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Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
GalapagosAktuell Beliebt

Galapagos – Leguane & Echsen

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Tierexpedition – Leguane und Echsen

Als Charles Darwin, die Galápagos Inseln besuchte wimmelte es in manchen Gebieten nur so von Leguanen, dass er Schwierigkeiten hatte, sein Zelt aufzubauen. Heute sind sie nur noch auf Fernandina zahlreich. Auf Santiago z.B. wurden sie durch eingeschleppte Ratten und verwilderte Schweine völlig ausgerottet. Während der Paarungszeit liefern sich die Männchen heftige Kämpfe, die meist unblutig ausgehen. Nimmt der Gegner Demutsstellung an, lässt ihn der Sieger grosszuüig abziehen.

Es gibt 14 Unterarten der Lavaechse, wobei die Espanola Art endemisch ist. Sie werden hier bis zu 30 cm lang. Das Lavaechsenweibchen ist kleiner und hat einen leuchtend roten Fleck an der Kehle. Männchen und Weibchen haben ihre eigenen Territorien, die verteidigt werden muessen, wobei nur gleichgeschlechtliche Eindringlinge bekämpft werden.

Landleguane oder Drusenkoepfe leben einzeln, paarweise oder auch in kleinen Gruppen. Bis zu 1,20 m können sie lang werden. Sie sehen aus wie aus einer anderen Zeit.

Stachelige Kaktusblaetter bekommen ihnen ebensogut wie zarte grüne Pflanzenblätter. Den dicken Kakteenblättern entnehmen sie die lebensnotwendige Feuchtigkeit, denn Süsswasser fehlt auf vielen Inseln. Die Früchte sind ein Leckerbissen. Da sie ziemlich stachelig sind, rollen die Leguane sie so lange über die Steine, bis auch der letzte Stachel abgebrochen ist.

Ein Männchen, dass sich durch auffällige Farben von anderen unterscheidet hat bei der Partnerwahl grössere Chancen und dadurch mehr Nachkommen. Zur Paarungszeit kämpfen die Männchen um die besten und grössten Territorien, denn die Weibchen stehen nur auf starke Supermänner. Auf diese Art und Weise ist gewährleistet, dass sich nur die Kräftigsten vermehren können. Die Kämpfe sind jedoch mehr zeremonieller Art, die Tiere verletzen sich nicht gegenseitig. Durch heftiges Kopfnicken wird der Kampf eingeleitet, die Rivalen stehen sich hoch aufgerichtet gegenüber. Mit ihren Stirnen stossen sie zusammen und versuchen sich gegenseitig vom Platz zu drücken. Der Schwächere gibt nach und zieht seines Weges. Anders sieht es bei den Weibchen aus: sie müssen tiefe Löcher in die Erde graben um dort ihre Eier abzulegen.

Lockere Böden sind daher sehr beliebt und wo diese Plätze rar sind, bekämpfen sie sich oft bis zum Tod. Auch von ihnen können sich nur die Stärksten fortpflanzen.

Meerechsen sind wechselwarme Tiere, ihre Körpertemperatur steigt und fällt mit der Umgebungstemperatur. Wenn die Ebbe kommt und sie genügend Energie an Land getankt haben, machen sie sich auf Futtersuche auf dem Meeresgrund, wo sie Algenteppiche abweiden. Keine andere Echse der Welt ernährt sich aus dem Meer, noch dazu gehören sie zu den wenigen Tieren, die Meerwasser trinken können. Sie besitzen in der Nasenregion Drüsen mit denen sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden.

GalapagosAllgemeine Länderinfos

Galapagos – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Ankunft

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Insel Isabela

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Birds – Greifvögel

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Birds – Rotfusstölpel

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Fregattvögel II

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Fregattvögel I

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Rallen Reiher Pelikane

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Tölpel

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Blaufusstölpel

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Pinguine

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Flamingos

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Schildkröten

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Krebse

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Robben und Seelöwen

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Robben und Seelöwen

von Joe OnTour 26. August 2017
GalapagosAktuell Beliebt

Galapagos – Leguane & Echsen

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Küsten & Strände II

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Küsten & Strände

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Evolution III

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Evolution II

von Joe OnTour 26. August 2017
Galapagos

Galapagos – Evolution I

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Vulkansee

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Flora

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Vulkaninseln

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Kicker Rock

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Puerto Ayora – Harrys Bar

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Puerto Ayora II

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Puerto Ayora I

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Insel Bartolome II

von Joe OnTour 25. August 2017
Galapagos

Galapagos – Insel Bartolome I

von Joe OnTour 25. August 2017

Bilder Galapagos – Tierexpedition – Leguane und Echsen

Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Tierexpedition - Leguane und Echsen
Galapagos - Insel Isabela
galapagos 2

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26. August 2017 0 comments
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Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos

Galapagos – Küsten & Strände II

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Küsten und Strände – Reisebericht 2

Die Küsten und Strände im Galapagos-Archipel sind ein hautnahes Naturerlebnis der ganz besonderen Art. Wir spüren in dieser unverfälschten und von Menschenhand nahezu unberührten Landschaft, wie gigantisch die Mächte der Natur und wie klein und gering doch die eigenen menschlichen Fähigkeiten sind.

Bei unserem Landgang besteigen wir die aufgetürmten riesige Felsformationen, die weiss getüncht sind vom Kot der Vögel. An der Steilküste sind wir umgeben von der berstenden Meeresgewalt, die die Küsten ständig neu formt und gestaltet.

Uns bietet sich ein einzigartiges Szenario wie zur Entstehungsgeschichte der Erde. Alles scheint in einem Prozess fortwährender Vernichtung und in einer ständigen Erneuerung zu sein.

Und doch ist hier eine eigenartige Ruhe und Gleichmäßigkeit zu spüren, die mit der Hektik unseres normalen (europäischen) Alltags nicht in Einklang zu bringen ist. Wir fühlen uns hier auf eine sonderbare Weise dem Ursprung des Lebens näher als an jedem anderen Ort der Erde.

Die Vielfalt der Küsten und Strände ist einfach unglaublich. Pitoresk inszenierte Lava-Gebilde wechseln sich ab mit Strandbuchten die einem eigentlich nur im Traum erscheinen. Wir sehen Brückenkonstruktionen, die in ihrer Schönheit und Schlichtheit nur von der Natur erschaffen werden können. Wir speichern in unsererem Inneren die Bilder von den Galapagos-Inseln, die wir so schnell nicht vergessen sollen.

Bilder Galapagos – Küsten und Strände

Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände

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26. August 2017 0 comments
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Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos

Galapagos – Küsten & Strände

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Küsten und Strände – Reisebericht 1

Die Küsten und Strände auf den Galapagosinseln sind kein klassischer Aufenthaltsort für Touristen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Küsten und Strände gehören der hier lebenden Tierwelt. Hier ist einer der wenigen Plätze der Welt, an denen der Ausverkauf der Natur noch nicht vollzogen ist.

Bizarre Felsformationen säumen die Küsten der Vulkaninseln. Auf unserer Fahrt sehen wir immer wieder kleinere unbewohnte Inseln wie aus dem Nichts aus dem Meer auftauchen. Die Formen der Küsten sind unterschiedlichster Natur.

Die Felsinseln weisen meist hohe und steile Klippen auf, während die Vulkaninseln oft flacher auslaufen und teilweise mit weissen unberührten Sandstränden ausgestattet sind. Wir passieren Inseln, denen man ihren vulkanischen Ursprung auf Anhieb ansieht. Hier scheint der Krater dieser kleinen Insel explodiert zu sein.

Unten links ist das Bild einer typischen Granitinsel abgebildet und im Gegensatz dazu rechts daneben das Erscheinungsbild einer Insel vulkanischen Ursprungs.

An diesem Tag peitscht eine starke Brandung an die Küste, die ein Naturschauspiel einzigartiger Art entfacht. Aus den unterirdischen Spalten und Gängen schießt das Meerwasser in gewaltigen Fontainen an die Oberfläche.

Der Aufbau der Lavainseln sieht in der Grundstruktur oft sehr ähnlich aus. Die Lava erkaltet bei ihrem Fluß ins Meer und hinterlässt unterschiedliche Formen, die wie Kunstwerke der Natur aussehen. Unten links ein Gebilde, von dem man meinen könnte, dass Stein lebt?

Bilder Galapagos – Küsten und Strände

Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Evolution
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Bartolome

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26. August 2017 0 comments
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Galapagos - Evolution
Galapagos

Galapagos – Evolution III

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Evolution – Reisebericht 3

Die in frischem Zustand schwarze Pahoehoelava (Pahoehoe = polinesisch: Seil), auch Stricklava genannt bildet bei der Erkaltung die kuriosesten Formen. Im oberen Bereich kann man erkennen, dass das Dach dieses Gebildes bereits eingestürzt ist. Rechts eine andere Formation. Hier haben sich diverse Schichten von Lava übereinander ergossen. An einer anderen Stelle kann man deutlich die dunklen und porösen Lavaströme zwischen helleren Felsschichten erkennen. Hier noch einmal ein solches Gebilde. Im Uferbereich ist durch die Brandung und Erosion dieser Querschnitt durch die Erde freigelegt worden. Die Lava hat hier den Fels komplett eingeschlossen.

Ein noch jüngerer bereits erkalteter Lavastrom hat Kakteen und Sträucher eingeschlossen, die sich aber ihren Lebensraum zurückerobert haben. Die Lava bricht mit der Zeit auf und gibt Raum für weiteres Leben frei. Brigitte macht eine kurze Rast. Das Laufen auf dem Lava-Untergrund ist anstrengend. Man muß ständig darauf achten, nicht auf zu poröse Schichten zu treten, da die Gefahr besteht, dort dann einzubrechen. Durch die heißen Gase haben sich bei der Erkaltung der Lava Hohlräume gebildet, die im Laufe der Zeit in sich zusammenfallen.

Wir bewundern die ausgewaschenen Lavaschichten am Strand. Solche natürlichen Kunstwerke sind auf den Galapagos-Inseln in unglaublicher Vielfalt zu finden.

Bilder Galapagos – Evolution

Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution

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26. August 2017 0 comments
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Galapagos - Evolution
Galapagos

Galapagos – Evolution II

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Evolution – Reisebericht 2

Die starke Brandung formt aus der Lava eigenartige und wundersame Gebilde…..die in ihrer Vielfalt immer wieder beeindruckend sind.

Wir passieren auf unserer Schiffs-Fahrt durch das Galapagos-Archipel eine vollkommen flache Lavainsel, in deren Mitte ein riesiger Schuttkegel aus erloschener Lava steht. Ein seltsam skuriler Anblick. Wir fahren mit unserem kleinen Beiboot bis an die Insel heran. In unmittelbarer Nähe lassen sich die Strukturen der erloschenen Lava so klar erkennen, als wäre sie gerade erkaltet. Das Meer ist glatt und still. Kein Laut eines Tieres oder Vogels ist zu hören. Eine eigenartige fast beunruhigende Stille umgibt uns in dieser Einöde. Wir sind irgendwie erleichtert, als wir wieder an Bord unseres Schiffes sind und diesen Ort verlassen. An anderer Stelle tauchen riesige Felsnadeln aus dem türkisblauen Wasser auf, als wollten sie ein Zeichen geben.

Diese Küstenformation muss von einem gewaltigen Vulkanausbruch herrühren. Die Lavastruktur hat riesige Ausmaße. Die Lavamassen werden durch die Gewalt der Meeresbrandung kontinuierlich bearbeitet und letztendlich zu Sand zermahlen.

Gewaltige Lavaströme haben sich über bereits bestehende Landmassen ergossen, so dass sich immer wieder neue Schichten auftürmen. Nur vereinzelt bildet sich Pflanzenwachstum in spärlicher Form. Uns präsentiert sich eine beeindruckende Landschaft mit einer Formenvielfalt, die nur hier auf den Galapagos-Inseln zu finden ist.

Bilder Galapagos – Evolution

Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Vulkaninseln

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26. August 2017 0 comments
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Galapagos - Evolution
Galapagos

Galapagos – Evolution I

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Evolution – Reisebericht 1

Die aktiven Vulkane der Galápagos-Inseln sind ozeanische Schildvulkane, die durch Basaltmagma zunächst unterseeisch aufgebaut werden. Durch ständig erfolgende Lavaströme bildet sich schichtweise ein eher flacher Kegel, der nur an seiner höchsten Stelle steil aufragt und in einer sogenannten Caldera (spanisch: Kessel) gipfelt, eine kreisförmige kraterähnliche Einsenkung, die durch plötzlichen Einbruch des Kraterbodens in eine entleerte Magmakammer entsteht. Die größte Caldera findet man auf Isabela, sie hat einen Durchmesser von 10×8 km.

Typische Lavastrukturen auf Galápagos sind die in frischem Zustand schwarze Pahoehoelava (Pahoehoe = polinesisch: Seil), auch Stricklava genannt und die graue oder rote Aalava (A’a = polinesisch: Schmerz) auch Blocklava genannt. Pahoehoelava entsteht aus sehr dünnflüssiger Basaltlava, die an der Oberfläche durch die Luft erkaltet und nur einen sehr dünnen Film erstarren lässt. Die darunter befindliche flüssige Lava bewegt sich weiter und faltet die Oberflächenhaut immer mehr zusammen und verdreht sie, bis sie von der Struktur her Unmengen nebeneinander liegender und ineinander verwobener Seile gleicht.

In einem Zeitraum von etwa 1 Million Jahre bilden sich auf der Oberfläche und in der Caldera kleine aus dickflüssigerer Lava bestehende Aschenkegel. Danach beginnt die allmähliche Erosion, in deren Verlauf es noch zu einzelnen Ausbrüchen an den Flanken der Schildvulkane kommen kann. Die Aalava entsteht bei langsam fließender Lava, bei der schnell eine dickere Schicht abkühlt, die dann in scharfkantige Schollen zerbricht. Sie werden von der darunter fließenden Lava weitertransportiert und am Ende des Lavastroms aufgetürmt.

Die dünnflüssige und langsam abkühlende Lava bildet häufig sogenannte Lavatunnel, die dadurch entstehen, daß unter der erstarrten Oberflächenhaut die innere flüssige Lava weiterfließt, allmählich versiegt und langgestreckte oft kilometerlange Hohlräume hinterläßt. Ein solch großer und begehbarer Lavatunnel ist auf Santa Cruz zu sehen. In vulkanisch aktiven Gebieten kommt es immer wieder zu Erdbeben und tektonischen Bewegungen, verursacht durch Magmabewegungen in der Tiefe. Sie verursachen mitunter Hebungen, die unterseeisch gebildete Lavadecken mit fossilführenden Schichten über Meeresniveau anheben. Dieses Phänomen findet sich auf Isabela (Urbina Bay) und San Cristóbal und ist verantwortlich für die Entstehung einiger Inseln wie Baltra und Española , die nicht aus Vulkanen entstanden, sondern aus submarinen Laven, die durch tektonische Bewegungen hochgehoben wurden.

Galapagos – erloschene Lava eines Explosionskraters
Über einen Zeitraum von bis zu 10 Million Jahren verwittert die Oberfläche immer mehr und taucht durch das Weiterdriften auf der Nazca-Platte, die zum Festland hin immer stärker abfällt, allmählich im Wasser unter.

Bilder Galapagos – Evolution

Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora

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25. August 2017 0 comments
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Galapagos - Vulkansee
Galapagos

Galapagos – Vulkansee

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Vulkansee

Auf unserer Schiffsreise durch den Archipel Galapagos treffen wir kurz vor Sonnentergang auf einen Vulkansee. Ein Idealer Ankerplatz für die Nacht, wie unser Kapitän meint….

Im Süden von Genovesa finden wir die kreisrunde, von hohen Klippen umschlossene Darwin Bay, einen durch Brandungserosion eingebrochenen Vulkankrater. Die nächtliche Fahrt durch den sehr schmalen Eingang zur windgeschützten Ankerbucht ist ein besonderes Erlebnis.

Im Innern des Vulkansees ist das Wasser aufgrund der Millionen von mikroskopisch kleinen Meeresorganismen erbsensuppengrün. Dieser Reichtum an Nahrung schlägt sich am anderen Ende der Nahrungskette auf die vielen Seevögeln nieder, die überall scharenweise in den Salzbüschen und auf den Klippen brüten.

Der Vulkansee weist einen enormen Fischeichtum auf. Wir brauchen die Angelschnur nur auszuwerfen und haben bereits für unser Abendessen ausgesorgt. Unser Schiffskoch lässt es sich aber nicht nehmen, nach einer Spezialität zu tauchen. Nach mehreren Freitauchgängen hat er eine Reihe von Hummern gefangen. Wir hissen am nächsten Morgen die Anker und fahren unserem nächsten Ziel entgegen.

Bilder Galapagos – Vulkansee

Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee
Galapagos - Vulkansee

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Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos

Galapagos – Flora

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Vegetation – Flora

Typische Pflanzen der nahen Küstenregion sind im Spritzwasserbereich der Salzbusch mit seinen langen herunterhängenden Blättern und den gelbgrünen Blüten, die dichten niedrigen Matten der Sonnenwende, die schlanken dornigen Zweige des Kleinen Bockshorn mit seinen keulenförmigen Blättern, sowie die ebenso flachwüchsigen Strandwinde und Strandhafer.

In den wasser- und humusarmen Küstenbereichen der Inseln existiert eine ganze Reihe von Pflanzen, die sich im Laufe der Evolution den alljährlich auftretenden Trockenperioden erfolgreich widersetzen konnten. Mit zu den auffälligsten Exponenten der auf Galápagos verbreiteten Flora gehören für Besucher oftmals zuerst die grünen Mangrovenwälder in flachen Küstengebieten. Dazu gehört die Schwarze Mangrove mit ihren gelb-braunen asymetrischen Früchten, die rötlichen Zweige und fleischigen Blätter der Roten Mangrove, die an der Blattunterseite gepunktete Weiße Mangrove und die kleinblättrige Knopfmangrove.

Das Wahrzeichen von Galápagos sind die mächtigen Opuntia-Baumkakteen. Sie haben sich den vorgegebenen Umweltbedingungen auf einzigartige Weise angepasst. Es gibt sechs endemische Arten dieser bis zu 9m hohen Feigen- oder Opuntienkakteen. Ihre spitzen schattenlosen Stacheln schützen das Fleisch vor gefrässigen eierlegenden Räubern. Die selteneren, bis zu 6m hohen Säulen-oder Kandelaberkakteen, bestehen nur aus einer endemischen, inzwischen jedoch evolutionsmässig aufgespaltenen Art.

