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New England - Boston
New EnglandStädtereisen

New England – Boston

von Joe OnTour 27. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

New England – Boston

Boston ist eine Mischung zwischen einer sehenswerten europäischen Stadt, lebendiger Historie und modernem Amerika. Zudem ist die Stadt überschaubar und eignet sich als eine der Attraktionen in den USA ideal zum Erkunden zu Fuß.

Boston kann man auch als die heimliche Hauptstadt Neuenglands bezeichnen. Die Hafen-, Handels- und Industriestadt liegt an der Mündung des Charles River. Hier befinden sich auch viele Banken und Versicherungsonzerne. Darüber hinaus ist Boston der Sitz des katholischen Erzbischofs. Gegründet wurde Boston 1630 von einer Siedlergruppierung unter der Führung von J. Winthrop. Boston ist ein weltbekanntes Kultur- und Bildungszentrum mit viel europäischem Flair. Es ist die irischste Stadt der USA und das kann man nicht nur am St. Patrick’s Day feststellen.

Mit dem Logan International Airport besitzt Boston den größten Flughafen der Neuengland-Staaten, der von den großen europäischen Fluggesellschaften direkt angeflogen wird. Ein Taxi vom Flughafen in die Stadt kostet rund $20. Es gibt aber auch preiswertere Verbindungen mit Bus und U-Bahn.

Mit dem Namen Boston sind die „Boston Celtics“, die berühmte Basketballmannschaft stark verbunden. Sie spielen im Fleet Center (gut mit der Green Line zu erreichen). Karten gibt es auf dem Schwarzmarkt immer zu haben. Dann sind da noch die Boston Red Sox, die für sportlich interessierte ein Institution sind. Die wichtigste Zeitung Bostons und eine der bedeutendsten der USA ist der Boston Globe. Sie bietet natürlich ausführlichste Informationen über das kulturelle Leben Bostons.

Neben einem Stadtrundgang entlang dem Freedom Trail sollte man auf jeden Fall das Stadtviertel Beacon Hill besuchen. In diesen Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert haben die wohlhabenden Bostoner Bürger gelebt. Die Back Bay mit den vielen Boutiquen und Galerien lädt zu einem nachmittäglichen Einkaufsbummel ein. Das kulturelle Zentrum der Stadt ist Midtown. Hier gibt es eine große Anzahl von Theatern, in denen Opern und Musicals oder Ballett-Aufführungen stattfinden.

New EnglandAllgemeine Länderinfos

New England – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 27. August 2017
New England

New England – Rhode Island

von Joe OnTour 27. August 2017
New England

New England – Vermont

von Joe OnTour 27. August 2017
New England

New England – New Hampshire

von Joe OnTour 27. August 2017
New England

New England – Massachusetts

von Joe OnTour 27. August 2017
New England

New England – Maine

von Joe OnTour 27. August 2017
New EnglandStädtereisen

New England – Boston

von Joe OnTour 27. August 2017
New EnglandStädtereisen

New England – Newport

von Joe OnTour 27. August 2017
New England

New England – Kennedy

von Joe OnTour 27. August 2017

Bilder New England – Boston

New England - Boston
New England - Boston
New England - Boston
New England - Boston

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New England - Newport
New EnglandStädtereisen

New England – Newport

von Joe OnTour 27. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

New England – Newport

Bei so manchen Spazierfahrten auf der Bellevue Avenue in Newport wird Ende des 19. Jahrhunderts so mancher adelige Besucher aus dem alten Europa vor Neid erblasst sein. Hier reihen sich die Herrenhäuser mit den Ausmassen kleiner Schlösser wie an der Perlenkette auf. Die meist neureichen Industriellen bezeichneten ihre Anwesen leicht untertrieben als „Sommerhäuser“.

Was in Amerikas goldenem Zeitalter mit viel Geld alles machbar war ist, erfährt der Reisende in Rhode Island in mindestens einem Dutzend dieser Mansions, die ihm im Villenviertel von Newport zur Besichtigung offen stehen. Diese kleinen Paläste (in der Stadt in etwa zwei Autostunden westlich von Boston am Atlantik) trugen keine ordinären Hausnummern.

Man gab diesen Besitzungen Namen wie „Chateau-Sur-Mer“, „The Elms“ oder „Hunter House“. Die grössten Anwesen sind „The Breakers“, das in etwa an das Weiße Haus in Washington erinnernde „Marble House“ und „Rosecliff“. Das Rosecliff hat schon häufig als Filmkulisse herhalten müssen. Hier wurd unter anderem für die Filme „True Lies“ und „The Great Gatsby“ gedreht.

Ein weiteres Anwesen, das „Rough Point“ liegt nicht an der Bellevue Avenue sondern um die Ecke an der Touro Street direkt am Meer. Der Garten dieses Anwesens wurde von Frederick Law Olmsted entworfen, der auch den Central Park in New York angelegt hat. Als dritter Besitzer übernahm James B. Duke „Rough Point“ im Jahr 1922.

Dieser hat den Besitz um zwei weitere Flügel auf 105 Zimmer aufstocken lassen. Seit dem Tod der Tochter von Doris Duke wird „Rough Point“ von einer Stiftung verwaltet. Der Besucher darf staunen: Die Hausherrin gönnte sich für die Einrichtung Werke großer Maler wie Renoir und Van Dyck. Das Haus war vollgespickt mit französischen Möbeln aus dem 18. Jahrhundert und Vasen aus der Ming-Dynastie.

Die Dame war allerdings auch etwas schrullig in ihrem fortgeschrittenen Alter. Unter Hinweis auf einen angeknabberten Teppich erzählt die Führerin bei der Besichtigung des Hauses, dass zwei Kamele das Anwesen mit Doris Duke teilen durften. Sie hatte die beiden Tiere als Zugabe für den Kauf einer gebrauchten Boeing 747 von einer arabischen Fluggesellschaft erhalten.

Geradezu mondän geht es auch heute noch am Hafen von Newport zu. Dort liegen vorwiegend die Yachten der modernen Herrschaften. Die Fischkutter wurden inzwischen weitgehend verdrängt. Newport ist eine absolute Seglerstadt. Von hier aus starteten viele Regatten. Segelfans werden den Besuch des Museums of Yachting auf auf jeden fall auf ihrer Liste stehen haben.

Nicht dem Geldadel sondern dem Tennisadel wird in der Miller Hall of Fame gefrönt. In den Vitrinen des 1880 gebauten Museums findet man ausgelatschte Tennisschuhe von Steffi Graf und getragene Hemden von Pete Sampras. Im Newport Casino wird das einzige Rasenplatzturnier der USA ausgetragen. Die Atmosphäre ist typisch amerikanisch familiär. Man kommt halt nach Newport um die Sommerfrische zu geniessen.

Bilder New England – Newport

New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
New England - Newport
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New England - Kennedy
New England

New England – Kennedy

von Joe OnTour 27. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

New England – Kennedy

Viele berühmte Persönlichkeiten aus den USA haben ihre Wurzeln in Neuengland. Das ist nicht verwunderlich, denn Neuengland war lange Zeit das Zentrum der amerikanischen Kultur, der Wirtschaft und der Wissenschaft. Zu diesen Persönlichkeiten zählte auch die Familie der Kennedys.

John F. Kennedy war wohl der berühmteste US-Präsident der Neuzeit. Er stammte aus Boston und seine Familie spielt auch heute noch eine massgebliche Rolle in der Politik Neuenglands.
Neuengland – Kennedys Haus
Das Anwesen der Familie Kennedy liegt direkt an der Küste von Neuengland, hat einen wunderschönen Meerblick und befindet sich etwas ausserhalb im schönen und mondänen Newport. Das Grunstück hat einen direkten Zugang zum Meer.

Das Haus ist heute ein Museum. Es werden geführte Besichtigungen durch die Räume des Hauses zu vorbestimmten Zeiten veranstaltet. Irgendwie ist es ein seltsames, beklemmendes Gefühl, durch die kleinen Räume und das Arbeitszimmer des John F. Kennedy zu gehen. Alles ist so geblieben, wie zu Lebzeiten des Präsidenten. Persönliche Dinge stehen überall noch in den Räumen.

Das Arbeitszimmer ist mit einem kleinen Schreibtisch ausgestattet und darüber hängt noch das Bildnis von JFK. Fast meint man, der Hausherr könnte jeden Moment aus einem der Nebenräume kommen….
Neuengland – Arbeitszimmere von John F. Kennedy
Wir fühlen uns wie Eindringlinge in einer privaten Sphäre…..

Bilder New England – Kennedy

New England - Kennedy
New England - Kennedy
New England - Kennedy
New England - Kennedy

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Kanada Flag
KanadaAllgemeine Länderinfos

Kanada – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 27. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Kanada – Allgemeine Informationen

Geografie Kanada ist ein Land mit fast unvorstellbaren Ausmaßen. Es ist nach Russland das zweitgrößte Land der Erde mit einer Fläche von rund 9,98 Mio. Quadratkilometern – damit ist Kanada etwa 28-mal so groß wie Deutschland. Fasst man alle Seen Kanadas zusammen, entspräche deren Fläche etwa der doppelten Fläche Deutschlands. Die Küstenlinie Kanadas misst rund 243.000 km (inklusive aller Inseln und Buchten; die reine Festlandküste rund 58.000 km) und gilt damit als die längste Küstenlinie der Welt. Die Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt rund 5.500 km, von West nach Ost rund 5.500–5.800 km.

Wirtschaft Kanada verfügt über eine hoch entwickelte Wirtschaft mit enormen Bodenschätzen und riesigen Energievorräten (u. a. Erdöl, insbesondere aus den Ölsanden Albertas, Erdgas, Wasserkraft sowie bedeutende Mineral- und Metallvorkommen). Wichtigster Handelspartner sind weiterhin die USA, gefolgt von China, weiteren EU-Staaten sowie Japan. Der Rohstoffhandel bleibt eine große Stärke Kanadas, während die verarbeitende Industrie vor allem im Osten des Landes konzentriert ist – entsprechend lebt ein erheblicher Teil der Kanadier in den Ballungsgebieten rund um Ontario und Québec. Der Dienstleistungssektor ist heute mit Abstand der größte und am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig Kanadas.

Politik Kanada ist ein föderalistischer Staat mit Gewaltenteilung zwischen der nationalen Regierung und den Regierungen der zehn Provinzen sowie drei Territorien. Kanada ist eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth; formelles Staatsoberhaupt ist der britische Monarch (aktuell König Charles III.), vertreten durch die Generalgouverneurin. Aktueller Premierminister: Mark Carney (Liberale Partei), im Amt seit März 2025 – ein ehemaliger Zentralbankchef (u. a. der Bank of Canada und der Bank of England), der seinen Vorgänger Justin Trudeau ablöste.

Religion Die Bevölkerung besteht zu rund zwei Dritteln aus Christen, davon der größte Teil römisch-katholisch (v. a. in Québec) sowie Angehörige verschiedener protestantischer Glaubensgemeinschaften. Der Anteil konfessionsloser Kanadier ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen und liegt heute bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung. Durch die hohe Einwanderungsquote sind zudem zahlreiche weitere Glaubensrichtungen vertreten, darunter Muslime, Hindus, Sikhs, Buddhisten sowie jüdische und weitere Gemeinschaften.

Bevölkerung In Kanada leben heute rund 40 bis 41,6 Millionen Menschen (Stand 2026) – deutlich mehr als die früher oft genannten 30 Millionen, bedingt durch anhaltend hohe Zuwanderung der letzten beiden Jahrzehnte. Die meisten Kanadier leben weiterhin in einem schmalen Streifen entlang der Grenze zu den USA sowie in den beiden bevölkerungsreichsten Provinzen Ontario und Québec.

Die größte Stadt bzw. der größte Ballungsraum ist Toronto mit rund 5,6 bis 6,3 Mio. Einwohnern im Großraum, gefolgt von Montreal (rund 4,3 Mio.) und Vancouver (rund 2,6 Mio.). In Ottawa, der Hauptstadt, leben im Ballungsraum rund 1,4 Mio. Menschen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei nur rund 4 Einwohnern pro Quadratkilometer, eine der niedrigsten weltweit. Rund 80 % der Kanadier leben in Städten. Kanada bleibt ein klassisches Einwanderungsland mit seit 1971 verfassungsrechtlich verankertem Multikulturalismus; die Balance zwischen Zuwanderung, Wohnungsmarkt und Infrastrukturausbau ist innenpolitisch allerdings ein zunehmend diskutiertes Thema.

Kanada – Einreise und Visum

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Kanada auf dem Luftweg kein klassisches Visum, müssen jedoch vor Abflug eine eTA (Electronic Travel Authorization) beantragen, sofern sie zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken für bis zu 6 Monate einreisen. Die eTA wird online über die offizielle Website (canada.ca) beantragt, kostet 7 kanadische Dollar und ist in der Regel bis zu 5 Jahre bzw. bis zum Ablauf des Reisepasses gültig, mit Berechtigung zu mehrfacher Einreise.

Voraussetzung ist ein gültiger, maschinenlesbarer Reisepass. Bei Einreise auf dem Landweg (z. B. aus den USA) sowie bei bestimmten Reisezwecken (u. a. längerfristige Aufenthalte, Arbeit, Studium) ist statt der eTA ein reguläres Visum erforderlich.

Von der Nutzung inoffizieller Drittanbieter-Websites, die für die eTA-Beantragung überhöhte Gebühren verlangen, wird abgeraten – die Beantragung sollte ausschließlich über die offizielle Regierungsseite erfolgen. Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, empfiehlt sich vor jeder Reise ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes sowie der kanadischen Regierung.

Kanada – Klima

Kanadas Klima ist durch die kontinentale Lage in arktische und gemäßigte Zonen unterteilt. Der größte Teil des Landes hat ausgeprägte, trocken-heiße Sommer und sehr kalte, meist sonnige Winter. Diese Jahreszeiten dauern jeweils mindestens fünf Monate.

Je weiter man nach Norden kommt, desto kürzer fallen Frühling und Herbst aus – in den nördlichen Regionen sind diese Übergangsjahreszeiten oft auf zwei bis drei Monate begrenzt. Im Winter macht sich das arktische Klima mit seinen Kaltluftfronten bis weit in die südlichen Landesteile bemerkbar.

Im Sommer werden in den südlichen Regionen Kanadas, bedingt durch Warmluftfronten aus dem Golf von Mexiko, häufig Temperaturen bis zu +35 °C erreicht. In den nördlichen Landesteilen liegen die Sommertemperaturen tagsüber im Schnitt eher bei +15 °C und können nachts unter den Gefrierpunkt fallen.

Im Winter liegen die Temperaturen im Süden durchschnittlich zwischen -5 °C und +10 °C, im Norden zwischen +5 °C und -40 °C. An der milderen südlichen Pazifikküste British Columbias bleiben die Temperaturen meist oberhalb des Gefrierpunkts. Im Winter sind in fast allen Landesteilen, mit Ausnahme mancher milderer Küstenregionen wie Teilen Nova Scotias, heftige Schneefälle üblich.

Kanada – Fauna

Kanadas Tierarten finden in den großen Waldgebieten reichen Lebensraum. Hier leben zahlreiche kleinere Arten wie Kaninchen, Hasen, Eichhörnchen und Füchse, aber auch größere Arten wie Bären, Elche und Stachelschweine.

In den Nationalparks leben noch Waldbisons. Bergschafe und -ziegen halten sich in den Bergwäldern auf, daneben sind Wapiti-Hirsche anzutreffen. Auch die bis zu 800 kg schweren Grizzlybären finden sich hier.

In den nördlichen Gebieten am Rande der Arktis sind zahlreiche Pelztierarten wie Hermeline, Nerze, Vielfraße und Wölfe heimisch. In der Subarktis halten sich Karibus und Moschusochsen auf – Karibus leben in großen Herden, historisch mit teils mehreren hunderttausend Tieren, wobei einige Herden in den letzten Jahrzehnten deutlich geschrumpft sind und heute unter besonderer Beobachtung stehen. Im Sommer sind zudem Millionen Zugvögel anzutreffen.

Eisbären, Robben, Walrosse und Wale leben vor der arktischen Küste.

Dieser enorme Wildtierbestand darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ressourcen begrenzt sind: Die Fischbestände auf dem Kontinentalschelf vor Neufundland, einst eines der reichsten Fischgründe der Erde, sind seit dem Zusammenbruch der Kabeljaubestände in den 1990er-Jahren teilweise bis heute nicht vollständig erholt. Der Wildbestand in manchen Waldregionen steht durch Lebensraumverlust unter Druck, ebenso durch die fortschreitende Nutzung der Küstenregenwälder an der Westküste.

Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung haben in Kanada in den letzten Jahrzehnten deutlich an politischer Bedeutung gewonnen: Die Abholzung der Wälder unterliegt heute strengeren Quoten und Zertifizierungssystemen, und Umweltgesetze zielen darauf ab, die Belastung der Gewässer und Great Lakes weiter zu reduzieren – auch wenn hier weiterhin erhebliche Herausforderungen bestehen.

Kanada – Flora

Rund die Hälfte der Fläche Kanadas ist mit Wäldern bedeckt. Im Südwesten Ontarios findet man teilweise reinen Laubwald.

Im Bereich der Großen Seen herrscht Mischwald vor, bestehend aus Buchen, Eichen, Ulmen, Tannen und Kiefern, dazu der Zuckerahorn, der zur Gewinnung von Ahornsirup dient.

In den nördlichen Regionen erstreckt sich ein rund 6.000 km langer Gürtel aus reinem Nadelwald (Tannen, Fichten, Kiefern) – die kanadische Boreal-Waldzone, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Erde. In etwa 2.000 m Höhe geht dieser oberhalb der Baumgrenze in alpine Flora über.

In den regenreichen Gebieten der Westküste findet sich ein regelrechter gemäßigter Regenwald mit Farnen und riesigen Zedern (Western Red Cedar).

Im Süden des Landes herrscht wegen der langen Trockenzeiten in den Prärien Präriegras vor, dessen engmaschige Wurzeln Regenwasser speichern und der Bodenerosion entgegenwirken. In einigen trockeneren Küsten- und Binnengebieten finden sich sogar Kakteen.

Weiter im Norden ist wegen der kalten Winter und des Dauerfrostbodens kein flächendeckender Baumbestand mehr anzutreffen – hier dominieren Krüppelfichten und Weiden. In der Tundra des hohen Nordens finden sich schließlich nur noch alpine Blumen, Gräser und Flechten.

Kanada – Geschichte

Frühgeschichte: Die erste Besiedlung Nordamerikas durch den Menschen erfolgte nach heutigem Forschungsstand vor rund 15.000 bis über 20.000 Jahren, wahrscheinlich über eine Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska sowie entlang der pazifischen Küste.

Um 1000: Nordische Seefahrer (Wikinger) siedeln kurzzeitig auf Neufundland (L’Anse aux Meadows) – die erste bekannte, wenn auch kurzlebige europäische Präsenz in Nordamerika.

1497: John Cabot (Giovanni Caboto aus Venedig, in britischen Diensten) landet in Labrador oder Neufundland.

1534/35: Jacques Cartier nimmt für Frankreich die Halbinsel Gaspésie und den oberen Sankt-Lorenz-Strom in Besitz.

1608: Québec City wird gegründet, 1642 folgt Montreal – beide durch die Franzosen (Samuel de Champlain bzw. Paul de Chomedey de Maisonneuve).

1663: Zusammenschluss der Siedlungsgebiete zur Kolonie „Nouvelle-France“.

1670: Gründung der Hudson’s Bay Company durch englische Adlige; in der Folge kommen englische Siedler ins Land, was zu englisch-französischen Rivalitäten um Fischereirechte und Pelzhandel führt.

1840: Ontario (Upper Canada) und Québec (Lower Canada) werden zur sich selbst regierenden „Province of Canada“ vereinigt.

1. Juli 1867: „Canada“ wird durch den British North America Act zusammen mit Nova Scotia und New Brunswick zum „Dominion of Canada“ erhoben, in der Folge erweitert um Manitoba, British Columbia, Prince Edward Island, Alberta und Saskatchewan (1870–1905) sowie 1949 nach Referendum um Neufundland.

1931: Kanada erhält mit dem Statut von Westminster den Dominion-Status voller außenpolitischer Souveränität.

1980: Ein erstes Referendum in Québec zur Souveränität scheitert; die Provinz verbleibt bei Kanada.

17. April 1982: Kanada erhält mit dem Canada Act des britischen Parlaments seine volle Verfassungssouveränität; die neue Verfassung gilt auch für Québec.

1987: Das Meech-Lake-Abkommen, ein Reformvorhaben der konservativen Regierung Mulroney zum besonderen Status Québecs, scheitert 1990 an der Ablehnung durch Manitoba und Neufundland.

1992: Eine Volksabstimmung lehnt mit 54 % das Charlottetown Accord ab, ein Konzept zur Stärkung der Provinzen und zum Sonderstatus für Québec.

1995: Ein zweites Unabhängigkeitsreferendum in Québec endet denkbar knapp mit einer Mehrheit von 50,6 % für den Verbleib bei Kanada.

1999: Gründung des Territoriums Nunavut.

Im 21. Jahrhundert regierten nacheinander die Premierminister Paul Martin (2003–2006), Stephen Harper (2006–2015) und Justin Trudeau (2015–2025), dessen zehnjährige Amtszeit unter anderem von der COVID-19-Pandemie, der Klimapolitik sowie zunehmenden Spannungen im Verhältnis zu den USA geprägt war. Nach Trudeaus Rücktritt übernahm im März 2025 der ehemalige Zentralbankchef Mark Carney die Führung der Liberalen Partei und das Amt des Premierministers; er gewann kurz darauf die vorgezogene Bundeswahl 2025 und führt seither eine Regierung, deren Politik unter anderem stark von der Frage geprägt ist, wie Kanada seine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA angesichts einer zunehmend konfrontativen US-Handelspolitik verringern kann.

Kanada – Essen & Trinken

Manche glauben, in Kanada gebe es nur Hamburger, Beefsteak und dünnen Kaffee. Das stimmt nicht.

Die Kanadier sind zum Beispiel echte Könner im Zubereiten schmackhafter Salate und kreieren zudem wunderbare Süßspeisen. Es gibt die unterschiedlichsten „Burger“, die oft nur dem Namen nach mit dem klassischen Hamburger verwandt sind.

Von Einwanderern aus Ländern wie Italien, Indien, China und vielen weiteren wurde die jeweils heimische Küche importiert und weiterentwickelt – entsprechend findet man in fast allen kanadischen Städten zahlreiche Spezialitäten-Restaurants dieser Länder, ergänzt durch eine lebendige moderne kanadische Küche, die regionale Zutaten (u. a. Wildlachs, Bisonfleisch, Ahornsirup) neu interpretiert.

Eine kanadische Besonderheit sind die sogenannten „Free Refills“ (kostenloses Nachschenken) bei günstigen Getränken wie Filterkaffee oder Softdrinks – diese Praxis ist zwar nicht mehr überall selbstverständlich, in vielen Diners und Cafés außerhalb der Großstädte aber weiterhin verbreitet.

In den Großstädten gibt es tausende Angebote denkwürdig leckerer Küche. Stadtbewohner mit Sinn für gutes Essen frequentieren Bistros, Lokale und Cafés, die von deftiger Hausmannskost in gut besuchten Lokalen bis zu Feinschmecker-Meisterwerken in gehobenen Restaurants alles bieten.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern und Einreisebestimmungen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen zur eTA/Einreise empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf canada.ca sowie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

KanadaAllgemeine Länderinfos

Kanada – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 27. August 2017
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Kanada – Vancouver

von Joe OnTour 27. August 2017
Kanada

Kanada – Banff Nationalpark

von Joe OnTour 27. August 2017
Kanada

Kanada – Jasper

von Joe OnTour 26. August 2017
Kanada

Kanada – Jasper – Schlittenhunde

von Joe OnTour 26. August 2017

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Kanada - Vancouver
KanadaAktuell BeliebtStädtereisen

Kanada – Vancouver

von Joe OnTour 27. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Kanada – Vancouver

Unsere erste Anlaufstation in Kanada ist Vancouver. Wir landen hier einige Tage vor Weihnachten, so dass wir von der Vorweihnachtszeit noch etwas mitbekommen. An userem Ankunftstag sind die Temperaturen mit + 4 Grad ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Es liegt noch kein Schnee. Der Flughafen liegt nur wenige Kilometer nördlich von Vancouver, so dass wir die Stadt schnell ereichen. Bereits bei der Anfahrt durch die Vororte beobachten wir die typische Wohnstruktur von Vancouver: kleine, adrette Einfamilienhäuser, die alle einen gepflegten Eindruck machen und von ihren Bewohnern individuell mit viktorianischen Säulenportalen etc. gestylt wurden. Die Downtown bietet wieder ein völlig anderes Bild mit ihrer gezackten Skyline vor der dramatischen Kulisse der schneebedeckten Berge.

Für den nächsten Tag haben wir eine Erkundungstour durch Vancouver geplant. Die meisten Kanadier nennen Vancouver als Ihren Wunsch-Wohnort. Die Stadt liegt herrlich eingebettet zwischen dem Pazifik und den Rockies. Die sind in etwa einer Stunde von Vancouver aus zu erreichen. Vancouver genießt einen hohen Freizeitwert und ist von einem quirligen Leben erfüllt. Man findet hier eine ausgeprägte Kulturszene, mannigfaltige Auswahl bei der Gastronomie und reichlich Möglichkeiten, sein Geld in den schicken Boutiquen auszugeben. In der Stadt leben 1,8 Mio. Vancouverites.

Ein unbedingtes Muss ist der Stanley-Park, der nur wenige Blocks von der Downtown entfernt liegt. Das Waldgelände wurde 1888 gegründet und mit alten Hemlocktannen aufgeforstet. Im Ostteil des Parks sind mächtige originale Totempfähle aufgebaut, die auf die einstigen Herren des Landes hinweisen. Von hier aus geht der Blick bis weit über die Coal-Harbour-Bucht auf die Innenstadt. Im Park befindet sich auch ein Aquarium, in dem man Belugawale bewundern kann. Der Stanley Park ist 404 Hektar groß und befindet sich am Ende der Georgia Street auf einer Halbinsel. Er gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in ganz Vancouver. Durch den Regenwald führen Trails und Fahrradwege. Eine Promenade führt direkt am Meer entlang rund um den Park. Zahlreiche Picknickplätze und Liegwiesen laden zum Verweilen ein. Wegen seiner Größe wirkt der Park auch bei hoher Frequentierung an den Wochenenden nicht überlaufen. Der Park ist nach Lord Stanley, dem damaligen Generalgouverneur Kanadas benannt worden.

Gleich zur rechten Hand des Parks liegt Coal Harbour, ein kleiner Meeresarm. In früheren Zeiten wurde hier in der Tat Kohle verladen. Die heutige „Kohle“ besteht aus den prunkvollen Jachten des Royal Vancouver Yacht Clubs. Ein riesiger Mastenwald spiegelt sich bei schönem Wetter im stillen Wasser vor der Skyline der City. Von hier aus starten sowohl Wasserflugzeuge als auch die Fähren des SeaBus. Vom Stanley-Park aus kommt man über die Lions Gate-Bridge nach Nord- und West-Vancouver. Dort wachsen die modernen Apartmenthäuser die Berghänge hinauf. Hier liegt auch die Einfahrt zum Jachthafen und man hat einen schönen Blick auf die ein- und auslaufenden Schiffe.

Bei herrlich klarem Wetter besuchen wir den Hafen am Burrard. Die ehemaligen Lagerhallen wurden umgebaut und es haben sich viele Shops, Boutiquen und Gastronomiebetriebe angesiedelt. Darüber hinaus haben sich Kunsthandwerker, Maler und Töpfer hier niedergelassen. Das Angebot ist riesig und wird nicht nur von den Touristen genutzt. Es werden auch nautische Souveniers und alte Seekarten angeboten. Jetzt, zur Weihnachtszeit spielt an jeder Ecke eine andere Musikkapelle auf. Gespielt wird ein buntes Gemisch von Dixieland, Jazz und Weihnachtsmusik. In den Geschäften und Restaurants, sogar in den Fast-Food-Läden ist die weihnachtliche Stimmung zu spüren. Auf der anderen Seite am Pacific Boulevard befindet sich der 1986 anlässlich der Expo gebaute kanadische Pavillon (Kanada Place), der heute als Kongresszentrum benutzt wird. Hier legen die großen Kreuzfahrtschiffe an und hier befinden sich auch eine Reihe von Luxushotels.

Vom Queen Elizabeth Park aus haben wir einen tollen Blick auf die umliegende Bergkulisse der Coast Mountains. Der Park liegt auf einem 150 Meter hohen Hügel in der sonst fast flachen Stadtlandschaft von Vancouver. Die davor liegende Skyline von Vancouver sieht dagegen recht winzig aus. Auf dem Gipfel des Parks befindet sich eine gläserne Kuppel eines Gewächshauses des Bloedel Conservatory. Bei hereinbrechender Dunkelheit finden wir noch eine kleine honorige Gesellschaft im Park. Die Skulpturen sind ein beliebtes Fotomotiv. Als wir die City nach unserem Ausflug bei Dunkelheit wieder erreichen, präsentiert sich uns ein Sonnenuntergang mit bizarren Spiegelungen wie am Polarkreis. Die Temperatur ist jetzt doch merklich gefallen. Über das Autoradio hören wir, dass für den kommenden Tag heftiger Schneefall angesagt ist. Hoffentlich werden wir den Flug nach Calgary antreten können.

Bilder Kanada – Vancouver

Kanada - Vancouver

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Kanada - Banff Nationalpark
Kanada

Kanada – Banff Nationalpark

von Joe OnTour 27. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Kanada – Banff Nationalpark

Wir verlassen die City von Calgary, übernehmen unseren vorgebuchten Dodge, einen Geländewagen mit typisch nordamerikanischen Ausmaßen. Die City von Calgary haben wir in zwei Stunden durchfahren und stellen fest, dass sie für uns nicht weiter sehenswert ist. So machen wir uns auf den Weg in den Banff Nationalpark. Wir haben vor, in Banff für eine Woche zu bleiben und von hier aus den Nationalpark zu erkunden. Über den Trans-Canada Highway fahren wir in das Herz der Rockies. Die vertrauten Country-Töne aus dem Bordlautsprecher begleiten uns auf unserer Fahrt. Am Stadtrand fahren wir am Canada Olympic-Park mit seiner 90 Meter hohen Skisprungschanze vorbei. Jetzt öffnet sich der Highway zu einer vierspurigen Autobahn. Die Gegend um Calgary liegt in einer ebenen Landschaft. In der Ferne sind jedoch schon die ersten Ausläufer der Rockies zu erahnen. Das sanft hügelige Gelände steigt nun langsam an und man erkennt bereits die Gipfel der Rocky Mountains, die schneebedeckt sind. Die Besiedlung lässt nach und wir passieren ein weites, welliges Farmland, auf dem zu Urzeiten die Indianer die Büffel jagten. Die Farmen sind so riesig, dass die Rancher diese nur noch per Helikopter überwachen können. Alberta investiert einen Teil seines großen Ölreichtums in die Infrastruktur des Landes und in die Naturschutzgebiete. Es wurden in den letzten Jahren viele Rad – und Wanderwege sowie Golfplätze gebaut. Der Banff-Nationalpark hat eine Größe von 6.600 km² und wurde bereits im Jahr 1885 gegründet. Der Park liegt etwa zwei Stunden von Calgary entfernt.

Während es in Calgary fast frühlingshaft warm durch den Chinook, einem Fallwind (Föhn) war, wird es jetzt hier in den Rockies schon wesentlich kühler. Das Thermometer fällt innerhalb von 2 Stunden Fahrt um 20 Grad. Wir fahren an riesigen Felsformationen vorbei, die sich senkrecht in die Luft auftürmen. Die Gebirgsketten haben sich vor 75 Millionen Jahren durch Erdauffaltungen gebildet. Der Highway schlängelt sich durch die grandiose Hochgebirgslandschaft. Kurz vor Banff öffnet sich ein weites Tal, durch das der Bow-River fließt. Der Banff-Nationalpark ist der älteste der insgesamt 37 Parks in Kanada. Kurz hinter dem Willkommensschild des Banff Nationalparks werden wir bereits durch ein riesiges Schild vor den Bären gewarnt. Allerdings dürften die, wie wir hoffen, jetzt ihren Winterschlaf halten.

