjatien.

Kulturell hat Russland der Welt einige der bedeutendsten Beiträge in Literatur, Musik, Ballett und bildender Kunst geschenkt. Namen wie Puschkin, Tolstoi, Dostojewski, Tschaikowski, Rachmaninow oder Kandinsky prägen bis heute das internationale Bild der russischen Kultur. St. Petersburg selbst war und ist ein Zentrum dieses kulturellen Schaffens: Hier wirkten Dostojewski und Puschkin, hier hat das weltberühmte Mariinski-Theater seinen Sitz, eine der bedeutendsten Opern- und Ballettbühnen der Welt, und hier gründete sich im 18. Jahrhundert die Russische Akademie der Künste.

Wirtschaft und Alltag

Russland verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen, insbesondere Erdöl, Erdgas und Metalle, die traditionell einen wesentlichen Teil der Staatseinnahmen ausmachen. Internationale Sanktionen infolge des Kriegs gegen die Ukraine haben seit 2022 tiefgreifende Auswirkungen auf Wirtschaft, Handel, Bankwesen und internationale Reiseverbindungen, die auch für Besucher aus dem Ausland unmittelbar spürbar sind – etwa bei der Nutzung von Zahlungskarten, bei Flugverbindungen oder beim Zugang zu bestimmten internationalen Dienstleistungen und Plattformen. Für den Alltag in St. Petersburg bedeutet dies, dass Reisende sich vorab gründlich informieren und entsprechend planen sollten, insbesondere in Bezug auf Bargeldversorgung und Kommunikation.

Geschichte in Kürze

Die Geschichte Russlands reicht von den mittelalterlichen Fürstentümern der Kiewer Rus über das Zarenreich, das im 18. Jahrhundert unter Peter dem Großen zur europäischen Großmacht aufstieg, bis zur Oktoberrevolution 1917, die das Land in die Sowjetunion verwandelte. Nach dem Zerfall der UdSSR 1991 entstand die heutige Russische Föderation. Diese wechselvolle Geschichte prägt bis heute das Stadtbild vieler russischer Metropolen: prunkvolle Zarenpaläste stehen neben monumentalen sowjetischen Bauten und modernen Hochhäusern – ein architektonischer Spiegel der politischen Umbrüche der letzten drei Jahrhunderte.

Klima und beste Reisezeit

Russland ist klimatisch enorm vielfältig, doch für den europäischen Teil des Landes, zu dem auch Moskau und St. Petersburg gehören, gilt grundsätzlich ein gemäßigt-kontinentales Klima mit kalten, oft strengen Wintern und warmen, manchmal schwülen Sommern. In St. Petersburg, das an der Ostsee liegt, mildert die Nähe zum Meer die Temperaturen etwas ab, gleichzeitig sorgt die feuchte Meeresluft für häufigen Nebel, Wind und Niederschlag – die Stadt gilt als eine der regenreichsten Großstädte Europas.

Die beliebteste Reisezeit für St. Petersburg liegt zwischen Mai und September. Besonders die Monate Juni und Juli sind wegen des Phänomens der „weißen Nächte“ gefragt, wenn die Sonne aufgrund der nördlichen Lage der Stadt nie vollständig untergeht und die Dämmerung bis in die frühen Morgenstunden anhält. In dieser Zeit ist allerdings auch mit deutlich höheren Preisen für Unterkünfte und mit vollen Sehenswürdigkeiten zu rechnen. Der Winter dagegen zeigt St. Petersburg von einer ganz anderen, stilleren Seite: verschneite Palastfassaden, zugefrorene Kanäle und kurze, aber stimmungsvolle Tageslichtstunden – allerdings bei Temperaturen, die häufig deutlich unter den Gefrierpunkt fallen.

St. Petersburg: Geschichte und Bedeutung

St. Petersburg wurde 1703 von Zar Peter dem Großen an der Mündung der Newa in die Ostsee gegründet, mit dem erklärten Ziel, ein „Fenster nach Europa“ zu schaffen. Über 200 Jahre lang, bis 1918, war die Stadt die Hauptstadt des Russischen Reiches und Sitz der Zarenfamilie. In dieser Zeit entstanden die meisten der prachtvollen Bauwerke, die das Stadtbild bis heute prägen: der Winterpalast, die Peter-und-Paul-Festung, unzählige Kirchen, Adelspaläste und die weitläufigen Kanalanlagen, die der Stadt den Beinamen „Venedig des Nordens“ eingebracht haben.

Im 20. Jahrhundert erlebte die Stadt, die zwischenzeitlich in Petrograd und später in Leningrad umbenannt wurde, dramatische Ereignisse: die Oktoberrevolution 1917 nahm hier ihren Ausgang, und im Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt eine fast 900 Tage andauernde Belagerung durch deutsche Truppen, die mehr als eine Million Menschenleben forderte. Seit 1991 trägt die Stadt wieder ihren ursprünglichen Namen St. Petersburg und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe mit einer der dichtesten Ansammlungen historischer Bauwerke weltweit.

Sehenswürdigkeiten im Überblick

Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Eremitage im Winterpalast mit einer der größten Kunstsammlungen der Welt, der weitläufige Palastplatz mit der Alexandersäule, die Erlöserkirche auf dem verklärten Blut mit ihren charakteristischen bunten Zwiebeltürmen sowie die Peter-und-Paul-Festung auf der Hasen-Insel. Außerhalb der Stadt locken die ehemaligen Sommerresidenzen der Zaren: Peterhof mit seinen berühmten Springbrunnenkaskaden am Finnischen Meerbusen und Zarskoje Selo mit dem Katharinenpalast und dem rekonstruierten Bernsteinzimmer. Der Newski-Prospekt, die zentrale Prachtstraße der Stadt, verbindet viele dieser Sehenswürdigkeiten und ist zugleich das Zentrum für Geschäfte, Cafés und Nachtleben.

Daneben lohnen sich Besuche der Isaakskathedrale mit ihrer vergoldeten Kuppel, von der aus sich ein Panoramablick über die gesamte Innenstadt bietet, sowie des Russischen Museums, das die weltweit größte Sammlung russischer Kunst beherbergt und damit eine gute Ergänzung zur internationalen Ausrichtung der Eremitage darstellt. Wer sich für maritime Geschichte interessiert, findet im Kreuzer „Aurora“, der am Newa-Ufer vor Anker liegt und einst mit einem Schuss das Signal zum Sturm auf den Winterpalast gab, ein weiteres bedeutendes historisches Wahrzeichen. Auch die Kunstkamera, Russlands ältestes Museum, mit ihrer kuriosen naturkundlichen Sammlung aus der Zeit Peters des Großen, zieht regelmäßig Besucher an.

Kunst, Musik und Nachtleben

St. Petersburg gilt seit jeher als kulturelles Herz Russlands. Neben dem Mariinski-Theater mit seinem weltberühmten Ballett- und Opernensemble gibt es zahlreiche weitere Bühnen, Konzertsäle und Galerien, die das ganze Jahr über ein dichtes Kulturprogramm bieten. Besonders im Sommer, während der weißen Nächte, verwandelt sich die Stadt zusätzlich in eine Bühne unter freiem Himmel: Straßenmusiker, Freiluftkonzerte und die traditionellen „Scharlachrote Segel“-Feierlichkeiten zum Ende des Schuljahres, bei denen ein mit roten Segeln geschmücktes Schiff die Newa entlangfährt, ziehen Zehntausende Zuschauer an die Ufer.

Feiertage und Veranstaltungen

Wichtige Feiertage, die den Alltag und die Öffnungszeiten in St. Petersburg beeinflussen können, sind unter anderem das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar, der Internationale Frauentag am 8. März, der Tag des Sieges am 9. Mai zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs sowie der Russlandtag am 12. Juni. An diesen Tagen sind viele Geschäfte, Ämter und teilweise auch Museen geschlossen oder verkürzt geöffnet, während an anderen Orten größere Feierlichkeiten und Militärparaden stattfinden.

Einreise und Visum

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige besteht grundsätzlich Visumpflicht für die Einreise nach Russland – eine visumfreie touristische Einreise gibt es für diese Staatsangehörigkeiten nicht. Für die meisten touristischen Aufenthalte bis 30 Tage kann ein elektronisches Visum (E-Visum) beantragt werden, das seit August 2025 einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen bei einmaliger Einreise ermöglicht und vollständig online beantragt wird, ohne dass eine Einladung eines Reiseveranstalters notwendig ist. Für längere Aufenthalte oder andere Reisezwecke – etwa Studium, Arbeit oder Familienbesuche – ist weiterhin ein reguläres Visum über ein Konsulat oder Visazentrum erforderlich, wofür in der Regel ein Einladungsschreiben (Voucher) eines lizenzierten russischen Reiseveranstalters vorgelegt werden muss.

Da sich Visabestimmungen kurzfristig ändern können, sollten Reisende ihre individuellen Voraussetzungen stets aktuell bei der zuständigen russischen Auslandsvertretung oder einem autorisierten Visadienstleister prüfen, bevor sie eine Reise planen oder buchen.

Aktuelle Sicherheitslage – ein wichtiger Hinweis

An dieser Stelle ist ein deutlicher Hinweis notwendig, der bei jeder Reiseplanung nach Russland berücksichtigt werden sollte: Das deutsche Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland im Sommer 2026 auf das gesamte Staatsgebiet ausgeweitet – zuvor betraf sie vor allem die unmittelbar an die Ukraine angrenzenden Regionen. Grund sind die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe, die inzwischen auch Moskau, St. Petersburg und andere Regionen im Landesinneren erreichen; nach Angaben des Ministeriums besteht landesweit eine erhebliche Gefährdung durch Drohnen und Trümmerteile abgeschossener Fluggeräte. Zusätzlich warnt das Auswärtige Amt vor dem Risiko willkürlicher Festnahmen durch russische Behörden, insbesondere da die Presse- und Medienfreiheit in Russland durch neue Zensurgesetze stark eingeschränkt ist und Verhaftungen und Verurteilungen jederzeit erfolgen können, auch aufgrund konstruierter Vorwände, die als politisches Druckmittel dienen können. Besonders hingewiesen wird auf die besonderen Risiken eines Russlandaufenthalts für Doppelstaatsangehörige.

Auch das österreichische Außenministerium stuft die Sicherheitslage ähnlich ein: Für die an die Ukraine angrenzenden Verwaltungsgebiete gilt die höchste Sicherheitsstufe, für die übrigen Regionen des Landes ein hohes Sicherheitsrisiko der Stufe 3 von 4, wobei es auch in Moskau und anderen russischen Städten immer wieder zu nächtlichen Drohnenangriffen sowie damit verbundenen Interneteinschränkungen und Beeinträchtigungen der Mobilität, insbesondere des Flugverkehrs, kommt. Von touristischen Reisen nach Russland wird derzeit ausdrücklich abgeraten.

Hinzu kommen praktische Einschränkungen im Alltag: internationale Kreditkarten funktionieren in Russland weiterhin nicht zuverlässig, weshalb Reisende ausreichend Bargeld einplanen müssen, und auch medizinische Notfälle können durch eingeschränkten Flugverkehr erschwert werden. Wer dennoch eine Reise nach Russland in Erwägung zieht, sollte die Lage bis kurz vor Reiseantritt engmaschig verfolgen, sich in Krisenvorsorgelisten der jeweiligen Botschaft registrieren, eine belastbare Auslandskrankenversicherung mit Rückholklausel abschließen und die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beziehungsweise des österreichischen oder schweizerischen Außenministeriums konsequent beachten, da sich die Lage kurzfristig weiterentwickeln kann.

Anreise

St. Petersburg verfügt mit dem Flughafen Pulkowo über einen internationalen Airport, der jedoch aufgrund westlicher Sanktionen und der aktuellen Sicherheitslage nicht mehr von den meisten europäischen Fluggesellschaften direkt angeflogen wird. Direktflüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind derzeit in der Regel nicht verfügbar; eine Anreise ist meist nur mit Umsteigeverbindungen über Drittstaaten möglich. Auch der Luftraum über Teilen Russlands unterliegt zeitweisen Einschränkungen. Alternative Anreisewege über Landgrenzen, etwa über die baltischen Staaten oder Finnland, sind ebenfalls durch verschärfte Grenzregelungen und eingeschränkte Verkehrsverbindungen erschwert. Vor jeder Buchung sollte daher die aktuelle Verfügbarkeit realistischer Reiserouten sorgfältig geprüft werden.

Innerhalb der Stadt unterwegs

St. Petersburg besitzt ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz (Metro), das zu den tiefsten der Welt zählt – manche Stationen liegen über 80 Meter unter der Erde, bedingt durch den sumpfigen Untergrund der Stadt. Viele Metrostationen sind selbst architektonische Sehenswürdigkeiten mit aufwendigen Mosaiken, Marmorverkleidungen und Kronleuchtern. Daneben verkehren Busse, Straßenbahnen und Trolleybusse, die ein dichtes, aber für Ortsunkundige mitunter unübersichtliches Netz bilden, da Fahrpläne und Haltestellenbeschilderungen überwiegend nur auf Kyrillisch verfügbar sind.

Für Fahrten abseits des öffentlichen Nahverkehrs werden in Russland meist lokale Taxi- und Fahrdienst-Apps genutzt, da westliche Anbieter wie Uber in der bekannten Form nicht verfügbar sind. Eine offizielle Registrierung im Voraus über eine russische Telefonnummer ist für die Nutzung dieser Dienste in der Regel erforderlich, was für kurzfristig Reisende eine zusätzliche Hürde darstellen kann. Klassische Straßentaxis ohne App-Vermittlung sollten aus Sicherheitsgründen möglichst gemieden werden.

Für Touristen empfiehlt sich zudem die Fortbewegung zu Fuß entlang der Kanäle sowie mit Booten auf den zahlreichen Wasserwegen, die im Sommer eine attraktive Alternative zum Straßenverkehr darstellen. Die historische Innenstadt ist kompakt genug, um viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erreichen.

Übernachten und Kulinarik

Das Angebot an Unterkünften reicht von einfachen Hostels über Mittelklassehotels bis zu historischen Luxushotels in ehemaligen Adelspalästen. In den zentralen Stadtteilen rund um den Newski-Prospekt und die Eremitage liegen die meisten touristisch relevanten Unterkünfte in fußläufiger Entfernung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Die russische Küche ist geprägt von deftigen, oft sättigenden Gerichten: Borschtsch (Rote-Bete-Suppe), Pelmeni (gefüllte Teigtaschen), Blini (dünne Pfannkuchen) sowie eine ausgeprägte Fisch- und Kaviarkultur aufgrund der Nähe zur Ostsee. Wodka gehört traditionell zur Trinkkultur dazu und wird meist eiskalt in kleinen Gläsern serviert.

Praktische Hinweise

Zeitzone: St. Petersburg liegt in der Zeitzone MSK (Moskauer Zeit), die das ganze Jahr über zwei Stunden vor der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beziehungsweise eine Stunde vor der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) liegt.

Stromnetz: Die Netzspannung beträgt 220 Volt, es kommen die europäischen Steckertypen C und F zum Einsatz, sodass in der Regel kein Adapter benötigt wird.

Kommunikation: Aufgrund unzuverlässiger internationaler Roaming-Verbindungen empfiehlt sich vor der Einreise entweder der Abschluss eines Roaming-Vertrags mit dem heimischen Mobilfunkanbieter oder der Erwerb einer Travel-eSIM. Internetzugänge und bestimmte westliche Kommunikationsdienste können in Russland eingeschränkt oder blockiert sein.

Reiseversicherung: Eine gültige Auslandskrankenversicherung ist bei der Einreise oft zwingend erforderlich und sollte in jedem Fall abgeschlossen werden, idealerweise mit einer Klausel für den Rücktransport im Notfall.

Trinkgeld: In Restaurants und Cafés ist es üblich, etwa 10 Prozent der Rechnungssumme als Trinkgeld zu geben, sofern dieses nicht bereits als Servicegebühr ausgewiesen ist. Auch bei Taxifahrten und Stadtführungen wird ein kleines Trinkgeld gerne gesehen, ist jedoch nicht zwingend erwartet.

Trinkwasser: Leitungswasser sollte in St. Petersburg nicht ohne Weiteres getrunken werden; abgefülltes Wasser ist überall günstig erhältlich und empfiehlt sich sowohl zum Trinken als auch zum Zähneputzen für empfindliche Mägen.

Kleidung: Beim Besuch orthodoxer Kirchen und Klöster wird von Frauen erwartet, die Schultern und, in vielen Fällen, den Kopf zu bedecken; Männer sollten keine kurzen Hosen tragen. In den Sommermonaten ist trotz milder Temperaturen aufgrund von Wind und häufigem Regen eine wetterfeste Jacke empfehlenswert, im Winter ist warme, mehrschichtige Kleidung mit rutschfestem Schuhwerk unerlässlich.

Notrufnummern: Die einheitliche Notrufnummer für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst lautet 112 und ist auch für ausländische Mobiltelefone erreichbar. Es empfiehlt sich, vor Reiseantritt zusätzlich die Kontaktdaten der zuständigen Botschaft oder des Konsulats des eigenen Landes in St. Petersburg oder Moskau zu notieren.