Nur als erotische Laune der Natur kann der auf nacktem Lavafels gedeihende Lava-Kaktus angesehen werden. Er tritt in der Regel in erektierenden Gruppen auf, und ist in der mondartigen Vulkanlandschaft von Bartolomé zu bestaunen.

Bilder Galapagos – Vegetation – Flora

Galapagos - Evolution
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Vegetation - Flora
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela

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Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos

Galapagos – Vulkaninseln

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Vulkaninseln

Vor rund 5 Millionen Jahren begann 1000 km vor der südamerikanischen Pazifikküste das Meer zu kochen. Vulkane wuchsen aus dem Meer empor. In gewaltigen Eruptionen wurden Lava, Gestein und Asche freigesetzt. Die vulkanischen Inseln waren zu Beginn wüst und ohne jegliches Leben. Doch kaum hatte sich die Lava abgekühlt, besiedelten bereits die ersten Kolonisten den neuen Lebensraum.

Viele Pflanzensamen wurden mit dem Wind vom weit entfernten Festland auf den Archipel hinausgetragen. Die Sporen von Moosen, Farnen und Samen höher entwickelter Pflanzen zählten zu den ersten Neuankömmlingen. Andere Kolonisten trafen über den Wasserweg auf den vulkanischen Inseln ein. Seelöwen und Schildkröten eroberten die abgelegene Inselwelt auf ihren Streifzügen durch den Pazifik.

Viele Tierarten wie die Meerechsen werden über Träger wie schwimmende Baumstämme den Weg gefunden haben. Die meisten Pflanzenarten erreichten als blinde Passagiere in den Gefiedern der Seevögel den Archipel. Die Besiedlung dauerte Jahrtausende. Etwa alle 10.000 Jahre schaffte es eine neue Art, sich auf den Inseln dauerhaft zu etablieren. Geografisch isoliert entwickelten sich im Laufe der Zeit Unterarten aus den Kolonisten, die sich den speziellen Lebensbedingungen auf dem Archipel angepasst hatten.

So ist es zu erklären, dass auf Galápagos viele endemische Tier- und Pflanzenarten entdeckt wurden. Etwa 50 % aller dort vorkommenden Pflanzen sind nur auf diesen Pazifikinseln anzutreffen. Mit der Ankunft des Menschen wurde die Besiedlung stark beschleunigt. Seeleute und Siedler brachten Haustiere auf die Inseln. Schweine, Ziegen, Hunde und Esel verwilderten und wurden Teil der insularen Fauna. Andere Zugereiste wie die Hausratte kamen eher zufällig in die abgelegene Region.

Allen ist jedoch gemein, dass sie die ursprüngliche Flora und Fauna nachhaltig beeinflussen. Während sich die Hausratte auf die Suche nach Schildkröteneiern spezialisert hat, verursachen Ziegen und Schweine große Flurschäden und reduzieren das Nahrungsangebot für die einheimischen Arten. Diese sind dem plötzlichen Evolutionsdruck nicht gewachsen.

Bilder Galapagos – Vulkaninseln

Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Küsten und Strände
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Evolution
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Vulkaninseln
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
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Galapagos - Kicker Rock
Galapagos

Galapagos – Kicker Rock

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Kicker Rock

Auf unserer Schiffsreise durch das Galapagos-Archipel finden wir die seltsamsten Felsformationen, die unmittelbar aus dem Meer aufsteigen.

Auf unserer Schiffsreise durch das Galapagos-Archipel finden wir die seltsamsten Inselformen vor. Ohne größere Landmassen in Sicht zu haben, tauchen die beiden kleinen Felsformationen urplötzlich aus dem Meer auf. Es sind die Kicker Rock. Diese beiden Felsinseln bestehen aus einer etwas größeren Hauptinsel, die etwa 100 Meter steil aus dem Wasser aufragt und oben auf dem Kopf begrünt ist. Bizarre Felsformationen auf den Galapagos Inseln, ein paar hundert Meter vor der Küste und einer direkt daneben liegenden etwas kleineren Felsnadel, die sich an die Hauptinsel anzulehnen scheint. Bei genauerem Hinsehen könnte man meinen, die Nadel kippt jeden Augenblick auf die Hauptinsel. Um einen näheren Eindruck von der Einmaligkeit dieser Gebilde zu bekommen, wollen wir direkt durch den engen Spalt zwischen den beiden Inseln durchfahren. Bei ruhigem Wetter kann ein erfahrener Kapitän es wagen, durch die ausgeprochen schmale Durchfahrt zu manövrieren.

Etwas mulmig ist uns schon bei dem Gedanken, hier zu havarieren. Hilfe in dieser Einöde ist nur sehr schwer zu erwarten. Brigitte ist auch ziemlich angestrengt, wie man sieht. Aber es geht alles gut und wir haben einen grandiosen Eindruck von den unmittelbar vor und über uns liegenden Felsmassen. Erst aus der Nähe kann man die von den Naturgewalten zerklüfteten tiefen Einschnitte im Felsmassiv erkennen.

Wir umrunden den Kicker Rock mit dem Schiff. Am unteren Rand der Felsen sind deutlich die Spuren der ständigen Brandung auszumachen.

Bilder Galapagos – Kicker Rock

Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock
Galapagos - Kicker Rock

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Galapagos - Puerto Ayora - Harrys Bar
Galapagos

Galapagos – Puerto Ayora – Harrys Bar

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Puerto Ayora – Harrys Bar

Anlaufstation für alle Globetrotter, Weltenbummer, Segler und Schiffbrüchige, die diesen Breiten- und/oder Längengrad kreuzen, ist Harrys Bar. Sie wird von einem Schweizer geführt, der aus seinem geregelten Leben ausgestiegen ist und an diesem verlassenen Fleckchen Erde seine ureigene Kommunikationszentrale aufgebaut hat.

Eine Institution auf der Insel Sta. Cruz ist natürlich Harrys Bar. Die Bar ist ein Sammelsurium aus Bibliothek, Informationszentrum, Funkstation, Cafe und Bar. Vor allen Dingen werden hier die wichtigen Informationen der Segler und Weltenbummler ausgetauscht.

Harry sitzt an einem seiner Funkgeräte und kommuniziert gerade mit einem Segelboot, das in zwei Tagen die Galapagos-Inseln anlaufen will. Es werden alle wichtigen Informationen über das Wetter und auch über die neuesten Einreisebestimmungen ausgetauscht. Man erfährt, wer sonst noch so gerade im Hafen vor Anker liegt oder in Kürze hierher kommt. Nachrichten zur diskreten Weiterleitung an die Daheimgebliebenen oder Freunde von unterwegs werden hier hinterlassen. Harry managt das alles ohne Honorar…..Wer die Inseln anläuft, macht auf jeden Fall erst einmal bei Harrys Bar Station und verewigt sich mit einem Spruch auf seiner Wand. Wir nutzen den kurzen Besuch, um uns zu erfrischen und die neuesten Informationen für unsere Weiterfahrt zu sammeln.

Harry zeigt uns die wichtigsten und interessantesten Einträge, denn es würde zu lange dauern, alle Einträge an den Wänden zu studieren. Harrys Bar ist einfach einmalig und unbedingt sehenswert. Er war übrigens kein Freibeuter der Meere obwohl man den Eindruck haben kann….

Bilder Galapagos – Puerto Ayora – Harrys Bar

Galapagos - Puerto Ayora - Harrys Bar
Galapagos - Puerto Ayora - Harrys Bar
Galapagos - Puerto Ayora - Harrys Bar
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Galapagos - Puerto Ayora
Galapagos

Galapagos – Puerto Ayora II

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Puerto Ayora – Reisebericht 2

Das erste Ziel der hier ankernden Yachten ist die berühmte Charles Darwin Station. Aufgrund des großen Touristenandrangs empfiehlt es sich die Charles Darwin Research Station so früh wie möglich zu besuchen. Geöffnet ist sie werktags von 8-12 un von 13-16 Uhr.

Puerto Ayora ist ein kleines aber sauberes Städtchen mit teilweise gepflasterten Strassen. An der geschwungenen Uferpromenade Avenida Charles Darwin entlang befinden sich der Yachthafen, Tourbüros, Andenkenläden, Restaurants, Kneipen, Diskotheken und Hotels. Der vor allem in den letzten Jahren rasch angewachsene Ort ist Hauptausgangspunkt für mehrtägige Inselausflüge. Weltensegler aus allen Kontinenten rasten in der Academy Bay. Von einfachen kleinen Booten über halbverrostete Fischkutter und pompösen, mit allen Schikanen ausgestatteten Luxusyachten, ist hier in der Bucht alles vorzufinden. Der in Puerto Ayora gebotene Hotel-Komfort kann in drei Preisklassen unterteilt werden: teuer, sehr teuer, oder wirtschaftlich. Bereits etwa ab 10 US-Dollar gibt es schon anständige Übernachtungsmöglichkeiten. Wer allerdings auf etwas mehr Komfort wert legt, muß oft tief in die Tasche greifen. Dabei sind die 80 bis 100 USD-Hotels oft nicht die hohe Ausgabe wert. Luxushotels gibt es auf Galápagos bislang noch nicht. Unten rechts ein Bild vom Hauptpostamt in Puerto Ayora.

Der Besuch der Darwin Station ist informativ und interessant, soll aber nur das Grundgerüst an ersten Eindrücken zu unseren weiteren Exkursionen liefern. Es gibt dort auch ein informatives Besucherzentrum, ein Museum und eine Schildkröten-Aufzuchtstation. Die größte Aufmerksamkeit gehört allerdings dem Publikumsliebling der Station, dem einsamen George (“Lonesome George” o. “Jorge Solitario”). George ist der einzige traurige Überlebende einer Riesenschildkrötenart. Alle Versuche das über 50 Jahre alte Männchen mit einem Weibchen ähnlicher Unterart zu kreuzen, sind bisher fehl geschlagen. George zeigt kein besonderes Interesse. Brigitte testet derweil schon einmal das am meisten benutzte Transportmittel au den Galapagos-Inseln. An der Erhaltung der Darwin-Station wird laufend gearbeitet, wie man unschwer am untenstehenden linken Bild sehen kann.

Gesalzene Preise sind in erster Linie für die Gourmet-Küche von Puerto Ayora zu entrichten. Trotzdem gibt es auch einige preiswerte Restaurants, die auch schmackhafte Mahlzeiten anbieten. Hier sollte man unbedingt einheimichen Fisch probieren. Oft isst man in den Hotels am besten. Dabei ist aufgrund des filtrierten Wassers ganz besonders das Hotel Galápagos zu empfohlen. Dort kann man sogar Salate bedenkenlos essen. Ein kleines Einkaufscentrum, das aus einem Flachbau mit Wellblechdach besteht, ist auch vorhanden.

Die Mistral wurde zweckentfremdet und ist heute ein kleines Restaurant.

Bilder Galapagos – Puerto Ayora

Galapagos - Puerto Ayora
Galapagos - Puerto Ayora
Galapagos - Puerto Ayora
Galapagos - Puerto Ayora
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Galapagos - Puerto Ayora
Galapagos

Galapagos – Puerto Ayora I

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Puerto Ayora – Reisebericht 1

Sta. Cruz mit seinem Haften Puerto Ayora ist die am meisten bevölkerte Insel des Archipels. Hier ist die Nationalparkverwaltung und die Forschungsstation Charles Darwin. Die Station hat einige kleine Museen, die die Entstehungsgeschichte der Inseln aufzeigen. Daneben sind hier einige Zuchtgehege der verschiedenen Schildkrötenarten, die teilweise vom Aussterben bedroht sind. Auch der bekannte Lonesome George als letzter seiner Spezies ist hier zu Hause. Die Landkarte zeigt die Hafenanlage Pto. Ayora. 80 Prozent aller Galápagos-Kreuzfahrten starten vom Hauptstädtchen Puerto Ayora aus, das an der südlichen

Alle auf den Galapagos-Inseln verkehrenden Touristen-Boote gelangen früher oder später in die Academy Bay (dem natürlichen Hafenbecken von Puerto Ayora) mit über 10.000 Einwohnern der größte Ort des Inselreichs. Im Hafen wird gerade Ware auf kleinere Boote umgeladen, die zu den vorgelagerten bewohnten Inseln fahren. Wir warten auf das Beiboot, das uns wieder auf unsere kleine Motorjacht bringt, um die weiteren Inseln des Archipels zu erkunden. Das Motorschiff ist unser schwimmendes Hotel.

Nicht nur die öffentliche Reklame ist hier noch wie aus dem 19. Jahrhundert. Auch das Leben hat seinen eigenen Rhytmus. Alles geht auf den Galapagos-Inseln langsam und gelassen zu. Wir haben die Insel auseichend zu Fuss erkundet. Ein Besuch der Darwin-Station ist natürlich ein unbedingtes Muss. Wir beobachten einen kleinen Jungen, der seinem Vater beim Ausladen des Fischfangs hilft. Früh übt sich, wer ein richtiger Fischer werden will…….

Im Hafen liegen einige Motorschiffe und Segeljachten, die hier einige Tage pausieren, bevor es zu den weiter entfernten Inseln geht. Nebenstehend ein Weltumsegler, der hier Station macht. Ein größerer Fahrtensegler frischt ebenfalls seine Vörräte im Hafen Ayora auf.

Es zieht zum Abend eine Gewitterfront auf, die hoffentlich am nächsten Morgen vorüber ist. Vor dem morgentlichen Auslaufen stellen wir fest, dass neben uns in der Nacht noch eine weitere Motorjacht vor Anker gegangen ist. Wie sich nach einem ausgiebigen Smaltalk von Reling zu Reling herausstellt, handelt es sich um einen Briten auf Weltreise, den das Gewitter zur unfreiwilligen Pause gezwungen hat.

Bilder Galapagos – Puerto Ayora

Galapagos - Puerto Ayora
Galapagos - Puerto Ayora
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Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos

Galapagos – Insel Bartolome II

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Insel Bartolome – Reisebericht 2

Auf der Insel Bartolome erklimmen wir den 114 m hohen Vulkan.

Wir werden mit einem unvergesslichen Ausblick über die Kraterlandschaft mit ihrer bizarren Schönheit belohnt. Hier kann man nachvollziehen, wie die Entstehung der Erde verlaufen ist.

Man hat von hier oben einen herrlichen Rundumblick auch auf die benachbarten Inseln. Das Wahrzeichen der Insel ist Pinnacle Rock, die spitze Felsnadel, die wahrscheinlich der Überrest eines Tuffkegels ist.

Immer wieder sieht man die Explosionskrater, die aussehen, als wären riesige Geschosse eingeschlagen. Der Tag neigt sich dem Ende entgegen. Wir geniessen die letzten Augenblicke in dieser einzigartigen Landschaft, in der man sich der Evolution ganz nahe fühlt. Der Abstieg geht etwas schneller vonstatten als der steile Aufstieg.

Wir sind noch zu beeindruckt von dieser bizarren Welt, die für den Menschen keine Lebensgrundlage bereithält. Über einen steilen Abstieg aus Vulkangestein gelangen wir zu unserer Bootsanlagestelle. Wir nehmen Abschied von der Insel und von Pinnacle Rock, der steilen Felsnadel. Bei der Abfahrt lassen wir die schwarzen Lavafelder und graubraunen Schlackekegel zurück, die mit grünen Vegetationsinseln und grellweißen Sandstrände kontrastieren.

Langsam entfernt sich die Insel aus unserem Blickfeld. Wir brauchen noch lange, um das Erlebnis zu verarbeiten.

Bilder Galapagos – Insel Bartolome

Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
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Galapagos - Insel Bartolome
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Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
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Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos

Galapagos – Insel Bartolome I

von Joe OnTour 25. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Insel Bartolome – Reisebericht 1

Heute planen wir einen Landgang auf Bartolome und die Besteigung des 114 m hohen Vulkans. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über den Pinnacle Rock, eine 45 m hohe Felsnadel und die Insel Santiago. Dies soll der schönste Platz im gesamten Archipel sein. In der Umgebung finden wir interessante Pionierpflanzen wie Tiquilia und wilde Explosionskrater. In den Aufwinden am Vulkan halten sich oft stundenlang Bussarde auf.

Die Insel Bartolomé ist nur 1,2 km² groß und liegt nahe der Ostküste von Santiago. Wegen ihrer atemberaubenden Szenerie gehört die Insel zu den am meisten besuchten im Archipel. Die Insel eignet sich hervorragend zum eingehenden Studium der vulkanischen Formationen, es gibt die Panhoehoe-Lava, kleine Hornitos, Schweißschlackenkegel, Überreste von Lavatunneln und Tuffkegel zu sehen. Wir sind heute schon etwas spät an der Zeit. Der Tag neigt sich schon dem Ende entgegen. So müssen wir uns sputen, den Gipfel noch rechtzeitig zu erklimmen, um anschließend noch bei Tageslicht zum Boot zurückzukommen.

Überall findet man die weißen Salzbüsche, die das Lavagestein erobert haben. Die Szenerie ist unwirklich und man hat den Eindruck ins Zeitalter der Dinosaurier zurückversetzt zu sein.

Man sollte unbedingt auf dem Weg bleiben, da die Tuffe sehr zerbrechlich sind. Nur als erotische Laune der Natur kann der auf nacktem Lavafels gedeihende Lava-Kaktus verstanden werden. Er tritt in der Regel in erektierenden Gruppen auf und ist in dieser mondartigen Vulkanlandschaft von Bartolomé zu bestaunen.

Die Explosionskrater sehen wild und gefährlich aus. Ihre Form ist ausgesprochen bizarr und man kann sich vorstellen, welche Urgewalten zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Unsere Lavawanderung über eine lange und steile Holztreppe zum höchsten Gipfel der Insel wird belohnt mit einem unvergesslichen Panorama. Von hier aus kann man die Nachbarinseln Pinzón und Isabela, manchmal sogar Marchena und Pinta sehen.