Dafür werden wir mit dem Anblick anderer Wildtiere bereits bei unserer Anreise verwöhnt. Zwei ausgewachsene Waipitihirsche trollen sich auf einem zugefrorenen See. Wir sollen in den kommenden Tagen noch ausreichend Gelegenheit haben, den großen Wildbestand Kanadas zu erleben. Unser Ziel ist das Banff Springs Hotel, das einer mittelalterlichen Burg ähnelt. Das Hotel in seiner viktorianischen Neugotik thront an einem Berghang am Stadtrand von Banff. Es wurde von der Canadian Pacific im Jahre 1888 eröffnet. Der Zimmerpreis betrug damals 3,50 Dollar. Der ist nicht der gleiche geblieben, dafür aber der unverbaubare Blick ins Bow Valley und auf den Bow River sowie auf die angrenzenden Gipfel der Rockies. Der Verkehr ist in den Wintermonaten auf der Banff Avenue nicht sonderlich stark. Das wird sicher in den Sommermonaten anders sein. Es hat bisher noch sehr wenig in den unteren Regionen geschneit. Die Temperatur liegt bei -15° Celsius. Es wird aber in den nächsten Tagen ein Kälteinbruch erwartet mit bis zu -25°.

Der nächste Morgen bringt deshalb keine Überraschung, als wir das Thermometer kontrollieren und feststellen, dass es jetzt -28 ° Celsius anzeigt. Trotzdem wollen wir eine erste Erkundungstour zum Moraine Lake unternehmen. In der City rüsten wir uns noch mit Gesichtsmasken gegen die extreme Kälte aus, dann geht es los. Bereits die kurze Anfahrt zum See lässt einen ersten Eindruck auf die grandiose Naturszene erkennen. Zur Aklimatisierung haben wir uns eine Route rund um den See ausgesucht. Am Einstieg des Wanderweges werden wir wieder durch Warnschilder aufgefordert, auf Bären zu achten. Der Wanderweg ist ein schmaler Pfad, der weitgehend in Sichtweite des Sees durch die wild zerklüftete Gebirgslandschaft führt. Wir haben bei der Anfahrt keine Menschenseele gesehen. Aus diesem Grund sollte man sich vor jeder Tour immer in seiner Unterkunft abmelden und hinterlassen, welche Route man geht und wann man beabsichtigt, zurück zu sein. Bei der klirrenden Kälte ist jedenfalls kein Schneefall zu erwarten und so gehen wir die Tour beruhigt an. Schon nach den ersten Kilometern merken wir jedoch die enorme Anstrengung, da das Atmen bei den niedrigen Temperaturen doch sehr beschwerlich ist. Es ist immer wieder von Neuem ein beeindruckendes Erlebnis, sich in dieser noch weitgehend unberührten Natur zu bewegen. Unterwegs beobachten wir Bergschafe und mehrere Waipitihirsche, die über den zugefrorenen See laufen.

Nach fünf Stunden sind wir an unserem Ausgangspunkt zurück. Das war eine herrliche Tour, die wir lange in Erinnerung behalten werden. Für den nächsten Tag haben wir uns vorgenommen, eine etwas weitere Route in unmittelbarer Nachbarschaft des Lakes zu wählen, die wir mit Langlaufskiern absolvieren wollen. Von den weiteren Touren berichten wir auf unseren nächsten Seiten.

Bilder Kanada – Banff Nationalpark

Kanada - Banff Nationalpark
Kanada - Banff Nationalpark
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Kanada - Jasper
Kanada

Kanada – Jasper

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Kanada – Jasper

Nach unserem Aufenthalt im Banff National Park fahren wir jetzt weiter nach Jasper im gleichnamigen Jasper National Park. Der Park ist 10878 km² groß und wurde im Jahr 1907 gegründet. Unsere Route führt uns von Banff auf dem Highway Nr. 1 nach Lake Louise. Von da ab geht der Highway weiter Richtung Westen und zum Nordwesten führt der Icefields Parkway nach Jasper. Die Strecke von Lake Louise nach Jasper ist 230 Km lang und überreichlich mit spektakulären Naturschauspielen gespickt. Der Icefields Parkway ist die berühmteste Panoramaroute Kanadas. Der Highway ist großzügig ausgebaut und führt an einer alten Indianerroute entlang des Bow Rivers. An der Strecke liegen der Herbert Lake, Hector Lake, der von Gletschern umsäumte Pulpit Peak mit 2075 Metern Höhe, der Bow Lake (4,3 km lang) und das Columbia Icefield mit einer Größe von 325 km² (das größte zusammenhängende Eisfeld der nördlichen Hemisphäre), das fast bis an den Highway heranreicht. Von hier aus kann man sich mit Spezialfahrzeugen, auf den Athabasca Gletscher fahren lassen. Zur linken Hand, also westlich des Highways liegen auf der Strecke die über 3600 Meter hohen Hauptkämme der Rocky Mountains. Der Mount Columbia ist 3747 Meter hoch. Zur rechten Hand liegen die niedrigeren Front Ranges. Dahinter liegen schon die Prärien im Osten des Landes. Der Parkway schlängelt sich durch die Gebirgszüge. Die höchsten Passerhebungen liegen bei rund 2000 Metern.

Wir hatten für die Strecke einen Zeitplan von 6 Stunden eingeplant. Wie so oft im Leben kam es aber dann ganz anders. Kurz hinter Lake Louise begann es so stark zu schneien, dass die Sicht auf 20 Meter begrenzt war. Wir konnten nur noch im Schrittempo fahren. Gott sei Dank hatten wir einen allradgetriebenen Dodge, mit dem wir uns zutrauten, die Strecke weiter durchzufahren. Innerhalb von einer Stunde fuhren wir eine Strecke von 30 Km und hatten bereits eine Schneehöhe von 50 cm. Am Bow Lake überholte uns dann ein Räumfahrzeug, so dass das Navigieren im Schnee jetzt etwas komfortabler wurde. Unsere anfänglichen Bedenken doch lieber umzukehren und besseres Wetter für die Passfahrt abzuwarten, schwanden jetzt und wir setzen die Fahrt doch fort. Es kam uns seltsam vor, dass wir trotz diverser Stops auf der ganzen Strecke von keinen weiteren Fahrzeugen überholt wurden.

Wie sich später herausstellte, wurde die Strecke hinter uns komplett für den Verkehr gesperrt. Es schneite so stark, dass es nicht möglich war, unterwegs Bilder zu machen. Die hier gezeigten Bilder sind allesamt auf der Rückfahrt aufgenommen. Nach 7 Stunden Fahrt haben wir den Sunwapta Pass erreicht. Hier ließ der Blizzard nach und ging in normalen Schneefall über. Nach einer Fahrzeit von insgesamt 11 Stunden erreichten wir dann Jasper. Bei der Einfahrt in den Ort Jasper werden wir auf der Hauptstraße gleich von Karibus und Wapitihirschen empfangen, die in Rudeln und einzeln auftreten und auf Nahrungssuche in den Vorgärten und Grünanlagen sind. Nach der langen einsamen Fahrt durch die Rockies sind wir jetzt ganz froh, wieder etwas Leben zu sehen. Es begegnen uns sogar einige PKW’s und auf der Straße sind vereinzelt auch Menschen zu sehen.

Jasper ist ein kleiner verträumter Ort mit cirka 3000 Einwohnern und wurde erst nach 1900 mit Unterstützung der zweiten großen Eisenbahngesellschaft Kanadas, der Grand Trunk Railroad gegründet. Im Gegegnsatz zu Banff ist Jasper kaum kommerziell vermarktet und man fühlt sich zurückversetzt ins 19. Jahrhundert. Alles wrkt bescheiden und ursprünglich, selbst die Läden und wenigen Restaurants sind nicht auf den Tourismus sondern auf die Bedürfnisse der Einwohner abgestimmt. Wir finden ein Geschäft an der Hauptstraße, das alle erdenklichen Gegenstände und Ausrüstungen verkauft, die man zum Leben in der Wildnis benötigt. Hier ist vom Sack Mehl bis zur Motorsäge, über Bekleidung und Waffen alles zu haben. Es ist schon spät und wir decken uns für heute nur mit dem Notwendigsten ein. Der Schneefall verdichtet sich wieder und weitet sich zu einem Sturm aus. Bei einem solchen Blizzard, der vollkommen unverhofft kommt, sinkt die Sichtweite auf wenige Meter ab. Der Schnee kommt duch den starken Sturm senkrecht angepeitscht. Wir machen uns schleunigst auf den Weg zu unserer vorgebuchten Unterkunft, der Jasper Lodge. Auf der Strasse sehen wir einige Karibuhirsche, die sich von dem Sturm nicht beeindrucken lassen.

Die Jasper Lodge liegt einige Kilometer außerhalb von Jasper und besteht aus einem großzügigen Haupthaus mit Lobby, Restaurants und Freizeiteinrichtungen. Rund um die Lodge sind diverse Bungalows und Blockhäuser für die Gäste gebaut worden. Die gesamte Anlage ist großzügig und weitläufig errichtet. Teilweise liegen die Blockhäuser direkt am nahegelegenenen Ufer des jetzt allerdings zugefrorenen Sees. Wir passieren die Einfahrt zur Jasper Lodge. Zur Lodge gehören einige Blockhütten, die im Kanadischen Stil erbaut sind.

Nach dem Einchecken fallen wir totmüde von der langen und anstrengenden Fahrt ins Bett. Am nächsten Morgen empfängt uns der Tag mit herrlichem Sonnenschein und klirrender Kälte von -30° Celsius. Als erstes wollen wir ein wenig die Umgebung erkunden. Dazu ist aber einiges an Vorarbeit erforderlich, denn der Dodge ist vollständig mit Eis überzogen und es dauert eine volle Stunde, bis wir ihn freigekämpft haben. Er springt trotz der Kälte beim ersten Startversuch sofort an und so können wir uns auf den Weg machen.

Der Jasper National Park besteht aus einem 200 km langen und 90 km breiten Rechteck. Der Park ist durch eine kaum berührte Wildnis geprägt. Lohnende Ziele in der Umgebung sind die Athabasca Falls, die Eiskaskaden des Angel Glacier und der Mount Edith Cavell, der mit seinen 3363 Höhenmetern steil aufragt. Der Schwarzbär ist hier im Park ein Problemkind, weil es im Sommer immer wieder zu Unfällen kommt. Der Bestand wird auf 60.000 bis 120.000 Exemplare in British Columbia geschätzt und zwar mit zunehmender Tendenz. Da sind natürlich die Probleme bei der ebenfalls stetig steigenden Touristenzahl vorprogrammiert. Durch die ständigen Fütterungen haben die Bären ihre natürliche Scheu vor den Menschen teilweis verloren. Deshalb werden immer wieder plündernde Bären auf Campingplätzen etc. gesichtet und werden so zu einer ernsten Bedrohung der oft ahnungslosen Touristen. Die Warnungen und Hinweise sollten deshalb immer ernst genommen werden. Aber wir halten uns für erfahren genug und außerdem hält Meister Petz um diese Jahreszeit seinen Winterschlaf. Für den nächsten Tag haben wir eine Tour mit Schlittenhunden durch die Wildnis nördlich des Jasper-Nationalparks organisiert. Auf den weiteren Seiten berichten wir von diesen Erfahrungen.

Bilder Kanada – Jasper

Kanada - Jasper
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Kanada

Kanada – Jasper – Schlittenhunde

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Kanada – Jasper – Schlittenhunde

Da wir schon einmal in der Wildnis von Kanada sind, wollen wir auch Erfahrungen mit dem harten, ursprünglichen Leben der Kanadier machen. Zufällig lernen wir abends in Jasper in einem kleinen Pub bei einer Flasche Bier Tommy kennen. Der ist, wie er uns erzählt, im Sommer von Beruf Holzfäller. Im Winter ist er mit seinen Schlittenhunden auf Tour und erkundet die unberührte Natur in den Rocky Mountains. Übernachtet wird am Ende des Tages in kleinen Blockhütten, die er von Bekannten nutzen darf. Er lädt uns ein, einmal eine Tagestour mitzumachen. Wir sind natürlich hellauf begeistert und so verabreden wir uns für den nächsten Tag. Es soll bereits morgens um 5 Uhr mit dem Wagen losgehen. Da im Jasper-Nationalpark das Schlittenhundfahren verboten ist, müssen wir etwa 2 Stunden nördlich von Jasper außerhalb des Nationalparks in die Wildnis fahren. An einer einsamen Farmstation hat Tommy sich eine Blockhütte als Basisstation für seine Touren angemietet.

Dort angekommen brauchen wir erst einmal eine kleine Stärkung in Form eines mitgebrachten Frühstücks. Anschließend werden die im Anhänger untergebrachten Schlittenhunde eingespannt. Die Hunde sind gut ausgeruht und man merkt Ihnen die Vorfreude auf die bevorstehende Tour an. Tommy hat seine Frau Patricia zur Verstärkung mitgebracht und so sind wir zwei Schlittenhunde-Gespanne. Eines wird von Jürgen als Musher geführt, das andere von Patricia. Tommy wird uns mit seinem Motorschlitten später folgen. Bei einem eventuellen Unfall oder unvorhergesehenen Ereignissen haben wir auf diese Weise eine kleine Sicherheitsstufe eingebaut. Vor dem Start werden wir mit unseren Huskies bekannt gemacht und erhalten einen Schnellkurs in Sachen Gespann-Führen. Tommy hat uns natürlich schon am Vorabend reichlich mit Theorie vollgestopft aber die Praxis sieht wie immer etwas anders aus.

Das beginnt schon mit dem Einspannen der Hunde und endet noch lange nicht mit den ungewöhnlichen Kommandos während der Fahrt. Dick eingepackt mit mehreren Lagen Unterwäsche und Thermoschuhen sehen wir der Sache noch ganz optimistisch entgegen. Es wird schon werden. Die Temperaturen liegen heute bei etwa 25 Grad Minus. Durch den Windchill werden es während der im Schnitt 20 bis 30 Stundenkilometer schnellen Fahrt auch schon einmal -40 Grad Celsius. Brigitte soll duch einige Decken gut gepolstert vor mir auf dem Boden des Schlittens einquartiert werden. Ich stehe auf den hinteren Kufen des Schlittens und gebe mit alle Mühe, das Gespann nicht zu schnell werden zu lassen. Das ist aber nur in der Anfangsphase unserer Tour so, da die Huskies noch zu viel überschüssige Kräfte haben. Das Gespann besteht aus 10 Hunden. Die erfordern schon vor dem Start einiges an Überredungskunst, um das zu tun, was ich mir so vorstelle. Okay, so viel zur Theorie. Dann kann es ja los gehen

Die ersten Kilometer sind so rasant, dass kaum Zeit bleibt, um die natürliche Schönheit der Wildnis, die wir durchfahren, zu genießen. Zu sehr bin ich damit beschäftigt, die Kurven richtig anzusteuern und die Geschwindigkeit zu halten. Die Route führt uns anfangs durch dichtes Waldgebiet. Wir huschen in rasender Geschwindigkeit an den Bäumen vorbei. Das Gelände ist von ständigem Bergauf und Bergab gekennzeichnet. Bergauf muss ich meine Kondition testen und den Huskies durch Mitschieben die Arbeit erleichtern. Bergab wird die Fahrt so rasant, dass mitunter schon einmal die Bremse gezogen werden muß. Schwierig sind die Kurven am Ende einer Bergabfahrt. Bei zu hoher Geschwindigkeit besteht permanent die Gefahr, sich zu überschlagen. Allmählich, im Laufe des Vormittags tritt bereits das Gefühl ein, als hätte ich mein Leben lang nichts anderes getan, als Schlittenhund-Gespann zu fahren. Musher und Hunde wachsen bereits zu einer homogenen Einheit zusammen. Allein Brigitte hat etwas Schwierigkeiten, Ihr ramponiertes Kreuz auf dem harten Untergrund nach mehreren Stunden zu sortieren. Dafür entschädigt uns aber die völlig unberührte Natur mit ihrer beeindruckenden Schönheit um ein Vielfaches. Unterwegs kommen wir vorbei an wilden Gebirgsflüssen, die zu großen Teilen vereist sind.

In einem Waldstück begegnet uns ein Elch, der angesichts seiner beachtlichen Größe zu gebührendem Abstand rät. Auf einer weiten offenen Ebene kreuzt uns eine Herde von Widdern, die auf der Suche nach Nahrung sind.