Rechtliche Besonderheiten: Reisende sollten sich bewusst sein, dass bestimmte Gesetze in Russland – etwa im Bereich von Meinungsäußerung, Fotografie militärischer oder sicherheitsrelevanter Einrichtungen sowie im Umgang mit als „ausländische Agenten“ eingestuften Organisationen – deutlich strenger ausgelegt werden können als in westeuropäischen Ländern. Vorsicht und Zurückhaltung bei politischen Themen sowie beim Fotografieren sensibler Objekte sind dringend anzuraten.

Fazit

St. Petersburg zählt architektonisch und kulturell zweifellos zu den eindrucksvollsten Städten Europas – ein Ort, an dem sich imperiale Geschichte, europäischer Städtebau und russische Identität auf einzigartige Weise verbinden. Gleichzeitig hat sich die Ausgangslage für Reisende in den vergangenen Jahren durch internationale Sanktionen, eingeschränkte Flugverbindungen, praktische Einschränkungen im Zahlungsverkehr und vor allem durch die im Jahr 2026 auf das gesamte Land ausgeweitete Reisewarnung erheblich verändert. Wer eine Reise nach St. Petersburg plant, sollte diese Rahmenbedingungen sehr ernst nehmen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den offiziellen Stellen des Auswärtigen Amtes beziehungsweise der zuständigen nationalen Außenministerien informieren und die eigene Reiseentscheidung sorgfältig und verantwortungsvoll abwägen.


Hinweis: Die Angaben zu Visabestimmungen, Sicherheitslage und Einreisebedingungen basieren auf dem Stand August 2026 und können sich kurzfristig ändern. Vor Reiseantritt sollten unbedingt die aktuellen, verbindlichen Informationen des Auswärtigen Amtes (auswaertiges-amt.de), des österreichischen Außenministeriums (bmeia.gv.at) beziehungsweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten sowie der zuständigen russischen Auslandsvertretung eingeholt werden.

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Russland – St. Petersburg

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Russland – St. Petersburg

von Joe OnTour 30. August 2026
Erstellt von Joe OnTour

Russland – St. Petersburg

St. Petersburg: Eine Woche zwischen Zaren, Kanälen und weißen Nächten

Es gibt Städte, die man besucht, und es gibt Städte, die einen empfangen wie ein Theater kurz vor dem Vorhangaufgang. St. Petersburg gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Kaum aus dem Flugzeug oder Zug gestiegen, spürt man: Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Peter der Große wollte ein „Fenster nach Europa“ bauen – und er baute es mit einem Sinn für Theatralik, der bis heute jeden Besucher überwältigt.

Ankunft in einer Stadt aus Wasser und Gold

St. Petersburg liegt auf über vierzig Inseln, durchzogen von der Newa und unzähligen Kanälen. Schon vom Taxifenster aus fällt der erste Eindruck: breite Prachtstraßen, pastellfarbene Fassaden in Ocker, Türkis und Zartrosa, dazwischen goldene Kuppeln, die selbst an einem bewölkten Tag zu leuchten scheinen. Man merkt sofort, dass diese Stadt nicht organisch gewachsen ist wie viele europäische Metropolen, sondern am Reißbrett entworfen wurde – von italienischen, französischen und deutschen Architekten, die im Auftrag der Zaren ein Ebenbild von Amsterdam, Venedig und Paris zugleich schaffen sollten. Das Ergebnis ist einzigartig: eine Stadt, die europäisch wirkt und doch unverkennbar russisch bleibt.

Unser Hotel lag unweit des Newski-Prospekts, der Hauptschlagader der Stadt. Schon der erste Spaziergang am Abend zeigte, warum dieser Boulevard seit fast 300 Jahren das pulsierende Zentrum St. Petersburgs ist. Straßenmusiker spielten klassische Melodien vor der Kulisse beleuchteter Barockfassaden, Touristen und Einheimische schlenderten gemeinsam an Buchhandlungen, Cafés und Kirchenportalen vorbei, und über allem lag dieses spezielle Licht der nördlichen Breiten, das selbst am späten Abend nicht ganz verschwinden wollte.

Die Eremitage: Ein Museum, das man nicht an einem Tag begreifen kann

Kein Bericht über St. Petersburg kommt ohne die Eremitage aus – und doch wird man ihr in wenigen Absätzen kaum gerecht. Der Winterpalast, einst Residenz der russischen Zaren, beherbergt heute eine der größten Kunstsammlungen der Welt. Über drei Millionen Exponate verteilen sich auf mehr als 1.500 Räume, und wer versucht, alles zu sehen, verlässt das Gebäude meist erschöpfter, als er es betreten hat.

Wir entschieden uns für eine Strategie, die sich bewährt hat: nicht alles sehen wollen, sondern bewusst auswählen. Der Jordantreppe folgte ich hinauf in die state rooms, wo Kronleuchter und vergoldete Stuckdecken einen fast schwindelerregenden Eindruck von imperialem Prunk vermitteln. Der Thronsaal mit seinem monumentalen Wappen, der Malachitsaal mit seinen grünen Halbedelstein-Säulen, die endlosen Gemäldegalerien mit Werken von Rembrandt, Rubens, Tizian und da Vinci – jeder Raum ist für sich ein Ausstellungsstück.

Besonders berührt hat uns der Raum mit den beiden Leonardo-da-Vinci-Gemälden, die „Madonna Litta“ und die „Madonna Benois“. Vor diesen Bildern, in einem Land, das so oft mit Härte und Distanz assoziiert wird, stehen Menschen aus aller Welt in respektvoller Stille. Es sind Momente wie diese, in denen sich zeigt, wie sehr Kunst Grenzen überwindet, auch wenn die politische Realität draußen eine andere Sprache spricht.

Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Wer die Menschenmassen meiden möchte, sollte gleich zur Öffnung um 10 Uhr kommen oder – noch besser – ein Online-Ticket im Voraus buchen. Die Warteschlangen vor dem Palastplatz können sich sonst über Stunden ziehen, besonders in den Sommermonaten.

Der Palastplatz und die Alexandersäule

Direkt vor der Eremitage öffnet sich der Palastplatz, einer der eindrucksvollsten städtischen Räume, die wir je gesehen haben. In seiner Mitte erhebt sich die Alexandersäule, ein monolithischer Granitblock von fast 26 Metern Höhe, der – bemerkenswerterweise – allein durch sein Eigengewicht steht, ohne im Boden verankert zu sein. Errichtet wurde sie zum Gedenken an den Sieg über Napoleon. Wenn man an einem klaren Abend hier steht, umgeben vom halbkreisförmigen Generalstabsgebäude auf der einen und der monumentalen Fassade des Winterpalastes auf der anderen Seite, versteht man, warum dieser Platz Schauplatz so vieler entscheidender Momente der russischen Geschichte war – von der Erstürmung 1917 bis zu den Militärparaden der Gegenwart.

Kanäle, Brücken und der Charme des „Venedigs des Nordens“

St. Petersburg wird gerne mit Venedig oder Amsterdam verglichen, und tatsächlich ist die Zahl der Kanäle und Brücken beeindruckend – über 300 Brücken durchziehen die Stadt, manche schlicht, manche mit vergoldeten Greifen und Löwen geschmückt. Eine Bootstour auf der Moika und dem Griboedov-Kanal gehörte für mich zu den entspanntesten Programmpunkten der Reise. Man gleitet vorbei an Hinterhoffassaden, die vom Wasser aus ganz anders wirken als von der Straße, unter niedrigen Brücken hindurch, an denen manchmal nur wenige Zentimeter Luft nach oben bleiben, und bekommt einen Blick auf die Stadt, der den Touristenmassen des Newski-Prospekts entgeht.

Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt vorbei an der Erlöserkirche auf dem verklärten Blut (russisch: Spas na Krowi), einer Kirche, die mit ihren bunten Zwiebeltürmen fast schon fremd wirkt in dieser sonst so europäisch geprägten Stadt. Sie erinnert bewusst an die Basilius-Kathedrale in Moskau und wurde an der Stelle errichtet, an der Zar Alexander II. 1881 einem Attentat zum Opfer fiel. Das Innere ist vollständig mit Mosaiken bedeckt – über 7.000 Quadratmeter, mehr als in jeder anderen Kirche Europas. Wer hier eintritt, sollte sich Zeit nehmen; der erste Eindruck ist fast überwältigend.

Peterhof: Der Versailles des Nordens

Ein Tagesausflug, den wir unbedingt empfehlen möchten, führt nach Peterhof, etwa 30 Kilometer westlich der Stadt am Finnischen Meerbusen gelegen. Peter der Große ließ hier einen Palastkomplex errichten, der bewusst mit Versailles konkurrieren sollte – und in mancher Hinsicht übertrifft er sein französisches Vorbild sogar.

Die berühmte Große Kaskade vor dem Großen Palast ist ein wahres Wunderwerk der Wasserbaukunst: über 60 Fontänen und mehr als 200 vergoldete Statuen, Reliefs und Ornamente, angeordnet auf mehreren Terrassen, die zum Meer hinabführen. Das Bemerkenswerte daran: Die gesamte Anlage funktioniert ohne Pumpen, allein durch natürliches Gefälle – ein technisches Meisterwerk aus dem 18. Jahrhundert, das noch heute funktioniert.

Wir erreichten Peterhof mit dem Tragflügelboot, das vom Anleger direkt hinter der Eremitage ablegt. Die etwa vierzigminütige Fahrt über den Finnischen Meerbusen ist bereits ein Erlebnis für sich, und die Ankunft direkt am Kanal, der zum Palast hinaufführt, verschafft einen der spektakulärsten ersten Eindrücke, die eine europäische Schlossanlage zu bieten hat.

Die weitläufigen Parkanlagen laden zum Verweilen ein. Zwischen jahrhundertealten Bäumen verstecken sich kleinere Pavillons und Lustschlösser, etwa der Marly-Palast oder das Eremitage-Pavillon, ein charmantes kleines Gebäude, in dem einst ein mechanischer Aufzugstisch die Speisen servierte, damit die Bediensteten den privaten Gesprächen der Zarenfamilie nicht lauschen konnten.

Zwischen Zarskoje Selo und dem Bernsteinzimmer

Ein zweiter lohnender Ausflug führt nach Zarskoje Selo, dem „Zarendorf“, mit dem Katharinenpalast als Herzstück. Die hellblau-weiß-goldene Fassade zieht sich über eine Länge von rund 300 Metern und ist von der Straße aus kaum in Gänze zu erfassen. Berühmtheit erlangte der Palast vor allem durch das Bernsteinzimmer – ein aus Bernstein gefertigtes Raumensemble, das im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen geraubt wurde und bis heute als verschollen gilt. Was Besucher heute bewundern können, ist eine aufwendige Rekonstruktion, die russische Handwerker über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg mühevoll nachgebildet haben. Der Glanz des honigfarbenen Bernsteins im Kerzenlicht – elektrisches Licht ist aus Konservierungsgründen gedimmt – erzeugt eine fast mystische Atmosphäre, die einem noch lange im Gedächtnis bleibt.

Die Peter-und-Paul-Festung: Geburtsort der Stadt

Auf der Hasen-Insel in der Newa gelegen, war die Peter-und-Paul-Festung der Ausgangspunkt der Stadtgründung im Jahr 1703. Heute dient die goldene, schlanke Turmspitze der Peter-und-Paul-Kathedrale als eines der Wahrzeichen der Skyline. Im Inneren der Kathedrale liegen die meisten russischen Zaren und Zarinnen begraben, darunter auch die sterblichen Überreste von Nikolaus II. und seiner Familie, die 1998 hier feierlich beigesetzt wurden – ein bewegender historischer Schlusspunkt unter das tragische Ende der Romanow-Dynastie.

Ein kleiner, aber unterhaltsamer Brauch: Mittags um 12 Uhr wird von der Festungsmauer aus ein Kanonenschuss abgefeuert, eine Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht und ursprünglich dazu diente, der Bevölkerung die genaue Uhrzeit mitzuteilen. Wer zufällig in der Nähe ist, sollte auf den lauten Knall vorbereitet sein.

Weiße Nächte: Wenn die Stadt nicht schlafen will

Wer St. Petersburg zwischen Ende Mai und Anfang Juli besucht, erlebt das Phänomen der „weißen Nächte“ – aufgrund der nördlichen Lage der Stadt sinkt die Sonne in dieser Zeit nie vollständig unter den Horizont. Es wird nie wirklich dunkel, nur ein sanftes Dämmerlicht liegt über den Kanälen, während sich die Menschen bis in die frühen Morgenstunden auf den Straßen und Brücken tummeln.

Ein Höhepunkt dieser Jahreszeit ist das nächtliche Öffnen der Zugbrücken über die Newa, das man am besten von einer der Uferpromenaden aus beobachtet. Gegen ein bis zwei Uhr nachts heben sich die massiven Brückenteile langsam in die Höhe, um großen Schiffen die Durchfahrt in Richtung Ostsee zu ermöglichen. Hunderte Schaulustige versammeln sich an den Ufern, manche mit Sekt in der Hand, um dieses nächtliche Schauspiel mitzuerleben – untermalt vom Blick auf die beleuchteten Fassaden des Winterpalastes, die sich im ruhigen Wasser der Newa spiegeln.

Kulinarisches: Zwischen Borschtsch und Blini

Die russische Küche hat einen zu Unrecht bescheidenen Ruf im Westen. In St. Petersburg lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Klassiker wie Borschtsch, die rote Rote-Bete-Suppe mit Sauerrahm, oder Pelmeni, kleine gefüllte Teigtaschen, gehören ebenso zum kulinarischen Repertoire wie Blini, dünne Pfannkuchen, die traditionell mit Kaviar, saurer Sahne oder Marmelade serviert werden.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch in einem der traditionellen „Stolowaja“-Restaurants – einfache Selbstbedienungslokale im Stil der Sowjetzeit, in denen man für wenig Geld hausgemachte russische Küche probieren kann, weit entfernt vom touristischen Trubel. Für ein gehobeneres Erlebnis lohnt sich ein Abend in einem der historischen Restaurants nahe dem Newski-Prospekt, wo klassische Gerichte in stilvollem Ambiente serviert werden, oft begleitet von Live-Musik.

Nicht zu vergessen: der Wodka. In St. Petersburg wird er traditionell eiskalt in kleinen Gläsern serviert, begleitet von eingelegtem Gemüse, Hering oder Schwarzbrot mit Butter – eine Kombination, die sich überraschend gut ergänzt und einen kleinen Einblick in die russische Trink- und Esskultur gibt.

Der Newski-Prospekt bei Nacht

Zum Abschluss unseres Aufenthalts kehrten wir noch einmal auf den Newski-Prospekt zurück, dieses Mal bei Nacht. Die Straße, tagsüber geschäftig und von Verkehr durchzogen, verwandelt sich nach Einbruch der Dämmerung in eine Bühne aus Licht. Die Kasaner Kathedrale mit ihrer halbkreisförmigen Kolonnade, inspiriert vom Petersdom in Rom, erstrahlt in warmem Scheinwerferlicht. Straßenkünstler und Musikensembles spielen an fast jeder Ecke, und die Cafés füllen sich mit Menschen, die den Tag ausklingen lassen.

Ein Fazit

St. Petersburg ist eine Stadt der Superlative – die größte Kunstsammlung, die prächtigsten Paläste, die aufwendigsten Kirchen. Doch was die Stadt wirklich unvergesslich macht, ist nicht allein ihre imperiale Pracht, sondern der Kontrast, der sich überall zeigt: zwischen europäischer Eleganz und russischer Seele, zwischen tragischer Geschichte und ungebrochener Lebensfreude, zwischen strengem Winter und den schwerelosen weißen Nächten des Sommers.

Wer St. Petersburg besucht, sollte sich Zeit nehmen – mindestens vier bis fünf Tage, um der Stadt gerecht zu werden. Wer weniger Zeit hat, wird dennoch mit Eindrücken zurückkehren, die lange nachwirken. Denn diese Stadt am Rande Europas hat die seltene Gabe, gleichzeitig fremd und vertraut zu wirken – ein Fenster nach Europa, wie Peter der Große es wollte, und zugleich ein Ort mit einer ganz eigenen, unverwechselbaren Identität.


Praktische Hinweise: Für die Einreise nach Russland benötigen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige ein Visum. Aktuelle Bestimmungen zu Reisebeschränkungen, Visapflicht und Sicherheitslage sollten vor Reiseantritt unbedingt bei den zuständigen Behörden bzw. dem Auswärtigen Amt geprüft werden, da sich diese kurzfristig ändern können.

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Südafrika - Leoparden
Südafrika

Südafrika – Leoparden

von Joe OnTour 11. August 2019
Erstellt von Joe OnTour

Südafrika - Leoparden

Wir sind im Wildpark der Ngala Lodge auf der Pirsch nach Leoparden. Leoparden sind in der Regel nachtaktive und sehr scheue Tiere. Sie sind deshalb nicht leicht in der Wildnis zu beobachten. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Leopard die wohl am weitesten verbreitete Grosskatze ist. Leoparden passen sich den Lebensbedingungen optimal an. Sie sind daher auch in den unterschiedlichsten Regionen zu finden und halten sich sowohl im Dschungel als auch in Wüstenregionen auf.