Bilder Galapagos – Insel Bartolome

Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
Galapagos - Insel Bartolome
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Galapagos - Insel Isabela
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Galapagos
EcuadorAllgemeine Länderinfos

Ecuador – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Allgemeine Informationen

Staatsform: Präsidiale Republik, seit 1822 von Spanien unabhängig. Aktueller Präsident: Daniel Noboa, im Amt seit November 2023 (zunächst als Interimspräsident nach der Auflösung des Kongresses durch seinen Vorgänger Guillermo Lasso), im April 2025 für eine reguläre vierjährige Amtszeit wiedergewählt. Noboa, jüngster Präsident Lateinamerikas, entstammt einer der wohlhabendsten Unternehmerfamilien des Landes und hat seine Präsidentschaft bislang stark auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität ausgerichtet (siehe Kapitel „Sicherheit“ unten).

Staatsname: República del Ecuador.

Staatsflagge: Gelb/Blau/Rot mit einem Staatswappen in der Mitte, bestehend aus Sonne, Kondor, Chimborazo, Río Guayas und Dampfschiff.

Staatsgrenzen: Im Norden Kolumbien, im Süden und Osten Peru, im Westen der Pazifische Ozean.

Staatsfläche: Etwa 256.000–272.000 km² (Angaben variieren je nach Quelle und Grenzziehung, einschließlich der Galápagos-Inseln mit rund 8.010 km²), unterteilt in 24 Provinzen (nach mehreren Provinzneugründungen seit den 1990er-Jahren, u. a. Santa Elena und Santo Domingo de los Tsáchilas).

Staatssprache: Offiziell Spanisch; im Hochland zudem Kichwa (Quechua-Variante, von rund 2 Mio. Menschen gesprochen), in Amazonien sowie im nördlichen Küstenbereich vereinzelte indigene Sprachen (vor allem Shuar im südlichen Oriente).

Währung: US-Dollar (seit der Dollarisierung im Jahr 2000, siehe Geschichtsabschnitt). US-amerikanische Noten und Münzen sind in Umlauf, ergänzt durch eigene ecuadorianische Münzen im gleichen Nennwert (1, 5, 10, 25 und 50 Cent).

Bevölkerung: Die Gesamtbevölkerungszahl liegt heute bei rund 18 bis 18,5 Millionen Einwohnern (Stand 2026) – deutlich mehr als die früher genannten knapp 13 Millionen.

Landeshauptstadt ist Quito (heute rund 2 bis 2,8 Mio. Einwohner im Großraum), größte Stadt ist weiterhin Guayaquil (heute rund 3 bis 3,5 Mio. Einwohner im Großraum, wichtigster Überseehafen und Industriezentrum des Landes).

Weitere bedeutende Städte sind Cuenca (heute rund 600.000 Einwohner im Großraum, Kultur- und Touristenhochburg), Machala, Manta, Santo Domingo, Durán, Portoviejo, Ambato, Esmeraldas, Loja, Riobamba und Ibarra. Rund 65–70 % der Ecuadorianer leben heute in städtischen Ballungsräumen.

Durchschnittliche Bevölkerungsdichte: rund 70–75 Einwohner pro km². Das Bevölkerungswachstum hat sich gegenüber früheren Jahrzehnten deutlich verlangsamt und liegt heute bei rund 1–1,5 % pro Jahr.

Lebenserwartung: heute bei Männern rund 73–75 Jahre, bei Frauen rund 78–80 Jahre – ein deutlicher Anstieg gegenüber den früher genannten Werten (67/72 Jahre). Die Analphabetenrate ist ebenfalls spürbar zurückgegangen und liegt heute bei rund 5–7 %, mit weiterhin bestehendem, aber geringerem Stadt-Land-Gefälle.

Wirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt heute bei rund 7.500 bis 8.500 US-Dollar jährlich – ein Vielfaches der früher genannten rund 1.200 US-Dollar. Die Inflationsrate hat sich seit der Dollarisierung im Jahr 2000 auf niedrige, meist einstellige Werte stabilisiert (statt der früher genannten über 50 % pro Jahr in den späten 1980er/frühen 1990er-Jahren). Der gesetzliche Mindestlohn liegt heute bei rund 470 US-Dollar pro Monat (Stand 2026, jährlich angepasst) – deutlich höher als die früher genannten 150 US-Dollar.

Bevölkerungsstruktur: Ecuador ist ethnisch vielfältig, mit einem bedeutenden Anteil indigener Bevölkerung (v. a. im Hochland und in Amazonien), Mestizen als größter Bevölkerungsgruppe sowie afroecuadorianischen, weißen und weiteren Bevölkerungsgruppen. Trotz Religionsfreiheit (seit 1904) bleibt der überwiegende Teil der Bevölkerung römisch-katholisch geprägt, wobei der Anteil evangelikaler und konfessionsloser Ecuadorianer in den letzten Jahrzehnten spürbar gewachsen ist.

Sozialstruktur: Ecuador zählt weiterhin zu den Ländern mit ausgeprägter sozialer Ungleichheit, auch wenn sich die Armutsquote seit den 1990er-Jahren durch wirtschaftliche Stabilisierung, Migration und Sozialprogramme spürbar verringert hat. Für verlässliche aktuelle Zahlen zu Einkommensverteilung und Armutsquote empfiehlt sich ein Blick auf die Statistiken des ecuadorianischen Statistikamts INEC.

Provinzen, Höhenlagen, Flusssysteme: Die grundlegende geografische Gliederung Ecuadors in Andenhochland (Sierra), Küste (Costa), Amazonien (Oriente) und die insulare Region Galápagos ist unverändert; ebenso die Lage der höchsten Erhebungen (u. a. Chimborazo 6.263–6.310 m, je nach Messmethode, Cotopaxi 5.897 m) und der großen Flusssysteme. Einzelne Provinzgrenzen und -hauptstädte haben sich seit den 1990er-Jahren durch Neugründungen (u. a. Santa Elena 2007, Santo Domingo de los Tsáchilas 2007) leicht verändert.

Verkehr, Kommunikation & Versorgung: Das Straßennetz sowie die Mobilfunk- und Internetversorgung haben sich seit den 1990er-Jahren grundlegend modernisiert – die früher genannten Werte zu Telefon-, Fernseh- und Radiodichte sind heute durch die praktisch flächendeckende Mobilfunk- und zunehmende Internetnutzung überholt. Ecuador verfügt weiterhin über zwei bedeutende internationale Flughäfen in Quito (Mariscal Sucre) und Guayaquil (José Joaquín de Olmedo). Die Stromversorgung wurde durch neue Wasserkraftwerke (u. a. Coca Codo Sinclair, seit 2016 in Betrieb) spürbar ausgebaut, auch wenn es weiterhin gelegentlich zu regionalen Versorgungsengpässen kommen kann, insbesondere in Trockenperioden mit niedrigem Wasserstand der Stauseen.

Ecuador – Sicherheit (wichtiger aktueller Hinweis)

Diese Information fehlte im ursprünglichen Artikel vollständig, ist heute jedoch für Reisende von zentraler Bedeutung: Ecuador galt lange als eines der vergleichsweise sichereren Länder Südamerikas, hat sich aber seit etwa 2021 zu einem der von organisierter Kriminalität am stärksten betroffenen Länder der Region entwickelt. Ursache ist vor allem der Aufstieg bewaffneter Banden im Zusammenhang mit dem internationalen Kokainschmuggel – die ecuadorianischen Pazifikhäfen, allen voran Guayaquil, zählen inzwischen zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Kokainexporte nach Europa und Nordamerika.

Die Mordrate ist in den letzten Jahren stark gestiegen; 2025 verzeichnete Ecuador nach verfügbaren Quellen die höchste Mordrate seiner Geschichte und zählt heute zu den gefährlichsten Ländern Lateinamerikas. Präsident Noboa hat seit seinem Amtsantritt wiederholt regionale und landesweite Ausnahmezustände verhängt und die Armee zur Unterstützung der Polizei eingesetzt, unter anderem in Gefängnissen, von denen mehrere faktisch unter der Kontrolle krimineller Banden stehen.

Für Reisende bedeutet dies konkret: Bestimmte Regionen und Stadtteile, insbesondere Teile Guayaquils sowie einzelne Grenzregionen zu Kolumbien, gelten als deutlich gefährlicher als noch vor einigen Jahren, während die touristischen Kernregionen (Anden-Hochland inkl. Quito Altstadt, Galápagos, viele Regionen im Oriente mit organisierten Touren) nach Einschätzung der meisten Reiseveranstalter weiterhin grundsätzlich gut bereisbar bleiben, sofern übliche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Vor jeder Ecuador-Reise sollte dennoch unbedingt ein aktueller Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes erfolgen, da sich die Lage regional und zeitlich stark unterscheiden kann und sich kurzfristig ändern kann.

Ecuador – Einreise und Visum

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige können für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen visumfrei nach Ecuador einreisen. Erforderlich sind ein bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass sowie ein Nachweis der Weiterreise. Für die Weiterreise zu den Galápagos-Inseln gelten zusätzliche Bestimmungen (Transit Control Card, erhöhte Nationalpark-Eintrittsgebühr) – Details siehe der gesonderte Artikel zu den Galápagos-Inseln auf dieser Seite.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, empfiehlt sich vor jeder Reise ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes sowie der ecuadorianischen Auslandsvertretung.

Ecuador – Klima

Das Äquatorland Ecuador kann prinzipiell das ganze Jahr über bereist werden. Jede Jahreszeit hat zumindest für ausgesprochene Naturfreunde ihre bestimmten Vorzüge.

In den Monaten von Juli bis September sowie Dezember bis Januar wird das Land von den meisten ausländischen Touristen besucht. Da Ecuador zum inneren Tropengürtel gehört, entsprechen die vorherrschenden Temperaturen in der Hauptsache den unterschiedlichen Höhenlagen mit einem ausgesprochenen Mikroklima.

Während es im Hochland recht kalt sein kann und über die Páramo-Gipfel Schneestürme hinwegfegen, liegt die Hafenstadt Guayaquil unter einer schwülen tropischen Hitzeglocke, in der klimatisierte Räume für Erfrischung sorgen.

Auf der dem Pazifik vorgeschobenen Halbinsel Santa Elena spielt zudem der kalte Humboldtstrom eine wichtige Rolle. Ansonsten gibt es im Jahresverlauf keine ausgeprägten Temperaturschwankungen und somit keine Jahreszeiten wie auf der Nord- oder Südhalbkugel.

Die Regenzeit verläuft auf Galapagos, an der Küste und im Hochland von Ende Januar bis Anfang Mai. Im feucht-heißen Amazonastiefland sind meist die Monate Juni bis August am niederschlagsreichsten, auch wenn die eigentliche Regenzeit bereits im Februar beginnt; Überschwemmungen und Erdrutsche sind dort keine Seltenheit. Die Niederschlagswerte gehören mit teils rund 5.000 mm im Jahresdurchschnitt zu den höchsten des Landes.

Im Hochland ist es von Mitte Juni bis Anfang September meist am schönsten, mit intensiver Äquatorsonne. Ein vorübergehender „Altweibersommer“ (veranillo) zwischen Oktober und Januar bringt oft die sonnenintensivsten Nachmittagsstunden, unterbrochen häufig um November durch stärkere Regen- und Hagelschauer. Eine bekannte Faustregel für Quito lautet: Frühling am Morgen, Sommer zur Mittagszeit, Herbst und Regen am Nachmittag, laue Winternächte mit Temperaturen bis zu 5 Grad – in Lagen über 4.000 m kann es auch zu Schneefällen kommen.

An der Küste bringt die Regenzeit von Ende Januar bis Anfang Mai steigende Temperaturen sowie eine deutliche Zunahme von Stechmücken. Im nördlichen, feucht-heißen Küstenbereich um Esmeraldas bedeutet dies meist nächtliche Regenfälle und intensive Sonneneinstrahlung am Vormittag; die trockeneren Monate Juni bis Dezember sind dafür morgens oft bewölkter. Im südlichen, trocken-heißen Küstenbereich können die Monate Juli bis September vergleichsweise kühl ausfallen – in Salinas sind dann gelegentlich Temperaturen um 12 Grad möglich, während Dezember und Januar meist sonnigeres Wetter bringen.

Ecuador – Fauna & Flora

Ecuador kann mit nahezu 25.000 verschiedenen Pflanzen und Bäumen aufwarten – manche neuere Schätzungen gehen sogar von deutlich mehr aus, da die botanische Erforschung des Landes bis heute andauert. Rund 10.000 Arten und Unterarten sind in Amazonien beheimatet, weitere rund 10.000 in der Andenregion und über 5.000 an der Küste. Etwa 20 % der gesamten Flora gilt als endemisch. Um das facettenreiche Spektrum der ecuadorianischen Flora und Fauna zu verstehen, lohnt sich der Blick entlang der unterschiedlichen Höhenstufen des Landes, da sich Klima, Temperatur und Feuchtigkeit dort auf engstem Raum stark verändern.

Urwälder In den immergrünen tropischen Regenwäldern des Amazonastieflands sowie den immergrünen tropischen Bergurwäldern der östlichen Andenausläufer sorgen intensive Niederschläge für eine besonders artenreiche Flora und Fauna.

Der flache Regenwald besteht großteils aus nährstoffarmer, ausgeschwemmter Erde, dauerhaft sumpfigen Bereichen (pantanos) oder zeitweise überfluteten Laub- und Palmwäldern, durchzogen von bräunlichen Flüssen und stillen Lagunen. An den Bergurwäldern am Fuß der Andenkordillere ist die Niederschlagshäufigkeit noch höher, da sich die aufgestauten Amazonaswolken hier abregnen – entsprechend hoch ist auch der Artenreichtum in diesen hügeligen Zonen.

Nur rund 1 % des Sonnenlichts durchdringt die dichten Baumkronen, unter denen sich ein Großteil der Dschungeltiere verbirgt. Unterhalb dieses bis zu 60 m hohen Blätterdachs konkurrieren Kräuter, Sträucher, Büsche und Baumfarne um das spärlich einfallende Licht; Würgefeigen umschlingen mächtige Stämme, Lianen hängen von den Wipfeln herab, und Bromelien sitzen als Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) auf den Ästen – in ihren wassersammelnden Blattrosetten entstehen Miniaturtümpel, die Insekten und Fröschen als Lebensraum dienen.

Noch vor rund 100 Jahren war auch die gesamte Küstenregion von dichtem Urwald bedeckt, der durch großflächigen Plantagenanbau (zunächst Kakao, später Bananen) inzwischen fast vollständig verschwunden ist. Nur in der nördlichen Provinz Esmeraldas gibt es noch zusammenhängende, feucht-heiße Dschungelgebiete. Auch die gezeitenabhängigen Mangrovenwälder im Küstenbereich sind seit den 1980er/90er-Jahren massiv zurückgegangen – ein erheblicher Teil ist Garnelenzuchtbecken (camaroneras) gewichen, auch wenn in den letzten Jahren verstärkt Wiederaufforstungs- und Schutzprogramme für verbliebene Mangrovenbestände umgesetzt werden.

Der Süden der Küstenprovinz Manabí ist größtenteils mit savannenartigem Trockenwald bedeckt, der sich während der Regenzeit von Mai bis November in ein grünes, dichtes Dickicht verwandelt, während der Trockenzeit dagegen fast alle Blätter verliert und den Eindruck einer Dornbuschsteppe erweckt. Der markanteste, weithin sichtbare Baum dieser Zone ist der bis zu 50 m hohe, bauchig geformte Ceibo (Kapokbaum).

Eine Sonderstellung nimmt der immergrüne subtropische Nebelwald ein, der sich auf beiden Andenkordilleren in Höhenlagen zwischen 1.000 und 2.500 m findet, gekennzeichnet durch ständig auf- und absteigende Wolkenmassen sowie ein verstärktes Temperaturgefälle – diese Zone zählt heute zu den ökologisch am stärksten geschützten und beliebtesten Ökotourismus-Gebieten Ecuadors (u. a. Mindo, Intag).

Nur noch wenige intakte Hochlandurwälder finden sich heute in Höhenlagen zwischen 3.000 und 4.000 m, etwa im nahe Quito gelegenen Pasochoa-Reservat – der überwiegende Teil wich im Zuge jahrhundertelanger Abholzung landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Der Pflanzenwuchs im Hochgebirge gilt aufgrund der starken Temperaturschwankungen (bis zu 30 Grad zwischen Tag und Nacht) als einzigartig im tropischen Südamerika. Die andine Flora hat sich über rund 60 Millionen Jahre entwickelt und zeichnet sich durch kleine, dicke Blätter aus, die frostigen Nächten, scharfen Winden und intensiver Sonnenstrahlung standhalten. Typische Hochland-Bäume sind schnellwachsender Eukalyptus (eingeführt), Zedern, Zypressen sowie die seltener gewordenen, knorrig-dunkelroten Quinua-Bäumchen; im Cotopaxi-Nationalpark wurden zudem großflächig Pinien aufgeforstet – ein Umstand, der aus ökologischer Sicht heute teils kritisch gesehen wird, da diese nicht heimische Art die ursprüngliche Páramo-Vegetation verdrängen kann.

Ecuador – Geschichte, Kultur, Kunst

Das heutige Staatsgebiet Ecuadors umfasste in präinkaischer Zeit mehrere kleine, weitgehend unabhängige Stammesgebiete zwischen den Großreichen der Chimú im Süden und der Chibcha im Norden.

Im 15. Jahrhundert unterwarfen die Inka das Gebiet bis in die Region um Pasto und machten Quito zur nördlichen Hauptstadt ihres Reiches. Von hier aus errang der letzte Inkakaiser Atahualpa in einem kurzen Bürgerkrieg gegen seinen Bruder Huáscar die Macht.

Im Zuge der spanischen Eroberung nahm Sebastián de Belalcázar, ein Hauptmann Francisco Pizarros, die Gebiete zwischen dem heutigen Peru und dem Chibcha-Reich ein und gründete 1534 die heutige Hauptstadt San Francisco de Quito. Von hier aus entdeckte die Expedition Gonzalo Pizarros 1541/42 den Amazonas – ein Umstand, auf den Ecuador historisch immer wieder, letztlich vergeblich, Ansprüche auf einen eigenen Amazonaszugang gestützt hat.

Während der gesamten Kolonialzeit bestand als Vorläufer des heutigen Ecuador die Real Audiencia de Quito, deren Zugehörigkeit zum Vizekönigreich Peru oder zum Vizekönigreich Neugranada (heutiges Kolumbien) über die Zeit wechselte und deren Grenzen oft unbestimmt blieben.