In den letzten Tagen hat es Nachts erheblich geschneit. Die Bäume winden sich unter der Last der Schneemassen. Zur Mittagszeit gönnen wir uns und vor allen Dingen den Huskies eine wohlverdiente Verschnaufpause. Der Tee aus der mitgenommenen Thermoskanne ist köstlich. Wir genießen die Stille des Waldes, die nur vom Hecheln der Huskies unterbrochen wird. Bald machen wir uns wieder auf den Weg, schließlich haben wir noch einige Stunden Zeit bis zur Dunkelheit. Dort, wo die Flüsse wegen der starken Strömung noch teilweise frei sind, bilden sich dichte Nebelbänke durch den enormen Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft.

Einige Stunden weiter finden wir gleich zwei Elche, die gemeinsam äsen und sich durch uns nicht beeinträchtigt fühlen. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, diesen gewaltigen Tieren in freier Natur gegenüber zu stehen. Gegen Abend erreichen wir unseren Ausgangspunkt. Wir sind völlig geschafft aber zufrieden und glücklich, alles heil und gesund überstanden zu haben. Es war ein großartiges Erlebnis, das wir nur jedem, der sich dafür interessiert, zur Nachahmung empfehlen können.

Bilder Kanada – Jasper – Schlittenhunde

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Samoa
SüdseeAllgemeine Länderinfos

Südsee – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Südsee – Allgemeine Informationen

Wissenswertes zu Französisch-Polynesien Französisch-Polynesien, ein Überseeland Frankreichs (seit 2004 mit dem Status „Collectivité d’outre-mer“ und erweiterter Autonomie), besteht aus fünf Archipelen: den Gesellschaftsinseln (mit Tahiti, Moorea, Bora Bora), den Tuamotu-Inseln, den Marquesas-Inseln, den Austral-Inseln und den Gambier-Inseln. Das Seegebiet dieser 118 Inseln erstreckt sich über eine Meeresfläche von rund 4 Mio. km², die reine Landfläche beträgt jedoch nur etwa 4.000 km².

Der Flughafen von Papeete (Faa’a) befindet sich auf der Hauptinsel Tahiti, rund 17.500 km von Europa entfernt; die Flugzeit beträgt inklusive Zwischenstopp(s) meist rund 24 Stunden.

Einreisebestimmungen: EU-Bürger, darunter Deutsche, Österreicher und Schweizer, benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Erforderlich sind: – ein gültiger Rück- oder Weiterflugschein mit den erforderlichen Reisedokumenten, – ein bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass (Kindereinträge im Elternpass werden nicht mehr akzeptiert – jedes Kind benötigt einen eigenen Reisepass), – der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für die Aufenthaltsdauer.

Währung: Zentralpazifischer Franc (Franc Pacifique, XPF). Der XPF ist seit Einführung des Euro fest an diesen gekoppelt: 1.000 XPF = 8,38 EUR bzw. 1 EUR ≈ 119,3 XPF – dieser Kurs ist seit 1999 unverändert und gilt somit auch heute noch.

Geld: Kreditkarten sind in der Südsee heute nahezu überall verbreitet und die übliche Zahlungsart in Hotels, größeren Restaurants und Geschäften. Reiseschecks spielen dagegen praktisch keine Rolle mehr und werden von immer weniger Banken angenommen – von ihrer Mitnahme ist eher abzuraten. Auf weniger touristisch erschlossenen Inseln bleibt Bargeld (Landeswährung oder US-Dollar) weiterhin unverzichtbar, da Geldautomaten und Kartenterminals dort selten oder gar nicht vorhanden sind.

Netzspannung: Auf den Cookinseln, in Tonga, Samoa und Fidschi beträgt die Netzspannung 240 Volt/50 Hertz, der Anschluss erfolgt über einen dreipoligen Flachstecker – ein Mehrfachadapter (Weltreisestecker) ist unbedingt mitzunehmen. In Französisch-Polynesien beträgt die Netzspannung 220 Volt/50 Hertz mit europäischen Rundsteckern.

Zeit: Die Datumsgrenze verläuft mitten durch den Südpazifik: Fliegt man von Westen nach Osten, kommt man einen Tag früher an, umgekehrt verliert man einen Tag. Zu beachten ist außerdem, dass einige Inselstaaten (u. a. Samoa) 2011 die Datumsgrenze offiziell gewechselt haben, um ihre Zeitzone an die wichtigen Handelspartner Australien und Neuseeland anzugleichen. Die mitteleuropäische Sommerzeit verschiebt die jeweiligen Zeitangaben um eine weitere Stunde.

Post: Briefe oder Postkarten aus der Südsee nach Europa sind heute meist ein bis zwei Wochen unterwegs, teils auch etwas länger. Wer sich Post aus Europa nachsenden lassen möchte, kann diese mit dem eigenen Namen versehen an das General Post Office des jeweiligen Landes senden lassen, mit dem Vermerk „Poste restante“ (postlagernd) – dieser Service wird heute allerdings seltener genutzt als früher, da E-Mail und mobile Kommunikation die klassische Poste-restante-Nutzung weitgehend abgelöst haben.

Impfung & Gesundheit: Grundsätzlich ist für die direkte Einreise aus Deutschland keine Pflichtimpfung vorgeschrieben. Empfehlenswert sind dennoch die Standardreiseimpfungen sowie je nach Reiseziel und -dauer Hepatitis A, Typhus, Tetanus und Polio – eine individuelle reisemedizinische Beratung vor Abreise wird empfohlen, da sich Empfehlungen im Detail ändern können.

Eine Malariaprophylaxe ist beim Besuch von Vanuatu, Papua-Neuguinea und den Salomonen weiterhin unverzichtbar; die übrigen hier beschriebenen Reiseziele (Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Samoa, Tonga) gelten als malariafrei. Das in der Südsee vorkommende Dengue-Fieber wird durch Moskitos übertragen und tritt meist zwei bis drei Wochen nach der Infektion mit grippeähnlichen Symptomen auf; ein wirksamer Mückenschutz ist daher grundsätzlich empfehlenswert.

Die ärztliche Versorgung ist auf den einzelnen Südseeinseln sehr unterschiedlich: Auf den Cookinseln und auf Tahiti trifft man meist auf gut ausgebildetes medizinisches Personal, auf abgelegeneren Inseln kann die Versorgung deutlich eingeschränkt sein. Bei schwereren Erkrankungen erfolgt häufig eine medizinische Ausfliegung nach Australien oder Neuseeland. Eine leistungsfähige Auslandsreise- und Rückholversicherung sollte daher in jedem Fall abgeschlossen werden.

Empfehlenswert ist eine kleine Reiseapotheke (u. a. Mittel gegen Durchfall und Fieber, Desinfektionsmittel) sowie ein Moskitonetz für die Nacht, insbesondere bei einfacheren Unterkünften ohne Klimaanlage oder Fliegengitter.

Bevölkerung: Französisch-Polynesien zählt heute rund 280.000 bis 290.000 Einwohner (Stand 2026), davon der überwiegende Teil Polynesier, daneben Bevölkerungsgruppen asiatischer (v. a. chinesischer) und europäischer Herkunft.

Sprache

Cookinseln: Offizielle Landessprache ist Englisch, daneben ist Cook-Islands-Māori weit verbreitet: Kia orana (Hallo), meitaki (Danke), tapu (Eintritt verboten).

Fidschi: Es gibt drei offizielle Sprachen: Fidschianisch, Hindi und Englisch. Auf Fidschianisch sagt man: Bula (Hallo), Ni sa yadra (Guten Morgen), Vinaka (Danke schön), Ni sa moce (Auf Wiedersehen).

Französisch-Polynesien: Französisch und Tahitianisch sind offizielle Sprachen, mit Englisch kommt man auf den touristisch erschlossenen Inseln ebenfalls gut zurecht. Auf Tahitianisch sagt man: Ia orana (Hallo), Maeva (Willkommen), Māuruuru roa (Vielen Dank).

Samoa: Englisch ist offizielle Sprache, Samoanisch eng verwandt mit den polynesischen Sprachen Tahitis, der Cookinseln und Tongas. Talofa (Hallo), Afio mai (Willkommen), Tofā (Auf Wiedersehen), Manuia (Viel Glück), Fiafia (Fest), Palagi (Weißhäutiger).

Tonga: Tongaisch ist Landessprache, in der Schule wird zudem Englisch gelehrt. Auf Tongaisch sagt man: Mālō e lelei (Guten Tag), Mālō ‚aupito (Vielen Dank), ‚Ofa atu (Prost), Fale (Haus).

Reisezeit: Die beste Reisezeit für die Südsee liegt zwischen Mai und Oktober, im Südsee-„Winter“; auf den Cookinseln, auf Tonga oder in Französisch-Polynesien kann es spätabends dennoch kühl genug für einen Pullover sein.

Im Juli und August machen viele Australier und Neuseeländer auf den Sonneninseln Urlaub, zudem wird es auf Tahiti durch Besucher aus Frankreich, insbesondere in den dortigen Sommerferien, etwas voller.

Zwischen November und April, in der Regenzeit mit meist kurzen, aber heftigen Regenfällen, ist das Klima heiß und schwül (vor allem in Samoa und Fidschi); zudem steigt in dieser Zeit die Zyklongefahr deutlich. Im Südsee-Winter liegen die Tagestemperaturen meist bei 23–25 Grad.

Sicherheit: Auf allen hier beschriebenen Inseln ist die Kriminalitätsrate im internationalen Vergleich gering, Gastfreundschaft genießt hohen Stellenwert. Dennoch kommt es, wie in vielen touristisch geprägten Regionen, gelegentlich zu Gelegenheitsdiebstählen, insbesondere an Stränden – die üblichen Vorsichtsmaßnahmen (Wertsachen nicht unbeaufsichtigt lassen, Hotelsafe nutzen) sind empfehlenswert. Für Fidschi lohnt sich zudem, vor Reiseantritt einen Blick auf die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu werfen, da das Land in seiner jüngeren Geschichte mehrfach politisch instabile Phasen durchlaufen hat (siehe Geschichtsabschnitt).

Autoverkehr

Cookinseln: Linksverkehr, Gurtpflicht, Höchstgeschwindigkeit 50 km/h – auf Hunde und Schweine auf der Straße achten.

Fidschi: Linksverkehr, Gurtpflicht, Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen 80 km/h, in Dörfern 50 km/h oder weniger bei verkehrsberuhigenden Bodenschwellen.

Französisch-Polynesien: Rechtsverkehr, Gurtpflicht, Höchstgeschwindigkeit 40 km/h in Dörfern, 80 km/h auf Landstraßen.

Samoa: Wichtige Korrektur: Samoa hat 2009 von Rechts- auf Linksverkehr umgestellt (um leichter gebrauchte Fahrzeuge aus Australien, Neuseeland und Japan importieren zu können) – der frühere Hinweis auf Rechtsverkehr ist damit überholt. Straßen abseits der Hauptrouten sind bisweilen holperig, Dörfer sind häufig mit Bodenschwellen verkehrsberuhigt.

Tonga: Linksverkehr, Höchstgeschwindigkeit 65 km/h, in Dörfern 40 km/h. Begegnet einem der König in seiner Kolonne, ist anzuhalten. Trampen ist auf Tonga unerwünscht. Für die Anmietung eines Fahrzeugs ist auf Tongatapu gegen eine geringe Gebühr ein örtlicher Führerschein zu beantragen.

Mietwagen, Busse & Taxis: Die im ursprünglichen Artikel genannten Einzelpreise für Mietwagen, Busfahrten und Taxis stammten erkennbar aus den frühen 2000er-Jahren und sind heute in ihrer absoluten Höhe nicht mehr verlässlich. Die relative Einordnung bleibt jedoch meist zutreffend: Mietwagen und Taxis sind in Französisch-Polynesien und auf Fidschi vergleichsweise teuer, auf den Cookinseln und in Samoa dagegen moderater; Busse bzw. lokale Sammeltaxen sind praktisch überall die günstigste Fortbewegungsart. Für aktuelle Preise empfiehlt sich eine Recherche kurz vor Reiseantritt bei örtlichen Anbietern oder Reiseveranstaltern.

Tauchen: Ausrüstung für Tauchgänge kann vor Ort gemietet werden. Eines der beliebtesten Tauchgebiete ist die Astrolabe Lagoon nahe der Insel Kadavu (Fidschi).

Fischen, Golf & Wassersport: An vielen der größeren Resorts werden Hochsee-Angeltouren, Wasserskifahren, Reiten und Golf angeboten; auf Fidschi zählen unter anderem der Fiji Golf Club in Suva sowie mehrere Resort-Golfplätze zu den bekannteren Anlagen.

Trinkgelder: Trinkgelder sind in der Südsee traditionell weder im Restaurant noch im Hotel üblich und werden mancherorts sogar als unpassend empfunden – eine Ausnahme bilden touristisch stark von Japan und den USA geprägte mikronesische Inseln. In großen internationalen Hotelketten hat sich diese Zurückhaltung in den letzten Jahren teilweise gelockert; im Zweifel orientiert man sich am besten an den Gepflogenheiten vor Ort bzw. den Hinweisen des jeweiligen Hotels.

Botschaft (Frankreich) in Deutschland: Französische Botschaft, Pariser Platz 5, 10117 Berlin (die im Originalartikel genannte Adresse „Alexanderplatz 5″ ist überholt).

Honorarkonsulat Deutschland in Französisch-Polynesien: Für aktuelle Kontaktdaten empfiehlt sich eine Prüfung über die Website des Auswärtigen Amtes, da sich Adressen und Ansprechpartner von Honorarkonsulaten gelegentlich ändern.

Südsee – Klima

Auf Tahiti weht das ganze Jahr über ein erfrischender Südseewind. Man unterscheidet zwei Jahreszeiten: die heiße Jahreszeit von November bis März mit Durchschnittstemperaturen um 27 °C und eine kühlere Jahreszeit von April bis Oktober mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C. Die Wassertemperatur beträgt konstant etwa 26 °C.

Die beste Reisezeit für die Südsee liegt zwischen Mai und Oktober, im Südsee-„Winter“. Im Juli und August machen viele Australier und Neuseeländer auf den Sonneninseln Urlaub, zudem wird es auf Tahiti durch französische Feriengäste etwas voller.

Zwischen November und April, in der Regenzeit mit meist kurzen, aber heftigen Regenfällen, ist das Klima heiß und schwül (vor allem in Samoa und Fidschi), außerdem steigt die Zyklongefahr deutlich. Im Winter liegen die Tagestemperaturen meist bei 23–25 Grad.

Südsee – Fauna

Pazifischer Flying Fox Die Frucht-Fledermaus oder der Flying Fox ist häufig im Koroyanitu-Nationalpark anzutreffen. Meist werden diese Tiere abends gesichtet, wenn sie ihre Lager verlassen. Der Flying Fox fliegt weite Strecken auf der Suche nach Früchten oder Blüten und ist während der Nacht lautstark zu hören. Weibliche Tiere tragen ihre Jungen am Bauch hängend.

Ein weiterer Flying Fox, der samoanische Flying Fox (Bekwa Lulu), ist ebenfalls im Koroyanitu-Nationalpark anzutreffen. Er besitzt eine weniger intensive Färbung und fliegt eher allein als in Gruppen; diese Art lässt sich auch tagsüber im Flug beobachten.

Wildschweine Das Wildschwein wurde von den ersten Siedlern nach Fidschi und andere Südseeinseln gebracht. Die meisten Tiere sind schwarz gefärbt, es gibt aber auch weiße, braune und gescheckte Exemplare. Sie plündern gerne die Gärten der Dorfbewohner, bevor sie sich wieder in die Wälder zurückziehen. Die Jagd auf Wildschweine ist nicht ganz ungefährlich, da männliche Eber mit ihren scharfen Stoßzähnen ein wehrhafter Gegner sein können, besonders wenn sie in die Enge getrieben werden.

Schleiereule Weit verbreitet, aber nur nachts aktiv, ernährt sich die Schleiereule fast ausschließlich von Nagetieren. Unverwechselbar ist ihr Ruf, den man häufig während des Flugs hört.

Bellende Taube Die bellende Taube ist eine große Waldtaube, die besonders auf Fidschi vorkommt. Man sieht sie oft auf gut sichtbaren Zweigen sitzen; bekannt ist sie für ihre lauten, bellenden Rufe. Sie ernährt sich von großen Früchten wie Muskatnuss und den Früchten der Sagopalme.