In der Nacht zuvor haben wir mit unserem Ranger noch lange nach dem Essen bei einem Glas Wein zusammengesessen. Dabei hat er uns dann angeboten, dass er uns am nächsten Morgen ein besonderes Erlebnis bietet.

Er hat heute in der Nähe Spuren von Leoparden gesehen. Wir sollen an diesem Tag zu viert (Ranger, Helfer, Brigitte und Jürgen) den Leoparden suchen. Die beste Zeit sollte kurz vor Sonnenaufgang sein. Also heißt es um 3.00 Uhr in der Früh aufstehen und um 4.00 Uhr losfahren. Da diese Pirsch nicht ganz ungefährlich ist, hat sich unser Ranger bereits mit einem Gewehr (für alle Fälle) ausgerüstet. Bereits nach wenigen Kilometern bleibt unser Landrover mitten im Busch stehen. Sollte dies bereits das Ende der so heiß ersehnten Pirschfahrt sein?

Wir sind enttäuscht, doch unser Ranger gibt so leicht nicht auf. Eine Werkstatt ist natürlich in dieser Wildnis nicht zu finden. Hilfe kann nur über Funk in der Lodge angefordert werden, was aber auch den Abbruch der Safari bedeuten würde. Also helfen wir uns selbst. Tags zuvor hat es wie aus Eimern die ganze Nacht geregnet. Die gesamte Gegend ist versumpft. So ist die Reparatur mit einer echten Schlammschlacht verbunden.

Brigitte wendet sich derweil der Botanik zu und erkundet die Flora der afrikanischen Wildnis zumal diese nach dem gestrigen Gewitter zu neuem Leben erwacht ist. An allen Ecken und Enden sprießen neue Gewächse aus dem Boden. Die Natur erwacht zu ungewohnter Blüte. Derweil wird an dem Landy respektive unter ihm hart gearbeitet. Nach endlosen Versuchen schaffen wir es dann doch, den Landrover wieder flott zu kriegen. Die Reparatur hat uns zwar einige Zeit gekostet, unser Ranger will aber die Suche nach dem Leoparden dennoch nicht aufgeben.

Wir fahren durch Flussbetten, vorbei an Wasserlöchern, die sich nach dem Regen gebildet haben und dann plötzlich und vollkommen unerwartet gibt unser Hilfsguide, der auf dem Kotflügel seinen Aussichtsposten hat, ein Zeichen. Er hat etwas entdeckt.

Es ist der Leopard, dessen Spuren unser Ranger gestern schon gesehen hat. Langsam löst sich der Leopard aus seinem Versteck und trottet vor unseren Augen über eine Lichtung davon. Unser Hilfs-Guide hat urplötzlich seinen, wie er meint, doch unsicheren Frontplatz auf dem Kotflügel mit einem vermeintlich sichereren Platz auf dem Beifahrersitz neben unserem Ranger gewechselt.

Sicht-, Geruchs- und Hörsinn des Leopards sind aussergewöhnlich gut entwickelt. Die Raubkatzen sind zudem ausgezeichnete Kletterer und Schwimmer. Die Leoparden des Bushvelds wiegen im Durchschnitt selten mehr als 70 kg. Dennoch sind sie in der Lage, auch grosse Beutetiere wie Impalas in Bäume hochzuziehen, um sie vor anderen Raubtieren in Sicherheit zu bringen.

Unser Guide erzählt uns, dass er einen Leoparden beobachtet hat, wie dieser sogar eine junge Giraffe von etwa 100 kg Gewicht mehrere Meter hoch in eine Astgabel zerrte. Leoparden sind absolute Einzelgänger. Männliche und weibliche Tiere leben in getrennten Territorien. Das Gebiet des Männchens übeschneidet aber meist mehrere weibliche Reviere. Während der Paarungszeit paart sich ein Leopard mit allen brünstigen Weibchen seines Jagdreviers.

Plötzlich sehen wir, wie sich aus dem Dickicht ein weiterer Leopard schält. Es kommt sehr selten vor, dass zwei Leoparden gemeinsam auf die Jagd gehen. In diesem Fall sind es zwei jüngere Brüder, die die Chancen auf eine erfolgreiche Jagd offenbar gemeinsam größer einschätzen. Wir folgen den beiden Tieren bei ihrer ruhigen Pirsch durch dichtes Buschwerk, über die offene Savanne und durch Flussläufe.

Einmal verlieren wir sie in einem geschlossenen Dickicht, das wir nicht durchfahren können. Doch als wir das Buschwerk umfahren und auf der anderen Seite wieder angelangen, sehen wir sie wieder. Majestätisch, ohne uns auch nur des geringsten Blickes zu würdigen, schreiten die beiden Leoparden ihrem Ziel entgegen. Auf Ihrer Pirsch nach Beute sind sie bis zu 30 Km unterwegs. Wir haben schon einiges an Tieren in freier Wildbahn gesehen. Diese majestätischen, geschmeidigen Grosskatzen aber sind in der Tat ein beonderes Erlebnis. Unser Ranger hat uns nicht zu viel versprochen. Immer wieder bewegen sich die Leoparden geräuschlos durch unwegsames Gelände. So folgen wir den beiden Leos mehr als zwei Stunden. Gelegentlich meinen wir, sie verloren zu haben. Wir glauben langsam, sie spielen mit und Katz und Maus. Nachdem wir eine Böschung umfahren haben, sehen wir sie plötzlich wieder vor uns stehen. Vollkommen ruhig sitzt einer der Leos mit der Nase in der Witterung…………

Leoparden können überall dort existieren, wo sie kleine und mittlere Beutetiere und gute Deckung finden. Leoparden sind ihr Leben lang als Singles unterwegs. Ihre Kontakte beschränken sich meistens auf die Paarungszeit und bei Weibchen auf die Zeit der Aufzucht der Jungen. Die Auzucht ist allein Sache der Weibchen. Nach einer Tragzeit von 100 Tagen kommen 3 – 4 Junge zur Welt. Die Jungen sind dunkel und nur gering gefleckt. Wenn sie 2 Jahre alt sind, verlassen sie die Mutter und suchen sich ihr eigenes Revier. Der männlichen Leoparde hat ein Revier von ca. 18 – 65 km2. Das Revier des Weibchens umfasst ein Gebiet von 10 – 30 km2. Männliche Leoparden sind 60 – 70 cm groß bei einer Körperlänge von ca. 200 cm. Ihr Gewicht beträgt etwa 60 kg. Die Weibchen sind ca. 180 cm lang und wiegen 30 – 50 kg. Der Leopard kann mehr als 20 Jahre alt werden Leoparden gehen vorwiegend bei Sonnenuntergang oder kurz nach Sonnenaufgang auf Beutesuche. Bei ihrer Jagd legen sie bis zu 30 km zurück. Der Leo verzehrt eine breite Palette vom Käfer bis zur Antilope sowie Warzenschweine, Schakale, Nagetiere, Schlangen usw.

Avber jetzt wollen wir weiter von unserer Safari berichten, hier also der 2. Teil unseres Reiseberichtes:

Einer der beiden Leoparden hat offenbar Witterung auf eine Beute aufgenommen. Von seinem erhöhten Platz hat er einen guten Überblick über das Geschehen rings um ihn herum. Der Bruder sichert das Gelände auf der anderen Seite des Terrains. Jetzt ist es soweit. Die Beute ist erspäht.

Es ist ein kleiner Impala. Wachsamkeit, Anspannung und das Gespür für den richtigen Augenblick verbunden mit der Schnelligkeit eines Jägers sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Jagd. Die Jagd beginnt. Einer der beiden Leoparden ist kurz vor dem Sprung auf die Beute. Der Impala hat keine reale Chance, wenn zwei Leoparden gemeinsam jagen. Der Biss ins Genick bringt in kürzester Zeit den Tod.

Anschließend wird die Beute erst einmal auf den nächsten Baum verfrachtet, um sie vor möglichen Neidern in Sicherheit zu bringen. Nach kurzer Zeit wird der Impala in ein Dickicht gebracht, das den Leoparden sicher genug erscheint. Wir folgen den beiden Brüdern in gebührendem Abstand, können uns dann aber bis auf wenige Meter mit dem Landrover an den Aufbruchplatz annähern.

Hier sitzen wir nun wie angewurzelt im offenen Landy, während die Leoparden die Beute unter sich aufteilen. Ein Leopard bricht den Impala auf und weidet ihn aus. Wir hören ganz deutlich das Brechen der Knochen beim Zubeissen. Ein Geräusch, bei dem mir noch heute ein Schauer über den Rücken läuft. Der zweite Leo wartet in kurzem Abstand im nahen Dickicht und sichert das Gebiet. Wir werden offenbar nicht als Feinde betrachtet, anders ist es nicht zu erklären, dass wir aus einer Entfernung von 5 Metern das Geschehen beobachten können. Die ganze Prozedur dauert über 2 Stunden. Dabei sitzen wir in der jetzt prallen Sonne im offenen Landrover. Die Kamera ist bei mir immer im Anschlag ebenso wie beim Ranger das Gewehr griffbereit liegt. Die Zeit vergeht, ohne dass wir merken, dass sich breits ein dicker Sonnenbrand ankündigt. All das nehmen wir nicht wahr, weil wir so gebannt der Szenerie folgen.

Auf unserer Rückfahrt sind wir glücklich, diese ästätische und zugleich grausame Jagd miterlebt zu haben. Sie wird uns unvergessen bleiben.

Bilder Südafrika – Leoparden

Südafrika - Leoparden

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Südafrika - Ngala Lodge

Südafrika - Ngala Lodge

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11. August 2019 0 comments
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Neuseeland – Nationalmuseum
Neuseeland

Neuseeland – Nationalmuseum

von Joe OnTour 21. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland - Nationalmuseum

IUm sich einen umfangreichen Eindruck von der Kultur und der Geschichte Neuseelands zu machen, ist ein Besuch des Nationalmuseums unabdingbar. Für den interessanten Rundgang durch das Nationalmuseum sollte man mindestens 2 Stunden einplanen. Gleich am Eingang sind kunstvoll gebaute Schiffe aus der Zeit der Maori zu bewundern.

Reichhaltige Verzierungen schmückten die Schiffe und Hütten der Maori. Mehrere Meter hohe Kunstwerke sind mit Masken und Gesichtern verziert.

Mit kleinen Auslegerbooten sind die Maori über das offene Meer nach Neuseeland gekommen. Die Schautafeln zeigen einen interessanten Überblick über die einheimische Fauna auf. Die Größe der ehemals 24 Moa-Arten reichte bis zu drei Metern. Der größte dieser Laufvögel, der Riesenmoa Dinornis maximus, starb sehr wahrscheinlich erst Mitte des letzten Jahrhunderts aus.

Als mit dem Eintreffen der Maori aus Polynesien, um etwa 900 v.Chr. die menschliche Besiedlung einsetzte, gab es noch rund 15 Moa-Arten. Der neuseeländische Moa ist der einzige jemals existierende flügellose Vogel. Der Giant Moa, einer von elf Moaarten, ist mit einer Größe von 3 Metern außerdem der größte bekannte Vogel. Viele Moaknochen und -Skelette wurden in Höhlen gefunden, in die der Moa gefallen war.

Im Nationalmuseum erhält man einen umfassenden Überblick über die Kultur und Lebensweise der Ureinwohner Neuseelands. Dort sind originale Behausungen der Maori aufgestellt. Man kann sich so einen Eindruck von der Lebensweise dieser Siedler machen.

Auf den Bildern in der Gallery ist ein Maori mit typischer Tätowierung und einem Amulett zu sehen sowie eine Darstellung aus dem alltäglichen Leben der steinzeitlichen Ureinwohner Neuseelands.

Man kann auch die Maske eines Maori zu bewundern und auch eine reich verzierte Lagerstätte der Maori. Die Kunst der Herstellung dieser Verzierungen beherrschen heute nur noch einige wenige Nachkommen der Maori.

Im Museum ist auch ein Krieger in seiner urzeitlichen Ketten-Rüstung, bewaffnet mit einem schwertähnlichen Hieb- und Schlaginstrument zu sehen. Er könnte gut als Vorlage für einen der Krieger aus dem Epos „Der Herr der Ringe“ hergehalten haben. Mittlerweile hat es sich wohl weltweit herumgesprochen: „Mittelerde“ ist Neuseeland. Das Museum hat eine Vielzahl wunderschöner alter Masken ausgestellt. Man sieht ihnen den Ursprung aus dem polynesischen Kultur-Raum an.

Ein Schild (Höhe ca. 1,50 m) stammt wohl ebenfalls aus dem polynesischen Raum. Die Ränder sind mit Kaui – Muscheln ausgeschmückt. In der Mitte unter der Nase sind die Waffen (Hauer) eines Ebers (Wildschweins) integriert. Welcher Gegner will diesem Ausdruck des Schreckens standhalten? Daneben eher eine grobe Maske aus sehr früher Zeit mit wenigen Verzierungen, dafür aber mit starkem Ausdruck.

In der Gallery sind wunderschöne Beispiele für die traditionelle Maori-Schnitzerei zu sehen. Die Figuren sind ca. 30 cm hoch. Die Augen sind mit Schildplatt ausgelegt. Es gibt heute noch einen anerkannten neuseeländischen Künstler, der sich der Herstellung dieser Kunststücke verschrieben hat.

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Neuseeland – Nationalmuseum

von Joe OnTour 21. April 2018
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Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark

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Bilder Neuseeland – Nationalmuseum

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Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark
Neuseeland

Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark

von Joe OnTour 20. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark

Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark | Der Nationalpark ist ein 225,3 km² grosses Gebiet im Norden von Neuseelands Südinsel zwischen den beiden Meeresbuchten Golden Bay und Tasman Bay. In diesem Bereich wird die Küste immer schroffer und es hat sich eine beeindruckende Kalksteinlandschaft mit bizarren Felsformationen und tiefen Höhlensystemen gebildet.

Mehr als drei Viertel des Nationalparkgebietes sind dicht bewaldet. Im Park kann man viele Seevögel beobachten. Der Weißwangenreiher, Stelzenläufer, Taraseeschwalben, Tuis, Makomakos und Kuckuckskäuze sind hier beheimatet. Das Klima in dieser Küstenregion ist mit 2200 Sonnenstunden pro Jahr ziemlich mild.

Im Nationalpark findet man zahlreichen kleinen Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenem Wasser und Granitklippen. Die Küste des Abel-Tasman-Nationalparks mit dem Meeresgebiet ist seit 1993 durch das Meeresschutzgebiet Tonga Island Marine Reserve streng geschützt.

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Neuseeland – Nationalmuseum

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Bilder vom Abel Tasman Nationalpark

Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark
Neuseeland – Abel Tasman Nationalpark
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Neuseeland – Paparoa National Park
Neuseeland

Neuseeland – Paparoa National Park

von Joe OnTour 20. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland – Paparoa National Park

Der Paparoa-Nationalpark ist rund 300 km² gross und liegt an der Westküste von Neuseelands Südinsel. Im Bereich der Küste ist die Landschaft des Paparoa Nationalparks vorwiegend geprägt durch Kalkgestein. Durch Erosion abgetragen findet man deshalb im Park bizarre Felsformationen vor. Es haben sich tiefe Canyons und viele Höhlen gebildet. Die Pancake Rocks sowie der Paparoa-Karst sind wohl die berühmtesten.

Bei unserem Stopp zwischen Greymouth und Westport im Paparoa National Park bei Punakaiki bestaunen wir die Pancake Rocks. Das bizarre Sedimentgestein mit seinen verschiedenen Schichten sieht aus wie gestapelte Pfannkuchen. Bei starker Brandung lässt das Wasser der Tasman Sea in sogenannten Blow Holes wie Geysire emporschießen.

Das Sedimentgestein im Küstenbereich unterliegt dem Einfluss der Brandung und der starken Erosion, wodurch die unterschiedlichen Schichten der Entstehung freigelegt wurden. Dies ist besonders beeindruckend bei den Pancake Rocks zu sehen. An anderer Stelle in ein schmaler Einschnitt im Küstenbereich durch die starke Brandung entstanden. Oft sehen wir der Küste vorgelagerte kleine Felsinseln, die von der Brandung und durch Erosion in einigen Jahren wohl ganz verschwunden sein werden. Auf diese Art und Weise verändert sich das Landschaftsbild ständig.

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Neuseeland – Nationalmuseum

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Bilder Neuseeland – Paparoa National Park

Paparoa National Park
Neuseeland – Paparoa National Park
Neuseeland – Paparoa National Park
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Neuseeland Schaffarm
Neuseeland

Neuseeland – Schaffarm

von Joe OnTour 19. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland – Schaffarm

In Neuseeland gibt es vierzehnmal so viele Schafe wie Menschen. Wirtschaftlich spielt die Schafzucht zwar eine immer geringere Rolle, dafür sind die Tiere (vor allem bei den asiatischen Besuchern) längst zur lukrativen Touristenattraktion geworden.

Wir sind auf der Schaffarm von Tim, den wir auf unserer Rundreise kennengelernt haben, zum Barbecue eingeladen. Der Kiwi ist der „Picknicker“ schlechthin. Grillen gehört schlichtweg zum Lebensstil. Einige Freunde der Famlie sind ebenfalls eingetroffen. So lässt es sich trefflich über alle möglichen Themen diskutieren.