1802 bereiste und erforschte Alexander von Humboldt die Region und bestieg den Pichincha sowie Teile des Chimborazo. Das Ende der Kolonialherrschaft kam, als Marschall Antonio José de Sucre, ein Offizier Simón Bolívars, die spanischen Truppen 1822 in der Schlacht am Pichincha bei Quito besiegte. Am 24. Mai 1822 wurde das Gebiet des heutigen Ecuador als südlicher Teil von Groß-Kolumbien (dem historischen Staatenbund aus dem heutigen Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Panama) von Spanien unabhängig.

Die Republik Ecuador entstand 1830 durch den Zerfall Groß-Kolumbiens. Ihr Name geht auf die französisch-spanische Expedition des 18. Jahrhunderts (u. a. Charles-Marie de La Condamine, Pierre Bouguer, Jorge Juan, Antonio de Ulloa) zurück, die erstmals die genaue Lage des Äquators vermaß. Erster Präsident der Republik wurde General Juan José Flores.

1832 nahm Ecuador die zuvor weitgehend unbewohnten Galápagos-Inseln formell in Besitz. Drei Jahre später, 1835, besuchte Charles Darwin im Rahmen der britischen Beagle-Expedition die Inseln und sammelte dort Beobachtungen, die später wichtige Bausteine seiner Evolutionstheorie lieferten.

Die weitere Geschichte des Landes war lange durch die Gegensätze zwischen Liberalen und Konservativen, Großgrundbesitzern und indigener, oft landloser Bevölkerung, dem Hochland und der Küste sowie der Rivalität zwischen Quito und Guayaquil geprägt – geprägt von häufigen Putschen und politischer Instabilität. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts errichtete Präsident García Moreno eine rigide katholisch geprägte Herrschaft, gefolgt von der liberal-revolutionären Ära unter General Eloy Alfaro Ende des 19. Jahrhunderts. Auch im 20. Jahrhundert wechselten sich Militärdiktaturen und zivile Regierungen in rascher Folge ab; José María Velasco Ibarra war insgesamt fünfmal Präsident (zuletzt bis 1972), bevor der Putsch General Rodríguez Laras – im zeitlichen Zusammenhang mit der Entdeckung größerer Erdölvorkommen im Amazonastiefland – eine neue, zunächst relativ stabile Militärregierung einleitete; Ecuador trat in dieser Zeit der OPEC bei.

In den 1980er- und 1990er-Jahren blieb die politische Lage volatil: Der frei gewählte Präsident Jaime Roldós Aguilera kam 1981 bei einem bis heute nicht restlos aufgeklärten Flugzeugabsturz ums Leben; die Präsidentschaft des später wegen Korruption angeklagten Abdalá Bucaram endete 1997 in einem chaotischen Sturz durch das Parlament.

Ab 2000: Nach einer schweren Wirtschafts- und Bankenkrise Ende der 1990er-Jahre, die zu Hyperinflation und massiver Auswanderung führte, führte Präsident Jamil Mahuad im Januar 2000 die Dollarisierung ein – die Ablösung des ecuadorianischen Sucre durch den US-Dollar als offizielle Landeswährung, die bis heute Bestand hat und maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes beitrug. Kurz nach dieser Entscheidung wurde Mahuad durch einen von indigenen Organisationen und Teilen des Militärs getragenen Putsch gestürzt; Vizepräsident Gustavo Noboa (kein Verwandter des heutigen Präsidenten) übernahm zunächst das Amt.

2006–2017: Mit dem Wahlsieg von Rafael Correa 2006 begann eine Phase relativer politischer Stabilität und eines gestiegenen Rohstoffeinkommens (Erdölpreise), verbunden mit einer neuen Verfassung (2008) und umfangreichen Sozial- und Infrastrukturprogrammen, aber auch zunehmender Polarisierung und Konflikten mit unabhängigen Medien. Correa regierte bis 2017 und gilt bis heute als eine der prägendsten, gleichzeitig umstrittensten Figuren der jüngeren ecuadorianischen Politik.

2017–2023: Sein Nachfolger Lenín Moreno distanzierte sich zunehmend von Correas Kurs; unter Präsident Guillermo Lasso (2021–2023) verschärfte sich die innenpolitische Lage – u. a. durch die eskalierende Bandenkriminalität (siehe Kapitel „Sicherheit“) – bis Lasso 2023 im Zuge eines Amtsenthebungsverfahrens von seinem verfassungsmäßigen Recht Gebrauch machte, den Kongress aufzulösen und vorgezogene Neuwahlen auszurufen.

Seit 2023: Aus diesen Wahlen ging im Oktober 2023 Daniel Noboa als Sieger hervor, 2025 in einer regulären Wahl im Amt bestätigt (Details siehe oben). Die grenznahen Beziehungen zu Peru sind seit dem 1999 abgeschlossenen endgültigen Grenz- und Friedensvertrag stabil; im Verhältnis zum Nachbarland Kolumbien kam es zuletzt (2026) zu diplomatischen Spannungen im Zusammenhang mit Grenzsicherheit und Handelsfragen.

Ecuador ist weiterhin Mitglied der Andengemeinschaft (gegründet 1969) sowie zahlreicher weiterer regionaler Organisationen.

Ecuador – Essen & Trinken

Bei der ecuadorianischen Küche, comida criolla oder comida nacional, handelt es sich um eine vergleichsweise junge, aber durchaus eigenständige Gastronomie mit wachsender internationaler Anerkennung – insbesondere die gehobene Küche in Quito, Guayaquil und Cuenca hat sich in den letzten Jahren spürbar weiterentwickelt.

Neben regional unterschiedlichen Grundnahrungsmitteln, deren einfache Hauptgerichte oft auf altüberlieferten bäuerlichen Rezepten beruhen, spielen europäische – insbesondere spanische – sowie nordamerikanische Einflüsse eine wichtige Rolle.

Von den spanischen Eroberern wurden indigene Nahrungsmittel wie Meerschweinchen und Lamas weitgehend durch Schwein und Rind ergänzt bzw. verdrängt. Das mittlerweile kostspielige Meerschweinchen (cuy) wird vor allem noch in ländlichen Hochlandregionen verzehrt, während das früher fast ausgestorbene ecuadorianische Lama heute überwiegend der Wollproduktion dient; die Bestände haben durch Zuchttierimporte aus Chile und Peru wieder deutlich zugenommen.

Das Leben der Küstenbewohner war seit jeher stark vom Fischreichtum geprägt. Ecuador ist ein ausgesprochenes „Suppenland“: Von der populären Hühnerbrühe (caldo de gallina) über deftige Fischsuppen (sopa de pescado), Gemüsesuppen (sopa de verduras), den traditionellen Innereien-Eintopf yaguarlocro, schmackhafte Kartoffel-Käse-Suppen mit Avocado (locro de queso) bis hin zum caldo de patas (Kartoffelsuppe mit Schweinshaxe, Maniok, Mais, Milch, Zwiebeln, Knoblauch, teils mit Erdnüssen oder Koriander) reicht das Angebot. Eine proteinreiche Sopa Marinera (Meeresfrüchtesuppe) zählt vor allem an der Küste zu den beliebtesten Gerichten.

Ein weiteres populäres Suppengericht ist Sancocho, meist mit Rind- oder Schweinefleisch, gekochtem Maniok, Kochbananen und Erbsen – ursprünglich von der Küste, heute auch im Hochland verbreitet.

Das aus dem Pazifik stammende Cebiche gilt vielen als das eigentliche Nationalgericht: roher Fischcocktail (Weißfisch, Krabben, Muscheln oder Langusten), mariniert in Essig, Öl, Zitronen- und Orangensaft, meist mit Tomaten, Zwiebeln und Kräutern verfeinert.

Ají, eine scharfe Chilisauce, wird in fast jedem Restaurant zusätzlich serviert und variiert regional stark im Schärfegrad.

Zu den gängigsten Haupt- und Nebengerichten zählen unter anderem Churrasco (Reis, Fleisch, Spiegeleier, Pommes, Zwiebelringe, Gemüsesalat), Apanado (Wiener Schnitzel mit Beilagen), Lomo a la Plancha (gebratenes Rinderfilet), Seco de Chivo (würziges Ziegenfleisch-Gulasch), Seco de Pollo (Huhn mit Reis und Avocado), Menestra (Fleisch mit Linsen, Reis und Bananenpuffern), Locro (Kartoffel-Käse-Suppe mit dem Gewürz Achiote), Guatita (Innereien-Schmorgericht mit Erdnusssauce), Fritada (im eigenen Saft geschmortes Schweinefleisch) sowie Hornado (gebackenes, gewürztes Schweinefleisch mit Kartoffelbrei oder Llapingachos, gefüllten Kartoffelpuffern).

Fisch- und Meeresfrüchtegerichte wie Pescado Frito, Camarones al Ajillo bzw. Camarones Apanado, Calamares und Cangrejo gehören heute landesweit zum Standardangebot. Weitere regionale Spezialitäten sind Viche (dickflüssige Fischsuppe mit Kochbanane), Humitas (süßer Mais-Ei-Teig im Bananenblatt), Quimbolitos (süße Maistaschen mit Rosinen) sowie verschiedene Empanadas-Varianten (mit Fleisch-, Bananen- oder Käsefüllung).

Frühstück (desayuno) besteht typischerweise aus Kaffee, Brötchen, Marmelade, Käse und Eiern in verschiedenen Zubereitungsformen. Das oft zweigängige Mittagsmenü (almuerzo) mit Suppe und Hauptgericht ist in vielen Restaurants weiterhin sehr preiswert; das Abendessen heißt merienda bzw. cena, wenn es à la carte bestellt wird.

Garküchen und Imbissstände: Die weit verbreiteten puestos de comida bieten eine günstige Alternative zu Restaurants. Da die hygienischen Standards nicht immer mitteleuropäischem Niveau entsprechen, ist bei der Wahl von Straßenständen weiterhin Vorsicht angebracht – insbesondere für kurze Reisen empfiehlt sich eher ein sauberes, gut besuchtes Restaurant.

Getränke: Mineralwasser (agua mineral, mit oder ohne Kohlensäure) ist landesweit erhältlich; auf intakte Versiegelung sollte geachtet werden. Frisch gepresste Säfte (jugos) sowie die in Kokosnüssen servierten „Pipas Heladas“ sind beliebte Erfrischungen.

Alkoholkonsum bleibt gesellschaftlich verbreitet; die früher (Mitte der 1990er-Jahre) eingeführten Sonntags- und Sperrstundenregelungen wurden im Laufe der Zeit mehrfach angepasst und werden heute unterschiedlich streng gehandhabt – in größeren Städten haben Bars und Discos meist deutlich länger geöffnet als früher üblich, punktuelle Einschränkungen (etwa bei besonderen Sicherheitslagen oder Feiertagen) sind aber weiterhin möglich. Neben dem hausgemachten Zuckerrohrschnaps Puntas ist Bier (cerveza) das meistkonsumierte alkoholische Getränk, mit den einheimischen Marken Pilsener und Club als Marktführern. Guter Wein, vor allem aus Chile und Argentinien, ist heute in Supermärkten und gut sortierten Läden landesweit verbreitet erhältlich. Bei Dorf- und Stadtteilfesten wird gelegentlich Canelazo ausgeschenkt, ein würzig-heißer Zuckerrohrschnaps.

Ecuador – Unterkünfte

Ecuador verfügt über ein dichtes Netz an Unterkünften unterschiedlichster Kategorien: Hotel, Hostal (kleines Hotel), Hostería (Landgasthaus), Residencial (Gästehaus), Pensión, Posada (Bed & Breakfast-Stil), Albergue (Herberge), Parador (Raststätte) sowie Cabañas (Ferienhütten verschiedener Preisklassen). Ein Aparthotel bietet meist größere Zimmer bzw. Suiten als ein herkömmliches Hotel.

Im Andenhochland gibt es zahlreiche koloniale Gutshöfe aus dem 18./19. Jahrhundert, von denen viele zu herrschaftlichen Hacienda-Hotels (Hosterías) oder luxuriösen Ranchos umgebaut wurden – ein bis heute sehr beliebtes und oft empfehlenswertes Unterkunftskonzept für Ecuador-Reisende.

Ein „Motel“ bezeichnet in Ecuador traditionell ein Stundenhotel, meist an Ausfallstraßen gelegen – diese Bezeichnung unterscheidet sich damit deutlich vom europäischen Verständnis und sollte bei der Unterkunftssuche beachtet werden.

Das Angebot reicht von sehr einfachen Unterkünften bis zu erstklassigen Hotels mit Panoramablick. Die meisten Häuser bieten überwiegend Doppel- und Mehrbettzimmer; Einzelzimmer sind seltener und kosten während der Hochsaison (Juni bis September im Hochland, Weihnachten bis April an der Küste) oft nur unwesentlich weniger als Doppelzimmer.

Rechtzeitige Reservierung ist besonders im August (Hochland, Galapagos) sowie um den Jahreswechsel (Küste, Galapagos) empfehlenswert, da renommierte Hotels und Feriendörfer dann häufig ausgebucht sind; in vielen Küstenorten werden zur Hochsaison zudem deutlich höhere Preise verlangt. Bei Hotels der gehobenen und mittleren Preisklasse kommen meist zusätzlich rund 20–22 % an Steuern und Servicegebühren (impuestos y servicio) zum ausgewiesenen Zimmerpreis hinzu.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern, Sicherheitslage und Einreisebestimmungen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen empfiehlt sich vor Reiseantritt unbedingt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

EcuadorAllgemeine Länderinfos

Ecuador – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – People

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Märkte III

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Märkte II

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Märkte I

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Hacienda II

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Hacienda

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Hochland II

von Joe OnTour 24. August 2017
Ecuador

Ecuador – Hochland I

von Joe OnTour 24. August 2017
EcuadorStädtereisen

Ecuador – Quito III

von Joe OnTour 24. August 2017
EcuadorStädtereisen

Ecuador Quito II

von Joe OnTour 24. August 2017
EcuadorStädtereisen

Ecuador – Quito I

von Joe OnTour 24. August 2017

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Ecuador - People
Ecuador

Ecuador – People

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – People

Wir waren im Hochland von Ecuador mit der Kamera unterwegs, um einige Eindruecke von den dort lebenden Indios einzufangen. Auf dieser Seite haben wir einige landestypische Alltagsszenen dokumentiert. Die Männer tragen meist dunkelblaue doppelseitige Ponchos, weiße Hosen und einen schwarzen Hut, unter dem ein schulterlanger Haarzopf hervorschaut.

Die von beiden Geschlechtern getragenen Schnürsandalen sind aus dem Cabuya-Kaktus gefertigt. Elegante Gringas wissen die sanften Treter vor allem in Kombination mit langen weiten Röcken zu schätzen. Das mittlere Bild zeigt: Vater und Sohn……oder Brüder?…..manchmal ist das schwer zu erkennen. Die Gesichter der Menschen sind von der oft schweren Alltagsarbeit unverkennbar gekennzeichnet.
Ecuador – Marktszene mit Gaucho

Ein junges Mädchen passt auf die Schwester auf…..? oder ist es Mutter mit Kind? Hier verschwimmen die Grenzen der Erkenntnis. Jedenfalls hat sie gerade ihr Geschäft abgewickelt und erhält den ausgehandelten Preis für die Ware. Ganz zufrieden scheint sie mit dem Handel allerdings nicht zu sein.

Die Schattenseite des Lebens………oder nur ein kurzes Nickerchen zur Mittagszeit? Die Eindrücke sind so vielfältig…….man könnte tausende von Fotos schießen……und findet immer wieder ein neues Motiv….

Bilder Ecuador – People

Ecuador - People

Ecuador - People

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Ecuador - Märkte

Ecuador - Märkte

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Ecuador - Quito

Ecuador - Quito

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Ecuador - Quito

Ecuador - Hochland

Ecuador - Hochland

Ecuador - Hochland

Ecuador - Hochland

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Ecuador - Märkte
Ecuador

Ecuador – Märkte III

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Märkte – Reisebericht 3

Eine der besten Möglichkeiten indianische Kulturbräuche kennenzulernen, ist der Besuch eines der vielen Märkte, die oft nur wenige Fahrtstunden oder einen Tagesausflug von der Hauptstadt Quito entfernt liegen.

Es herrscht ein buntes Treiben auf den Märkten. An den Ständen wird eine solche Vielzahl von Produken und Waren angeboten, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Wir haben hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Sitten und Gebräuche des Landes und deren Bewohner zu studieren. Auf den Bildern unten ist eine typische Marktszene zu bewundern, bei der ganze Sippen an den Verkaufsständen agieren.

Überall kann man die Indios in ihren bunten Trachten bewundern. Die Männer tragen unter den schwarzen Hüten oft einen lagen geflochtenen Zopf. Auf dem Bild unten rechts trägt der Indio den landestypischen Poncho. In der Bildmitte ist eine Bewohnerin des Hochlands zu sehen, die ihre bunten Teppiche auf dem Markt feilbietet.

Die Ware oder der Einkauf werden auf dem Rücken in einem Leinensack/Tuch transportiert. Die jungen Geschwister rechnen gerade aus, ob der Verkauf des Wandteppichs ein gutes Geschäft war. Bunt und vielfältig ist das Angebot.

Bilder Ecuador – Märkte – Reisebericht 3

Ecuador - Märkte

Ecuador - Märkte

Ecuador - People

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Ecuador - Märkte

Ecuador - Märkte

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Ecuador - Märkte
Ecuador

Ecuador – Märkte II

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Märkte – Reisebericht 2

Die Otavalo-Besucher kommen in der Regel, um den berühmten und wirtschaftlich bedeutendsten Indio-Markt von Südamerika zu erleben. An Samstagen, und im kleineren Umfang auch mittwochs, verwandelt sich der ansonsten ausgestorbene Stadtkern in eine riesige, dennoch relativ übersichtliche Marktzone. Der zentrale Punkt des kunterbunten Verkaufsgeschehens ist die Plaza de los Ponchos.