Roter Avadavat Kleine Gruppen des Roten Avadavat finden sich häufig in Grasebenen. Das Brutgefieder des Männchens zeichnet sich durch dunkles Burgunderrot mit weißen Punkten aus; außerhalb der Brutsaison sind Männchen wie Weibchen matt braun.

Pazifischer Goldregenpfeifer Fidschis häufigster Wintergast aus dem Norden ist dieser Watvogel, der meist in großer Zahl ab September eintrifft und Ende März/Anfang April wieder abzieht. Er lässt sich regelmäßig auf Schlamm- und Sandflächen der Inseln beobachten.

Gelbbrüstiger Moschus-Papagei Dieser große, auffällige Papagei lebt nur in den Wäldern von Viti Levu (Fidschi) und stößt häufig laute Schreie aus. Durch die fortschreitende Rodung des Regenwaldes ist sein Fortbestand weiterhin stark gefährdet; entsprechende Schutzprogramme laufen auf Fidschi.

Südsee – Flora

Fleischfressende Pflanzen Im nährstoffarmen Dschungel haben sich besonders trickreiche Strategien entwickelt, etwa bei den Kannenpflanzen: Ihre Fangorgane bestehen aus kannenartig umgeformten Blättern, die durch Nektarduft und Farbe Insekten anlocken. Die glatten, glitschigen Innenwände lassen die Beute abrutschen; am Boden der Kanne werden Insekten und gelegentlich auch größere Beutetiere wie Baumfrösche oder Tausendfüßler durch Verdauungssäfte aufgelöst und liefern der Pflanze wichtige Stickstoffquellen.

Orchideen Orchideen gehören zur größten Familie der blütentragenden Pflanzen. Ihre Größe variiert von 1 cm bis über 5 m, die Mehrzahl wächst epiphytisch, daneben gibt es terrestrische und auf Felsen wachsende Arten. Jede Blüte besitzt drei Kelch- und drei Blütenblätter, von denen eines zur Lippe geformt ist, auf der bestäubende Insekten landen – die Formenvielfalt der Blüten ist entsprechend enorm.

Taro Taropflanzen gedeihen vorwiegend in tropischen und subtropischen Regionen und wurden bereits vor über 2.000 Jahren erstmals kultiviert. Die Knollen enthalten rund 20 % Stärke sowie etwa 3 % Eiweiß, dazu reichlich Provitamin A und Vitamin C. Es existieren rund 1.000 verschiedene Taro-Sorten; die Knollen werden nach dem Schälen gewaschen und lassen sich ähnlich wie Kartoffeln kochen, grillen, backen oder frittieren – dabei sollte das Kochwasser einmal gewechselt werden, um enthaltenes Calciumoxalat zu entfernen.

Yams Ein wichtiger Stärkelieferant auf allen Märkten der Region; einzelne Knollen können bis zu 50 kg schwer werden.

Brotfrucht Der Brotfruchtbaum wird bis zu 20 m hoch und speichert Stärke in bis zu 2 kg schweren, grünen Früchten; die Blätter erreichen Größen von bis zu 80 x 50 cm.

Jackfrucht Der Jackfruchtbaum ähnelt der Brotfrucht, trägt jedoch noch größere Früchte von bis zu einem Meter Länge und 50 kg Gewicht, die direkt am Stamm und an älteren Ästen wachsen (Stammblütigkeit). Der Baum wird bis zu 25 m hoch.

Kokosnuss Kokosfleisch wird unter anderem zur Herstellung von Kosmetikprodukten verwendet, das Kokoswasser gilt in der traditionellen Anwendung als erfrischend und elektrolytreich.

Südsee – Geschichte, Kultur, Kunst

1502: Christoph Kolumbus erfährt von indigenen Informanten, dass sich jenseits der mittelamerikanischen Landenge ein Ozean erstreckt, deutet die Nachricht jedoch falsch.

1520: Ferdinand Magellan gelangt auf der Westroute nach den Molukken durch die nach ihm benannte Meerenge in den Südpazifik und nennt den Ozean „Mar Pacifico“.

1521: Magellan landet auf Guam und nennt die Inselgruppe „Islas de los Ladrones“ (Marianen, Mikronesien).

1616: Willem Schouten und Jacob Le Maire erreichen den Norden der Tongainseln, entdecken die Hoorn-Gruppe sowie Neuirland (Melanesien).

1642/43: Abel Janszoon Tasman entdeckt auf seiner Fahrt von Batavia aus Tasmanien, Neuseeland, das Zentrum der Tongainseln und berührt die Fidschi-Inseln sowie Neubritannien.

1722: Jacob Roggeveen entdeckt die Osterinsel und den Samoa-Archipel.

1764–66: John Byrons Südseereise führt über die Tuamotus, die Tokelau-Inseln und die Gilbertinseln zu den Marianen.

1766–69: Erste wissenschaftlich begleitete Südsee-Expedition unter Louis Antoine de Bougainville, Wiederentdeckung des Samoa-Archipels, der Neuen Hebriden und der Salomonen, Entdeckung der Louisiaden. Im selben Zeitraum entdeckt Samuel Wallis Tahiti, Philip Carteret findet die Santa-Cruz-Inseln und die Salomonen wieder und entdeckt die nach ihm benannte Meerenge zwischen Neuirland und Neubritannien.

1768–71: James Cooks erste Pazifikreise: Entdeckung der Austral-Gruppe und der Cookstraße, Wiederauffindung der Torresstraße.

1772–75: James Cooks zweite Pazifikreise: Entdeckung der Cookinseln, Besuche auf Tonga und den Marquesas, Entdeckung Neukaledoniens.

1776–80: Britische Forschungsreise unter James Cook (bis 1779): Entdeckung des Hawaii-Archipels; Cook stirbt am 14. Februar 1779 auf Hawaii.

1789: Kapitän William Bligh, nach der Meuterei auf der Bounty in einem offenen Boot ausgesetzt, durchquert die Fidschi-Gruppe und entdeckt deren Hauptinsel Viti Levu. Im selben Jahr wird Nauru von einem amerikanischen Walfängerkapitän gesichtet.

1835: Charles Darwin bereist mit der „Beagle“-Expedition Ozeanien und begründet auf Basis seiner Beobachtungen auf den Tuamotus, Tahiti und in Neuseeland seine Theorie zur Entstehung von Korallenriffen.

1838/1843: Tahiti wird zunächst französisches Protektorat, 1843 französische Kolonie.

1874: Die Fidschi-Inseln werden britische Kolonie.

1888: Nauru wird Teil Deutsch-Neuguineas, Chile annektiert die Osterinsel, Großbritannien erklärt u. a. die Cookgruppe zum Protektorat (ab 1901 neuseeländisches Territorium).

1897/1898: Die letzte hawaiianische Königin Liliʻuokalani wird 1893 gestürzt, 1898 annektieren die USA Hawaii formell.

1898–1900: Im Gefolge des Spanisch-Amerikanischen Krieges fällt Guam an die USA. Das Deutsche Reich erwirbt die übrigen Marianen, die Karolinen und Palau von Spanien und die Marshallinseln sowie Teile Samoas.

1914–1918: Deutschland verliert im Ersten Weltkrieg seine pazifischen Kolonien, die 1919/20 als Völkerbund-Mandate an Japan, Großbritannien, Australien und Neuseeland verteilt werden.

1941–45: Japanische Truppen erobern weite Teile Mikronesiens und Melanesiens, werden aber bis 1945 von alliierten Streitkräften zurückgeschlagen.

1959: Hawaii wird 50. Bundesstaat der USA.

1962: Westsamoa (heute Samoa) erlangt als erster pazifischer Staat die Unabhängigkeit.

1970: Tonga und Fidschi werden unabhängig.

1980: Die Neuen Hebriden werden als Vanuatu unabhängig.

1987: Auf Fidschi finden zwei Militärputsche statt, in deren Folge das Land den Commonwealth verlässt und Republik wird.

1994: Palau wird als 185. Mitglied in die UNO aufgenommen.

1995/96: Frankreich führt nach jahrelangen, international kritisierten Atomtests im Südpazifik (Mururoa, Fangataufa) eine letzte Testserie durch und beschließt 1996 nach heftigen internationalen und regionalen Protesten die endgültige Einstellung aller Atomversuche.

2000: Ein weiterer, ethnisch motivierter Putsch erschüttert Fidschi (Speight-Putsch); der demokratisch gewählte Premierminister wird kurzzeitig als Geisel genommen.

2006: Ein dritter Militärputsch unter Führung von Commodore Frank Bainimarama stürzt die fidschianische Regierung erneut; es folgt eine mehrjährige Militärregierung.

2009: Samoa stellt den Straßenverkehr von Rechts- auf Linksverkehr um.

2010: Frankreich verabschiedet ein Entschädigungsgesetz (Loi Morin) für Opfer der Atomtests in Französisch-Polynesien und der Sahara; die konkrete Umsetzung und Anerkennung von Entschädigungsansprüchen bleibt seither politisch umstritten und wurde in den Folgejahren mehrfach nachgebessert.

2013/2014: Fidschi verabschiedet eine neue Verfassung, 2014 finden erstmals seit dem Putsch von 2006 wieder demokratische Wahlen statt; Fidschi kehrt in den Commonwealth zurück.

2017: Die Marae Taputapuātea auf Raʻiātea (Gesellschaftsinseln) wird als erste Stätte Französisch-Polynesiens in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – als bedeutendes spirituelles und kulturelles Zentrum des alten Polynesien.

Seit den 2020er-Jahren ist die Frage einer weitergehenden Autonomie bzw. Unabhängigkeit Französisch-Polynesiens von Frankreich politisch weiterhin präsent, ohne dass sich bislang eine klare Mehrheit für einen vollständigen Souveränitätsschritt abzeichnet; die 2004 eingeführte erweiterte Autonomie bleibt der aktuelle Status.

Südsee – Essen & Trinken

In den Hotels und Restaurants wird hauptsächlich französische Küche angeboten, daneben gibt es einige chinesische Lokale und Pizzerien. Das typisch polynesische Essen wird dagegen vorwiegend in Familien serviert, seltener in Restaurants.

Angeboten wird, was die jeweilige Insel bietet – die Zutaten sind meist fangfrisch und naturbelassen. Dazu zählen Poisson cru (roher, in Limettensaft und Kokosmilch marinierter Fisch), das Nationalgericht etwa der Tahitianer, sowie gebackener und gegrillter Fisch mit selbstgemachter Mayonnaise und schmackhafte Langusten. Auch Oktopus und große Muscheln gelten als Delikatesse. Fleischgerichte bestehen meist aus Huhn, seltener aus gebratenen Seevögeln.

Als Beilage dienen selbstgebackenes Brot, Reis und Knuspergebäck, häufig auch Brotfrucht, Taro und Süßkartoffeln. Als Nachtisch sind Fruchtsalate oder Crêpe Polynésie – zarte, mit Zucker bestreute Pfannkuchen – verbreitet. Oft gibt es zudem Kaffee mit Vanillearoma, statt Sahne wird häufig Kokoscreme gereicht.

Traditionell essen viele Polynesier mit den Fingern; Besteck ist in Familien weniger gebräuchlich und wird vor allem in Restaurants gereicht. In vielen Familien ist es üblich, dass nach dem Essen mit der Ukulele Musik und Gesang dargeboten werden.

Eine besondere Spezialität ist das Tamaara’a: Ein mit Kokosnüssen gefüttertes Schwein wird in Bananenblätter gewickelt und zusammen mit Brotfrucht, Taro und Süßkartoffeln mehrere Stunden auf heißen Steinen in einem Erdofen gegart. Als Vorspeise wird häufig roher Fisch serviert.

Zum Dessert gibt es oft Poe, einen dicken Brei aus Bananen, Papaya, Mango und Kokosmilch.

Südsee – Unterkünfte

Bungalows im Stil traditioneller Hütten heißen auf Fidschi „bures“, in Polynesien „fales“; sie bieten je nach Ausführung Platz für zwei bis vier, auf den Cookinseln bis zu sechs Personen. Grundsätzlich lässt sich häufig Geld sparen, wenn man Unterkünfte gemeinsam mit dem Flug über Fluggesellschaften ab Australien oder Neuseeland bucht; auch vor Ort lohnt sich die Nachfrage nach Sondertarifen.

Für Rucksackreisende hat sich die Infrastruktur in der Südsee in den letzten Jahren spürbar verbessert: Auf Tahiti, in Samoa, auf den Cookinseln und Fidschi gibt es heute deutlich mehr preiswerte Unterkünfte, Hostels und Campingplätze als früher, ähnlich dem in Australien und Neuseeland verbreiteten Backpacker-Standard – konkrete Preise haben sich seit den frühen 2000er-Jahren allerdings spürbar erhöht und sollten vor Reiseantritt aktuell recherchiert werden.

Cookinseln: Da viele Gäste aus Neuseeland und Australien kommen, sind zahlreiche Zimmer und Bungalows mit eigener Küche ausgestattet, eine Klimaanlage fehlt dagegen häufig. Ferienhäuser werden meist wochenweise vermietet; aktuelle Preise sollten direkt bei örtlichen Vermietern oder über gängige Buchungsplattformen recherchiert werden.

Fidschi: Luxuriöse Inselresorts sind vergleichsweise teuer, daneben besteht eine große Auswahl an preiswerteren Familienunterkünften, die sich vor allem an den australischen und neuseeländischen Markt richten. Backpacker finden auf Fidschi weiterhin ein gutes Angebot an einfachen, akzeptablen Unterkünften.

Französisch-Polynesien: Auf Tahiti verfügen meist nur größere Hotels über Klimaanlagen, Zimmer mit eigener Küche sind eher selten. Bora Bora zählt zu den preislich anspruchsvollsten Destinationen der Südsee, insbesondere bei den bekannten Overwater-Bungalow-Resorts; wer frühzeitig bucht oder Pauschalpakete (Flug/Unterkunft/Transfer) wählt, kann spürbar sparen.

Samoa: Außerhalb der Hauptstadt Apia ist das Hotelangebot begrenzt, nicht jede Unterkunft verfügt über einen eigenen Strandzugang. Wer campen möchte, sollte stets vorab den Matai (Dorfhäuptling) um Erlaubnis fragen – diese traditionelle Regel gilt nach wie vor.

Tonga: Der Standard vieler Hotels ist, abgesehen von einigen Inselresorts, weiterhin eher einfach. Campingurlaub ist in Tonga nicht vorgesehen; Übernachtungen auf unbewohnten Inseln sind nur mit offizieller Genehmigung möglich, Auskunft erteilt das Tonga Visitors Bureau.

Camping allgemein: Ausgewiesene Campingplätze im europäischen Sinne sind in der Südsee weiterhin selten. Nach Absprache mit dem jeweiligen Grundstückseigentümer ist das Zelten auf Privatgrund jedoch vielerorts möglich.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischer Geschichte, Preisen und Einreisebestimmungen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sowie die jeweiligen offiziellen Tourismusseiten der Inselstaaten.

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Südsee – Samoa – II

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Samoa – Reisebericht 2

Das frühere West-Samoa ist das heutige „Samoa“ und hat nichts mit Amerikanisch Samoa zu tun. Samoa liegt im Herzen der Südsee und ist lediglich wenige Flugstunden von Neuseeland entfernt. Tonga und Fidji sind ebenfalls mit dem Flieger schnell erreichbar. Wir haben Samoa auf unserer Südsee-Reise bereist.

Die Bewohner der Insel leben in offenen Häusern, bei denen die Aussenmauern aus Baumstämmen bestehen. Am Abend oder bei Regen werden zwischen diesen Baumstämmen aus Reisig oder Bambus geflochtene Jalousien heruntergelassen. Diese bilden sozusagen den Mauer-Ersatz. Die Plattform der Häuser ist meistens etwas vom Boden erhöht, um gegen Ungeziefer und Kleintiere einigermaßen abgesichert zu sein. Das Dach besteht aus Palmwedeln, manchmal auch aus Wellblech.

Das grössere Haus (unten links) ist ein Gemeinschaftshaus, in dem man sich zu besonderen Anlässen und Feierlichkeiten trifft. Es ist schon sehr komfortabel mit einem Fundament aus Beton erbaut worden. Die Samoaner leben in diesen offenen Häusern völlig unkompliziert. Jeder Vorbeikommende kann am täglichen Leben teilnehmen. Hier wird für alle sichtbar gekocht, geschlafen und gelebt. Tische, Möbel und der gesamte Hausrat stehen offen auf der Bodenplatte. Die offene Bauweise ersetzt die sonst so notwendige Klimaanlage. Auf dem untenstehenden Bild kann man die unter dem Wellblechdach aufgehängten und hochgezogenen Wände sehen.