Uns interessiert natürlich in erster Linie, wie das tägliche Leben auf einer Schaffarm abläuft. Tim führt uns in den Schafstall und erklärt uns, wie die Tiere geschoren werden.

In diversen Boxen werden die Schafe zuerst nach Alter und Qualität der Wolle aussortiert. Die beiden Kinder von Tim lassen sich natürlich das Schauspiel nicht entgehen. Die Scherwerkzeuge werden an einer Schleifmaschine geschärft, was eine Voraussetzung für eine gute Schur ist.
Neuseeland – Scheren schleifen auf einer SchaffarmNeuseeland – Arbeit auf einer Schaffarm
Kati, die Tochter ist noch etwas skeptisch. Das zu scherende Schaf wird zwischen die Knie gepresst. Es gehört schon eine Menge Erfahrung dazu, bis diese Technik reibungslos funktioniert. Dann wird noch einmal die Qualität der Wolle geprüft, bevor es mit der Schur losgeht.

Die Neuseeländer laden gerne Gäste zu sich nach Hause ein und veranstalten vor allem im Sommer vorwiegend an den Wochenenden häufig Barbies (Barbecues, also Grillfeste).

Wir bringen unseren Gastgebern für die Einladung ein kleines Geschenk mit, was in Neuseeeland gern gesehen wird. Tim lebt mit seiner Familie auf einer Schaf-Farm und so lassen wir uns eine Demonstration seines Handwerks natürlich nicht entgehen. Auf diese Art und Weise lernen wir das Leben auf dem Land näher kennen.

Der Scherkopf wird an einen großen Motor angeschlossen, der über mehrere Wellen die Scheren antreibt. Tim erzählt uns, dass in Neuseeland diverse große Veranstaltungen im Schafscheren durchgeführt werden. Dies ist hier eine Art Volkssport. Dabei gewinnt derjeneige, der in einer festgelegten Zeit die meisten Schafe schert.

Auf Schnelligkeit kommt es aber heute nicht an. Tim zeigt uns vielmehr, wie man den perfekten Schnitt vollzieht, ohne die Tiere zu verletzen. Sein Bruder sammelt derweil die geschorene Wolle ein. Die wird dann über einen Schacht in einen anderen Raum ins Untergeschoss befördert, wo sie dann mit Hilfe einer großen Presse auf ein handliches Packmass für den Versand gebracht wird.

Natürlich erfolgt das alles per Hand, also eine schweißtreibende Arbeit, die schon ein gewisses Maß an Kondition erfordert. Brigitte ist von der natürlichen und ursprünglichen Lebensweise unserer Gastgeber beeindruckt.

Bilder Neuseeland – Schaffarm

Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
Neuseeland Schaffarm
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Neuseeland – Rotorua
Neuseeland

Neuseeland – Rotorua

von Joe OnTour 18. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland – Rotorua

Um Rotorua herum gibt es 4 grössere Thermalquellen: Whakarewarewa, Waimangu, Waiotapu und Hell’s Gate. Whakarewarewa ist wohl Rotoruas aktivste Thermalgegend und hier befindet sich der Geysir Pohutu, der etwa 20 Mal pro Tag bis zu einer Höhe von 30 m speit. Weitere Sehenswürdigkeiten in Whaka sind heisse Schlammbäder sowie heisse Quellen.

Die Anfahrt ist bereits spektakulär. Durch eine karge Landschaft führt uns der Weg zu Devils Home! Aus der Höhle steigen heiße Dämpfe auf, die nichts Gutes verheissen.

Wir wollen uns dieses Spektakel einmal aus der Nähe ansehen. Aus dem Schlund zischt und brodelt es und Devils Home macht seinem Namen alle Ehre.

Die Landschaft um Rotorua ist eine unwirkliche giftige Küche aus brodelnden und zischenden Dämpfen und stinkenden giftigen Gasen, die aus unterirdischen Felsspalten hervorsteigen und uns den Atem nehmen.

Es gibt aber auch heisse Quellen, groß wie Seen, die Temperaturen um die 100 Grad aufweisen. Man sollte es tunlichst vermeiden, hier hineinzufallen. Die Überlebenschancen sind gleich null. Heisser Wasserdampf steigt von den Seen auf und in der Mitte quillt eine brodelnde Urmasse auf, die aus Tiefen von bis zu mehreren Hundert Metern emporsteigen.

Das Innere unserer Erde wird spürbar, da muss sich Brigitte ganz schön überwinden, um über diesen schmalen Steg zu gehen. Ein kurzer Ausrutscher und es ist vorbei…

Wir haben immer noch nicht genug von dieser unwirklichen Landschaft gesehen, die uns in ihren Bann zieht. An dieser Stelle steigt gelblich übelriechender Schlamm aus dem Erdinneren auf. An anderer Stelle brodelt das kochende Wasser und schlägt Blasen an der Oberfläche. Am Rand des Sees bildet sich eine rötliche Färbung vom Eisenerz. Über schmale Bretterstege wandern wir weiter durch diese Urzeit-Landschaft und werden immer wieder von neuen Eruptionen und Dünsten überrascht.

Neuseeland – Rotorua – Steg ueber einen Urzeit-SeeNeuseeland – Rotorua – roetlich braune Ablagerungen am See
Hier sind eindeutig Spuren von Phosphor zu sehen, die sich auch an den Felswänden abgelagert haben.
Neuseeland – Rotorua – Phosphorbildung im SeeNeuseeland – Rotorua – Phosphor
Die Dämpfe verschleiern die Sicht auf die weitere Landschaft. Überall scheint das Wasser der Seen in Bewegung zu sein.

Wir sehen, wie sich das im Erdinnern aufgeheizte Wasser einen Weg an die Oberfläche bahnt. Der ganze See ist hier eine brodelnde und kochende Masse, an deren Rändern sich rote Eisenerze abgelagert haben. Endlich haben wir es wieder geschafft, heil aus dieser Urzeitszenerie herauszufinden. Wir müssen diese gewaltigen Eindrücke erst einmal verarbeiten. Jürgen kann es nicht lassen, noch einmal einen letzten Blick ins Erdinnere zu riskieren.

Bilder Neuseeland – Rotorua

New Zealand – Rotorua
Neuseeland – Rotorua
Neuseeland – Rotorua
Neuseeland – Rotorua
Neuseeland – Rotorua
Neuseeland – Rotorua
Neuseeland – Rotorua
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Neuseeland – Kea Papagei
Neuseeland

Neuseeland – Kea Papagei

von Joe OnTour 17. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland – Kea Papagei

Ein lustiger heimischer Papageienvogel Neuseelands ist der Kea. Der verspielte Kea ist einer der intelligentesten Vögel der Welt. Besonders liebt der Kea-Papagei Autos, von denen er Scheibenwischer oder andere Gummiteile stehlen kann um das zu vermeiden plündert Brigitte ihren Vorrat an Keksen.

Das scheint den Kea – Papageien zu gefallen. Es kommen immer mehr aus der näheren Umgebung, um die neuen Köstlichkeiten zu probieren. Nur einer steht etwas abseits, ob er sich nicht traut? Nein, er scheint eine kleine Showeinlage abliefern zu wollen, um unserer Aufmerksamkeit zu erlangen.

Da die Kekse ausgegangen sind und wir auch nicht unsere anderen Vorräte hergeben wollen, hält der Kea sich halt an den Gummidichtungen eines parkenden PKWs schädlich und prüft schon einmal den Lack auf seine Geniessbarkeit. Wir sollten uns mit unserem großen Wohnmobil aus dem Staub machen, wer weiss, was der Kea da noch so alles für appetitlich hält.

Bilder Neuseeland – Kea Papagei

Neuseeland - Kea Papagei

Neuseeland - Kea Papagei

Neuseeland - Kea Papagei

Neuseeland - Kea Papagei

Neuseeland - Kea Papagei

Neuseeland - Kea Papagei

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Neuseeland - Coromandel Halbinsel
Neuseeland

Neuseeland – Coromandel

von Joe OnTour 16. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Neuseeland – Coromandel Halbinsel

Die Halbinsel Coromandel liegt östlich von Auckland, auf der anderen Seite des Hauraki Gulf. Coromandels faszinierende Geschichte zeigt sich in den Relikten aus der Goldgräberzeit, den Holzfällerdämmen und den alten Pas (befestigten Dörfern) der Maori. Die Vergangenheit findet man auch in der reizvollen kolonialen Architektur und den historischen Gebäuden, die in verschiedenen Städten der Region noch erhalten sind.

Eine eindrucksvolle, stark bewaldete Bergkette ragt genau in der Mitte der Coromandel-Halbinsel auf – sie wird an allen Seiten durch eine kilometerlange spektakuläre Küste begrenzt. An der Westküste gibt es eine nie enden wollende Aneinanderreihung von Stränden, Buchten und Häfen, gesäumt von Pohutukawa-Bäumen (einem in Neuseeland heimischen Baum mit roten Blüten).

Auf der östlichen Seite Coromandels finden wir eine erstaunliche Ansammlung weißer Sand- und Brandungsstrände. Wir fahren die Küstenstraße zum Square Kauri Tree hinauf, einem der größten und ältesten Bäume der Coromandel-Halbinsel. Er befindet sich an der Straße zwischen Tapu und Coroglen, nach einer etwa zweistündigen Fahrt von Thames aus. Die subtropische Vegetation ist einfach beeindruckend. Immer wieder bieten sich aus erhöhten Lagen traumhafte Blicke auf die unten liegenden Strände.
Neuseeland – Vegetation auf der Coromandel Halbinsel

Vom Cape Reinga bis Auckland und auf der Coromandel Peninsula finden wir ausgedehnte Mangrovenwälder, die ganze Küstenstriche umfassen. Tausende von Luftröhren ragen aus dem Schlamm, um die Pflanzen, die bis zu 5 Meter hoch werden können, mit Sauerstoff zu versorgen. Vom Whitianga Wharf kann man die Fähre zum Stone Steps Wharf nehmen, dem Ausgangspunkt der Cook’s Coast. Front Beach, Flaxmill Bay, Shakespeare Cliff, Lonely Bay und Cooks Beach sind alle in unmittelbarer Nähe.

Am Fuß des Shakespeare Cliffs befindet sich in südlicher Richtung die Flaxmill oder Homestead Bay. Sie bietet einen geschützten Ankerplatz für kleine Boote. Man sagt, daß hier Kapitän Cook mit der Endeavour landete. An der Südseite des Kliffs befinden sich die Lonely Bay und Cooks Beach.

Die Lonely Bay ist eine schmale Bucht, von Klippen abgeschnitten und vollkommen unberührt – sie ist nur vom Cook Memorial aus über einen kurzen steilen Fußweg zugänglich. Wir finden nach langem Suchen einen schmalen Feldweg, der allenfalls für einen Geländewagen taugt. Großes Gezeter bei Brigitte.

ich entschließe mich aber trotzdem, hinabzufahren. In engen Kehren geht es den Berg hinunter. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Wir fahren im Schritttempo. An manchen Stellen muss erst das Geäst beiseite geschlagen werden. Wir brauchen für ca. 3 km etwa 60 Minuten. Zu Fuss wären wir schneller gewesen.

Unten angelangt erwartet uns eine etwa 5 km lange Bucht, die in der Abendsonne aussieht wie von einem anderen Stern. Wir suchen uns direkt am Strand einen Stellplatz für die Nacht. Es ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Keine Fußabdrücke im Sand, kein Laut, nichts! Nur die Auswirkungen eines vermutlich vor nicht allzulanger Zeit hier durchgefegten Orkans sind zu sehen. Überall liegen Baumstämme und Treibgut am Strand. Eine Szenerie, wie nach einem Tsunami…..

…….die Stille und Einsamkeit (bis auf das stetige Rauschen des Meeres) ist beruhigend und aufregend zugleich. Wir laufen noch ein Stück den Strand entlang, um die untergehende Sonne zu genießen. Riesige entwurzelte Baumstämme übersäen den Strand. Ganze Palmen sind herausgerissen worden und stehen lose wie von Riesenhand dekoriert im Boden. Wir haben eine unruhige Nacht, der erneut aufziehende Sturm zerrt an unserem kleinen Wohnmobil. Aber wir müssen aushalten………….die Steigung bei Dunkelheit zurückzufahren ist schier unmöglich….

Die inspirierende natürliche Schönheit von Coromandel hat dazu geführt, dass das Gebiet in den letzten Jahren ein Paradies für Künstler und Kunsthandwerker geworden ist. Auch der Maler Hundertwasser hatte hier sein Haus und seine Segeljacht liegen.

Die Städte Thames und Coromandel waren früher Schauplatz des Goldrausches. Heute sind es idyllische und interessante Ortschaften. Um das Vogelleben von Coromandel zu bewundern geht man am besten auf dem Holzsteg durch die Mangroven zum Hide.

Wir haben die gestrige Nacht an der Lonley Beach dann doch noch mehr oder weniger gut überstanden. Nach wenigen Kilometern Fahrt finden wir eine ebenso traumhafte aber aufgeräumtere Bucht. Wir stellen unser Wohnmobil einige Meter abseits vom Strand auf. Die Bucht ist cirka 6 Kilometer lang und wird von einer Sanddüne vom Hinterland abgegrenzt.

In der riesigen Bucht sind außer uns in weiter Entfernung noch zwei Leute zu sehen, die am Strand spazieren. Für Brigitte ist das schon einmal beruhigend. Wir sind also nicht „ganz“ allein.
Neuseeland Peninsula – Kilometerlanger einsamer Strand auf der Coromandel-Halbinsel
Wir verbringen hier den ganzen restlichen Tag und übernachten auch an diesem Platz. Von Thames aus kann man den Rocky’s Goldmine Trail begehen – einen dreistündigen Spaziergang durch den Busch. Er beginnt am Dickson Holiday Park. Auf dem Trail hat man wunderbare Ausblicke auf den Firth of Thames und den dort nachwachsenden heimischen Regenwald. Wir sind umringt von Riesenfarnen, mannshohen Gräsern und kleinen kristallklaren Bächen. Eine Landschaft, die zum Träumen und Verweilen animiert, fernab von jeglichem Massentourismus.

Coromandel ist für die Neuseeländer selbst ein bevorzugtes Urlaubsziel. Ihre am Strand gelegenen privaten Ferienhäuser, die „Baches“ genannt werden, können gemietet werden. Darüber hinaus gibt es über 200 Übernachtungsmöglichkeiten:

luxuriöse Wochenendhäuser, Motels, Zimmer mit Frühstück und Campingplätze. Dennoch ist die von Ruhe, grüner Wildnis und einsamer Bergwelt geprägte Atmosphäre durch die behutsame Entwicklung einiger Ferienorte nicht gestört worden.

Etwa die Hälfte der Coromandel-Halbinsel steht unter dem Schutz des Department of Conservation, dazu gehören die Hahei Marine Reserve mit ihrer eindrucksvollen Kalkstein-Küste ebenso wie die Regenwälder des vulkanischen Berglandes, in denen uralte riesige Kauri-Bäume die Holzfällerzeiten überlebt haben. Die Straße in Richtung Norden schlängelt sich an der mit Pohutukawa-Bäumen bewachsenen Westküste der Halbinsel entlang zu den kleinen Dörfern Coromandel und Colville.

Der Pohutukawa ist ein spektakulärer einheimischer Baum, dessen rote Blüten um Weihnachten herum blühen. Bei der Fahrt zur Ostküste gelangt man zur atemberaubenden Mercury Bay. Hier befinden sich zwei berühmte Strände – die wunderschöne Cathedral Cove und die einzigartige Hot Water Beach.

Der Hot Water Beach macht seinem Namen alle Ehre. Bei Ebbe kann man in der Nähe der Felsen mit etwas Fleiss heisse Pools aus dem Sand graben. Vulkanaktivitäten gibt es auf der Coromandel Halbinsel nur noch selten. Hot Water Beach ist außerdem ein guter Surfspot.

Die Coromandel – Halbinsel ist ein Paradies für Angler. An den begehrtesten Stellen sind die Regeln für Angler aufgestellt. Angeln ist nur für den eigenen Verzehr erlaubt. Fischen mit Netzen ist verboten.

Wir versuchen, unser Abendessen mit einer selbstgebauten Angelschnur zu sichern. Nach wenigen Minuten haben wir Erfolg. Ein stattlicher Snapper zappelt am Haken. Geschuppt, ausgenomen und auf dem offenen Feuer gegrillt schmeckt er uns besser als in jedem Fischrestaurant. Der subtropische Regenwald wächst bis an die Uferzonen hinein. Die Bäume sind von Moos und Schlingpflanzen umwuchert.

In den kleinen Buchten, die oft nur vom Meer aus zugänglich sind, finden wir regelrechte Wasserhöhlen. Mit dem Boot in diese Buchten zu fahren, ein wenig zu schnorcheln, frischen Fisch zu fangen und nach dem Essen anschließend im Sand zu dösen ist nicht nur ein Traum sondern gelebte Realität. Für viele der hier lebenden Neuseeländer ein alltägliches Erlebnis, für die meisten „Durch- Reisenden“ ein unvergessliches Abenteuer. Wir bleiben hier noch ein paar Tage, bevor wir uns von der Coromandel – Halbinsel verabschieden.