Die in ihren traditionellen Trachten traditionsbewußten Otavalo-Indianer sind fleißige Angehörige einer auf insgesamt 75 eigenständigen Kommunen beruhenden Kulturgesellschaft. Sie gelten als wohlhabend und angesehen. Althergebrachte Webkunst, die mit entsprechender Kommerzialisierung verbunden wurde, lassen die Bewohner Otavalos heute eine besondere Stellung innerhalb Ecuadors einnehmen. Der bescheidene Wohlstand führte aber keineswegs zu einer Vernachlässigung der indianischen Identität. Immer wieder finden wir Garküchen, wie sie typisch für das Hochland von Ecuador sind. Große Töpfe werden auf zwei oder drei Steine gestellt. Darunter wird ein munteres Feuerchen entfacht. Dann werden die Zutaten in den Kochtöpfen gegart und anschließend sofort von der Straße an die hungrigen Gäste verkauft.

Das geerntete Obst und Gemüse wird auf einer Plane direkt auf die Straße dekoriert. Manche guten Bilder lassen sich eben nur aus der Hand im „Vorbeigehen“ schießen…..

Suedamerika – Ecuador – Frauen sitzen auf dem Boden und bieten ihre Ware auf dem Markt an
Die Eindrücke sind schon atemberaubend, ebenso die diversen Gerüche von den angebotenen Produkten. Die Bekleidung der Einwohner entspricht ureigensten Gepflogenheiten. Die Frauen von Otavalo tragen lange schwarze Röcke und weisse buntbestickte Blusen. Viele haben gleich mehrere goldschillernde Glasperlenketten um den Hals und rote Korallenbänder um die Handgelenke. Andere tragen wiederum keine Schuhe um so mit Pacha Mama – “Mutter Erde” – in Kontakt zu bleiben. Fast alle Frauen haben lange weite Schals über die Schulter geworfen.

Manches besonders schöne Andenken für die Daheimgebliebenen können auch Touristen erstehen. Auch passionierte Fotografen kommen in dem Gewimmel von Mensch und Material auf ihre Kosten. Man findet hier Menschen in Indiotrachten, Fruchtstände, Wollbündel, Marktschreier, Säcke mit Kartoffeln und Gemüsen, transportbereite Schweine, behende Lastenträger. Auf die flinken Taschendiebe sollte besonders geachtet werden.

In der Hauptsache werden preisgünstige Webartikel aller Art, aber auch andere Textilartikel feilgeboten. Handeln ist üblich und macht Spaß. Die Qualität der ausgestellten Ware ist jedoch oft nicht von hoher Qualitäti. Massenproduktion ist heutzutage in Otavalo angesagt, wobei allerorts fast immer das gleiche angeboten wird.

Bilder Ecuador – Märkte

Ecuador - Märkte

Ecuador - Märkte

Ecuador - Märkte

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Ecuador - Märkte
Ecuador

Ecuador – Märkte I

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Märkte – Reisebericht 1

Bunter, indianischer Markt gehört im Hochland der Anden zu einem der vielen touristischen Anziehungspunkte. Die traditionsreichen Indiomärkte in der Sierra spiegeln alte Traditionen und Lebensgewohnheiten wieder, die in einer durchweg multikulturellen Gesellschaft wie der ekuadorianischen ihren Platz haben.

Auf einem Tagesmarkt im Hochland finden wir die typischen Gemüseeintöpfe. An einer Hauswand sehen wir eine Marktfrau unter ihren provisorisch zusammengestellten Planen, die gegen die Sonne, aber auch gegen die gelegentlich heftigen Regengüsse schützen sollenüchtestände. An vielen Stellen des Marktes werden einfache einheimische Spezialitäten zum Mittagessen angeboten.

An einer Hauswand sehen wir eine Marktfrau unter ihren provisorisch zusammengestellten Planen, die gegen die Sonne, aber auch gegen die gelegentlich heftigen Regengüsse schützen sollen

Nicht selten ist die gesamte Familie an der Vermarktung der eigenen Produkte beteiligt. Die ursprünglichen Trachten werden von den traditionsbewußten Frauen getragen. Die älteren Frauen sieht man oft in ihren traditionellen Kopfbedeckungen. Sie sitzen auf dem kahlen Boden und preisen ihre Waren geschickt und nicht zu lautstark an.

Für das europäische Auge ist der Markt oft undurchdringbar und kaum zu überschauen. An jeder Ecke wird etwas anderes angeboten. Eine Gemüseverkäuferin sitzt inmitten ihrer Produkte.

Bilder Ecuador – Märkte

Ecuador - Märkte

Ecuador - Märkte

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ecuador maerkte 001
Ecuador - Quito

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Ecuador - Hacienda - Impressionen
Ecuador

Ecuador – Hacienda II

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Hacienda – Impressionen

Die Hacienda ist in den Räumen mit vielen alten Sammlerstücken ausgestattet. Man fühlt sich zurückversetzt in die Zeit des 19. Jahrhunderts. Der Grundriss-Plan der Hacienda zeigt die Ausmaße des großen Gebäudes.

Viele Einzelstücke sind augenscheinlich liebevoll zusammengetragen worden. Neben dem Kamin befindet sich ein alter Sekretär. Auf ihm steht ein Radio aus der Gründerzeit des Rundfunks.

An den Wänden bewundern wir alte landestypische Masken mit unterschiedlichen symbolischen Aussagen. An der Wand hängt eine typische ecuadorianische Festtagskleidung als Deko.

Bilder Ecuador – Hacienda – Impressionen

Ecuador - Hacienda - Impressionen
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Ecuador - Hacienda - Impressionen
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Ecuador - Hacienda - Impressionen
Ecuador - Hacienda - Impressionen
Ecuador - Hacienda - Impressionen

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Ecuador - Hacienda
Ecuador

Ecuador – Hacienda

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Hacienda

Im Andenhochland gibt es noch viele koloniale wie geschichtsträchtige Gutshöfe aus dem 18. u. 19. Jahrhundert. Teilweise sind diese in herrschaftliche Hacienda-Hotels (Hosterías) oder luxuriös ausgestattete Ranchos umgebaut wurden. Manche dieser Haziendas verfügte ehemals über tausende von Hektar Land, welches im Laufe der Zeit unter den Erben des Großgrundbesitzers sowie auch den indianischen Kommunen im Umland aufgeteilt wurde.

Wir übernachten in einem dieser Gutshöfe auf unserer Tour durch das Hochland von Ecuador. Unsere Unterkunft besteht aus einem Wohnraum mit separatem Schlaftrakt. Der Wohnraum ist mit einem offenen Kamin ausgestattet, da es in den Nächten im Hochland empfindlich kalt werden kann. Der Verwalter versorgt uns erst einmal mit reichlich Holz für den Abend und die Nacht. Also wird schon vor dem Abendessen ein kleines Feuer angezündet, damit es anschließend um so gemütlicher ist.

Nach der strapaziösen Tagesfahrt durch das Hochland gönnen wir uns jetzt etwas Ruhe. Die Hacienda ist mit alten (antiken?) Möbeln uns Accessoirs ausgestattet. Auf der Seite Hacienda-Impressionen zeigen wir einige dieser interessanten Gegenstände.

Jürgen hat auf dem Markt einen landestypischen Hut erstanden, den er morgen ausprobieren will. Auf der Terrasse geniessen wir noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Die Hacienda ist von einer himmlischen Ruhe umgeben, da sie etwas abseits liegt.

Bilder Ecuador – Hacienda

Ecuador - Hacienda - Impressionen
Ecuador - Hacienda
Ecuador - Hacienda
Ecuador - Hacienda
Ecuador - Hacienda
Ecuador - Hacienda
Ecuador - Hacienda
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Ecuador - Hochland
Ecuador

Ecuador – Hochland II

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Hochland – Reisebericht 2

Die Hochlandkulturen sind bei weitem nicht die ältesten. Wegen ihrer geografischen Lage im Anden-Hochland und ihrer guten Erreichbarkeit sind sie aber die am bekanntesten und werden am meisten besucht. Viele dieser Kommunen teilen ihren Lebensraum mit anderen ecuadorianischen Kulturen. Sie halten trotz allen äußeren Einflüssen an ihren kulturellen Überlieferungen und Traditionen bei Kleidung, Sprache und Festen fest.

Nur 100 km im Norden von Quito findet man den Indianer Markt von Otavalo, ein Muss für jeden Besucher von Ecuador. Dieser Markt bietet wunderschöne handgewobene Textilien, und Wandteppiche, Taschen, Kleider und andere Produkte der mehrheitlich indianischen Bevölkerung. Auch aus den umliegenden Dörfern Peguche, Illuman, Imbaya, Natabuela und San Pablo werden diese Produkte gefertigt und geliefert. In den Hochebenen wird der Waschtag zu einem Familienereignis. Mehrere Generationen helfen mehr oder weniger bei der Wascharbeit am Fluss. Eine typische Dorfszene im Hochland von Ecuador. Die Kinder, mit ihren Schulranzen auf dem Rücken, sind auf dem Weg nach Hause. Oft müssen sie stundenlange Fahrtwege in die nächstgrößere Stadt in Kauf nehmen.

Das Bild unten in der Mitte zeigt einen Hauptbahnhof in einem kleinen Dorf im Hochland von Ecuador. Die Szenerie wirkt wie gestellt, der Bahnhof und die Schienen wie seit Jahren verlassen………auf Nachfragen wird uns mitgeteilt, dass der Zug einmal in der Woche kommt. Das Hochland der Anden ist beeindruckend in jeder Hinsicht. Eine grandiose Landschaft erschließt sich uns. Die Menschen tun das ihrige dazu. Diese Menschen sind sehr stolz und haben ihre kulturelle Identität nicht verloren.

Auf den abgelegenen Dörfern wird mehrmals im Jahr von den Familien noch selber geschlachtet. Dies geschieht, wie sich das ganze Leben auch hier abwickelt, auf der offenen Straße. Auf unserer Fahrt durchs Hochland sind wir oft an oder über der Wolkengrenze. Viele Wege sind nicht asphaltiert und man kann nie konkret vorausplanen, wieviel Kilometer man zurücklegen kann. Es ist daher wichtig, nicht zu spät nach einer Unterkunft zu suchen.

Bilder Ecuador – Hochland – Reisebericht 2

Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
ecuador hochland 054
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
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Ecuador - Hochland
Ecuador

Ecuador – Hochland I

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Hochland – Reisebericht 1

25 km nördlich des Stadtzentrums liegt das Monument , wo die franz.-span. geodätische Expedition von Charles de la Condamine, Luis Godin u. Pedro Bouguer (1736-1744) die Position des Äquators festlegte. Sie hatten sich bei den damals limitierten Meßinstrumenten um 180m verrechnet. Wir befinden uns hier direkt auf der Äquatoriallinie. Es ist möglich mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen auf der Südhalbkugel zu stehen. Jürgen beweist es.

Selten wird die Hausarbeit auch von Männern verrichtet. Ein wunderschön buntes Exemplar von Papagei, der uns im Hochland von Ekuador begegnet. Er hält sogar das Foto-Shooting aus, ohne davonzufliegen.

Die tägliche Arbeit und der Überlebenskampf in der Hochebene ist hart. Wir haben Frauen bei der täglichen Wäsche am Fluss fotografiert. Selbstverständlich wird alles per Hand erledigt. Die ganze Familie, bis auf die Männer, die sich anderen Aufgaben widmen, hilft natürlich mit.

Bilder Ecuador – Hochland – Reisebericht 1

Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
Ecuador - Hochland
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Ecuador Quito
EcuadorStädtereisen

Ecuador – Quito III

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Quito – Reisebericht 3

Quito war bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die Hauptstadt des Indianervolkes der Cara, dann wurde die Stadt von den Inka erobert. 1534 wurde Quito vom spanischen Eroberer Sebastián de Belalcázar eingenommen. Der südamerikanischer Befehlshaber Antonio Jose de Sucre befreite die Stadt im Jahr 1822. Zu den bemerkenswerten Bauten gehören eine Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert und die Kirchen San Francisco, San Agustín, La Compañía und Santo Domingo. In der Stadt befinden sich die Universität von Ecuador, eine Katholische Universität und die Technische Hochschule.

Quito ist die älteste unter den Hauptstädten Südamerikas. Mit über 100 Kirchen und 55 Klöstern, Bürgerhäusern, Straßen und Plätzen hat sie ihr Aussehen und Ambiente einer Kolonialstadt bewahrt. Die Kirche war bei der Erschließung der Neuen Welt immer dabei. Die Franziskaner hatten sich als erste in Quito niedergelassen und schon ein Jahr nach der Eroberung mit dem Bau ihres Klosters begonnen. Das Kloster wurde zum Zentrum der Bildung und Kunst mit einer eigenen Maler- und Bildhauerschule. Auch die Augustiner, Dominikaner und Jesuiten prägten mit ihren Klöstern das Gesicht der Stadt. „La Compania“, von den Jesuiten erbaut, ist mit ihrem goldenen Hauptaltar die wohl reichste Kirche Südamerikas. Die „Plaza de la Independencia“ ist der Mittel- und Treffpunkt in der Altstadt Quitos.

Quitos Klöster und Kirchen zeigen die klassischen Stilrichtungen der Renaissance, des Barock und des Klassizismus, jedoch meist abgewandelt durch eine Verschmelzung maurischer und gotischer Formelemente. Überall findet man Straßenhändler mit ihren Waren, die mit Nachdruck an den Mann oder die Frau gebracht werden müssen, um den Lebensunterhalt zu sichern. Die Gegenstände werden zumeist in Heimarbeit erstellt und sind in der Regel auch im Land hergestellt. Meist sind sie von hoher handwerklicher Qualität.
Ecuador – In der Hauptstadt Quito

In den schmalen Seitengassen staut sich oft der Verkehr, der von lautem Hupen und den Gestiken der Passanten begleitet wird. Die Arbeit der Polizisten erscheint in diesem Wirrwar aussichtslos. Immer wieder bilden sich größere Ansammlungen von Menschen auf den Straßen, die meist bei Banken oder öffentlichen Institutionen anstehen.

Auf der Plaza de la Independencia ist immer etwas los. Hier trifft man sich, um Informationen auszutauschen oder um nur einmal eben einen Smaltalk abzuhalten. Marktstände findet man in vielen Straßen der Innenstadt. An Waren wird hier wirklich alles feilgeboten über Obst, Gemüse, Textilien, Schuhe, Möbel usw. Man braucht nur durch die kleineren Nebenstraßen der Innenstadt zu schlendern und schon findet man die interessantesten Motive. Alles was in den Läden keinen Platz mehr hat, wird einfach auf die Straße gestellt. Auf diese Art und Weise werden die oft fehlenden Schaufenster der Läden ersetzt. An jeder Ecke findet man kleine Stände von fliegenden Händlern die alles Mögliche veräußern. Oft werden auch kleine Imbisse und Snacks aus einheimischen Spezialitäten direkt an der Straße zubereitet und angeboten.

Bilder Ecuador – Quito

Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
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Ecuador - Quito
EcuadorStädtereisen

Ecuador Quito II

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador Quito – Reisebericht 2

Quito ist die älteste Hauptstadt Südamerikas und besitzt noch einen Großteil seines kolonialzeitlichen Stadtbildes. Die Stadt ist nach einem rechtwinkligen Schema angelegt und besitzt eine ausgedehnte zentrale Plaza, viele ruhige Parks sowie zahllose enge, steile Straßen. Die Architektur von Quito entspricht hauptsächlich dem Baustil des Spanischen Barock.

Auf dem Aussichtshügel Panecillo hat man einen guten Ausblick über die Stadt Quito. Der Blick reicht weit bis zu den Anden und den umliegenden Vulkanen. Die Fahrt zum Aussichtshügel ist kurz und überaus lohnenswert.

Man kann sich von hier oben einen guten Eindruck über die Gliederung und Anordnung der Stadt machen. Man erkennt deutlich das rechtwinkelige Schema, mit dem die Stadt geplant wurde. Die Jungfrau von Quito ist das Wahrzeichen der Stadt und befindet sich auf dem Aussichtshügel Panecillo, auf dem wir uns gerade befinden. In dem kleinen Museum kann man die landestypischen Trachten bewundern. Darüber hinaus sind einheimische Musikinstrumente und folkloristische Gegenstände ausgestellt.

Farbenfrohen Wandmalereien findet man an vielen Stellen in der Stadt.

Auf der Rückfahrt in die Stadt Quito sieht man an den Zufahrtsstraßen viele kleine Handwerksbetriebe, die oft nur von einer Person betrieben werden. Nebenstehend eine kleine Schreinerei oder Möbeltischlerei.

Bilder Ecuador – Quito

Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito
Ecuador - Quito

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Ecuador - Quito
EcuadorStädtereisen

Ecuador – Quito I

von Joe OnTour 24. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Ecuador – Quito – Reisebericht 1

Quito ist die Hauptstadt der Republik Ecuador. Sie befindet sich in einem Schwebezustand zwischen Kolonialzeit und der modernen Stadt, die sich Tag für Tag erweitert. Moderne Stadtstrukturen gemischt mit Mestizen- und kolonialem Erbe.

Quito, die Hauptstadt Ecuadors und der Provinz Pichincha, liegt auf den unteren Hängen des Pichincha-Vulkans in einem engen, fruchtbaren Tal der Anden in 2.850 m Höhe. In Quito gibt es nur wenig Schwerindustrie. Zu den wichtigsten industriellen Erzeugnissen gehören Textilien, Nahrungsmittel, Leder, Möbel sowie kunsthandwerkliche Gegenstände aus Gold und Silber. Die Stadt, die an der Panamericana liegt, ist durch Straßen und eine Eisenbahnlinie mit dem Pazifischen Ozean verbunden.

In den Anden auf einer Seehöhe von 2.800 Metern gelegen, beansprucht Quito eine Fläche von annähernd 12.000 km². Die durchschnittlichen Temperaturen liegen zwischen 10 und 25 Grad Celsius, mit großen Temperaturschwankungen, die die Bewohner und Besucher Quitos alle vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erleben lassen können. Die Stadt liegt an den Vulkanen Pichincha, Cotopaxi, Antizana und Cayambe, die die majestätische Anden-Kulisse darstellen. San Francisco de Quito, wie sie einstmals hieß, ist die spanischste Stadt der Neuen Welt. Man findet ein buntes Völkergemisch in Quito vor. Die Familie vom Lande fährt auf der Ladefläche eines Trucks in die Stadt, um ihre Waren zu verkaufen und andere Dinge des täglichen Lebens für sich wieder einzukaufen.