Die offenen Gebäude sind für alle Gemeinschaftsaufgaben gebaut. Nebenan treffen sich in einem kleinen Waldstück die frei und ohne jegliche Einzäunung herumlaufenden Hausschweine mit ihren verwilderten Nachbarn, den Wildschweinen.

Frei lebende Hausschweine auf Samoa haben keinen Respekt vor den Touristen und in unbeobachteten Augenblicken durchschnüffeln sie die Taschen auf mögliche verwertbare Köstlichkeiten. Besonders geeignet scheinen solche Momente zu sein, wenn die Reisenden sich im 23 Grad kalten Meer erfrischen.

Das oft einzige Transportmittel sind die bunten und nach allen Seiten offenen Busse, die auch von privaten Fahrern betrieben werden. Meistens sind sie bis zum letzten Platz gefüllt.

Bilder Südsee – Samoa

Südsee - Samoa
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Südsee - Samoa
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Südsee – Samoa – III

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Samoa – Reisebericht 3

Aus dem einstigen West-Samoa ist heute Samoa geworden, eine der stabilsten Demokratien in der Südsee. Es gibt sogar ein Ministerium für Frauenfragen und in der Familie haben traditionell die Frauen das Sagen. In jedem Dorf gibt es einem Matai (Häuptling), der die wichtigsten Regeln des Zusammenlebens überwacht und bei einfachen Verstößen und Streitigkeiten auch als Richter fungiert. Das gesellschaftliche Leben wird stark von Überlieferungen und alten Bräuchen beherrscht. So können Ausländer auf Samoa normalerweise keinen Grund erwerben, was zur positiven Folge hat, dass die Strände größtenteils frei von Hotelanlagen und Villen reicher ausländischer Investoren sind. Beim Verkauf eines Grundstücks muss in der Regel die gesamte Sippe zustimmen, was zu enormen Schwierigkeiten führen kann, weil 2/3 aller Samoaner im Ausland (Australien, Neuseeland, USA) leben.

Der Transport von Insel zu Insel kann in dringenden Fällen mit einem Wasserflugzeug erfolgen. Die Samoaner bevorzugen aber den Transport per Schiff, was auch erheblich günstiger ist. Nebenstehend eines der größeren Anwesen eines Großgrundbesitzers.

Die Insel Samoa ist mit einer reichen Flora ausgestattet. Immer wieder eröffnen sich auf unserer Inselumrundung neue phantastische Ausblicke über eine grüne Landschaft, die plötzlich den Blick zum Meer freigibt.

Eine Gemeinschaftslager- und Kochstelle. Ebenfalls alles offen gebaut, wie es die Vorfahren schon vor tausend Jahren vorgemacht haben.

Bilder Südsee – Samoa

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Südsee - Samoa - Aggie Greys
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Südsee – Samoa – Aggie Greys

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Samoa – Aggie Greys

Es liegt immer noch ein Flair aus Charme, Lächeln und verhaltener Gestik in der Luft, wenn man in Apia das Aggie Greys betritt. Das legendäre, nach seiner nicht minder illustren Gründerin benannte Hotel ist stolz auf die Besucherliste, die außer Gary Cooper, William Holden und Marlon Brando sogar königliche Namen aufweist. 1988 starb Aggie im Alter von 91 Jahren. Sohn Frederick setzt ihr Lebenswerk fort. Sein Leitspruch: Keine Perfektion wie im Ferienclub sondern jedem Gast Liebenswürdigkeit vermitteln.

Heute herrscht bei den Geschäftsleuten, Diplomaten und Reisenden, die inmitten üppig spriessender Tropenpflanzen in einem der 156 Zimmer oder den zwei Suiten absteigen, gute Stimmung. Besonders mittwochabends, wenn das fia fia, das große Buffet mit samoanischen Tänzen steigt und sich Apias begüterte Elite unter die Hotelgäste mischt, spürt man es.

Immer steht einem freundliches und hilfreiches Personal zur Seite. Die Schwiegertochter der berühmten Aggie Grey führt heute mit ihrem Mann das Hotel.

Die Ausstattung eines typischen Zimmers im Hotel Aggie Greys ist einfach aber hell und freundlich.

Die Lobby ist zu Weihnachten festlich geschmückt. Dem Standard des Hotels verpflichtend wartet vor dem Eingang ein Portier in seiner typischen Landeskleidung.

Bilder Südsee – Samoa – Aggie Greys

Südsee - Samoa - Aggie Greys
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Südsee - Samoa - People
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Südsee – Samoa – People

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Samoa – People

Am 1. März 1900 wurde auf West-Samoa die deutsche Flagge gehisst. Obwohl die Deutschen ihre Interessen wahrten und sogar bewaffnete Aufständische auf die Marianen deportierten, waren sie bei der Bevölkerung sehr beliebt. Sie bauten Schulen, Krankenhäuser und die einzige Strasse, die bis 1942 auf Samoa existierte. Und viele Samoaner tragen noch heute deutsche Namen. Der Tourismus-Minister heißt Hans-Joachim Keil und in seinem Vorzimmer arbeitet ein Angestellter namens Huber. Beide sprechen nur wenig deutsch, besitzen aber unverkennbare europäische Gesichtszüge. In der Hauptstadt steht immer noch ein Hotel mit dem Namen „Insel Fehmarn“. Wie alle Kolonialherren brachten die deutschen auch Fremdarbeiter mit nach Samoa. In diesem Fall waren es 2000 Chinesen.

Pflanzer brachten der Bevölkerung bei, wie man Plantagen und Systeme zur Bewässerung anlegt. Noch heute kann man Palmenhaine bewundern, die akkurat wie Spalierobst angelegt worden sind. Wäsche wird auch heute noch in den Flüssen gewaschen, die gleichzeitig auch als Badeanstalt fungieren.

Zivilisationsaussteiger haben es auf Samoa extrem schwer, weil sie sich praktisch nur niederlassen können, wenn sie in eine samoanische Familie einheiraten. Das mag sich lustig und interessant anhören, ist es aber nur bedingt, weil man dann die ganze Familie am Hals hat, die sich von dem angeheirateten Ausländer finanzielle Vorteile verspricht. Männliche Singles werden bald feststellen, dass die einheimischen Mädchen und Frauen wenig Hemmungen beim Anbandeln und Verkuppeln haben. Auch das Alter der Männer spielt kaum eine Rolle. Hauptsache wohlhabender Ausländer. Das einladende Lächeln kann deshalb zum Bumerang werden. Samoa ist gelinde gesagt ein Staat, der permanent vor der Pleite steht. Die Arbeitslosenrate ist die höchste und das Durchschnittseinkommen das niedrigste in der gesamten Südsee.

Ohne Entwicklungshilfe wäre das Land schon seit geraumer Zeit bankrott. Industrie gibt es kaum (Kokosnussölfabrik), der Bootsbau ist primitiv, geschickte Handwerker fehlen, einzig die unter deutscher Aufsicht stehende Bierfabrik „Vailima“ (samoanisch = Wasser aus der Hand) floriert. 1989 wurde das Bankenwesen liberalisiert. Seitdem gilt Samoa als Steueroase für große Firmen. Der Tourismus scheint in naher Zukunft die Haupteinnahmequelle des Landes zu werden. Etwa 60.000 Ausländer besuchen jährlich Samoa für Trekkingtouren, Biken, Fahrradfahren, Tauchen, Segeln, Kanufahren, Vulkanexpeditionen, Hochseefischen und schlichtes Baden. Der geringste Anteil kommt aus Europa. Nur wenige Deutsche verschlägt es bis jetzt nach Samoa. Meist sind es Taucher, Wandertouristen oder Weltenbummler.

Bilder Südsee – Samoa – People

Südsee - Samoa
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Südsee - Tahiti - Kultur
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Südsee – Tahiti – Kultur

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Tahiti – Kultur

Die ersten europäischen Besucher waren Spanier 1606 unter dem Portugiesen Pedro Fernandez de Quiros, aber da die Insel über keine Bodenschätze verfügte, war sie für die Eindringlinge nicht interessant. Die Insel wurde „Sagittaria“ genannt. Die Besatzungen der Schiffe wurden von nackten Mädchen empfangen, weil man sie für Götter hielt.

Die Mannschaften der nachfolgenden Schiffe unter Wallis (1767) und James Cook (1774) hinterließen nicht nur blonde Kinder, sondern auch bisher hier unbekannte Krankheiten wie Syphilis und Grippe. Die Anzahl der Einwohner wurde zur damaligen Zeit auf etwa 200.000 geschätzt. 1768 wurde Tahiti zur französischen Kolonie und wenig später erreichten die ersten Missionare die Insel.

Durch die nachfolgende Christianisierung ist die ursprüngliche Kultur der polynesischen Einwanderer vollkommen vernichtet worden. Einige Stätten dieser Kultur sind jedoch noch heute in Nachbildungen zu sehen.

Bilder Südsee – Tahiti – Kultur

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Südsee - Tahiti - People
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Südsee – Tahiti – People

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Tahiti – People

Heute genießt Tahiti den höchsten Lebensstandard von allen Südseestaaten. Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Frankreich lässt sich die kleine Überseebesitzung jährlich etwa 1 Milliarde Euro kosten, aber die Insel zahlt mit 200 bis 300%igen Importzöllen auf alle Waren diesen geschenkten Betrag schwer zurück. Bevölkert wurde die Insel durch polynesische Einwanderer in der Zeit von 300 bis 800. Der fruchtbare Boden und der fischreiche Ozean boten reichlich Nahrung für die Einwanderer.

Es ist nicht schwierig, das Leben der Insulaner zu studieren. Wir gehen einfach an den Strand oder an die Uferpromenaden, eben dorthin, wo sich das Leben abspielt. Drei Leute haben sich zum Boggia zusammengefunden. Sie haben die Zeit, sich zu unterhalten und Spass am gemeinsamen Spiel zu haben. Das höchste Gut auf Erden scheint hier im Überfluss vorhanden zu sein.

Die entspannte Atmosphäre und die Zufriedenheit der ansässigen Kulturen beeindruckt die europäischen Besucher immer wieder aufs Neue. Die Bevölkerung setzt sich aus 83% Polynesier, 11% Europäer, 4% Asiaten und 3% an Mischrassen zusammen. Der Maler Paul Gauguin (1848 bis 1903) lebte und wirkte auf Tahiti. Das Bild zeigt Brigitte natürlich nicht mit Gauguin sondern mit einem seiner Nachfahren.

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Südsee - Cook Islands
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Südsee – Cook Islands – People

von Joe OnTour 26. August 2017
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Südsee – Cook Islands – People

Wir haben die Insulaner auf den Cook Islands ein wenig mit unserer Kamera beobachtet.
Eine interessante Strassenszene am Bus-Stop. Männer und Frauen tragen die für die Südsee so typischen bunten Pareos. Die feinen Wickeltücher aus Baumwolle sind meist mit farbenprächtigen Druckmustern versehen. Die Pareos werden sowohl als Kleid als auch als Rock getragen.

Den Polizisten in ihren blauen Röcken merkt man an, dass heute die Temperaturen jenseits der 40 Grad betragen. Auch wir machen bei dieser Hitze endlich eine wohlverdiente Rast nach unserer anstrengenden Insel -Tour.

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Galapagos
GalapagosAllgemeine Länderinfos

Galapagos – Allgemeine Infos

von Joe OnTour 26. August 2017
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Galapagos – Allgemeine Informationen

Von Guayaquil aus tauchen sie nach eineinviertel Flugstunden ganz unversehens aus dem tiefblauen Ozean auf: Die verwunschenen Inseln, die verzauberten Inseln, die bezaubernden Inseln. Tropische Traumwelt, Paradies auf Erden, Arche Noah im Pazifik, Gottes Werkstatt, Musterbeispiel der Evolution oder fantastisches Laboratorium der Natur, lauten die vielen anderen berauschenden Beinamen für das exotische Galápagos-Archipel, das für die gesamte ecuadorianische Tourismus-Industrie weltweit zur magischen Formel ständig steigender Besucherzahlen wurde.

Lage und Größe Fast 1.000 Kilometer westlich vom ecuadorianischen Festland bzw. 1.200 km südwestlich von Panamá und Costa Rica liegen die rund 70 Inseln, Eilande und aus dem Wasser ragenden Vulkanfelsen des Galápagos-Archipels. Isabela, mit 4.588 Quadratkilometern die weitaus größte Insel, nimmt mehr als die Hälfte der Gesamtfläche ein.

Es folgen Santa Cruz (986 qkm), Fernandina (642 qkm), Santiago (585 qkm), San Cristóbal (558 qkm), Floreana (173 qkm) und Marchena (115 qkm). Die Gesamtoberfläche des Archipels beträgt etwas über 8.000 qkm. Zu den kleinsten Eilanden mit einer Fläche von 1 bis 5 qkm gehören Rábida, Seymour, Wolf, Bartolomé, Tortuga und Darwin.

Auf einer Achse von West nach Ost erstreckt sich das Inselreich über mehr als 320 km. Die Äquatorlinie verläuft genau durch den Vulkankrater Wolf im nördlichen Teil der Isabela-Insel, der mit 1.707 m Höhe auch die höchste Erhebung auf Galapagos darstellt.

Bevölkerung und Tourismus heute Auf den bewohnten Inseln (Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela und Floreana) leben heute insgesamt rund 25.000 bis 30.000 Menschen – deutlich mehr als die früher genannten gut 20.000. Größter Ort ist weiterhin Puerto Ayora auf Santa Cruz mit rund 12.000 bis 15.000 Einwohnern, gefolgt von Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal (rund 5.500–6.000) und Puerto Villamil auf Isabela (rund 2.000–2.500). Floreana bleibt mit nur rund 100–200 Einwohnern die am dünnsten besiedelte der vier bewohnten Inseln.

Die jährliche Besucherzahl ist seit den früher genannten rund 60.000 massiv gestiegen: 2023 zählte der Nationalpark rund 329.000 internationale Ankünfte, 2024 lag der Wert leicht darunter bei einer allerdings stabilisierten Tendenz. Die USA stellen mit weitem Abstand die größte Herkunftsgruppe, gefolgt von Großbritannien, Deutschland und Kanada. Um den Tourismusdruck auf das empfindliche Ökosystem zu begrenzen, wurde 1998 eine gesetzliche Obergrenze für Besucherzahlen eingeführt (ursprünglich rund 70.000 pro Jahr), die inzwischen durch ein System aus Zonierung, Lizenzvergabe für Reiseanbieter und deutlich erhöhten Eintrittsgebühren ersetzt bzw. ergänzt wurde.

Die Entstehungsgeschichte des Archipels Wie viele andere vulkanische Inselketten im pazifischen Raum sind auch die Galápagos-Inseln ozeanischer Abstammung – die Inseln hatten im Verlauf ihrer Entstehungsgeschichte nie eine Verbindung zum Festland, sondern wurden unabhängig davon aus der Tiefe des Meeres emporgehoben bzw. sind durch heißen Magma-Ausstoß aus dem Erdinneren entstanden. Ähnlich den Hawaii-Inseln sind die Galápagos-Inseln geologisch noch sehr jung und nach wie vor „im Wachsen“.

Die äußere Erdkruste ist in große tektonische Platten unterteilt, die auf dem zähflüssigen Erdmantel „schwimmen“ und sich ständig gegeneinander verschieben, was zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt. Die Galápagos-Inseln befinden sich auf der nördlichen Kante der Nazca-Platte, die sich jährlich um rund neun Zentimeter nach Osten in Richtung der Südamerikanischen Platte bewegt, welche sich ihrerseits mit rund fünf Zentimetern pro Jahr westwärts bewegt. Entlang dieser Kollisionszone, wo die leichtere Nazca-Platte unter die schwerere Südamerikanische Platte abtaucht, entstanden sowohl ein tiefer Meeresgraben als auch – durch das Hochdrücken der Kontinentalplatte – die gewaltige Andenkette.

Unter den Galápagos-Inseln befindet sich zudem ein sogenannter Hot Spot – eine Zone heißer, aufsteigender Magma im unteren Erdmantel, die sich durch die Erdkruste hindurchsticht. Dort, wo einer dieser Vulkankegel aus dem Ozean herausragt, entsteht eine neue Insel; im Fall der Isabela-Insel waren dies einst fünf separate Vulkane, die durch anhaltende Eruptionen zu einer großen Landmasse zusammenwuchsen.