Ein letztes Mal genießen wir die Fahrt durch die unvergleichliche Vegetation und freuen uns auf neue weitere interessante Eindrücke auf unserer Reise. Eine weitere schöne Art, die Coromandel – Halbinsel zu „erfahren“, ist eine Tour mit dem Mountainbike durch vorher geplante Teilstrecken. Hier bietet sich besonders das Kauaeranga Valley an. Die Straße folgt dem Kauaeranga River und man kann an einigen Stellen zum Schwimmen verweilen. Man kann auch die Küstenstraße zum Square Kauri Tree hinauffahren, einem der größten und ältesten Bäume der Coromandel-Halbinsel.

Bilder Neuseeland – Coromandel Halbinsel

Neuseeland - Coromandel Halbinsel

Neuseeland - Coromandel Halbinsel

Neuseeland - Coromandel Halbinsel

Neuseeland - Coromandel Halbinsel

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Südsee - Bora Bora
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Südsee – Bora Bora

von Joe OnTour 7. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Bora Bora

Das einzige Dorf auf Bora Bora ist Vaitape. Es besteht aus einer kleinen Ansammlung von Häusern, Läden und Restaurants. Hierher fahren die meisten Besucher der Insel, um Shoppen zu gehen. Bora Bora ist klein und übersichtlich. Die Insel kann man in 1 1/2 Stunden mit dem Auto oder in einigen Stunden mit dem Fahrrad umrunden. Die traumhaften oft einsamen weiten Strände laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Manchmal sitzt eine weiße Wolke wie eine Krone auf ihren Gipfeln, und nach Ansicht vieler Besucher ist Bora Bora schließlich auch die Königin der Südseeinseln. Wie von einer Perlenkette geschmückt, ist Bora, so die Kurzform unter Kennern, am Rande ihrer Lagune von schmalen, palmenbestandenen Inseln umgeben (den Motus) wie die kleinen Koralleninseln auf Polynesisch heißen. Das macht das einzigartige Erscheinungsbild Boras aus.

So bietet sich dem Reisenden ein Szenario, das er auf kaum einer anderen Insel Französisch-Polynesiens wiederfindet. Der Flughafen ist wie überall auf den kleinen Südseeinseln überschaubar. Wir haben uns einen Mietwagen gebucht, um die Insel näher erkunden zu können.

Seit Captain Cooks Zeiten, der vergeblich versuchte, hier zu landen, wurden auf den Inselchen zwar an einigen Stellen Hotels errichtet, aber die endlosen Strände blieben trotzdem erhalten. Der Mount Pahia ist immer wieder von fast allen Standpunkten der Insel zu sehen. Die Kulisse ist tatächlich so, wie man sie sich von einer Südseeinsel vorstellt.

Aber wo Licht ist, da gibt es auch Schatten. An manchen Tagen legen hier die großen Seeliner an, um wahre Invasionen von Touristenströmen auf die Insel zu schütten, dann ist es vorbei mit der Südsee-Idylle.

Zum Glück legen die grossen Kreuzfahrtschiffe nicht zu oft auf Bora Bora an. Wenn dieser Spuk vorbei ist, kehrt die Südsee-Romantik wieder ein. Die kleinen polynesischen Boote der Fischer bieten vor dem blauen Himmel der Südsee die perfekte Kulisse für die Fotos, von denen jeder Südsee-Reisende träumt.

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Bilder Südsee - Bora Bora

Südsee - Bora Bora

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Südsee - Bora Bora
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Südsee – Bora Bora – II

von Joe OnTour 7. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Bora Bora – Reisebericht 2

Der Name Bora Bora klingt bereits wie ein Zauberspruch. Die verwunschene Landschaft aus grünen Gipfeln und leuchtenden Lagunen scheint nicht von dieser Welt zu sein. Wir haben uns einen Mietwagen organisiert und sind auf der etwa eineinhalbstündigen Inselrundfahrt. Den Mount Pahia immer im Blickfeld fahren wir an der mehr oder weniger befestigten Strasse entlang.

Das Bora Bora Lagoon Resort ist Mitglied der Leading Hotels of the World und der Small Luxury Hotels of the World. Es liegt auf der kleinen Insel Motu Toopua, gegenüber von Vaitape, etwa 15 Minuten mit dem Boot zum Flughafen. Das Hotel liegt nicht auf der Hauptinsel, sondern auf einer eigenen kleinen Vulkanspitze, mitten in der Lagune, mit Blick auf den erloschenen Vulkan Otemanu. Die Urlauber haben nicht nur die Wahl zwischen mehreren Hotels unterschiedlicher Kategorie, sondern auch, ob sie auf der Hauptinsel oder einer der vorgelagerten Motus wohnen wollen.

Auf den Motus stehen meist nur Rezeption, Restaurant, eine kleine Boutique und ein Wassersportzentrum. Genächtigt wird, sofern nicht doch ein paar Strand-Bungalows unter Palmen versteckt sind, in sogenannten Overwater-Bungalows auf Pfählen im Sand der Lagune. Bequemer geht’s kaum noch: Ein paar Schritte vom Bett entfernt kann man von der eigenen Veranda zu jeder Zeit zu den Fischen ins Wasser steigen. Verwaiste Strandabschnitte erreicht man dennoch nach einem Spaziergang von ein paar Minuten. Bora Bora ist ein klassisches Flitterwochen-Ziel, hat aber auch viele Mehrfachbesucher, darunter Taucher aus der ganzen Welt. Die Korallenriffe sind intakt. So sind neben kleinen bunten Fischen immer auch große Tiere wie Barakudas oder Haie zu sehen. Auf ganz andere Art wird Fisch im Restaurant Bloody Mary’s präsentiert: Der Gast stellt nämlich sein Menü aus dem gezeigten Tagesfang zusammen. Mit nur fünf Tischen ging man in den Siebzigern an den Start. Mittlerweile ist das Bloody Mary’s sowohl wegen seiner Küche bekannt als auch wegen der langen Namenstafel aller Berühmtheiten, die sich hier eingefunden haben.

Auf unserer Fahrt über die Insel könen wir an prächtigen Aussichtspunkten den Blick auf einsame Strände und Buchten genießen. Abseits der großen Hotels und Resorts kann man die Naturschönheiten der Insel in vollen Zügen auskosten. Immer wieder schweift der Blick auf die tropische Vegetation und auf einsame Strände.

Bilder Südsee - Bora Bora

Südsee - Bora Bora

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Südsee - Bora Bora
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Südsee – Bora Bora – III

von Joe OnTour 7. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Bora Bora – Reisebericht 3

Kleine weisse Boote frischen das Bild des dunkelblauen Meeres auf. Durch den Mount Pahia werden immer wieder einige Wolken aufgefangen und dort können sie sich dann abregnen. Auf diese Weise spriesst auf der Insel ein immerwährendes üppiges Grün. An den weniger frequentierten Stränden stehen außerhalb der Touristenresorts kleine Hütten, in denen die Einheimischen wohnen.

Eine besondere Stimmung ist in den späten Abendstunden kurz vor dem Sonnenuntergang einzufangen. Die Sonne taucht das Meer, die Wolken und die weißen Schiffe in eine rötlich samtene Watte.

Ein junger Inselbewohner macht sich auf den Weg nach Hause. Barfuss, wie es hier üblich ist. Man darf den Kontakt zu Mutter Erde eben nicht verlieren. Ob er sein Zuhause auch als traumhaft empfindet? Oft ist das tägliche Leben der Inselbewohner von anderen Prämissen bestimmt, die von den meisten Urlaubern nicht wahrgenommen werden.

Wir suchen uns ein kleines einheimisches Restaurant und essen natürlich wieder eines der auf der Insel hervorragend kreierten Fischgerichte. Inzwischen zieht ein Hausboot im Südseestil am nahen Strand vorbei. Schade, dass die Zeit auf Bora Bora schon vorbei geht.

Bilder Südsee - Bora Bora

Südsee - Bora Bora

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Südsee - Samoa - Apia
Südsee

Südsee – Samoa – Apia

von Joe OnTour 3. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Samoa – Apia

Das Leben in der Hauptstadt Apia geht einen ruhigen, ja fast besinnlichen Gang. Die Samoaner sind ausgesprochen freundliche und höfliche Menschen, wie die meisten Bewohner der Südsee.

Wir unternehmen einen Bummel durch die Stadt. In der Nähe des Marktes finden wir einige kleine Ladengeschäfte in denen alles für den täglichen Bedarf angeboten wird. Eine wahre Fundgrube zum Stöbern. Während unserer Stadtbesichtigung machen wir in einer kleinen Bar einen Zwischenstop. Die Bedienung empfiehlt uns einen einheimischen Spezialdrink. Brigitte scheint nicht so ganz begeistert zu sein….

Die Samoaner wurden schon früh zum Christentum bekehrt. Die Gotteshäuser weisen darauf hin. Das Innere der Kirche in Apia ist mit bunten Ballons geschmückt. Offensichtlich haben wir die Hochzeitsfeier um Minuten verpasst.

Das Regierungsgebäude von Samoa ist eines der prunkvollsten und grössten Gebäude der Insel. Die Volksvertreter unterscheiden sich hier in ihrem Präsentationsgehabe nicht von den europäischen Pendanten. Wir sehen noch, wie der Premier in seiner amerikanischen Stretch-Limousine vorfährt.

Das krasse Gegenteil trifft uns einige Strassenzüge weiter. Die Samoaner sitzen in ihrer bescheidenen aber bunten Bekleidung vor den Geschäften und halten Smaltalk. Erstaunlicherweise sind sie immer fröhlich und unbeschwert, auch uns Fremden gegenüber.

Bilder Südsee – Samoa – Apia

Südsee - Samoa - Apia

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Südsee - Samoa
Südsee

Südsee – Samoa – I

von Joe OnTour 3. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Samoa – Reisebericht 1

Das frühere West-Samoa ist das heutige Samoa und hat nichts mit Amerikanisch Samoa zu tun. Samoa liegt im Herzen der Südsee und ist lediglich wenige Flugstunden von Neuseeland entfernt. Tonga und Fidji sind ebenfalls mit dem Flieger schnell erreichbar. Wir haben Samoa auf unserer Südsee-Rundreise besucht.

Einchecken nach Samoa. Gleich nach der Ankunft beeindruckt uns die touristische Unversehrtheit dieser Insel. Es gibt nur wenige Hotels und der Touristenstrom scheint hier zu versiegen.

Vorab aber einige geschichtliche Infos zu Samoa: nach archäologischen Untersuchungen lassen sich die historischen Wurzeln von Samoa bis auf das Jahr 1000 vor Christus zurückverfolgen. Um diese Zeit ließen sich Polynesier auf Samoa nieder und entwickelten ihre eigene Kultur.

Der fruchtbare vulkanische Boden und die üppigen Fischgründe machten Samoa zur Heimat der Polynesier. Circa tausend Jahre später besiedelten die Insulaner die Marquesas – Inseln und Tahiti. Schon früh gab es Kontakte mit Fidji und Tonga. Im Gegensatz zu den anderen polynesischen Königreichen, in denen die Erbfolge galt, wurden in Samoa die Häuptlinge seit jeher vom Volk gewählt. Soziale Klassen gab es bereits damals nicht. Die Entwicklung zum Christentum begann im Jahre 1830. In diesem Jahr landete der englische Reverend John Williams von der Londoner Missionsgesellschaft mit seinem Schiff Messenger of Peace auf der Insel.

Bis 1840 hatte der missionarische Prediger alle Samoaner von seinem Glauben überzeugt. Er erreichte, dass die Samoaner sich mit langen Kleidern und Tüchern bekleideten. Das wiederum rief westliche Händler auf den Plan, die sogleich eine Handelsniederlassung für Baumwollstoffe gründeten. Deutsche, Briten und Amerikaner begannen, Botschaften zu errichten und machten ihren Einfluss auf die samoanische Regierung geltend. Die verunsicherten Häuptlinge schlossen sogleich mit allen Nationen Friedensverträge ab und bauten Handelsbeziehungen auf.

Zur internationalen Konfrontation führte im Jahre 1889 ein bewaffneter Aufstand der Samoaner. Kriegsschiffe aus Deutschland, England und Amerika trafen ein und ankerten im Hafen von Apia. Hier wurden sie von einem Hurrican überrascht, der vier ihrer Schiffe zum Kentern brachte und über 200 Menschen das Leben kostete. Diese instabile politische Lage zog sich bis Ende des 19. Jahrhunderts hin. Dann zog sich England zurück. Am 2. Dezember 1899 unterzeichneten Deutschland, Amerika und Samoa einen Vertrag, der das Land unter den Schutzmächten Deutschland und Amerika aufteilte. So entstanden die Staaten Westsamoa als „deutsche Kolonie“ und Amerkanisch Samoa als „amerikanische Kolonie“.

Soviel zur Geschichte von Samoa. Bei unserer Reise über die Insel sind wir von der Vielfalt der Vegetation überrascht. Die Hauptstraßen erinnern an Feldwege. Es gibt kaum PKW-Verkehr. Immer wieder sehen wir riesige Bäume mit 30- 40 m Höhe, die in weitgehend unkultivierter Landschaft stehen.

Bilder Südsee – Samoa

Südsee - Samoa

Südsee - Samoa

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Südsee - Samoa - Folklore - fia fia
Südsee

Südsee – Samoa – Folklore – fia fia

von Joe OnTour 2. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Samoa – Folklore – fia fia

Mittwochabends steigt das fia fia, das große Buffet mit samoanischen Tänzen. Dann mischt sich auch Apias begüterte Elite unter die Hotelgäste des Aggie Greys.

Bei der folkloristischen Darstellung treten die Akteure in landestypischen Kostümen auf.

Die Frauen tragen die bunten Blumenkränze der Südsee. Die Tänze sind eine Überlieferung alter historischer Folklore.

Sie drücken die Lebensfreude der Bewohner Samoas aus. Wir fühlen uns in eine andere Zeit zurückversetzt.

Dies ist eine Darbeitung, die man unbedingt gesehen haben sollte, wenn man das Hotel Aggie Greys auf Samoa besucht.

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Südsee - Samoa - Folklore - fia fia

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Südsee - Samoa - Strände
Südsee

Südsee – Samoa – Strände

von Joe OnTour 1. April 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Samoa – Strände

Wir haben die Insulaner auf den Cook Islands ein wenig mit unserer Kamera beobachtet.
Eine interessante Strassenszene am Bus-Stop. Männer und Frauen tragen die für die Südsee so typischen bunten Pareos. Die feinen Wickeltücher aus Baumwolle sind meist mit farbenprächtigen Druckmustern versehen. Die Pareos werden sowohl als Kleid als auch als Rock getragen.

Den Polizisten in ihren blauen Röcken merkt man an, dass heute die Temperaturen jenseits der 40 Grad betragen. Auch wir machen bei dieser Hitze endlich eine wohlverdiente Rast nach unserer anstrengenden Insel -Tour.

Bilder Südsee – Samoa – Strände

Südsee - Samoa

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Südsee - Tahiti
Südsee

Südsee – Tahiti

von Joe OnTour 31. März 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Tahiti

Der Klang dieser Namen verleitet bereits zum Träumen. Mitten im Südlichen Pazifik erstreckt sich auf 4 Mio. km2 Meeresoberfläche das Gebiet Französisch-Polynesien, bestehend aus Tahiti und 117 Inseln in 5 Inselgruppen: Gesellschafts-, Tuamotu-, Marquesas-, Tubuaiund Gambier-Inseln. Tahiti und ihre Inseln spiegeln die Gemälde von Gauguin wieder: eine wunderbare Farbpalette vom satten Grün der Berge bis hin zum transparenten Blau der Lagunen. Der Maler Paul Gauguin (1848 bis 1903) lebte und wirkte auf Tahit.

Gemeinsam ist diesen Inseln die Kunst, das Leben zu genießen, die ansteckende gute Laune der Menschen, die hier leben. Sie fühlen sich wie in einem Traum, untermalt von den sehnsüchtigen Rhythmen der polynesischen Lieder. Die Insel besteht eigentlich aus zwei Inseln, die durch einen schmalen Isthmus miteinander verbunden sind und bedeckt 1043 km². Rund um die Insel liegt ein Korallenriff, das stellenweise unterbrochen ist. Etwa 70% der Bevölkerung von Französisch-Polynesien lebt auf Tahiti. Massive Regenwälder bedecken die Insel. Die Regenzeit dauert von November bis April. Tahiti ist die größte Insel von Französisch-Polynesien in der Südsee, deren ursprünglicher Name Otaheite lautet. Die Hauptstadt Papeete liegt an der Nordwestküste.

Auf unserer Reise über die Insel sehen wir mancherlei merkwürdige Erscheinungen. Direkt neben der Strasse steigen an einer Felswand Wasserdämpfe aus der Erde auf. Das hat allerdings nichts mit Magie zu tun. Die Brandung hat sich unter der Strasse eine Öffnung gebahnt und die Fontainen der Brandung schießen aus den Löchern bei jedem Wellenschlag empor. Ein Schauspiel der besonderen Art.