Die Scheriffs der Stadt sind an den wichtigsten Punkten der Stadt präsent. Auch wenn der Innenstadtbereich und die Ausgehviertel der ehemaligen „Perle des Pazifik“ durch repressive Polizeimethoden sicherer wurden, sind in den weitläufigen Randzonen immer mehr miserable Slumsiedlungen entstanden, haben Hunderte von brutalen Jugendbanden das Zepter in der Hand, sind Raub und Mord an der Tagesordnung. Auch in anderen Städten des Küstenbereiches (hauptsächlich Esmeraldas u. Manta), sowie im amazonisch-kolumbianischen Grenzgebiet (vor allem Lago Agrio), liegt die Kriminalitätsrate weit über dem Landesdurchschnitt. Die Frauen sind oft mit einem schwarzen Umhang und einer Kopfbedeckung bekleidet.

Ein beliebter Treffpunkt ist die Plaza San Francisco mit der Kirche gleichen Namens. La Campania gilt als prachtvollster Kirchenbau der Stadt Quito.

Bilder Ecuador – Quito

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Allgemeine LänderinfosMexiko

Mexiko – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 23. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Mexiko – Allgemeine Informationen

Fläche: 1.964.375 km² (Angaben schwanken geringfügig je nach Quelle, rund 1,96–1,97 Mio. km²).

Bevölkerungszahl: rund 130 bis 133 Millionen (Stand 2026) – deutlich mehr als die früher genannten rund 106 Millionen (Stand 2005).

Bevölkerungsdichte: rund 67–70 pro km².

Hauptstadt: Mexiko-Stadt (Ciudad de México).

Einwohner Mexiko-Stadt: Die Kernstadt zählt rund 9 Millionen Einwohner, die Metropolregion (Zona Metropolitana del Valle de México) heute rund 22 Millionen Menschen – eine der größten Ballungsräume der Welt.

Geografie: Mexiko grenzt im Norden an die USA, im Nordwesten an den Golf von Kalifornien, im Westen an den Pazifik, im Süden an Guatemala und Belize sowie im Osten an den Golf von Mexiko und das Karibische Meer. Im Süden nimmt Mexiko die Hälfte der mittelamerikanischen Landbrücke ein. Die landschaftliche Vielfalt Mexikos reicht von Feuchtgebieten über Wüsten und dschungelbedeckte Ebenen bis hin zu alpiner Vegetation.

Ein Großteil des Landes besteht aus einem 1.000–2.500 m hohen Hochland, das vom Pazifik und Atlantik durch die Bergketten der Sierra Madre Occidental und der Sierra Madre Oriental begrenzt wird. Der nördliche Teil des Plateaus, der rund 40 % der Gesamtfläche Mexikos ausmacht, ist unfruchtbar und dünn besiedelt. Im Süden des Hochlands verläuft eine vulkanische Bergkette von der Sierra Volcánica im Westen durch das Tal von Mexiko bis nach Veracruz an der Ostküste, mit mächtigen, teils noch aktiven Vulkanen wie dem 5.636 m hohen Pico de Orizaba (höchster Berg Mexikos) und dem Popocatépetl, der seit den 1990er-Jahren wiederholt aktiv ist und regelmäßig überwacht wird. In dieser zentralen Vulkanregion lebt rund die Hälfte der Bevölkerung.

Weiter südlich, auf den Hängen und Ebenen der dünn besiedelten Landenge von Tehuantepec, wird Ackerbau betrieben. Der Osten und die Halbinsel Yucatán sind flach; hier fallen rund 75 % der jährlichen Niederschläge des Landes. An der Nordwestküste gegenüber der Halbinsel Baja California, an der Südwestküste der Bahía de Campeche sowie auf der Halbinsel Yucatán gibt es zahlreiche Lagunen und Feuchtgebiete.

Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik seit 1917, Verfassung von 1917 mit zahlreichen späteren Änderungen (u. a. umfassende Justiz- und Wahlrechtsreformen 2024). Zweikammerparlament (Congreso de la Unión) mit Senat (128 Mitglieder, sechs Jahre Amtszeit) und Abgeordnetenhaus (500 Mitglieder, drei Jahre Amtszeit).

Aktuelle Staats- und Regierungschefin: Claudia Sheinbaum, im Amt seit 1. Oktober 2024 – die erste Frau an der Spitze des mexikanischen Staates seit dessen Unabhängigkeit sowie die erste Präsidentin mit jüdischen familiären Wurzeln. Die Physikerin und frühere Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt gewann die Präsidentschaftswahl 2024 mit rund 60 % der Stimmen für die linke Regierungspartei Morena und genießt seither anhaltend hohe Zustimmungswerte, unter anderem wegen sinkender Mordraten und ausgeweiteter Sozialprogramme.

Die exekutive Gewalt liegt beim Präsidenten bzw. der Präsidentin, der/die das Kabinett ernennt. Jeder der 32 Bundesstaaten (inklusive Mexiko-Stadt als eigenständiger Einheit) hat einen eigenen Gouverneur bzw. eine eigene Regierungschefin sowie ein gewähltes Abgeordnetenhaus. Unabhängigkeitsproklamation 1810 (ehemalige spanische Kolonie).

Sprache: Amtssprache ist Spanisch, in der Umgangssprache durchsetzt mit zahlreichen aus dem Aztekischen (Náhuatl) stammenden Lehnwörtern. Daneben gibt es über 60 offiziell anerkannte indigene Sprachen; die bedeutendsten sind Náhuatl, verschiedene Maya-Sprachen und Mixteco. Ein kleinerer, aber weiterhin bedeutender Teil der Bevölkerung spricht vorrangig oder ausschließlich eine indigene Sprache. Englisch wird vor allem in größeren Städten und Tourismusregionen verstanden.

Religion: rund 78 % römisch-katholisch (der Anteil ist gegenüber den früher genannten rund 89 % spürbar gesunken); daneben wachsende protestantisch-evangelikale, jüdische und weitere religiöse Minderheiten sowie ein zunehmender Anteil konfessionsloser Mexikaner.

Ortszeit: Mexiko erstreckt sich weiterhin über mehrere Zeitzonen (Zentral-, Pazifik- und Bergzeit je nach Region); seit 2022 hat Mexiko die Sommerzeitumstellung landesweit weitgehend abgeschafft (mit Ausnahme einiger Grenzregionen zu den USA, die sich am US-amerikanischen Rhythmus orientieren, um den Handel zu erleichtern) – ein wichtiger Unterschied zum früher beschriebenen System mit halbjährlichem Zeitwechsel. Reisende sollten die genaue, je nach Bundesstaat variierende Regelung vor Reiseantritt aktuell prüfen.

Netzspannung: 110/120 V, 60 Hz; amerikanische Zweipol-Flachstecker, Adapter notwendig.

Geld – Währung: Mexikanischer Peso.

Post- und Fernmeldewesen: Internationale Direktdurchwahl ist Standard, Landesvorwahl 52. Mobilfunknetze basieren heute durchgehend auf modernen LTE/5G-Standards; die früher relevanten separaten AMPS- und GSM-1900-Netze einzelner Anbieter sind technisch überholt – SIM-Karten großer Anbieter (u. a. Telcel, AT&T Mexico, Movistar) sind landesweit unkompliziert erhältlich. Internetzugang ist in Städten und touristischen Regionen praktisch flächendeckend verfügbar, WLAN in den meisten Hotels und vielen öffentlichen Bereichen kostenlos.

Mexiko – Sicherheit (wichtiger aktueller Hinweis)

Diese Information fehlte im ursprünglichen Artikel vollständig, ist für eine aktuelle Reiseseite über Mexiko jedoch unverzichtbar: Mexiko ist seit rund zwei Jahrzehnten von einem anhaltenden, regional sehr unterschiedlich stark ausgeprägten Konflikt zwischen Drogenkartellen sowie zwischen Kartellen und staatlichen Sicherheitskräften betroffen, der seit Mitte der 2000er-Jahre (verstärkt seit dem 2006 begonnenen „Drogenkrieg“) immer wieder zu hohen Opferzahlen geführt hat.

Unter Präsidentin Sheinbaum ist die landesweite Mordrate nach verfügbaren Quellen zuletzt spürbar zurückgegangen (Berichte sprechen von einem Rückgang um rund ein Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), dennoch bleibt die Sicherheitslage regional sehr unterschiedlich: Beliebte Tourismusregionen wie Mexiko-Stadt (historisches Zentrum), Yucatán mit Cancún, Playa del Carmen und Tulum, sowie viele Kolonialstädte im Hochland gelten weiterhin als grundsätzlich gut bereisbar, während einzelne nördliche Grenzregionen sowie bestimmte Bundesstaaten (u. a. Teile von Sinaloa, Guerrero, Michoacán, Tamaulipas) eine erhöhte Sicherheitsgefährdung aufweisen und teils explizite Reisewarnungen unterliegen.

Vor jeder Mexiko-Reise sollte daher unbedingt ein aktueller Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes erfolgen, da sich die Einschätzung einzelner Regionen ändern kann und teils sehr kleinräumig variiert.

Mexiko – Klima

Im Frühjahr und Sommer ist es in weiten Teilen des zentralen Hochlands sehr warm, aber nicht extrem heiß – Mexiko-Stadt selbst liegt auf rund 2.240 m Höhe. Die heißesten Monate sind meist März bis Mai, mit Temperaturen um 27 bis 30 Grad; leichte Sommerkleidung ist angebracht.

In der Regenzeit zwischen etwa Mai/Juni und Oktober kann es nachmittags zu kräftigen Schauern und nasskalten Phasen kommen, mit Temperaturen um 20 Grad und darunter – eine leichte Regenjacke und ein dünner Pullover sind dann sinnvoll.

Im Winter fallen die Temperaturen im Hochland morgens und abends teils auf unter 8 Grad; ein wärmerer Pullover ist dann angebracht. Nach dem Ende der Regenzeit wird es meist sonnig, tagsüber steigen die Temperaturen wieder auf 23 bis 25 Grad.

Bis rund 1.000 m Höhe herrscht tropisches Klima, zwischen 1.000 und 2.000 m subtropisches, darüber gemäßigtes Klima. Im Norden des Landes gibt es kalte Winter und heiße Sommer. Im Zentralplateau ist während der Regenzeit von Mai bis September häufig mit kräftigen Gewittern zu rechnen. Die heißesten Monate in Mexiko-Stadt sind meist April bis Juni.

Mexiko – Fauna & Flora

Die Tierwelt Mexikos ist ebenso artenreich wie seine Flora. Zur Fauna zählen zahlreiche Affenarten wie Brüllaffen und Klammeraffen, dazu Bären, Biber, Flamingos, Hirsche, Jaguare, Leguane, Luchse, Kojoten, Krokodile, Ozelote, Pekaris, Pelikane, Präriewölfe, Pumas, Reiher, Skorpione, Spinnen, verschiedene Krötenarten, Schildkröten, Tapire und Schlangen – darunter allein 13 verschiedene Klapperschlangenarten. Die Vogelwelt ist besonders artenreich, unterstützt durch die fischreichen Küstengewässer.

Wölfe und Kojoten finden sich vor allem im Norden des Landes. In den Wäldern der Berghänge leben Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und verschiedene Affenarten. In Lagunen und Sümpfen sind Krokodile und Schildkröten beheimatet, an den Küsten Robben, Flamingos, Reiher und Pelikane. In den tropischen Regenwäldern sind Papageien, Kolibris und weitere Vogelarten außergewöhnlich zahlreich vertreten.

Flora: Mexiko zählt zu den Ländern mit der größten biologischen Vielfalt weltweit. Aufgrund der Landesgröße, der unterschiedlichen Höhenlagen und diversen Klimazonen ist die Vegetation entsprechend vielfältig: Es gibt über 30.000 Pflanzenarten, darunter rund 4.000 der weltweit rund 6.000 bekannten Kakteenarten. Der Nopal-Kaktus gilt als Wahrzeichen Mexikos; im Norden ist zudem der bis zu 15 m hohe und 70 cm dicke Kandelaberkaktus beheimatet.

Brandrodung, Nutzholzgewinnung, Flussumleitungen sowie Ackerbau und Viehwirtschaft haben zu erheblichen Veränderungen der Vegetation geführt; die Baumbestände wurden historisch stark dezimiert, es gibt jedoch weiterhin große zusammenhängende Waldgebiete, insbesondere in den südlichen Bundesstaaten. Die Waldgrenze liegt in Mexiko bei etwa 3.500 m.

Verschiedene Regionen weisen jeweils vorherrschende Vegetationsformen auf: die regenreichen Hangseiten der Kordilleren mit Regenwald, der in höheren Lagen über Mischwald (Kiefer, Eiche, Wacholder) in reinen Nadelwald übergeht; die von Kakteensteppe geprägte Halbinsel Baja California; Dornstrauchvegetation mit Kakteen, Agaven, Yuccapalmen und Mesquite im Norden; sowie tropischer Regenwald und Dschungel mit Edelhölzern wie Mahagoni und Zapote im Süden (Oaxaca, Chiapas, Tabasco). Im Bundesstaat Chiapas gibt es rund 200 Eichenarten und 40 Kieferarten, im Tiefland Tabascos ausgedehnte Sumpfgebiete, auf der Halbinsel Yucatán überwiegend Trockenwald und Dornstrauchsavanne.

Die klassische Einteilung nach Höhenstufen bleibt gültig: Die „Tierra Caliente“ (heißes Land, bis rund 900 m) mit Temperaturschwankungen von 15 bis 48 °C, geprägt von Palmen und Mangroven im Süden sowie Nadelwald und Savannen im Norden, mit Anbau von Bananen, tropischen Früchten, Kakao, Vanille, Zuckerrohr, Tabak und Baumwolle. Die „Tierra Templada“ (gemäßigtes Land, ca. 900–1.800 m, Durchschnittstemperatur 16–21 °C) beherbergt die meisten mexikanischen Bundesstaaten, mit Laubwäldern sowie Zuckerrohr-, Baumwoll- und Kaffeeanbau. Die „Tierra Fría“ (kaltes Land, ca. 1.800–2.700 m, Durchschnittstemperatur 15–17 °C) umfasst unter anderem Mexiko-Stadt und Teile von Chiapas.

Mexiko – Geschichte, Kultur, Kunst

Die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernández de Córdova und Juan de Grijalva erreichten die Halbinsel Yucatán in den Jahren 1517 und 1518. Die neu entdeckten Hochkulturen und reichen Goldschätze weckten das Interesse der Spanier am Festland.

Hernán Cortés gelang es zwischen 1519 und 1521, mit Hilfe zahlreicher verbündeter indigener Völker das Aztekenreich zu stürzen. Mexiko wurde daraufhin zum Vizekönigreich Neuspanien.

1810 wurde die Unabhängigkeit von Spanien proklamiert, was einen langen Unabhängigkeitskrieg nach sich zog, der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte.

In der Folgezeit verlor Mexiko große Teile seines Territoriums, unter anderem durch Gebietsverkäufe und die amerikanisch-mexikanische Invasion (1846–1848), in deren Folge weite Teile des heutigen Südwestens der USA an die Vereinigten Staaten fielen.

In den 1860er-Jahren wurde das Land von Frankreich besetzt und Kaiser Maximilian von Mexiko als Herrscher eingesetzt. Der von den Franzosen zunächst vertriebene Präsident Benito Juárez beendete die Kaiserzeit durch die Hinrichtung Maximilians 1867.

Die langjährige Diktatur Porfirio Díaz‘ führte 1910/11 zur Mexikanischen Revolution. Die revolutionären Kräfte besiegten die Regierungsarmee, gerieten anschließend jedoch in interne Machtkämpfe; das Land verfiel für rund zwei Jahrzehnte in wiederkehrende Unruhen. Am Ende dieser Konsolidierungsphase kontrollierte die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) das Land nahezu ununterbrochen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Ab 2000: Mit dem Wahlsieg von Vicente Fox (Partei PAN) endete 2000 die über 70-jährige ununterbrochene PRI-Herrschaft – ein historischer demokratischer Machtwechsel. Fox regierte bis 2006, gefolgt von seinem Parteikollegen Felipe Calderón (2006–2012), der kurz nach Amtsantritt den bewaffneten „Drogenkrieg“ gegen die mächtigen Kartelle ausrief – ein Konflikt, der bis heute erhebliche Auswirkungen auf Teile des Landes hat (siehe Kapitel „Sicherheit“ oben).

Von 2012 bis 2018 kehrte mit Enrique Peña Nieto die PRI an die Macht zurück. 2018 gewann der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador (bekannt als „AMLO“, Partei Morena) die Präsidentschaftswahl in einem historischen Erdrutschsieg und regierte bis 2024 mit Fokus auf Sozialprogramme, Antikorruptionspolitik und eine kontroverse Justizreform.

Seit 2024: Bei der Präsidentschaftswahl 2024 setzte sich AMLOs Nachfolgerin Claudia Sheinbaum mit rund 60 % der Stimmen durch und wurde am 1. Oktober 2024 als erste Präsidentin der mexikanischen Geschichte vereidigt (Details siehe oben). Ihre Regierung genießt bislang anhaltend hohe Zustimmungswerte, muss sich jedoch mit erheblichen außenpolitischen Herausforderungen auseinandersetzen, insbesondere im Verhältnis zu den USA unter Präsident Trump (Zoll- und Handelsfragen, Migrations- und Sicherheitspolitik).

Mexiko – Essen & Trinken

Die mexikanische Küche ist besonders schmackhaft und vielseitig; seit 2010 steht sie zudem auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit – eine Anerkennung, die es zum Zeitpunkt des ursprünglichen Artikels noch nicht gab. In den Straßen werden überall die berühmten Tacos und Quesadillas angeboten.

Die mexikanische Küche zeichnet sich durch die Synthese aztekischer und spanisch-kolonialer, im Süden auch von Maya-Traditionen geprägter Elemente aus. Regional gibt es große Unterschiede zwischen Küste und zentralem Hochland, dem chiliverliebten Süden und dem eher rindfleischorientierten Norden.

Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist traditionell das Mittagessen, mit entsprechend langer Mittagspause; abends wird häufig nur ein kleinerer Imbiss verzehrt.