Da der Hot Spot ortsfest bleibt, während die Nazca-Platte dem Kontinent entgegendriftet, lassen sich die Inseln altersmäßig von Ost nach West einteilen: Die ältesten Inseln sind die östlich gelegenen Española und San Cristóbal (über 3 Millionen Jahre), während die vulkanisch aktivsten – Fernandina und Isabela – mit rund 700.000 Jahren die jüngsten sind.

Neuere geologische Erkenntnisse deuten zudem auf ein „Proto-Galápagos“ hin, das vor über neun Millionen Jahren weiter östlich existierte, dem Kontinent deutlich näher lag (nur rund 300–400 km entfernt) und inzwischen wieder im Meer verschwunden ist – ein Umstand, der auch erklärt, warum manche endemische Arten ein höheres evolutionäres Alter aufweisen, als es das Alter der heutigen Inseln vermuten ließe.

Galapagos – Einreise und aktuelle Besucherregeln

Die Galápagos-Inseln gehören zu Ecuador; für die Einreise gelten daher zunächst die allgemeinen ecuadorianischen Einreisebestimmungen. Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige können für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen visumfrei nach Ecuador einreisen; erforderlich sind ein bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass sowie ein Nachweis der Weiterreise.

Für die Weiterreise von Guayaquil oder Quito zu den Galápagos-Inseln gelten zusätzliche, spezielle Regelungen zum Schutz des Ökosystems:

  • Transit Control Card (TCT): Alle Reisenden müssen vor dem Abflug zu den Galápagos-Inseln eine TCT erwerben (Stand zuletzt rund 20 US-Dollar), die üblicherweise am Festlandflughafen bar bezahlt wird und der Kontrolle von Ein- und Ausreisen der Inseln dient.
  • Nationalpark-Eintrittsgebühr: Seit August 2024 beträgt die Eintrittsgebühr für ausländische Besucher 200 US-Dollar pro Person (zuvor 100 US-Dollar), für Kinder unter 12 Jahren die Hälfte; sie wird bei Ankunft an den Flughäfen Baltra oder San Cristóbal in bar entrichtet (Kartenzahlung ist meist nur mit Aufschlag möglich). Einwohner Ecuadors und Staatsangehörige einiger südamerikanischer Länder zahlen reduzierte Sätze.
  • Verhaltensregeln im Nationalpark: Mindestens 2 Meter Abstand zu Wildtieren halten, keine Berührung oder Fütterung von Tieren, ausschließlich markierte Wege benutzen, kein Rauchen, Alkoholkonsum oder offenes Feuer in Schutzgebieten, kein Mitnehmen von Naturmaterialien; professionelle Foto-/Videoaufnahmen und Drohnenflüge bedürfen einer gesonderten Genehmigung.

Da sich Gebühren und Bestimmungen in den letzten Jahren mehrfach angepasst haben und weitere Anpassungen möglich sind, empfiehlt sich vor Reiseantritt eine Prüfung der aktuellen Angaben auf der offiziellen Website der Galápagos-Nationalparkverwaltung (galapagos.gob.ec) sowie beim jeweiligen Reiseveranstalter.

Galapagos – Klima

Durch das Zusammentreffen verschiedener pazifischer Meeresströmungen in Wechselwirkung mit den Winden weisen die Galápagos-Inseln kein typisches Äquatorklima auf, sondern ein einzigartiges Mikroklima. Die Meeresströmungen sind der Schlüssel zu diesem Phänomen, das grundsätzlich zwei Jahreszeiten – eine kühle und eine warme – hervorruft.

Von Januar bis Mai/Juni überwiegen durch milde Nordostpassate tropisch-sommerliche Lufttemperaturen. Durch den nordäquatorialen Panamástrom, der bei ungewöhnlicher Stärke auch als El Niño bezeichnet wird, gelangt warmes, planktonarmes Meerwasser (24–27 Grad) in die Region. Die feuchte Luft über dem Ozean wird dabei aufgewärmt und kondensiert; in diesen Monaten können auch im Küstenbereich heftige Regenschauer auftreten, während viele Meerestiere und Seevögel durch das Ausbleiben des kalten, nährstoffreichen Humboldtstroms um ihre Nahrung bangen müssen.

Dennoch hat das Archipel während dieser schwülen Jahreszeit die meisten Sonnentage. Die ansonsten trockene Vegetation gedeiht prächtig und nimmt Farbe an; selbst die staubig-wüstenhafte Insel Baltra wird von einem grünen Teppich überzogen. Viele Tiere beginnen in dieser touristisch attraktiveren Saison mit der Fortpflanzung.

Von Juni bis Dezember/Januar, in den sogenannten Garúa-Monaten, herrschen kühlere Luft- und Wassertemperaturen vor. Mit dem Humboldtstrom aus antarktischen Gefilden gelangen von Süden her subtropische Wetterfronten nach Galapagos. Ein Meer aus dichten Wolken hüllt die höheren Lagen der Inseln ein, verursacht durch das Zusammenwirken von kaltem Wasser (17–20 Grad) und warmer Luft; starke Passatwinde aus Südost verstärken diesen Effekt zusätzlich, es kommt zu Nebel und dauerhaftem Nieselregen (Garúa).

Der kalte, äquatoriale Cromwell-Strom, der aus westlicher Richtung in mehreren hundert Metern Tiefe auf das Galápagos-Plateau trifft (Fernandina, Isabela, Floreana), spielt zudem eine entscheidende Rolle bei der Nährstoffversorgung der dort lebenden Delfine, Wale und Pinguine.

Die planktonreiche See ist besonders zwischen August und Oktober sehr rau, und die Meeresfauna vermehrt sich in dieser Jahreszeit verstärkt. Die Küstenvegetation vertrocknet dagegen zusehends, sogar die Palo-Santo-Wälder verlieren ihre Blätter. Für Tauchsportler gilt diese Jahreszeit mitunter als besonders aufregend, Landgängern wird jedoch eine wärmende Jacke oder ein leichter Pullover empfohlen.

Galapagos – Fauna

Es gibt auf der Erde kaum einen Ort, an dem Tiere leichter in freier Wildbahn zu beobachten sind als auf den Galápagos-Inseln.

Trotz der über Jahrhunderte verursachten Dezimierung durch Piraten, Freibeuter, Walfänger, Pelzrobbenjäger, Siedler und Militär zeigen die Tiere kaum Scheu vor den heute anlandenden Besuchergruppen. Die erwachsenen Tiere bleiben meist unerschrocken und lassen sich aus nächster Nähe beobachten und fotografieren; der Mensch wird weitgehend als unbedeutender Bestandteil ihrer natürlichen Umgebung akzeptiert. Manche Tiere, insbesondere Seelöwenjunge und Darwinfinken, zeigen sogar ausgeprägte Neugier, andere – etwa Tölpel – reagieren bei zu aufdringlicher Annäherung mit Schnabelhieben.

Diese Toleranz der Tiere gegenüber Menschen ist wesentlich den professionellen, seit Jahrzehnten nach strengen Richtlinien der Nationalparkverwaltung geschulten Naturführern zu verdanken. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, dafür zu sorgen, dass Besucher ausschließlich auf den vorgeschriebenen Pfaden bleiben, um Tiere und Nistplätze abseits der Wege nicht zu gefährden. Da viele Vögel und Leguane direkt an den Wegrändern brüten, ist beim Fotografieren stets vorsichtiges Ausweichen geboten – niemals direkt über ein Nest steigen.

Auch sollte jede Konfrontation mit territorialen Tieren, etwa Seelöwenbullen, die einen Landungssteg oder Strandabschnitt für sich beanspruchen, vermieden werden – für Tiere gelten die Nationalparkvorschriften naturgemäß nicht, auch wenn diese letztlich zu ihrem Schutz erlassen wurden.

Die beste Zeit, um frei lebende Tiere zu beobachten, ist der frühe Morgen und der späte Nachmittag; gegen Mittag tauchen Meerechsen, Seelöwen und Meeresschildkröten oft auf Nahrungssuche ab, und auch viele Seevögel sind in der Mittagshitze weniger aktiv.

Auf praktisch jeder Galápagos-Insel bekommen Besucher Seelöwen, Meerechsen, Klippenkrabben, Lava-Eidechsen und Darwinfinken zu sehen. Auf den meisten Inseln begegnet man zudem Blaufußtölpeln, Tropikvögeln, Pelikanen, Gabelschwanzmöwen, Spottdrosseln und Galápagos-Bussarden. Auf vielen Inseln finden sich außerdem Maskentölpel, Binden- und Prachtfregattvögel, Noddy-Seeschwalben und Lavamöwen. Auf einigen wenigen Inseln kommen Riesenschildkröten, Pelzrobben, Landleguane, Flugunfähige Kormorane, Flamingos, Pinguine und Rotfußtölpel vor. Weltweit nur auf Española lässt sich der bodenbrütende Wellenalbatros aus nächster Nähe beobachten.

Säugetiere: Es gibt auf Galapagos nur vier Landsäugetier-Arten – darunter die Galápagos-Reisratte (in zwei Unterarten auf Santa Fé und Fernandina) sowie die für Besucher unbedeutende Galápagos-Fledermaus. Dieser Mangel erklärt sich daraus, dass nie eine Landbrücke zwischen den Inseln und dem Festland bestand.

Die häufigsten Säugetiere an den Küsten sind Seelöwen, deren kehlige Rufe Inselbesucher oft bis in den Schlaf begleiten. Beiboote und Landungsstege in Puerto Baquerizo Moreno (San Cristóbal) und Puerto Ayora (Santa Cruz) werden von ihnen gerne als Liegeplatz genutzt. Seelöwen sind polygam – ein Bulle kann einen bis zu 25-köpfigen Harem verteidigen; nach neunmonatiger Tragezeit bringen die Weibchen meist gegen Jahresende ein rund 5 kg schweres Junges zur Welt. Auf Plaza und Rábida gibt es zudem kleine Kolonien alter oder junggesellenhafter, bei der Weibchenverteilung „leer ausgegangener“ Bullen, die als besonders aggressiv gelten und denen man besser nicht zu nahe kommt.

Die Galápagos-Pelzrobbe unterscheidet sich vom Seelöwen durch dichteres Fell, kleineren, rundlicheren Kopf und größere Ohrmuscheln. Sie hält sich meist in schattigen Felsnischen auf, wo sie sich vor der Äquatorsonne schützt, und sucht im Gegensatz zum Seelöwen niemals Sandstrände auf. Ihre Populationsgröße wird auf mehrere Tausend geschätzt.

Reptilien: Insgesamt sechs Reptilienarten sind auf Galapagos anzutreffen: Riesenschildkröten, Landleguane, Meerechsen, Lava-Eidechsen, Geckos und einige harmlose Schlangenarten. Die bis zu 300 kg schweren Riesenschildkröten gibt es außer auf Galapagos weltweit nur noch auf dem Aldabra-Atoll im Indischen Ozean; von ursprünglich 14 Unterarten sind heute noch 10 erhalten.

Wichtige Korrektur zum „Einsamen Georg“ (Lonesome George): Der berühmte, von seiner Heimatinsel Pinta zur Charles-Darwin-Station umgesiedelte „Einsame Georg“ galt lange als letzter bekannter Vertreter der Pinta-Riesenschildkröte (Chelonoidis abingdonii). Er ist jedoch am 24. Juni 2012 gestorben; seine Unterart gilt seither offiziell als ausgestorben. Sein konservierter Körper wird heute im „Fausto Llerena Riesenschildkröten-Zuchtzentrum“ auf Santa Cruz ausgestellt und zieht weiterhin zahlreiche Besucher an. Insgesamt sind mittlerweile mehrere der ursprünglichen Unterarten ausgestorben; andere werden weiterhin in Zuchtprogrammen der Charles-Darwin-Station und des Galápagos-Nationalparks erhalten und ausgewildert.

Von Insel zu Insel unterscheiden sich die überlebenden Riesenschildkröten-Unterarten durch Größe und Panzerform: Sattelpanzer-Schildkröten mit längeren Nacken und Beinen haben sich an flache Trockenregionen angepasst, während der größere Kuppelpanzer-Typ die feuchteren Hochlandregionen bevorzugt. Allein fünf verschiedene Unterarten leben isoliert in den Vulkankratern der Isabela-Insel.

Einen besonderen Erfolg stellt die Rettung der Unterart auf Española dar: In den 1960er-Jahren lebten dort nur noch zwei Männchen und zwölf Weibchen. Durch Inkubation und langjährige Aufzucht in der Charles-Darwin-Station gelang es, ab 1975 sukzessive und bis 1995 rund 700 Tiere wieder auf Española auszusetzen – eines der bekanntesten Artenschutz-Erfolgsprojekte weltweit.

Riesenschildkröten erreichen die Geschlechtsreife nach etwa 25 Jahren und pflanzen sich zwischen Januar und Juni während der Regenzeit fort; die Weibchen ziehen sich zur Eiablage in Trockenzonen zurück und legen zwischen 2 und 20 tennisballgroße Eier in selbst gegrabenen Bruthöhlen ab. Die Brutplatztemperatur bestimmt das Geschlecht der Jungtiere – kühlere Temperaturen begünstigen Männchen. In freier Wildbahn können die Tiere ein Alter von fast 200 Jahren erreichen; ihr einziger natürlicher Feind ist der Galápagos-Bussard.

Landleguane leben in den Trockenzonen von Plaza Sur, Santa Cruz, Isabela und Fernandina, eine zweite endemische Art ausschließlich auf Santa Fé. Die gelbfarbigen Männchen verteidigen ihr Territorium mit teils heftigen Kopfnick- und Beißgefechten. Als Charles Darwin 1835 auf Santiago landete, fand er so viele Landleguane vor, dass „kaum ein Platz für unser Zelt“ blieb – heute sind Landleguane auf Santiago vollständig ausgestorben, unter anderem durch eingeschleppte Ratten, Schweine, verwilderte Hunde und Katzen, die Eier und Jungtiere fraßen, sowie durch Ziegen, die ihre Nahrungspflanzen vernichteten.

Meerechsen sind die weltweit einzigen Reptilien, die sich erfolgreich an ein Leben im Meer angepasst haben. Mit kräftigen Schwanzbewegungen schwimmen sie kilometerweit und tauchen dank eines im Wasser stark verlangsamten Herzschlags über eine Stunde. Eine spezielle Drüse scheidet überschüssiges Salz über die Nasenlöcher aus, was bei älteren Tieren zu sichtbaren Salzkrusten auf dem Kopf führt.

Lava-Eidechsen bevölkern die Trockenzonen fast aller Inseln; eine Art ist auf mehreren Eilanden verbreitet, sechs weitere endemische Arten sind jeweils auf eine bestimmte Insel beschränkt. Zudem gibt es fünf endemische Geckoarten sowie mehrere Arten scheuer, für Menschen ungefährlicher Dromicus-Schlangen.

Vögel: Die Galápagos-Inseln sind ein Paradies für Vögel. Insgesamt gibt es 19 Seevogelarten (davon fünf endemisch) mit einer geschätzten Gesamtpopulation von über einer Million Tieren, sowie über 40 Land- und Watvogelarten (davon 23 endemisch).

Der Wellenalbatros gilt mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,40 m als größter Vogel des Archipels und der tropischen Ostpazifik-Region; weltweit einziger Brutort ist Española, wo zwischen April und Juni über 12.000 Paare an der Punta Suárez und Punta Cevallos beobachtet werden können.

Der endemische Flugunfähige Kormoran ist ausschließlich an den abgelegenen Lavaküsten von Isabela und Fernandina zu finden, mit einer geschätzten Gesamtpopulation von einigen hundert bis wenigen tausend Tieren. Der endemische Galápagos-Pinguin gilt als zweitkleinster Pinguin der Welt und lebt teils sogar nördlich des Äquators – der einzige Pinguin, dem dies gelingt.

Die 13 auf Galapagos endemischen Darwinfinken-Arten (mit einer weiteren Art auf der Kokos-Insel insgesamt 14) haben durch ihre an unterschiedliche Nahrungsquellen angepassten Schnabelformen besonders viel zum Verständnis der Evolutionstheorie beigetragen.