Wir passieren kleine Ficherdörfer. An den Stränden liegen die Boote der Fischer. Die Boote haben die für die Südsee typischen Ausleger an der Seite. Die Fischernetze werden zum Trocknen aufgehängt. So können sie auch gereinigt und gepflegt werden.

Bilder Südsee – Tahiti

Südsee - Tahiti

Südsee - Tahiti

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Südsee - Tahiti - Folklore
Südsee

Südsee – Tahiti – Folklore

von Joe OnTour 31. März 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Tahiti – Folklore

Wer die Südsee – Inseln besucht, wird an den vielfältigen Folklore – Veranstaltungen nicht vorbeikommen. Die meisten sind eher auf die Bedürfnisse der Touristen abgestimmt. Man findet aber auch einige wenige Veranstaltungen, die den Zauber der ursprünglichen Tänze erahnen lassen.

Bereits die Jüngeren üben für den großen Auftritt. Manchmal sind nicht nur die Stars der Tanzgruppen interessant. Oft mischen sich auch Show- und Pop-Größen unter das Publikum.

Diese einheimischen Tänzer beherrschen ihr Metier. Choreographie, Maske und Kostüme werden perfekt vorgetragen. Ein Schauspiel, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bilder Südsee – Tahiti – Folklore

Südsee - Tahiti - Folklore

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Südsee - Cook Islands
Südsee

Südsee – Cook Islands

von Joe OnTour 30. März 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Cook Islands

Cook Islands, das sind 15 Inseln mit einer Gesamtfläche von nur 240 km, die sich auf einem Seegebiet von 2,2 Mio. qkm verteilen. Von den rund 18 000 Einwohner dieser Inseln leben 4.500 in der Hauptstadt Avarua auf Rarotonga. Die Cook-Inseln liegen während unserer Sommerzeit 12 Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit, im Winter sind es 11 Stunden.

Rarotonga ist eine Insel mit einem Umfang von 32 km. Das Leben hier geht einen beschaulichen und gemächlichen Gang. Die Insulaner auf den Cook Islands sind freundlich und lebensfroh, wie fast überall in der Südsee. Bei den auf den Cook Islands vorherrschenden Temperaturen kann man immer eine kleine Erfrischung gebrauchen.

In den Shops wird oftmals speziell für die Touristen angefertigte Billigware angeboten. Man findet aber auch in wenigen ausgesuchten Läden gut gemachte original polynesische Arbeiten.

Der Roratongan Express hält an den vorgemerkten Bus – Stops. Die Fahrt ist ein kleines Erlebnis der besonderen Art. Man sitzt in Längsrichtung nebeneinander und genießt den kühlenden Fahrtwind (keine Fenster) oder plaudert mit seinen Nachbarn. Die Busse werden von Einmannunternehmungen betrieben. Der technische Zustand ist nicht mit europäischen Maßstäben zu bewerten. Dafür sind sie bunt dekoriert. An diesem Ortssschild auf Südsee-Art mit den wichtigsten Destinations brauchen wir lange Zeit, um uns zu entscheiden, wohin jetzt unsere weitere Reise gehen soll.

Bilder Südsee – Cook Islands

Südsee - Cook Islands

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Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga
Südsee

Südsee – Cook Islands – Roratonga

von Joe OnTour 30. März 2018
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Cook Islands – Markt Roratonga

Der Markt auf Roratonga ist eine echte Sehenswürdigkeit. Hier hat man hautnah die Gelegenheit, die Lebensphilosophie der Polynesier zu studieren.

Man muss sich durch ein buntes Gemisch aus Verkäufern, Besuchern und Waren schlagen. Die Händler, die unter dem Dach der Markthalle keinen Platz mehr finden, breiten ihre Waren dekorativ auf dem Boden aus. Angeboten wird so ziemlich alles, was die Inseln an eigenen Produkten hergeben. Aber auch importierte Waren sind zu finden, die aber in der Regel erheblich teurer als die eigenen Produkte sind.

Eine besondere Delikatesse sind natürlich die frischen Fische, hier eine Auswahl an Lobstern. Diese Frau verkauft ihre sebstgemachten Körbe aus Palmblättern.

Wenn die Kunden auf sich warten lassen, wird auf dem Boden sitzend gearbeitet oder ein kleines Schwätzchen gehalten, bei dem nicht selten die neuesten Nachrichten ausgetauscht werden.

Der Markt ist auch die Kommunikationszentrale und Nachrichtenagentur der Insel. Das soll nicht heissen, das es kein Radio und keinen Fernsehen gibt, der persönliche Kontakt ist aber hier noch viel stärker verwurzelt als in Europa.

Die Bewohner der Inseln reden miteinander und übereinander. Das ist Tradition und die wird in der Südsee noch gepflegt. Hierzu trägt auch der enge Verbund innerhalb der Familie bei.

Bilder Südsee – Cook Islands – Markt Roratonga

Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

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Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

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Südsee - Cook Islands - Markt Roratonga

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Österreich - Oetztal - Piburger See - Winter
Österreich

Österreich – Oetztal – Piburger See

von Joe OnTour 12. November 2017
Erstellt von Joe OnTour

Österreich – Oetztal – Piburger See – Winter

Die Winterlandschaft am Piburger See ist eine vollkommen andere im Gegensatz zu den Eindrücken, die man hier im Sommer hat. Wir beginnen unsere Wanderung wieder im Ort Ötz und wandern von hier aus auf dem gut beschilderten Weg hinauf zum Piburger See.

Es hat in der vergangenen Nacht ca. 20 cm geschneit. Der Weg ist trotzdem gut zu begehen. Uns empfängt eine Wintermärchenlandschaft. Keine Menschenseele ist weit und breit zu sehen.

Lediglich Spuren vom Wildwechsel sind im tiefen Schnee auszumachen. Riesige Felsbrocken, die auf den Köpfen weiss beschneit sind, säumen unseren Weg. Die Bäume vom letzten Holzschlag sind mit der weißen Pracht eingedeckt. Riesige Fichten und Tannen ragen in den blauen Morgenhimmel.

Mit ihren weissen Kronen sehen sie aus wie Gestalten aus der Urzeit. Dann empfängt uns der Piburger See in seiner vollen Winterpracht. Weite Teile des Sees sind vollkommen zugefroren. Die Hinweisschilder sind noch vom nächtlichen Schneesturm weiss verkleidet. Blick auf den verschneiten und zugefrorenen Piburger See.

So einfach, wie der Rundwanderweg um den Piburger See im Sommer ist, so schwierig gestalten sich jetzt die steileren Passagen. Vorsicht ist angesagt, da ein Ausrutscher in den See bei Temperaturen weit unter dem Gefriepunkt gefährlich wird. In dieser Jahreszeit hat man den See für sich allein. Keine Besucher sind weit und breit zu sehen. So können wir die Winterlandschaft in vollen Zügen geniessen. Blick auf den winterlich verschneiten Piburger See.

Österreich

Österreich – Oetztal – Piburger See

von Joe OnTour 12. November 2017
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Österreich – Niederthai

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Österreich – Hochgurgl

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Österreich – Hochötz

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Österreich – Kühtai

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Österreich Sulztalalm

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Österreich Oetztal – Handwerk

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Österreich – Wilder Kaiser

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Österreich – Piburger See II

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Österreich Piburger See

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ÖsterreichStädtereisen

Klosterneuburg

von Joe OnTour 19. November 2015

Bilder Österreich - Ötztal – Piburger See – Winter

Piburger See - Winter
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Frankreich
FrankreichAllgemeine Länderinfos

Korsika – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Allgemeine Informationen

Korsika – Allgemeine Informationen

Korsika ist eine Insel im Mittelmeer und eine Region Frankreichs. Die Insel liegt westlich von Italien auf der Höhe der Abruzzen, nördlich der italienischen Insel Sardinien und südöstlich von Frankreich.

Ihr korsischer Name ist Corsica, ihr französischer Corse.

Die Insel ist sehr gebirgig: Etwa 86 % der Insel sind Bergland, nur 14 % Küstentiefland. Auf Korsika ragen rund 50 Zweitausender in den Himmel. Der höchste Berg ist der Monte Cinto mit 2.706 m, der lediglich 25 km vom Meer entfernt liegt.

Größe und Verwaltung Mit einer Fläche von 8.680 km² ist Korsika die viertgrößte Insel im Mittelmeer. Die Insel bildet eine eigenständige französische Region (Collectivité de Corse) und ist territorial in zwei Départements gegliedert: Haute-Corse (Präfektur Bastia, ca. 45.000 Einwohner) und Corse-du-Sud (Präfektur Ajaccio, ca. 70.000 Einwohner). Ajaccio ist zugleich Hauptstadt Korsikas.

Lage und Ausdehnung Die Insel liegt im Mittelmeer zwischen dem 41. und 43. Grad nördlicher Breite und dem 8. und 10. Grad östlicher Länge. Sie misst von Norden bis Süden 183 km und von Osten bis Westen 83 km. Die abwechslungsreiche Küstenlinie ist rund 1.000 km lang. Die Entfernung nach Nizza (Frankreich) beträgt etwa 180 km, nach Livorno (Italien) rund 85 km und zur Nachbarinsel Sardinien nur etwa 12 km.

Bevölkerung Auf der Insel leben rund 355.000 Einwohner (Stand 2023, aktuellste verfügbare amtliche Zählung), was einer Bevölkerungsdichte von ca. 41 Einwohnern/km² entspricht. Damit zählt Korsika weiterhin zu den am dünnsten besiedelten Regionen Frankreichs. Rund 40 % der Bevölkerung leben in und um die beiden großen Städte Ajaccio und Bastia; etwa ein Drittel lebt im gebirgigen Landesinneren. Der Altersdurchschnitt liegt über dem französischen Festlandwert – rund jeder fünfte Korse ist über 65 Jahre alt.

Sprache: Korsisch und Französisch; Amts- und Verkehrssprache ist Französisch. Korsisch wird nach Schätzungen noch von rund 60.000 bis 100.000 Menschen aktiv gesprochen; eine offizielle Anerkennung als zweite Amtssprache der Insel gibt es bislang nicht.

Währung: Da Korsika zu Frankreich gehört, ist die gültige Währung der Euro.

Auskünfte: Offizielle Tourismus-Informationen zu Korsika und Frankreich allgemein bietet Atout France, die staatliche französische Tourismusentwicklungsagentur (Nachfolgeorganisation der früheren „Maison de la France“), online unter france.fr sowie über die offizielle Tourismusseite der Insel, visit-corsica.com.

Korsika – Klima

Im westlichen Mittelmeer sind die Sommer warm und regenarm, die Winter mild und vergleichsweise regenreich.

Im Hochsommer sind an der Küste mittags Temperaturen über 30 °C die Regel, die Wassertemperatur steigt dann auf rund 25 °C; die Durchschnittstemperatur im August liegt bei etwa 24 °C.

Im Winter sinkt die Wassertemperatur des salzreichen Mittelmeeres kaum unter 10 °C; die Durchschnittstemperatur im Januar liegt bei rund 9 °C.

Korsika lässt sich grob in drei Klimazonen unterteilen: Die mediterrane Klimazone endet bei etwa 500 m Höhe. Darüber schließt sich eine mediterrane Übergangszone bis etwa 1.000 m Höhe an, die im Sommer bis über 1.500 m reichen kann. Oberhalb dieser Zone beginnt die alpine Klimazone der korsischen Hochgebirge.

Korsika – Fauna

Auf Korsika leben hauptsächlich Wildschweine, die gemeinsam mit halbwild lebenden Hausschweinen die Macchia- und Waldflächen der Insel besiedeln. Daneben sind Fuchs, Feldhase und Wildkaninchen heimisch.

Das korsische Wappentier, der Mufflon (Wildschaf), ist selten geworden: Die Population dieses Kletterkünstlers liegt bei geschätzt 500 bis 800 Tieren, die sich fast ausschließlich noch in geschützten Hochgebirgsregionen finden – unter anderem im Regionalpark Corse, wo aktive Schutzprogramme laufen.

Zu den Vogelarten zählen unter anderem Amsel, Drossel, Fink, Specht, Nachtigall, Eisvogel und verschiedene Krähenarten. Ergänzt wird das Bild durch Greifvögel wie Bussarde, Sperber, Milane, Eleonorenfalken sowie Stein- und Fischadler.

Häufig anzutreffen sind zudem Insekten (Heuschrecken, Zikaden, Bienen), Gebirgsmolche, Eidechsen, Feuersalamander, Geckos und Landschildkröten. In den Gewässern der Insel finden sich Aale, Forellen, Meeräschen, Wolfsbarsche und Austern; vor der Küste können mit etwas Glück auch Delfine und Finnwale beobachtet werden.

Korsika – Flora

Die Waldfläche Korsikas wird auf 150.000 bis 250.000 Hektar geschätzt, was ungefähr einem Drittel der Gesamtfläche der Insel entspricht. Da sich die Grenze zwischen Wald und Macchia nicht exakt ziehen lässt, schwankt diese Zahl je nach Quelle. Zu den Hauptbaumarten zählen Schwarz- und Strandkiefer, Buche sowie Stein- und Korkeiche.

Im Süden dominieren ausgedehnte Korkeichenwälder, deren rötlich-braune Stämme nach dem Schälen besonders auffallen. Im Osten trifft man häufiger auf Eukalyptusbestände. In den Ebenen und auf Terrassenkulturen ist der Olivenbaum weit verbreitet, dessen Ernte traditionell mit Fangnetzen erfolgt.

Die Küstenvegetation wird geprägt von Platanen, Pinien, Agaven, Opuntien und Palmen. Auch die Edelkastanie fehlt nicht: Sie wächst überwiegend in der Übergangsstufe um 1.000 m Höhe, besonders in der Region Castagniccia mit rund 15.000 Hektar Kastanienwäldern.

Die Macchia, eine typisch mediterrane Vegetationsform aus dornenbewehrten, stacheligen und hartlaubigen Gewächsen, Bäumen, Büschen und Gräsern, prägt weite Teile der Insel. Typische Pflanzen sind Zistrose, Steinlinde, Erdbeerbaum, Myrte, Ginster, Wegedorn, Thymian und Lavendel. Manche Bestände erreichen Höhen von bis zu 10 m und durchziehen auch bewaldete Gebiete. Viele dieser Pflanzen schützen sich vor Austrocknung durch ölige, gummi- oder harzartige Absonderungen, die für den charakteristischen, intensiven Duft der Macchia verantwortlich sind – man kann die Insel bei Windstille schon von See aus riechen.

Korsika – Geschichte

Nur wenige Epochen der wechselvollen korsischen Geschichte brachten den Inselbewohnern dauerhaft friedliche Zeiten. Seit frühgeschichtlicher Zeit lernten die Korsen, sich durch Rückzug in die Berge vor Übergriffen zu schützen – ob durch fremde Truppen, Seeräuber oder den eigenen, oft ausbeuterischen Inseladel.

Bereits vor rund 3.500 Jahren befestigten die Ureinwohner Korsikas ihre Siedlungen. Als die Römer die Insel eroberten, halfen auch die Berge nur bedingt: Die Truppen drangen bis ins Landesinnere vor, schlugen den Widerstand nieder und dezimierten die Bevölkerung erheblich.

Die Völkerwanderungszeit brachte Korsika eine der unruhigsten Phasen seiner Geschichte, geprägt vom wechselnden Einfluss vandalischer, ostgotischer, byzantinischer und langobardischer Herrscher. Auch der Übergang zur päpstlichen Oberhoheit brachte keinen dauerhaften Frieden – Beutezüge maurischer Seefahrer setzten sich fort, teils mit dauerhaften Ansiedlungen.

Die 1133 vom Papst verfügte Teilung der kirchlichen Rechtshoheit über Korsika zwischen den Stadtrepubliken Pisa und Genua übertrug deren Rivalität auf die Insel und spaltete die Bevölkerung über Jahrhunderte in verfeindete Lager. 1284 unterlagen die Pisaner in der Entscheidungsschlacht bei Meloria endgültig; bis 1729 blieben die Genueser Alleinherrscher über Korsika.

Über die Kultur und Lebensweise der Ureinwohner ist vergleichsweise wenig bekannt. Die ältesten erhaltenen Bauwerke Korsikas stammen aus dem vierten Jahrtausend vor Christus; Dolmen und Menhire zeugen von einem ausgeprägten Totenkult der Megalithkultur. Um 1600 v. Chr. entstanden monumentale Menhirstatuen mit menschlichen Gesichtszügen, teils mit dargestellten Waffen, bis zu 4 Meter hoch.

Um 560 v. Chr. gründeten griechische Siedler an der Ostküste die Stadt Alalia (später Aleria); erst 259 v. Chr. brachen die Römer die griechische Handelsvorherrschaft.

1729 brach der Aufstand gegen die genuesische Herrschaft aus. 1736 gaben sich die Korsen eine eigene Verfassung und riefen kurzzeitig den deutschen Abenteurer Theodor von Neuhoff zum König von Korsika aus – er musste die Insel jedoch noch im selben Jahr wieder verlassen. 1755 wurde Pasquale Paoli zum General der korsischen Nation ausgerufen; er machte aus Korsika einen zeitweise unabhängigen Staat mit Corte als Hauptstadt – bemerkenswert unter anderem durch eine für ihre Zeit fortschrittliche Verfassung.