Als Appetithäppchen oder Zwischenmahlzeit sind die an Straßenständen angebotenen Tacos und Quesadillas zu jeder Tages- und Nachtzeit beliebt. In größeren Städten hat sich zudem eine anspruchsvolle gehobene mexikanische Gastronomieszene etabliert, die international zunehmend Anerkennung findet (mehrere mexikanische Restaurants zählen mittlerweile zu den „World’s 50 Best Restaurants“).

In einem heißen, tropisch geprägten Land wie Mexiko spielen Früchte und bestimmte Gemüsesorten eine überragende Rolle in der Küche.

Leitungswasser ist in weiten Teilen Mexikos weiterhin nicht ohne Weiteres zum Trinken geeignet; abgefülltes Wasser (agua purificada) ist überall erhältlich und für Reisende die sicherere Wahl.

Beliebt ist die von den Spaniern eingeführte Horchata, ein süßliches, kühl serviertes Reis-Zimt-Getränk. Zu den weiteren verbreiteten alkoholischen Getränken zählen Bier, Tequila, Mezcal und Pulque.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern, Sicherheitslage und weiteren aktuellen Entwicklungen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen empfiehlt sich vor Reiseantritt unbedingt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

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Mexiko – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 23. August 2017
Mexiko

Mexiko – Impressionen

von Joe OnTour 23. August 2017
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Mexiko – Acapulco

von Joe OnTour 23. August 2017
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Mexiko – Mexiko City

von Joe OnTour 23. August 2017

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Mexiko - Impressionen
Mexiko

Mexiko – Impressionen

von Joe OnTour 23. August 2017
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Mexiko – Impressionen

Manzanillo liegt an der Costa de Oro direkt am Meer. Die schönen Strände sind umgeben von üppiger Natur. Die Goldküste ist einer der schönsten Abschnitte an der mexikanischen Rivera. Sie erstreckt sich zwischen Mazatlan und Acapulco.

Die lebhafte Hafenstadt ist gleichzeitig auch ein Marinestützpunkt. Sie erstreckt sich auf einer schmalen Landenge zwischen der sichelförmigen Bahia de Manzanillo mit seiner 10km breiten Playa. Hier ist die Playa Azul mit ihrem zentralen Strandbereich und der Lagune Cuyutlan. Die schöneren Strände sind die Bahiha Manzanillo und die Bahia Santiago. Auf der Halbinsel steht auch das von dem Architekten Jose Luis Ezquerra entworfene und international bekannte Luxushotel Las Hadas (die Feen).

Die Anlage ist eine absolute Sehenswürdigkeit. Wenn man es einrichten kann, sollte man ein paar Tage Zwischenstop hier einplanen. Die Zimmer sind riesig gross und man hat einen wundervollen Blick in die Bucht und auf das Meer (mit Meersicht buchen).

Ein regelrechter Volkssport ist in Mexiko der Stierkampf. Der wurde wahrscheinlich von den Spaniern in Zeiten der Eroberung Mexikos importiert.

Stierkampf in Mexiko

Arenen gibt es überall in den grösseren Städten. Diese Veranstaltungen sind nicht jedermanns Sache. Man wird schon seltsam berührt, wenn man sieht, mit welcher Selbstverständlichkeit die Torreros die Stiere töten. Wir verlassen die Arena später mit gemischten Gefühlen…… Die Auffassungen und Meinungen, ob es sich hier um ein Kulturgut oder schlicht um Tierquälerei handelt, gehen weit auseinander.

Um den Stierkampf wird ein richtiger Kult gebildet. Die bekannteren Torreros werden hier oft zu regelrechten Volkshelden hochstilisiert. Eine ganze „Industrie“ (oder sollte man besser Mafia sagen) lebt von diesem Geschäft. An den Rändern der Arenen stehen Vieh-Händler und Beobachter, die die besten Stiere bewerten. Aus dem Charakter und der Wehrhaftigkeit des Stieres kann man den Erfolg des Züchters ableiten.

Bilder Mexiko – Impressionen

Mexiko - Impressionen
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Mexiko - Acapulco
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Mexiko – Acapulco

von Joe OnTour 23. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Mexiko – Acapulco

Acapulco, lange Zeit Mexikos berühmtestes Seebad, ist nichts für Freunde verträumter Fischerdörfer.

Zunächst waren es die amerikanischen Urlauber, die den heruntergekommenen Hafenort an der schönen Hufeisenbucht für sich als Urlaubsziel entdeckten. In den späten Fünfzigern begann der internationale Touristenansturm. Eine Vielzahl von Hoteltürmen wurden zwischen dem Strand und den grünen Hügeln gebaut. So entstand eine komplett zubetonierte Küstenregion. Heutezutage ist Acapulco ein idealer Ort für Urlauber, die sich an den zwanzig verschiedenen Stränden schwarz brennen lassen wollen und auf nächtliches Vergnügen aus sind.

Seit den 30er Jahren ziehen die berühmten Felsenspringer von La Quebrada grosse Besuchermassen an. Mit einem gewaltigen Sprung aus selbstmörderischer Höhe von 45 m tauchen Sie in ein schmales Becken ein. Ein gewagtes Unternehmen, denn das Wasser, in das sie eintauchen scheint nur eine Pfütze zu sein. Vor dem Sprung wird ein kurzes Gebet an einem kleinen Altar verrichtet. Eine schöne Sicht hat man von der Bar des El Mirador Hotels auf die Taucher.

Weniger überfüllte Stränd gibt es am Pie de la Cuesta, 8 km nordwestlich der Innenstadt. Einen beeindruckenden Blick über die Bucht von Acapulco hat man von der Straße nach Puerto Marqués, 16 km südöstlich der Stadt. Südlich der Península de las Playas liegt der Unterwasserschrein, eine Bronzestatue der Jungfrau von Guadalupe, die auf dem Meeresgrund steht.

Inzwischen macht Cancún aber Acapulco den Ruf streitig, Mexikos berühmtester und feudalster Urlaubsort zu sein. Cancún ist ein Urlaubszentrum moderneren Zuschnitts. Die Insel vor der Nordostküste Yucatáns ist 21 km lang und cirka 400 m breit. An der nördlichen und südlichen Spitze führen Strassen zum Festland. 1970 lebten hier höchstens 200 Menschen, inzwischen wohnen hier mehr als 200 000 Menschen. Fast alle leben vom Tourismus. Eine Million Urlauber überschwemmen jedes Jahr das Gebiet. Den vorwiegend nordamerikanischen Urlaubern werden endlos lange und weisse Karibikstrände verbunden mit türkisfarbenen Lagunen geboten.

Man kann hier jede erdenkliche Sportart ausüben. Die Hotelbauten sind modern konzipiert. Es gibt klimatisierte Einkaufszentren mit edlen Boutiquen und jede Menge Feinschmecker-Restaurants. Die meisten Dinge sind erheblich teurer als auf dem Festland. Preiswerter und weniger hektisch ist es allemal auf der wenige Kilometer östlich gelegenen Isla Mujeres, der „Fraueninsel“. Man erreicht sie entweder mit der Fähre von Puerto Juaréz aus oder mit dem Tragflügelboot von Cancún aus. Ein wenig findet man hier noch die Idylle der Karibik, wie sie in den Köpfen noch schwebt, mit einfachen Hotels am weißen Palmenstrand und einem Korallenriff an der Südspitze.

Bilder Mexiko – Acapulco

Mexiko - Acapulco
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Mexiko - Mexiko City
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Mexiko – Mexiko City

von Joe OnTour 23. August 2017
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Mexiko – Mexiko City

Die Stadt Mexiko-City ist der absolute Wahnsinn schlechthin. In seinem ausgetrocknetem Seebett auf einerv Höhe von 2240 m liegt die Stadt. Mexico-City hat die größte Stadtfläche der Welt mit etwa 2600 km². In Mexiko-City leben über 20 Millionen Menschen! Chaotische Verkehrsverhältnisse, unglaublicher Smog und eine hohe Kriminalitätsrate laden auf den ersten Blick nicht zum längeren Verweilen ein. Es gibt aber einen Grund, warum man diese Stadt unbedingt erlebt haben muss: Mexico-City ist das kulturelle Zentrum des Landes und hat eine bewegte Geschichte.

Das Hochtal, über das sich Mexiko-Stadt erstreckt, ist ein wahres Sammelbecken des Schönsten und Besten, Schlimmsten und Hässlichsten, was das Land zu bieten hat. Das Ergebnis dieser Mixtur ist eine quirlige, umweltverschmutzte Riesenstadt voller Musik und Lärm, Smog und grüner Lungen, voller Kolonialpaläste, weltberühmter Museen und unüberschaubarer Elendsviertel.

Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt bildet die Plaza de la Constitución, besser bekannt als der Zócalo. Der Platz wurde in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts unter Cortés angelegt, der ihn mit Steinen aus den Ruinen der Tempel und Paläste der Aztekenstadt Tenochtitlán pflastern ließ, auf deren Grundmauern Mexiko-Stadt errichtet wurde. Tenochtitlán lag inmitten eines Sees, daher versinken viele ältere Gebäude und Kirchen der heutigen Stadt langsam, aber sicher im morastigen Boden. Wir haben Mexiko-City nur für ein paar Tage gebucht und beginnen unseren Stadtrundgang am zweiten Aufenthaltstag am Zócalo, dem zentralen Platz der Stadt.

Die gesamte Ostseite des Zócalo wird vom Palacio Nacional (Nationalpalast) eingenommen. Er wurde auf den Grundfesten eines Aztekenpalastes gebaut. Heute sind hier die Amtsräume des Präsidenten. Ausserdem befindet sich hier ein Museum mit Wandgemälden von Diego Rivera, auf denen die Geschichte Mexikos dokumentiert wird. Die Catedral Metropolitana findet man an der Nordseite des Zócalo. Sie wurde in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts von den Spaniern dort erbaut. Vormals stand dort eine aztekische Tzompantli oder Schädelmauer (ein Altar, auf dem die Schädel von Geopferten aufgebahrt wurden).

Die Cathedrale Metropolitana muss man auf jeden Fall gesehen haben. In 250 Jahren Bauzeit, von 1563 bis 1813, wurde die grösste Kirche des gesamten Kontinents gebaut. Östlich der Kathedrale befinden sich die Überreste des Templo Mayor. Er ist der wichtigste der Aztekentempel. Die Alameda, früher ein aztekischer Marktplatz, ist heute ein kleiner Park. Die Strassen rings um die Alameda säumen Kolonialvillen, Wolkenkratzer, Cafés, Restaurants, Geschäfte und Märkte.

Ein weiteres, absolutes Muss für Besucher sind der Bosque de Chapultepec. Es ist der grösste Park der Stadt. Hier befinden sich eine Hand voll Museen, Rummelplätze und die Residenz des Präsidenten. Die Basilica de Guadalupe ist eine Kirche, die an jener Stelle erbaut wurde, wo die mexikanische Schutzheilige erschienen sein soll. Sehenswert sind auch die Kolonialhäuser von San Ángel sowie die Cuicuilco Pyramide und die Kanäle von Xochimilco. Wir haben uns auch vorgenommen, das höchste Gebäudes Mexikos, den Torre Latinoamericana zu „besteigen“. In der 41. Etage gibt es ein Restaurant und über dem Restaurant befindet sich eine Aussichtsplattform.

Die Aussicht ist wirklich sehenswert. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick auf Mexiko-City. Besonders schön ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn in Mexiko-City die Lichter angehen. Mexico City ist eine moderne und kosmopolitane Stadt, die an den Ufern eines Sees liegt, der von vulkanischem Gebirge umgeben ist. Die unterschiedlichen Kulturen, die im Lauf der Jahrhunderte an diesem Ort beheimatet waren, haben eine spezielle und ausgesprochen eigenwillige und interessante Architektur unterschiedlichster Stilrichtungen hervorgebracht. Aber Mexico City ist nicht nur die größte Stadt der Welt, sie ist auch die Wiege der aztekischen Kultur.

Wenn man Aktivitäten den ganzen Tag über haben möchte, ist Mexiko City sicherlich der geeignete Ort. Man kann hier Museumsbesuche, ein nie enden wollendes Nachtleben, Kultur und Unterhaltung bekommen. Die Stadt bietet Kunst- und Kulturausstellungen über alle Epochen, angefangen von der vorkolonialistischen Zeit (Museum der Anthropologie) bis hin zur Modernen (Museum der modernen Kunst), aber auch Traditionelles, wie im Frida-Kahlo-Museum zu sehen ist. Nicht weit entfernt von Mexico City befinden sich die Pyramiden von Sonne und Monde in Teotihuacán. Die Pyramide von Cuicuilco im Süden der Stadt ist eine besondere Konstruktion. Sie ist halb verborgen und bedeckt von der Lava eines Ausbruchs des Vulkans Xitle vor über 3.000 Jahren. Die ganze Geschichte und der Wandel dieser Stadt im Laufe der verschieden Epochen kann man im Anthropologie-Museum nachvollzihen.

Die Hauptattraktionen sind der Palast der schönen Künste, ein Baudenkmal aus weissem Marmor von einem französischen Architekten errichtet sowie der Platz der drei Kulturen. Am zweiten Tag unserer Ankunft in Mexiko kommen wir Abends zurück vom Besuch der Museen und sind völlig geschafft. Die abgasgeschwängerte Luft und die ungewohnte Höhe von Mexiko-City (oder auch beides zusammen) machen uns erheblich zu schaffen. So sind wir froh, wieder im Hotel Alameda angekommen zu sein, um ein wenig relaxen zu können. Das Hotel liegt zentral und man kann quasi (fast) alles zu Fuss erledigen. Ausserdem haben wir von der Dachterrasse des Hotels einen schönen Blick auf die Stadt.

Bilder Mexiko – Mexiko City

Mexiko - Mexiko City
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Kalifornien - Allgemeine Informationen
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Kalifornien – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 23. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Kalifornien – Allgemeine Informationen

Fläche: rund 424.000 km² (die im Original genannten 410.000 km² sind eine gängige, leicht abweichende ältere Rundung).

Bevölkerungszahl: rund 39,5 Millionen (Stand 2025/26) – deutlich mehr als die früher genannten 36 Millionen (Stand 2005). Kalifornien bleibt mit weitem Abstand der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat, vor Texas (rund 31 Mio.) und Florida (rund 23 Mio.).

Bevölkerungsdichte: rund 93 Einwohner pro km².

Hauptstadt: Sacramento.

Größte Stadt: Los Angeles.

Spitzname: The Golden State (Der Goldene Staat).

Geografie: Kalifornien grenzt im Norden an Oregon, im Osten an Nevada und Arizona, im Süden an den mexikanischen Bundesstaat Baja California und im Westen an den Pazifischen Ozean. Der Colorado River bildet die Grenze zu Arizona. Kalifornien hat Anteil an mehreren landschaftlichen Großräumen: An die schmale Küstenebene schließen sich die Coast Ranges an, gefolgt nach Osten vom Kalifornischen Längstal, das im Osten durch die Sierra Nevada und nach Norden durch die Kaskadenkette sowie die Klamath Mountains begrenzt wird. Der Küstenbereich ist tektonisch sehr instabil, Erdbeben sind hier keine Seltenheit. Im Südosten hat Kalifornien Anteil am Great Basin, zu dem unter anderem das Death Valley und die Mojave-Wüste gehören.

Die längsten Flüsse Kaliforniens sind der Sacramento River und der San Joaquin River, die zusammen mit ihren Nebenflüssen die Sierra Nevada, Teile der Kaskadenkette sowie das Kalifornische Längstal entwässern. Zu den größten Seen zählen der Lake Tahoe, der Clear Lake, der Honey Lake sowie der Mono Lake. Der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, der Mount Whitney (4.421 m), liegt in Kalifornien; in nur rund 136 km Entfernung befindet sich mit dem Badwater Basin im Death Valley zugleich der tiefste Punkt Nordamerikas (86 m unter dem Meeresspiegel) – ein bemerkenswerter geografischer Kontrast auf engstem Raum.

Staatsform: Kalifornien wird nach der Verfassung von 1879 regiert. An der Spitze der Exekutive steht der Gouverneur bzw. die Gouverneurin, gewählt für eine Amtszeit von vier Jahren, mit maximal zwei Amtszeiten in Folge. Die Legislative besteht aus einem Zweikammerparlament (Senat, 40 Mitglieder, vier Jahre Amtszeit; Repräsentantenhaus/State Assembly, 80 Mitglieder, zwei Jahre Amtszeit). Auf Bundesebene wird Kalifornien durch zwei Senatoren sowie 52 Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus vertreten; bei Präsidentschaftswahlen verfügt der Bundesstaat über 54 Wahlmännerstimmen.

Aktueller Gouverneur: Gavin Newsom (Demokratische Partei), im Amt seit Januar 2019 – der frühere Bürgermeister von San Francisco befindet sich in seiner zweiten und laut Verfassung letzten möglichen Amtszeit; im November 2026 findet die Gouverneurswahl zu seiner Nachfolge statt.

Bevölkerung: Die ethnische Zusammensetzung Kaliforniens hat sich seit der Jahrtausendwende weiter verändert: Der Anteil der Hispanics liegt heute bei rund 40 % und stellt damit inzwischen die größte Bevölkerungsgruppe des Staates, gefolgt von der weißen Bevölkerung (rund 34–35 %), asiatischstämmigen Kalifornier:innen (rund 15–16 %) sowie Schwarzen Kalifornier:innen (rund 6 %). Der Anteil der Stadtbevölkerung liegt weiterhin bei rund 94–95 %.

Bildung und Kultur: 1866 wurden in Kalifornien die ersten staatlichen Schulen eingerichtet. Bedeutendste Hochschule bleibt die 1868 gegründete University of California mit ihren über den gesamten Bundesstaat verteilten Standorten (u. a. Berkeley, UCLA, San Diego) – eines der größten und renommiertesten öffentlichen Hochschulsysteme der Welt. Die private Stanford University wurde 1885 gegründet und 1891 eröffnet. Zu den meistbesuchten kulturellen Einrichtungen zählen weiterhin das Los Angeles County Museum of Art, das Museum of Contemporary Art sowie das J. Paul Getty Museum in Los Angeles (mit dem seit 1997 zusätzlich bestehenden Getty Center oberhalb von Brentwood, neben der ursprünglichen Getty Villa in Malibu). Sehenswert sind zudem das Griffith-Observatorium in Los Angeles sowie das Mount-Palomar-Observatorium nordöstlich von San Diego.

Wirtschaft: Wichtige Rohstoffe sind neben Erdöl und Erdgas weiterhin Quecksilber, Wolfram, Kies sowie Kupfer- und Eisenerze; der relative Stellenwert des klassischen Rohstoffsektors ist gegenüber Technologie und Dienstleistungen aber weiter zurückgegangen. Kalifornien bleibt der landwirtschaftlich produktivste US-Bundesstaat, mit Trauben, Mandeln, Erdbeeren, Gemüse, Wein, Reis, Baumwolle, Weizen und Mais als wichtigen Erzeugnissen. Neben Luft- und Raumfahrtindustrie sowie klassischer Computer- und Elektronikindustrie ist Kalifornien – allen voran das Silicon Valley – heute das weltweit bedeutendste Zentrum der Technologie- und KI-Industrie, Heimat zahlreicher der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Sprache: Amtssprache ist Englisch; Spanisch wird als am weitesten verbreitete Zweitsprache von einem sehr großen Teil der Bevölkerung gesprochen bzw. verstanden.

Zeitzone: Pacific Time (UTC−8 bzw. UTC−7 während der Sommerzeit).

Netzspannung: 110/120 V, 60 Hz; amerikanische Zweipol-Flachstecker, Adapter notwendig.

Geld – Währung: US-Dollar.

Kalifornien – Klima

In Kalifornien unterscheidet man im Wesentlichen drei Klimazonen:

An der Küste sind die Temperaturen durch den Einfluss des kühlen Pazifiks niedriger als im Landesinneren. Nördlich von San Francisco sind die Winter meist sehr regnerisch; San Francisco sowie weite Teile der nord- und mittelkalifornischen Küste sind im Sommer häufig nebelig und kühl.

In der Sierra Nevada kann es im Sommer tagsüber recht heiß werden, während die Temperaturen aufgrund der Höhenlage nach Sonnenuntergang schnell absinken. Ab November fallen hier größere Schneemengen.

In den Wüsten ist es auch im Winter sonnig und mild, mit rund 20 °C und mehr tagsüber; abends und nachts kühlt es sich jedoch, wie in den meisten Wüstengebieten, stark ab. Von mildem Klima begünstigt sind auch Los Angeles und San Diego – San Diegos Klima gilt als nahezu ideal für ganzjährige Aktivitäten im Freien.

Die dritthöchste jemals auf der Erde gemessene Temperatur wurde 1913 im Death Valley mit 56,7 °C verzeichnet. Nördlich des Lake Tahoe wurde 1937 mit −42,8 °C die niedrigste je in Kalifornien gemessene Temperatur ermittelt.

Ein verbreitetes Phänomen in Kalifornien ist der Küstennebel. Zunehmend prägend für das Klimabewusstsein im Bundesstaat sind zudem die in den letzten Jahren häufiger und intensiver auftretenden Trockenperioden und Waldbrandsaisons (siehe Geschichtsabschnitt).

Beste Reisezeit: Kaliforniens Hauptsaison liegt eindeutig im Sommer. Im Winter herrscht ab Los Angeles südlich meist sehr mildes, moderates Wetter – eine lange Hose und eine Jacke sind dennoch empfehlenswert. Weiter südlich in San Diego findet sich das oft als nahezu perfekt beschriebene Klima, mit angenehm warmen Wintern.

San Franciscos Wetter ist oft nebelig, vor allem morgens. Im Sommer, wenn es weiter südlich mitunter sehr heiß wird, herrscht in San Francisco angenehm frühlingshaftes Klima. Als beste Reisezeit gelten die Monate April/Mai sowie September/Oktober – nicht nur wegen des Klimas, sondern auch, um die Haupt-Reisesaison zwischen Memorial Day (Ende Mai) und Labor Day (Anfang September) zu umgehen.

Kalifornien – Fauna & Flora

Etwa 40 % aller Pflanzenarten der USA sind in Kalifornien heimisch. Verbreitete Baumarten sind unter anderem der Mammutbaum und die Douglasie.

Der älteste bekannte Baum der Welt, eine Langlebige Kiefer (Grannenkiefer) im Great Basin, ist über 4.800–4.900 Jahre alt. Die Mammutbaum-Bestände in der Sierra Nevada erreichen ein Alter von bis zu 2.000 bis über 3.000 Jahren.

In den Wüsten des Südostens sind Indigosträucher, verschiedene Kaktus- und Straucharten, Kreosotsträucher und der markante Joshua Tree anzutreffen. In den Wäldern leben neben zahlreichen weiteren Tierarten Stinktiere und Klapperschlangen, von denen es im Bundesstaat sechs verschiedene Arten gibt. Vor allem im Norden und in abgelegenen Gebirgsregionen finden Bären (Schwarzbären; der ehemals im Bundesstaatswappen abgebildete Kalifornische Grizzlybär gilt seit den 1920er-Jahren als ausgestorben) einen geeigneten Lebensraum.

Kalifornien – Geschichte, Kultur, Kunst

Kalifornien war ursprünglich von schätzungsweise rund 100 bis 150 indigenen Völkern und Sprachgruppen besiedelt – eine der höchsten Dichten indigener Kulturen weltweit.

Mit Hernán Cortés nahmen die Bemühungen der Spanier, in Kalifornien eine Kolonie zu errichten, ihren Anfang. 1542 befahl der Vizekönig von Neuspanien, Antonio de Mendoza, Juan Rodríguez Cabrillo, die Gebiete nördlich von Mexiko zu erforschen. Der spanische Entdecker Sebastián Vizcaíno erkundete 1602/03 die gesamte kalifornische Küste, ein Versorgungshafen in San Diego entstand jedoch erst 1769. 1776 gründeten die Spanier San Francisco. Nach Mexikos Unabhängigkeit 1821 wurde Kalifornien mexikanische Provinz.

Im Juni 1846 nahm eine Gruppe amerikanischer Siedler die Stadt Sonoma ein und erklärte anlässlich des Ausbruchs des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges Kalifornien für unabhängig. 1848 trat Mexiko im Vertrag von Guadalupe Hidalgo seine Ansprüche auf das Gebiet an die USA ab.

Die Entdeckung von Gold durch James W. Marshall in Coloma im Januar 1848 löste den berühmten kalifornischen Goldrausch aus und führte zu einem massiven Bevölkerungszustrom. Am 9. September 1850 trat Kalifornien als 31. Bundesstaat den USA bei; 1854 wurde Sacramento Hauptstadt. Die Fertigstellung der transkontinentalen Eisenbahnlinie 1869 brachte wachsenden Wohlstand.

1890 wurde San Francisco zur größten Stadt an der Pazifikküste und einem international bedeutenden Handelszentrum; in Los Angeles erreichte der wirtschaftliche Aufschwung 1887 einen ersten Höhepunkt. Der Börsenkrach von 1893 löste eine ernste Wirtschaftskrise aus, bevor vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein neuerlicher Aufschwung einsetzte.

In den 1920er-Jahren strömten rund zwei Millionen Einwanderer nach Kalifornien; die Einwohnerzahl von Los Angeles überschritt bis 1924 die Millionengrenze. Erdölförderung gewann stark an Bedeutung (1925 stammte mehr als ein Fünftel der Weltölproduktion aus Kalifornien), und in dieser Zeit etablierte sich auch die Filmindustrie in Hollywood als bedeutender Wirtschaftszweig.

Während des Zweiten Weltkriegs entstanden zahlreiche Flugzeugfabriken und Schiffswerften; zwischen 1940 und 1945 stieg die Einwohnerzahl um fast zwei Millionen. Der Zustrom hielt nach Kriegsende an; zwischen 1950 und 1990 verdreifachte sich die Bevölkerung, seit 1962 ist Kalifornien der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat.

Im Oktober 1989 erschütterte das Loma-Prieta-Erdbeben die Bay Area/San Francisco, im Januar 1994 das Northridge-Erdbeben (6,7 auf der Richterskala) die Region Los Angeles mit Schäden von geschätzt 15 bis 30 Milliarden US-Dollar. Bereits im Herbst 1993 hatten schwere Buschbrände über 80.000 Hektar Land und mehr als 1.000 Häuser in Südkalifornien zerstört.

Wichtige aktuelle Ergänzung – die Waldbrände von Los Angeles, Januar 2025: Anfang Januar 2025 verwüstete eine Serie verheerender, durch starke Santa-Ana-Winde und extreme Trockenheit begünstigter Waldbrände weite Teile der Region Los Angeles, allen voran die Stadtviertel Pacific Palisades und Altadena. Die Brände forderten mindestens 30 Todesopfer, zerstörten über 16.000 Gebäude und verursachten laut Schätzungen wirtschaftliche Schäden im Bereich von 250 bis 275 Milliarden US-Dollar – eine der teuersten Naturkatastrophen der US-Geschichte. Gouverneur Newsom rief den Notstand aus und leitete umfangreiche Wiederaufbau- und Hilfsmaßnahmen ein, die auch über ein Jahr später noch andauern. Für Reisende, die entsprechende Stadtviertel besuchen möchten, empfiehlt sich vorab eine aktuelle Recherche zum Stand des Wiederaufbaus, da einzelne Gebiete weiterhin betroffen und teils gesperrt sein können.

Die Ereignisse von 2025 unterstreichen einen längerfristigen Trend: Waldbrände sind in Kalifornien in den letzten Jahren häufiger und intensiver geworden, was in Fachkreisen unter anderem auf zunehmende Trockenperioden im Zusammenhang mit dem Klimawandel zurückgeführt wird.

Kalifornien – Essen & Trinken

Genauso falsch wie das Vorurteil, Amerikaner würden sich nur von Pizza und Fastfood ernähren, ist die Behauptung, die Kalifornier hätten mit ihrer „Californian Cuisine“ das Kochen neu erfunden. In den Küchen vieler Spitzenrestaurants im Raum L.A. finden sich Einflüsse der europäischen, asiatischen und kreolischen Küche wieder, mit Zutaten meist frisch aus den fruchtbaren Obst- und Gemüseanbaugebieten des Nordens. An den Küsten stehen häufig Seafood-Gerichte wie Krabben, Krebse und verschiedene Salzwasserfische auf der Speisekarte.

Die kulinarische Vielfalt Nordamerikas speist sich aus zahlreichen ethnischen Küchentraditionen – kreolisch, chinesisch, thailändisch, südstaatlich geprägt, Tex-Mex oder eben Californian Cuisine – die man nicht überall, aber in Großstädten wie Los Angeles und San Francisco besonders vielfältig findet. Viele Fast-Food-Ketten sind dabei besser als ihr Ruf; im Westen der USA haben sich unter anderem die Filialen von Denny’s mit durchgehendem Betrieb etabliert.

Der Trend zu fleischloser bzw. pflanzenbasierter Ernährung hat sich in Kalifornien seit den 2000er-Jahren nochmals deutlich verstärkt – vegane und vegetarische Optionen gehören heute praktisch überall zum Standardangebot, weit über die früher üblichen „Veggie Burger“ hinaus.

Knigge: Vor dem Essen im Restaurant gilt meist die Regel „Wait to be seated“ – man wartet auf die Zuweisung eines Tisches, statt sich selbst zu platzieren. Das geduldige Anstehen (Standing in Line) ist ein fest verankertes kulturelles Ritual, das auch an der Rezeption, an Bankschaltern oder Kinokassen gilt.

Portionen fallen, besonders abends, oft großzügig aus; das Teilen von Gerichten oder das Einpacken von Resten als „Doggy Bag“ ist völlig üblich und gesellschaftlich akzeptiert.

Im Vergleich zu Europa wird in Nordamerika früh zu Abend gegessen, oft bereits ab oder vor 21 Uhr, in kleineren Orten teils noch früher.

Das Mindestalter für den Konsum und Kauf von Alkohol liegt landesweit bei 21 Jahren und wird in Bars, Clubs und Casinos in der Regel streng kontrolliert; ein gültiger Führerschein oder Reisepass dient dabei als Altersnachweis.

Rauchverbote in Innenräumen sind in Kalifornien seit Langem sehr konsequent umgesetzt: In Restaurants, Bars, Büros und den meisten öffentlichen Innenräumen ist das Rauchen durchgehend untersagt.

Die Kaffeekultur, maßgeblich durch die aus Seattle stammende Kette Starbucks geprägt, ist inzwischen fest etabliert, ergänzt durch eine breite, oft sehr hochwertige Third-Wave-Coffee-Szene in vielen kalifornischen Städten.

Restaurantempfehlungen: Der Originalartikel enthielt eine Liste konkreter Restaurants mit Adressen und Telefonnummern (u. a. Domenico’s on the Wharf in Monterey, Musso & Frank Grill und Spago in Los Angeles). Da sich Öffnungsstatus, Adressen und Kontaktdaten einzelner Restaurants über die Jahre häufig ändern und einige davon möglicherweise nicht mehr in gleicher Form existieren, empfiehlt sich vor einer erneuten Veröffentlichung eine Einzelprüfung dieser Angaben – Musso & Frank Grill in Hollywood (seit 1919) ist beispielsweise weiterhin ein bekanntes, historisches Traditionslokal.

Kalifornien – Sehenswürdigkeiten

Big Sur: Der Küstenstreifen rund 100 Meilen südlich von Monterey ist bekannt für seine dramatische Landschaft, in der das Küstengebirge direkt in den Pazifik fällt. Der sich um die Berghänge schlängelnde Highway 1 überrascht mit immer neuen Ausblicken.

Yosemite-Nationalpark: Das berühmte Yosemite Valley liegt rund 150 Meilen östlich von San Francisco in der Sierra Nevada. Das nur rund 12 Meilen lange, etwa 1,5 km breite Tal ist von über 600 m hohen Granitwänden umgeben, über die neun Wasserfälle stürzen, darunter die rund 740 m hohen Yosemite Falls – ein äußerst beliebtes Ziel für Touristen, Wanderer und Bergsteiger.

Sequoia-Nationalpark: Gemeinsam mit dem benachbarten Kings-Canyon-Nationalpark in der Sierra Nevada zwischen Los Angeles und San Francisco gelegen, weniger überlaufen als Yosemite und ideal zum Wandern sowie zur Besichtigung der beeindruckenden Mammutbäume.

Lake Tahoe: Der von dichten Wäldern und Berggipfeln umgebene Gebirgssee (rund 1.900 m über dem Meer) an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Kaliforniens – im Sommer für Wassersport und Wandern, im Winter für Skifahren. Beste Reisezeit ist meist Juni bis September (durchschnittlich rund 26 °C), auch Mai und Oktober bieten oft angenehme Temperaturen um 19 °C.

Death Valley: Rund 150 Meilen östlich von Los Angeles nahe der Grenze zu Nevada gelegen, mit einigen der eindrucksvollsten Wüstenlandschaften der USA; im Sommer werden regelmäßig Tagestemperaturen von deutlich über 45 °C erreicht. Trotz der lebensfeindlichen Bedingungen faszinieren die schroffen, farbenprächtigen Felsformationen und leuchtend weißen Salzseen.

Joshua-Tree-Nationalpark: Östlich von Palm Springs gelegen, mit der markanten Flora und Fauna der Mojave-Wüste, darunter Tausende der namensgebenden Joshua Trees – nach wie vor eher ein Geheimtipp für ernsthafte Wanderer und Kletterer als ein Massentourismusziel.

San Diego: An der Südgrenze Kaliforniens nahe der mexikanischen Grenze gelegen, bekannt für sein außerordentlich angenehmes Klima und die entspanntere Atmosphäre im Vergleich zum größeren Los Angeles. San Diego verfügt über einen der besten Zoos der Welt; die mexikanische Grenzstadt Tijuana liegt in geringer Entfernung.

California Wine Country: Kalifornien ist der größte Weinproduzent der USA. Das Napa Valley und das Sonoma Valley, rund 50 Meilen nördlich von San Francisco, zählen zu den bekanntesten Anbaugebieten, dicht gefolgt von der Zentralküste zwischen Monterey und Santa Barbara. Zahlreiche kleinere Anbaugebiete finden sich über den gesamten Bundesstaat verteilt; viele Weingüter bieten weiterhin (teils kostenpflichtige) Führungen und Weinproben an.

Kalifornien – Palm Springs

Die Stadt Palm Springs, in einem Wüstental rund 100 Meilen östlich von Los Angeles gelegen, ist seit Langem ein beliebter Rückzugsort für Filmstars und wohlhabende Kalifornier, angezogen von der Wärme und dem ganzjährigen Sonnenschein.

Palm Springs und seine Nachbargemeinden liegen an der Interstate 10 sowie der parallel verlaufenden Route 111 (auch als Palm Canyon Drive bekannt). Bereits zur Zeit des Stummfilms war Palm Springs Rückzugsort der Reichen und Berühmten Hollywoods; einige der historischen Villen sind bis heute erhalten, und zahlreiche Straßen tragen die Namen bekannter früherer Bewohner (u. a. Frank Sinatra Drive, Dinah Shore Drive, Gene Autry Trail, Bob Hope Cultural Center).

Rund um das ursprüngliche Wüstenbad sind mehrere zusammengewachsene Orte entstanden: Palm Springs, Desert Hot Springs, Cathedral City, Rancho Mirage, Palm Desert, Indian Wells und Indio. Entlang der Route 111 finden sich elegante Anwesen, grüne Golfplätze und exklusive Einkaufszentren.

Das Angebot an Unterkünften reicht von luxuriösen Resorthotels bis zu preiswerten Motels. Die Hauptattraktionen bleiben das Wetter, die zahlreichen Golfplätze und die eleganten Resorts. Regen ist selten, die Sonne scheint praktisch das ganze Jahr über; die Monate Januar bis Mai gelten wegen der geringeren Touristenströme und angenehmer Temperaturen als besonders empfehlenswert.

Golf wird ganzjährig gespielt, mit über hundert Plätzen in der Region – ein Umstand, der angesichts des zunehmend knapperen Wassers im Südwesten der USA in den letzten Jahren zunehmend kritisch diskutiert wird; viele Golfplätze und Kommunen der Region haben inzwischen Wassersparmaßnahmen eingeführt.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern und aktuellen Ereignissen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle Informationen, insbesondere zum Stand des Wiederaufbaus nach den Waldbränden 2025, empfiehlt sich vor Reiseantritt eine aktuelle Recherche.

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23. August 2017 0 comments
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