1768 verkaufte Genua seine Rechte an Korsika an Frankreich; nach der Niederlage des korsischen Heeres 1769 wurde die Insel französische Provinz. Am 15. August desselben Jahres wurde in Ajaccio Napoleon Bonaparte geboren – bis heute einer der bekanntesten Söhne der Insel.

Der Korsika-Konflikt und die aktuelle politische Entwicklung

Ab den späten 1950er-Jahren verstärkte der französische Staat seine wirtschaftliche und touristische Erschließung der Insel, was bei vielen Korsen den Eindruck weckte, gegenüber zugezogenen Investoren und Rückkehrern aus dem unabhängig gewordenen Algerien benachteiligt zu werden. Aus diesem Unmut entwickelte sich ab den 1960er-Jahren eine korsische Autonomie- und Unabhängigkeitsbewegung, aus der 1976 die paramilitärische Untergrundorganisation FLNC (Fronte di Liberazione Naziunale Corsu) hervorging. Zwischen den 1970er- und den 2010er-Jahren kam es auf Korsika wiederholt zu Sprengstoffanschlägen, die sich überwiegend gegen Einrichtungen und Repräsentanten des französischen Staates sowie gegen Ferienanlagen richteten; Touristen kamen dabei nach bisherigem Kenntnisstand nie zu Schaden.

Seit 2014 hat der FLNC seine bewaffnete Kampagne offiziell eingestellt. Parallel dazu haben gemäßigte korsische Nationalisten und Regionalisten deutlich an politischem Gewicht gewonnen: Seit 2015 stellen sie die stärkste Kraft im korsischen Regionalparlament. Nach gewaltsamen Protesten infolge des Todes des inhaftierten Attentäters Yvan Colonna im Jahr 2022 stellte Präsident Emmanuel Macron 2023 der Insel einen erweiterten Autonomiestatus in Aussicht. Ein entsprechender Verfassungsreformentwurf passierte im Juni 2026 die erste Lesung in der französischen Nationalversammlung, muss zur endgültigen Verabschiedung aber noch den Senat sowie eine qualifizierte Mehrheit im Kongress (bzw. ein Referendum) durchlaufen – der Ausgang und Zeitplan dieses Prozesses waren zum Zeitpunkt der Recherche noch offen. Vereinzelt kommt es weiterhin zu gewaltsamen Vorfällen im Umfeld rivalisierender Gruppierungen der ehemaligen Untergrundbewegung, die sich jedoch nicht gegen Touristen richten.

Für Reisende bleibt Korsika eine friedliche und sichere Destination; die politischen Auseinandersetzungen betreffen in erster Linie innenpolitische Fragen zwischen Ajaccio und Paris und sind im touristischen Alltag praktisch nicht spürbar.

Korsika – Essen & Trinken

Auf Korsika gibt es hervorragende Wurst- und Schinkenspezialitäten (Saucisse und Saucisson), die meist als Vorspeise (hors d’œuvres) serviert werden, aber auch einen ausgezeichneten Brotbelag abgeben.

Zu den besonderen Spezialitäten zählen Coppa und Lonzu, beides Schinkenspezialitäten: Lonzu wird im Naturdarm aus gewürztem Schweinefilet hergestellt, Coppa ist eine rollbratenähnliche Zubereitung aus durchwachsenem Schweinekamm. Der Prizuttu ist ein roher, butterweicher und zarter Schinken, hervorragend geeignet für die „casse-croûte“, belegte Brote. Figatelli heißen die dunklen Schweinsleberwürste, die gebraten oder pur zu Brot gegessen werden. Salsiccia ist eine weitere, meist kräftig gewürzte Würstchenart.

Fisch und Krustentiere sind auf Korsika vergleichsweise teuer; wegen rückläufiger Fangmengen wird zunehmend importiert. Langusten (korsisch „arigosta“) gelten bei Touristen als Delikatesse, echte korsische Langusten findet man am ehesten am Cap Corse oder in Bonifacio. Seeigel (Oursins) werden roh oder als Omelett zubereitet gegessen, Austern und Muscheln stammen häufig aus den Lagunen (Étangs) der Ostküste.

Auf Märkten oder in Fischhandlungen (Poissonneries) findet man Daurade (Goldbrasse) und Rouget (Rotbarbe), meist gegrillt serviert. Eine Delikatesse ist der recht teure Loup (Wolfsbarsch). Bekannt sind zudem zwei Fischsuppen: die „soupe de poisson“ mit geriebenem, geröstetem Brot sowie die – nicht zu verwechselnde – Aziminu, die korsische Variante der Bouillabaisse.

Bei Fleischgerichten dominiert die Lammkeule (Gigot d’Agneau), ebenso Lammkoteletts und -braten sowie Zicklein. Wildschwein (Sanglier) steht ab Beginn der Jagdsaison im Herbst als Braten, Ragout oder Terrine auf den Speisekarten; Marcassin bezeichnet den Frischling. Kaninchen ist im Landesinneren verbreitet.

Käse gibt es auf Korsika in reichhaltiger Auswahl, darunter zahlreiche Schafs- (Brebis) und Ziegenkäsesorten (Chèvre), meist pikant und herzhaft im Geschmack. Als Spezialität gilt der Brocciu, ein würziger, cremiger Frischkäse (nicht zu verwechseln mit dem aus Trockenmilch hergestellten Brousse), der traditionell nur von Oktober bis Juni erhältlich ist.

Diverses: Obst ist auf Korsika reichhaltig und preisgünstig erhältlich. Brot gibt es überwiegend als Weißbrot in den in Frankreich üblichen Formen – Baguette, Doppellaib, Flûte oder Panier; Vollkornbrot findet sich in Supermärkten. Honig (miel) ist ein beliebtes Mitbringsel und wird in vielen regionalen Geschmacksrichtungen angeboten, vom kräftig-bitteren Kastanienhonig bis zum milden Honig aus der Balagne. Gâteaux Corse ist ein plätzchenartiges Gebäck, das nach individuellen Rezepten jedes Bäckers variiert.

Zum Essen gehört auf Korsika, wie in ganz Frankreich, traditionell Wein. Das Angebot an korsischen Weinen ist vielfältig, ergänzt durch französische und italienische Weine. Der Muscat, ein Weißwein mit likörartigem Geschmack und rund 15 % Alkoholgehalt, erfreut sich besonderer Beliebtheit. In abgelegenen Gaststätten gehört – neben Wasser – der Pastis, ein rund 45-prozentiger Anisschnaps, der mit Wasser verdünnt auf Eis getrunken wird, zu den günstigsten Getränken.

Korsika – Unterkünfte

Korsika ist vom großflächigen Pauschaltourismus vieler anderer Mittelmeerdestinationen bislang weitgehend verschont geblieben. Das Angebot an Hotels und Ferienanlagen ist vergleichsweise begrenzt, das Preisniveau entsprechend hoch – vergleichbar mit dem der Côte d’Azur.

Für Ferienwohnungen am Meer sollte man je nach Lage und Saison mit deutlich vierstelligen Wochenpreisen rechnen, in gehobenen Lagen und zur Hochsaison auch mehr; auch Campingplätze sind während der Hauptsaison für Familien nicht ganz günstig. Wer in der Hauptsaison (Juli/August) auf der Insel Urlaub machen möchte, sollte sich frühzeitig um eine Unterkunft kümmern – unabhängig davon, ob Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz gewünscht ist. Günstiger reisen lässt es sich in der Vor- und Nachsaison (Mai/Juni bzw. September/Oktober), wenn zugleich das Klima angenehm und der Andrang geringer ist.

Fähre und Flug: Fähr- und Flugverbindungen zur Insel hängen stark von Reisetermin, Abflughafen und individuellen Vorlieben ab, sodass sich hier keine pauschalen Angaben machen lassen. Direktflüge gibt es saisonal von mehreren europäischen Flughäfen zu den korsischen Airports Ajaccio, Bastia, Calvi und Figari, häufig auch mit Low-Cost-Anbietern in der Sommersaison; außerhalb der Hochsaison sind Verbindungen mit Umstieg über das französische Festland (Paris, Lyon, Marseille, Nizza) üblicher. Fährverbindungen bestehen unter anderem ab Nizza, Marseille, Toulon sowie von mehreren italienischen Häfen (u. a. Livorno, Genua, Savona) und von Sardinien aus. Aktuelle Informationen zu Flug- und Fährverbindungen erteilt jedes qualifizierte Reisebüro oder die jeweiligen Fluggesellschaften und Reedereien direkt.


Hinweis: Alle Angaben zu Einwohnerzahlen, politischer Lage und Preisen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die Website des Auswärtigen Amtes sowie auf visit-corsica.com.

FrankreichAllgemeine Länderinfos

Korsika – Allgemeine Infos

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Korsika – Insel

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Korsika – Calvi

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Reisebericht Korsika – Bonifacio

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Korsika – Strände

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Korsika – Gebirge

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Korsika - Calvi
Frankreich

Korsika – Insel

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Insel

Napoleon behauptete, er könne seine Heimat an ihrem Duft erkennen. Und tatsächlich riecht Korsika so intensiv wie kaum eine andere mediterrane Insel. Das Parfüm der Insel Korsika heisst Macchia, ein undurchdringlicher Pflanzenteppich aus Wacholder, Ginster, Myrte, Mastixstrauch, Thymian, Lavendel und vielen anderen Kräutern und Sträuchern.

Korsika im Frühjahr ist für Geruchsmenschen ein kleines Paradies, für Pollenallergiker mitunter die Hölle. Früher stand Macchia auch als Name für den korsischen Widerstand, denn oft versteckten sich politisch Verfolgte oder auch gewöhnliche Kriminelle in dem korsischen Pflanzendschungel. Heute ist Macchia ein Markenzeichen für die verschiedenen Produkte geworden, vom Likör über das Badeöl bis hin zum Parfüm. Eine Werbevokabel, die Umsatz verspricht.

Im Sommer wird die Macchia zum Problem. Das dichte Gestrüpp trocknet in der Hitze schnell aus und brennt wie Zunder. Eine achtlos weggeworfene Zigarette oder eine Glasscherbe, in der das Sonnenlicht gebündelt wird, genügen, um verheerende Brände zu entfachen. Oft werden die Feuer auch gelegt, hier von Bauern, um mit dem Feuer zu roden, dort von Landbesitzern, die so neues Bauland schaffen wollen. Ganz werden die Hintergründe nur selten geklärt. Korsika hält einen traurigen Rekord. Denn nirgendwo in Europa brennt es so oft wie hier, cirka 500 Mal im Jahr. 30 Löschflugzeuge sind auf Korsika stationiert. Rund um die Uhr sind sie in Alarmbereitschaft.

Bei den schweren Waldbränden im Jahr 2003 sind auf Korsika 18 Menschen verletzt worden. Allein an einem Wochenende brannten im Departement Haute Corse 7.100 Hektar Wald und Gebüsch nieder. 650 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Während die Ostküste von langen Sandstränden gesäumt ist, bietet die Westküste teils felsige, teils sandige kleinere und größere Buchten. Wer Ibiza-Trubel und kulturelle Highlights sucht, wird allerdings enttäuscht sein. Korsika ist bekannt durch seine Landschaft mit klaren Bächen und Flüssen, deren Wasser man ungekocht trinken kann. Während in den Bergen noch Schnee liegt, lockt das Mittelmeer oft schon mit 20 Grad Celsius warmen Wasser.

Hier liegen alpine Landschaften und einsame Badebuchten so nah beieinander sonst nirgendwo. Mit einer mittleren Höhe von 568 Metern gilt Korsika als die gebirgigste Insel des Mittelmeeres. Mehr als die Hälfte des Eilandes liegt über 400 Meter, 50 Gipfel sind höher als 2.000 Meter. Der höchste Berg, der Monte Cinto, misst 2.706 Meter. Und das Gefühl der Höhe ist besonders intensiv, weil das Meer so nah ist.

Wer Korsika durchwandert oder an einem der vielen kleinen wilden Strände sitzt, bekommt ein Gefühl dafür, wie das Mittelmeer vor tausend Jahren gewesen sein mag. Es gibt sie noch, die Stellen, an denen man nur den Wind und die Vögel hört oder das beständige Rauschen des Meeres an der Küste. Im Sommer ist es dann an vielen Orten auch in Korsika mit der Ruhe vorbei. Dann dröhnt eine Armada von stinkenden Motoryachten und Jetski an der Küste entlang.

Auf vielen Rückseiten von Automobilen und Motorrädern sieht man ihn als Aufkleber, den schwarzen Männerkopf mit krausem Haar und weißem Stirnband, das Freiheitssymbol der Korsen. Die Experten kommen zu keiner eindeutigen Aussage, woher das korsische Symbol stammt. Im Jahr 1762 wurde der Mohrenkopf mit dem Stirnband unter Pascal Paoli zum offiziellen Wappen und Symbol für den Freiheitskampf der Korsen bestimmt. Es ranken sich viele Geschichten um die Entstehung des Mohrenkopfes als Symbol für das korsische Nationalgefühl.

Geschichtsforscher sagen, der Ursprung liegt in Aragon. In der Zeit des Machtgerangels zwischen Pisa und Genua setzte der Papst den König von Aragon als Verwalter für Korsika und Sardinien ein. Aragons Flagge zeigte bereits vier Mauren, verteilt um ein Kreuz, die vermutlich aus den Siegen über die Araber während der Kreuzzüge hervorgeht .

Vincentellu d’Istria, ein Korse in Aragons Diensten und Erbauer der Zitadelle in Corte, kämpfte gegen die pisanischen und genuesischen Besatzer. Er brachte vermutlich den Korsen den Mohrenkopf. Er wurde auf Korsika Vizekönig, aber bald von den Besatzern geschlagen und in Genua hingerichtet.

Die korsische Musik hat oft das Leid und den Tod zum Thema. Viele korsische Gruppen haben die alten Lieder wiederentdeckt und mit modernen Rhythmen und Instrumenten neu arrangiert. Gesungen wird fast immer auf Korsisch.
Sprache
Korsisch ist eine Sprache der italienisch-romanischen Gruppe. So einfach das klingt, so schwer haben sich Sprachwissenschaftler getan, dies anzuerkennen. Denn erst mit der Veröffentlichung des wissenschaftlichen Lexikons romanischer Linguistik 1988 wurde Korsisch in eine Liste von 14 romanischen Sprachen aufgenommen und damit sprachwissenschaftlich geadelt.

Korsisch ist kein importiertes oder abgewandeltes Italienisch, sondern das Ergebnis einer langen Sprachentwicklung aus dem Urlatein. Der toskanische Einfluss war im 9. Jahrhundert sehr stark. Die Genuesen hinterließen trotz ihrer fünf Jahrhunderte dauernden politischen Herrschaft nur wenig von ihrer Sprache, da auch sie Toskanisch als Schriftsprache übernahmen.

Die Korsen engagieren sich für die Anerkennung ihrer eigenen Sprache. Am deutlichsten wird das dem Besucher, wenn er die übersprühten Ortsschilder sieht, zum Beispiel Morosaglia in Merusaglia oder Corte in Corti. Die korsischen Ortsnamen sind überwiegend italienisch, denn Genua stellte beim Verkauf an Frankreich 1769 eine Bedingung: dass die Ortsnamen italienisch bleiben sollten.

In kleinen Schritten fasst die Anerkennung der Sprache allmählich Fuß. Den Ortsverbänden wird es selbst überlassen, ob sie neue Ortsschilder mit den alten Namen aufstellen wollen. Porto heißt heute wieder Portu. Korsisch kann in Corte studiert werden und wird von der französischen Regierung mittlerweile als Regionalsprache offiziell anerkannt. Somit darf sie an Schulen unterrichtet werden, hat jedoch immer noch nicht den Status eines Pflichtfaches, was viele Korsen fordern.
Wandern
Korsikas hochalpine Welt ist nichts für Anfänger. Ein Teil der Wanderrouten ist überaus anspruchsvoll und verlangt gute Kondition und jede Menge Klettererfahrung. Etwa 30.000 Wanderer besuchen jährlich die Insel. Der GR („Sentier de Grande Randonèe“) 20 ist der wohl bekannteste europäische Wanderweg. Er verläuft entlang der Hauptwasserscheide von Calenzana im Nordwesten der Insel bei Calvi nach Conca im Südosten, bei Porto Vecchio.

Die Strecke misst etwa 170 Kilometer und 10.000 Höhenmeter. Der GR 20 führt zum großen Teil durch wildes, unbewohntes Gebiet und berührt als einzigen Ort Vizzavona. Insgesamt trifft der GR 20 nur viermal auf eine Straße, und zwar bei den bedeutendsten Pässen: Col de Vergio, Col de Vizzavona, Col de Verde und Col de Bavella. Die Strecke kann in 12 bis 15 Etappen bewältigt werden. 13 Hütten bieten dem Wanderer Schutz. In einem eng markierten Teil darf in Hüttennähe auch gezeltet werden.

Als Alternative zum GR 20 gibt es seit einigen Jahren leichtere Stecken zwischen fünf und 20 Wandertagen, zum Beispiel Mare e Monti, Mare a Mare Nord, Mare a Mare Sud.

Bilder Korsika – Insel

Korsika - Insel
Korsika - Insel
Korsika - Insel
Korsika - Insel
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Korsika - Calvi
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Korsika - Bastia

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Korsika - Bastia
Frankreich

Korsika – Bastia

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Bastia

Bastia ist die Hauptstadt des Haute-Corse und es leben ca. 40.000 Menschen in der wichtigen Hafenstadt, die im Nordosten der Insel liegt. Das Herz der Stadt ist der neue Hafen, in dem auch die vielen Autofähren anlegen.

Dort grenzt dann auch der Place Saint-Nicolas an. Man findet hier das kulturelle Leben der Insel mit vielen Restaurants und Cafes. Ältere Leute spielen Boule oder man flaniert einfach nur am Hafen. Die Altstadt Terra Vecchia schließt direkt an, in der man durch enge Gassen und an hohen Häusern durch geht. In der Altstadt findet man auch den Place du Marché mit der Barockkirche Saint-Jean-Baptiste und das alte Rathaus. Weitere Gebäude, die man sich in Bastia anschauen sollte sind unter anderem die Oper, die Kapelle Saint-Roche, die Zitadelle oder den Gouverneurspalast.

Das Cap Corse ragt im Norden der Insel wie ein Finger heraus. Dieser Teil der Insel ist nicht so stark bewohnt und daher ist die Infrastruktur nicht so gut ausgebaut. Der Westen besticht vor allem durch seine steile Küste, die man auf der D 80 gut bereisen kann. Die Küste ist sehr schroff und sehr buchtenreich und man hat einen guten Ausblick auf den Golf von Saint-Florent. Ungefähr ab der Stadt Rogliano wird die Landschaft wieder grüner, die mit Kastanien, Oliven und Rebflächen im Osten von Cap Corse kultiviert ist. Auch hier, wie in fast allen Gebieten Korsikas, findet man viele alte Wachtürme.

Das Nebbio im Norden der Insel ist ein fruchtbares Kulturland, das aus einem Talbecken und Terassenflächen besteht und am Golf von Saint-Florent liegt, der gleichnamigen Hauptstadt des Nebbio. Auf den Terassen wird immer noch Wein, Oliven und Obst angebaut. Die Küstenstadt Saint-Florent wird von einer Zitadelle überragt, wie so viele Städte der Insel. Außerdem sollte man sich auch die Kirche Santa Maria Assunta anschauen. Auf einer Fahrt durchs Nebbio kommt man an dem Weindorf Patrimonio und dem Dorf Oletta mit seinem tollen Ausblick auf das Nebbio vorbei. Die Landschaft ist zwar recht grün, aber vielerorts sieht man auch hier Brandschäden.

Bilder Korsika – Bastia

Korsika - Bastia
Korsika - Bastia
Korsika - Bastia

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Korsika - Calvi
Frankreich

Korsika – Calvi

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Calvi

Die Balange im Nordwesten der Insel kann man in zwei Teile einteilen. Einerseits in die Balange Fertile zwischen Calvi und L´lle Rousse und andererseits in die Balange Déserte zwischen Calvi und Galéria. Die Hafenstadt Calvi mit seiner malerischen Zitadelle liegt direkt am Golf von Calvi.

Calvi ist von weissen Stränden umgeben und der Blick reicht bis zum 2706 m hohen Monte Cinto. Die Stadt kann man in zwei Teile aufteilen, in die Ober- und Unterstadt. Die Oberstadt wird von der Zitadelle dominiert. Die Festung besteht aus der Citadelle, dem Gouverneurspalast, der Kirche Saint-Jean-Baptiste und dem Oratorium Saint-Antoine. In der Festung gibt es viele kleine Gassen, in einer soll sogar Christoph Kolumbus geboren sein.

Ansonsten ist im Gouverneurspalast die Fremdenlegion untergebracht und man hat einen tollen Ausblick auf den Hafen, vor allem bei Nacht ist er wunderschön. In der Unterstadt findet man die Kirche Sainte-Marie-Majeure, das Hôtel de Ville, den Markt und natürlich dem Hafen für die Jachten und Fähren. Calvi ist auf Korsika ein idealer Urlaubsort. Die Stadt und Landschaft ist sehr schön und als Startpunkt für Touren bestens geeignet.

Die Balange Fertile beginnt in den Talbecken der Küste und dehnt sich bis über das hügelige Bergland bis zum Hochgebirge aus. Früher überwiegte in der Balange Fertile fruchtbarer Boden, auf denen Getreide, Feigen, Mandeln, Orangen, Zitronen, Wein und Oliven angebaut wurde. Mittlerweile überwuchert die Macchia die Äcker und Terassenkulturen und so manches Feuer vernichtete viele Gebiete der Balange. Aber es gibt immer noch Olivenhaine, Kastanien, Mandelbäume, Steineichen, Agaven, Palmen oder Feigenkakteen. Wenn man die Balange Fertile durchfährt, fallen einem die ganze Zeit die vielen kleinen Bergdörfer auf, die mit ihren Kirchen, Klöstern oder Kapellen bestechen. Sie sind meist sehr klein und passen sich malerisch ans Gebirge an.

Innerhalb der Dörfer hat man meist einen tollen Ausblick entweder auf das Gebirge und andere Dörfer oder auf das Mittelmeer. Hervorzuheben sind zum Beispiel die Dörfer Calenzana mit seiner Barockkirche Saint-Blaise, Montemaggiore oder Speloncato. Weit über 30 Dörfer gibt es zu erkunden. Natürlich gibt es sehr schöne Strände an der Balange. Zu erwähnen sind da die weißen Strände in Lille-Rousse oder Algajola, die zum Baden einladen.

Die Balange Déserte besticht vor allem an der Küste durch seine Klippen und das Vorgebirge mit der Macchia. Auf der D 81 schlängelt man sich mit dem Auto durch atemberaubende Landschaft. Man bewundert entweder die Klippen mit der Brandung oder die Macchia. Zwischendurch begegnet man immer wieder Kühen oder Ziegen auf der Straße.

Der Strand bei Galäria sollte auch erwähnt werden, denn dort an einem Kiesstrand mündet der Fluß Fango und eine tolle Brandung lädt auch hier zum Banden ein. Zwischendurch sollte man noch in der Nähe von Calvi die Kapelle Notre-Dame-de-la-Serra besuchen.

Bilder Korsika – Calvi

Korsika - Bastia
Korsika - Insel
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
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Korsika - Calvi
Korsika - Calvi

Fragen zum Reiseziel Korsika

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Korsika - Bonifacio
FrankreichStädtereisen

Reisebericht Korsika – Bonifacio

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Bonifacio

Korsika – Bonifacio

Bonifacio ist die originellste Stadt Korsikas und sie befindet sich auf einer Landzunge im Süden der Insel. Auf dieser Landzunge, die aus weißem Kalkfelsen besteht, thront die Oberstadt über dem Meer. Die Häuser der Oberstadt ragen bis zum Rand der Klippen, die vom Meer schon ganz angenagt ist.

Bei einem Stadtrundgang sollte man zum Beispiel die Zitadelle, die Kirche Saint-Erasme oder die Kathedrale Sainte-Marie-Majeure aufsuchen, dass sind aber nur ein paar erwähnenswerte Gebäude.

Von Bonifacio kann man auch sehr schöne Rundfahrten starten, zum Beispiel zum Leuchtturm von Pertusato an der Südspitze Korsikas.

Die Stadt Porto-Vecchio liegt im Südosten Korsikas und ist durch den vorgelagerten Golf „Golfe de Porto-Vecchio“ sehr geschützt. Die Stadt wird von einer großen Zitadelle überragt und ist in Unter- und Oberstadt unterteilt. Die Oberstadt ist dabei das touristische Zentrum. Der Place de la Rébublique ist hierbei mit Cafes überzogen.

Luxusjachten kann man im neuen Jachthafen bewundern oder an der Hafenpromenade in einer Bar sich ausruhen. Man sollte aber nicht die einzige Saline Korsikas übersehen, in der heute immer noch Salz gewonnen wird und mit dem Salzbecken ein Besuch wert ist.

In der Nähe von Porto-Vecchio kann man an schönen Sandstrände sehr gut Baden. Vor allem der Strand von Palombaggia im Süden sollte man besuchen, denn es ist einer der weißesten und weichsten Strände Korsikas.

 

Korsika – Ajaccio

Ajaccio ist nicht nur die Hauptstadt Korsikas, sie ist auch die Geburtsstadt Napoleons. Die Stadt Ajaccio besteht aus Boulevards, klassizistischen Prachtbauten und weißen Stränden mit Palmen. Natürlich ist auch Napoleon allgegenwärtig, nach ihm sind Straßen und Plätze benannt.

Das Geburtshaus Napoleon, es ist in einer kleinen Gasse und von außen nicht sehr spektakulär, beherbergt ein kleine Museum. Wie auch jeder anderen großen Stadt auf Korsika besitzt Ajaccio eine große Zitadelle, sie liegt direkt an dem Golf von Ajaccio und ist mit Militär stationiert.

Die Altstadt wird von kleinen Gassen mit vielen Restaurants, Bars, Plätzen und Souvenirläden dominiert. Im Hafen liegen viele Fischer- und Sportboote und an die Promenade ist voll von Restaurants, die abends von Touristen belagert werden.

Zu erwähnen ist auch der Place Maréchal Foch mit einem von vier Löwen wasserspeienden Brunnen, der Chapelle Impériale und dem Palais Fesch. Natürlich gibt es in Ajaccio auf viele moderne Gebäude. Da sind die vielen Hotels, die leider Bettenburgen ähneln und die neuen Geschäftsviertel.

In der Bucht vom Golf von Ajaccio liegt das touristische Zentrum Porticcio. Man erreicht es, wenn man Ajaccio in Richtung Süden verlässt. In dieser Region gibt es viele Sandstrände, die von Campingplätzen, Hotels und Feriendörfern gesäumt sind.

Fährt man weiter nach Süden, ins Bergdorf Coti-Chiavari, kann man abends die Sonne im Golf von Ajaccio versinken sehen. Im Westen, ziemlich genau zwischen der Strecke Calvi und Ajaccio liegt die Calanche. Diese Landschaft ist durch die roten Felswände aus Granit geprägt.

Mitten in der Calanche liegt die Stadt Porto. Porto ist eine reines Ferienzentrum. Es besteht nur aus Hotels und Restaurants. Vor der Stadt Porto liegt ein 500m breiter Strand. Überragt wird Porto von einem im Jahre 1549 erbauten genuesischen Wachturm. Fährt man in südlicher Richtung, fährt man an den Felsen der Calanche vorbei. Diese Felsen sind atemberaubend.

Mittendurch schlängeln sich kurvenreiche Straßen, die von der Macchia begleitet werden. Zu der einen Seite hat man die steil ansteigende Felsseite, zu der anderen Seite eine atemberaubende Steilküste. Die Felsen sind bedingt durch Erosion mit bizarren Mustern besetzt. Bei Sonnenuntergang leuchten die Felsen feuerrot.

Bilder Korsika – Bonifacio

Korsika - Bonifacio
Korsika - Bonifacio
Korsika - Bonifacio
Korsika - Bonifacio
Korsika - Bonifacio
Korsika - Bonifacio
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten

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Korsika - Strände
Frankreich

Korsika – Strände

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Strände

Korsika überzeugt durch seine Landschaft mit seinen glasklaren Bächen und Flüssen. Das Wasser kann man ungekocht trinken. Wenn oben in den Bergen noch Schnee liegt, lockt das Mittelmeer meist schon mit 20 Grad Celsius Wassertemperatur. Kaum anderswo liegen alpine Landschaften und einsame Badebuchten so nah beieinander wie auf Korsika.

Mit einer mittleren Höhe von 5680 Metern gilt Korsika als die gebirgigste Insel des Mittelmeeres. Mehr als 50 Prozent der Insel liegt über 4000 Meter hoch. Mehr als 50 Berg-Gipfel sind höher als 2.000 Meter. Der höchste Berg, der Monte Cinto, misst 2.706 Meter. Das Gefühl der Höhe ist besonders intensiv, denn das Meer ist fast immer in greifbarer Nähe.

Während die Ostküste von langen Sandstränden gesäumt ist, bietet die Westküste teils felsige, teils sandige kleinere und größere Buchten. Wer den üblichen Touristen-Trubel und kulturelle Highlights sucht, ist hier fehl am Platz.

Dafür kann man hier einen wundervollen Individualurlaub verbringen. Lediglich in der Hauptsaison im Juni bis August machen hier viele Franzosen Urlaub und die Hotels und Pensionen sind ziemlich ausgebucht. In den anderen Monaten gibt es kaum Probleme.

Bilder Korsika – Strände

Korsika - Bonifacio
Korsika - Bonifacio
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Impressionen

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Korsika - Küsten
Frankreich

Korsika – Küsten

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Küsten

Vom Cap Corse im Norden bis zum Südzipfel wird Korsika von einem Hauptkamm durchzogen. Direkt aus diesem Hauptkamm bzw. unweit davon erheben sich die höchsten Berge der Insel. Die Küstenlandschaft Korsikas ist so vielgestaltig wie die ganze Insel.

Im Nordosten und Osten findet man teilweise flache Gebiete mit schönen und weitläufigen Sandstränden. Der Norden mit dem Cap Corse ist kaum bebaut und hier herrscht eine steile Küstenlandschaften vor. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt entlang der Westseite der Insel.

Dieser Küstenstrich ist teilweise gekennzeichnet von schroffen Felsen und steilen abfallenden Küsten. Auf den oft sehr schmalen Strassen, die an diversen Streckenabschnitten in holprige Sand- und Schotterpisten übergehen, ist äusserst konzentriertes Fahren angesagt.

Zur Entschädigung bietet sich dem Reisenden an vielen Stellen ein wundervoller Ausblick auf das immer nahe Meer.

Man sollte sich einige Tage Zeit nehmen, um die ganze Vielfalt dieser Landschaft zu geniessen.

Der Südwesten des Eilandes zeigt sich von seiner wilden und noch weitgehend unberührten Landschaft.

Im Süden bei Bonifacio findet man eine zerklüftete und poröse Kalksandsteinküste vor. Besonders auf der Überfahrt von Sardinien nach Korsika kann man vom Fährschiff aus die Schönheit dieses Küstenstrichs bewundern.

Bilder Korsika – Küsten

Korsika - Insel
Korsika - Insel
Korsika - Insel
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Calvi
Korsika - Bonifacio
Korsika - Strände
Korsika - Strände
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
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Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten

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Frankreich - Korsika Gebirge
Frankreich

Korsika – Gebirge

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Gebirge

Felsenburgen, Labyrinthe, Hohlblöcke, Wackelsteine und Tafonifelsen, als das gehöt zum beeindruckenden Landschaftsbild der Insel Korsika.

Im Granitgebirge von Westkorsika haben Witterungseinwirkungen bizarre Felsformationen gebildet und aussergewöhnliche Landschaftsbilder geformt. Man findet überall Felsenburgen, Labyrinthe, Hohlblöcke, Wackelsteine und Tafonifelsen vor.

Felsenburgen sieht man oft in Höhenlagen von über 1000m. Sie entstanden überwiegend durch innere Verwitterung des Gesteins. Auf diese Art und Weise sind auch die Wackelsteine entstanden. Diese grossen Felsblöcke legen ihr Gewicht von vielen Tonnen auf wenige Quadratzentimeter Unterfläche auf.

Aussergewöhnlich sind auch die Blockmeere mit ihren riesigen Ansammlungen von Felsbrocken. Entstanden sind sie durch abfliessendes Wasser, das die Blöcke herausgewaschen hat. Ein typischstes Merkmal für Korsika sind die Tafonifelsen (Granitblöcke) mit ihren kugel- oder elipsenförmigen Aushöhlungen. Die Calanche am Golf von Porto zeigt das wohl aussergewöhnlichste Beispiel der Kräfte, die in der Entstehungsgeschichte hier gewirkt haben.

Wie ein Labyrinth ragen die Felsspitzen bis zu 500 Meter hoch auf. Die eigenartigen Formen des gelb-roten Granits und die bizarren Tafoni-Höhlungen entstanden durch Erosionsprozesse. Eindringendes Wasser hat hier Risse gebildet und chemische Abtragungsvorgänge ausgelöste, sodass die Höhlungen immer wieder einstürzten. Auf diese Weise entstanden die Tafoni, deren beeindruckenden Formen an Fabelwesen aus einer anderen Welt erinnern.

Bilder Korsika – Gebirge

Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Frankreich - Korsika Gebirge
Frankreich - Korsika Gebirge
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Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen

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Korsika - Impressionen
Frankreich

Korsika – Impressionen

von Joe OnTour 10. September 2017
Erstellt von Joe OnTour

Korsika – Impressionen

Schnappschüsse und Impressionen auf der Insel Korsika.

Bilder Korsika – Impressionen

Korsika - Insel
Korsika - Calvi
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Korsika - Küsten
Korsika - Küsten
Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen
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Korsika - Impressionen
Korsika - Impressionen
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