Meerestiere: Von den über 300 Fischarten des Archipels sind rund 50 endemisch. Weißspitzen-Riffhaie und Hammerhaie (teils in Schulen von mehreren hundert Tieren, etwa bei Isla Wolf) sind für Menschen ungefährlich, ebenso die meisten anderen hier vorkommenden Haiarten; Tigerhaie sind in den Galápagos-Gewässern dagegen selten. Manta-, Adler-, Kuhnasen- und Stachelrochen zählen zu den Highlights vieler Tauchgänge.

Meeresschildkröten paaren sich zwischen Dezember und April; die Weibchen legen ihre Eier nachts an Sandstränden ab, die für Besucher nach 18 Uhr gesperrt sind.

Eingewanderte und eingeschleppte Tiere Die endemischen Tiere gelangten über die letzten drei Millionen Jahre auf natürlichem Weg an die Küsten des Archipels – fliegend, schwimmend oder von Wind und Strömung getragen. Mit der Ankunft der ersten Seefahrer vor rund 400 Jahren gerieten diese natürlichen Gleichgewichte zunehmend aus der Balance: Ratten, Mäuse und eingeführte Haustiere (Ziegen, Schweine, Esel, Hunde, Katzen) verbreiteten sich rasant und dezimierten die endemische Tier- und Pflanzenwelt teils dramatisch – etwa durch die verwilderten Ziegen auf Isabela, die einst auf über 100.000 Tiere geschätzt wurden und massive Vegetations- und Bodenschäden verursachten.

Die Charles-Darwin-Station und die Nationalparkverwaltung führen seit Jahrzehnten Programme zur Bekämpfung eingeschleppter Arten durch. Diese waren auf mehreren kleineren Inseln bereits erfolgreich; das aufwendige „Isabela-Projekt“ zur vollständigen Entfernung der verwilderten Ziegen von der Insel Isabela – eines der größten Wiederherstellungsprojekte für Inselökosysteme weltweit – wurde in den 2000er-Jahren im Wesentlichen erfolgreich abgeschlossen, sodass sich die Vegetation und die dortigen Riesenschildkröten-Populationen seither spürbar erholen konnten. Die Kontrolle eingeschleppter Ratten, Katzen und weiterer invasiver Arten bleibt jedoch eine dauerhafte Herausforderung für den Erhalt des einzigartigen Ökosystems.

Galapagos – Flora

Im Gegensatz zum ecuadorianischen Festland erweist sich die Galápagos-Pflanzenwelt als vergleichsweise karg. Manch eine der ansonsten bezaubernden Inseln erinnert während der kühlen Trockenzeit von Juni bis Dezember eher an eine Dornbuschwüste als an ein tropisches Paradies.

Insgesamt gibt es über 500 bis 700 heimische Pflanzenarten und Unterarten (je nach Zählweise), von denen knapp die Hälfte endemisch ist – verglichen mit den rund 20.000 Arten des ecuadorianischen Festlands ist dies vergleichsweise wenig. Mit zunehmender Besiedlung gelangten zudem über 500 nicht heimische Pflanzenarten auf die Inseln, die teils erhebliche ökologische Probleme verursachen, da die endemische Flora ihnen im Wettbewerb um Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe oft unterlegen ist.

Die Flora von Galapagos gliedert sich in mehrere, überwiegend von der Höhenlage abhängige Vegetationszonen: die salzresistente Küstenzone (bis rund 20 Höhenmeter), die nur zur Regenzeit grün wuchernde Trockenzone (bis über 100 m), eine feucht-neblige Übergangszone (150–300 m), die ganzjährig grüne Scalesia-Waldzone (250–600 m), die Miconia-Gestrüppzone auf Santa Cruz und San Cristóbal (bis über 700 m) sowie die windige Pampa-Graszone in den höchsten Lagen.

Zu den auffälligsten Pflanzen der Küstenregion zählen die Mangrovenwälder (Schwarze, Rote und Weiße Mangrove sowie Knopfmangrove), die geschützte, gezeitenabhängige Uferzonen säumen. Weitere typische Küstenpflanzen sind der Salzbusch, die Sonnenwende sowie der Korallenbusch, der auf der Plaza-Insel im Jahresverlauf eindrucksvolle Farbwechsel zeigt.

Zum Wahrzeichen von Galapagos zählen die Opuntia-Baumkakteen: Sechs endemische Arten dieser bis zu 9 m hohen Feigenkakteen haben sich mit spitzen Stacheln, wachsbedeckter Rinde und sonnenausgerichteten Polstern optimal an das trockene Klima angepasst. Daneben gibt es Säulen- bzw. Kandelaberkakteen (bis 6 m hoch) sowie den auf nacktem Lavagestein gedeihenden Lava-Kaktus, etwa in der vulkanischen Landschaft von Bartolomé.

Der häufigste Baum der Trockenzone ist der Palo Santo („Heiliger Stock“), dessen aromatisches Harz an Weihrauch erinnert und der in den trockensten Monaten sein Laub vollständig abwirft, zur Regenzeit jedoch hellgrün austreibt.

In den feuchteren, höher gelegenen Scalesia-Wäldern (250–600 m) dominieren 15 endemische Baum- und Buscharten dieser zu den Korbblütlern zählenden Gattung, umrankt von Bromelien, Farnen und Moosen – diese Zone weist die fruchtbarsten Böden des Archipels auf und wurde daher historisch stark landwirtschaftlich genutzt, insbesondere auf San Cristóbal und Santa Cruz, wo große Teile des ursprünglichen Waldes bereits verschwunden sind.

Oberhalb von etwa 500 m schließt sich die Pampa-artige Bergregion mit meterhohen Miconia-Büschen, vereinzelten Baumfarnen sowie Sumpf- und Elefantengräsern an, vor allem auf San Cristóbal und Santa Cruz; auf Isabela reicht dichtes Buschwerk sogar bis an die Kraterränder der bis zu 1.700 m hohen Vulkane. Bemerkenswerterweise weist diese hochgelegene Bergregion sogar mehr endemische Arten auf als die küstennahen Trocken- und Spritzwasserzonen zusammen.

Galapagos – Geschichte

Die ersten Besucher der Galápagos-Inseln waren vermutlich Angehörige der Manteño- oder Huancavilca-Kulturen, die auf Balsaflößen vom ecuadorianischen Festland herüberkamen – Keramikfunde auf Santiago, Santa Cruz und Floreana deuten darauf hin, auch wenn unklar bleibt, ob sie je zurückfanden.

1535 wurde der Bischof von Panamá, Fray Tomás de Berlanga, durch eine Windflaute unfreiwillig an die Küste des Archipels getrieben – der erste dokumentierte europäische Kontakt. Er beschrieb die Inseln als „voller Seelöwen und Schildkröten“ und „völlig unbewohnbar“; 1574 erschien das Archipel erstmals auf einer Weltkarte als „Islas de los Galápagos“ („Inseln der Schildkröten“).

1546 gab der Spanier Diego de Rivadeneira den Inseln den Namen „Islas Encantadas“ (verzauberte Inseln).

Ab Ende des 16. Jahrhunderts nutzten englische, französische und niederländische Piraten – darunter Francis Drake, Captain Morgan und William Dampier – die Inseln als Versteck und Basis für Überfälle auf spanische Silberflotten. Der Freibeuter Ambrose Cowley benannte die Inseln 1684 nach britischen Adligen und fertigte eine erste Detailkarte an. Der 1709 gerettete Matrose Alexander Selkirk, dessen Schicksal Daniel Defoe zu „Robinson Crusoe“ inspirierte, kommandierte später selbst ein Kaperschiff, das auch Galápagos anlief.

Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Wal- und Robbenfänger; die Zahl der in der Region operierenden Fangschiffe stieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts auf über 2.000. Über 200.000 Riesenschildkröten fielen den Jägern schätzungsweise zum Opfer (davon rund 15.000 allein auf Floreana), da die Tiere lebend als Frischfleischvorrat an Bord gestapelt werden konnten – drei Unterarten starben dadurch bereits aus.

1832 wurden die Inseln, knapp zwei Jahre nach der Unabhängigkeit Ecuadors, offiziell dem ecuadorianischen Staatsgebiet zugeschlagen. Erster Gouverneur General José Villamil scheiterte mit seinen utopischen Siedlungsplänen auf Floreana, die sich rasch in eine berüchtigte Sträflingskolonie verwandelten. Unter dem grausamen Manuel J. Cobos, der ab 1888 ein Straflager auf San Cristóbal mit einträglicher Zuckerrohrproduktion betrieb, kam es zu schweren Menschenrechtsverletzungen; Cobos wurde 1904 von aufständischen Gefangenen getötet.

Herbst 1835: Der wohl berühmteste Besucher, der junge Naturforscher Charles Darwin, verbrachte im Rahmen der Weltumsegelung der „HMS Beagle“ fünf Wochen auf den Inseln und untersuchte die dortige Tier- und Pflanzenwelt – seine Beobachtungen zu den unterschiedlich angepassten Finken und Riesenschildkröten wurden später zu wichtigen Bausteinen seiner Evolutionstheorie, auch wenn er den Begriff „Evolution“ selbst zu Lebzeiten kaum verwendete.

1875–78 wies der deutsche Geologe Theodor Wolf erstmals den rein vulkanisch-ozeanischen Ursprung der Inseln nach; der höchste Vulkan Galápagos‘ trägt bis heute seinen Namen.

1892 erhielt das Archipel anlässlich des 400. Jahrestags von Kolumbus‘ Ankunft in Amerika den offiziellen Namen „Archipiélago de Colón“. In der Folgezeit gab es mehrere, teils gescheiterte Siedlungsversuche, etwa eine norwegische Fischfabrik auf Floreana (1926) sowie eine Salzmine auf Santiago (1924–1930).

1923 inspirierte ein Besuch des amerikanischen Forschers William Beebe zu dessen Bestseller „Galápagos – World’s End“, der wiederum den deutschen Zahnarzt und Aussteiger Friedrich Ritter beeinflusste, der sich 1929 mit seiner Partnerin Dore Strauch auf Floreana niederließ. 1932 folgte die Kölner Familie Wittmer, deren Nachfahren teils bis heute auf der Insel leben. In dieser Zeit ereignete sich auch die bis heute nicht vollständig aufgeklärte „Galápagos-Affäre“ um die selbsternannte „Baronin von Wagner“ und mehrere mysteriöse Todesfälle auf Floreana, die international für Aufsehen sorgte.

Im Zweiten Weltkrieg diente Baltra den US-Streitkräften als Luftwaffenstützpunkt zur Überwachung des Panamakanals, wobei unter anderem die Landleguan-Population der Insel vollständig ausgerottet wurde.

Am 4. Juli 1959 – zum 100. Jahrestag von Darwins „Entstehung der Arten“ – wurden 95 % der Landfläche des Archipels zum Nationalpark erklärt. Im selben Jahr wurde das 1944 auf Isabela eröffnete Straflager gesprengt; die von Gefangenen errichtete „Mauer der Tränen“ ist bis heute zu besichtigen.

1964 wurde die Charles-Darwin-Forschungsstation gegründet, 1978 erklärte die UNESCO die Galápagos-Inseln zum ersten Weltnaturerbe der Menschheit überhaupt. 1969 begann mit dem Schiff „Lina A“ der organisierte Kreuzfahrttourismus auf Galapagos.

In den folgenden Jahrzehnten stieg die touristische Bedeutung der Inseln kontinuierlich: von rund 60.000 Jahresbesuchern um die Jahrtausendwende auf heute (2023/24) über 300.000 internationale Ankünfte pro Jahr. Um das ökologische Gleichgewicht angesichts dieses Wachstums sowie der wachsenden Wohnbevölkerung zu schützen, wurden seit den 1990er-Jahren zahlreiche Regulierungen erlassen – u. a. ein Sondergesetz für die Provinz Galapagos (1998), verschärfte Zuwanderungsbeschränkungen vom Festland, ein System kontrollierter Besucherstandorte sowie zuletzt (2024) eine deutliche Erhöhung der Nationalpark-Eintrittsgebühr auf 200 US-Dollar.

Zu den größten anhaltenden Herausforderungen zählen invasive Arten, die Belastung durch den weiterhin wachsenden Tourismus sowie – historisch bedeutsam – der zeitweise floriende illegale Handel mit Seegurken („Pepinos del Mar“), deren Fleisch vor allem in Ostasien als vermeintlich potenzsteigernde Delikatesse gehandelt wurde und dessen Übernutzung das marine Nahrungsnetz empfindlich stören kann. Die Nationalparkverwaltung und die Charles-Darwin-Station überwachen diese Fischerei seither deutlich strenger als noch vor zwei Jahrzehnten.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, Besucherzahlen, Gebühren und Einreisebestimmungen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die offizielle Website der Galápagos-Nationalparkverwaltung (galapagos.gob.ec) sowie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

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26. August 2017 0 comments
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Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos

Galapagos – Ankunft

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Ankunft

Nach unserem Flug von Quito auf die Galapagos-Inseln wartet schon der Eigner der „kleinen Motorjacht“ auf uns, die wir zusammen mit Bekannten vorgebucht haben. Wir checken dort nach einem langwierigen Einreiseprozedere völlig geschafft ein.

Wir finden aber hier auch etwas Ruhe an Bord des Motorschiffes. Den ersten Tag wollen wir im Hafen liegenbleiben und uns erst einmal regenerieren. Das Personal besteht aus dem Kapitän, einem Steuermann, zwei Gehilfen und zwei Köchen. Auf diese Weise sind wir autark und können auch entferntere Inseln anlaufen ohne die schwierige Unterkunftssuche auf den anderen Inseln.

Viele Inseln sind nur in einer Tagesreise zu erreichen. Das Archipel ist allenfalls in mehrtägigen Reisen mit dem Schiff erkundbar. Nur wenige Inseln verfügen über ausreichende Unterkünfte. Deshalb ist eine Bootsreise die ideale Ausgangsposition. Im Hafen haben sich zwei weitere größere Schiffe versammelt, die ebenfalls hier Proviant, Treibstoff und Nahrungsmittel für mehrere Tage bunkern, um für die kommende Schiffsexpedition gerüstet zu sein. Wir nutzen die Gelegenheit noch einmal für einen letzten Landgang, um unsere kleinen privaten Einkäufe zu tätigen. Viel wird es nicht sein, denn die Grundausrüstung haben wir bereits mitgebracht.

Am nächsten Morgen erwartet uns schönes Wetter mit optimalen Bedingungen für die kommende Reise. Also dann geht es los. Der Kaptän gibt das Zeichen, das Beiboot zu vertäuen, das wir für unsere geplanten Landgänge unbedingt benötigen. Da ist nur noch ein kleines Problem. Der Pelikan will nicht von seinem nächtlichen Schlafplatz weichen….. Aber unser Hilfs-Steuermann wird mit dem Problem auf seine Weise fertig……wir glauben das erlebt er nicht zum ersten Mal. Kurz vorher von unserem Beiboot vertrieben sucht sich der Pelikan kurzerhand die Reling unserer Motorjacht, um sein Nickerchen zu beenden. Na das kann ja noch lustig werden.

Wir grüßen noch einmal den Segler, der über Nacht neben uns gelegen hat und dann gehts los. Unser Schiff macht gute Fahrt und wir gewinnen die ersten Eindrücke von den weiteren Inseln. Schnell verschwinden die Inseln am Horizont. Unser Beiboot tanzt in der Heckwelle. Am späten Nachmittag erreichen wir unser erstes Ziel. Wir setzen mit dem Beiboot an Land.

Unser Guide funkt sein o.k. an den Kapitain. Dann geht es zu Fuß auf unsere erste Entdeckungsreise.

Bilder Galapagos

galapagos ankunft 610
Galapagos – Ankunft
Galapagos – Ankunft
Galapagos – Ankunft
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Galapagos - Insel Isabela
Galapagos

Galapagos – Insel Isabela

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Insel Isabela

Der Name Galapagos stammt aus dem spanischen Namen der Insel Insulae de los Galopegos, die Insel der Schildkröten. Von den fünf Hauptinseln ist Isabela die größte und 120 Kilometer lang. Der Vulkan Wolf ist mit 1707 Metern der höchste Berg der Inseln. Im Süden der Insel leben cirka tausend Menschen. Der Norden zeichnet sich durch karge Lavalandschaften aus. Dort ist eine umfangreiche Kolonie von Seeleguanen zu Hause. Die Insel Santa Cruz hat etwa 9000 Bewohner – in Puerto Ayora, dem touristischen Zentrum des Archipels, und in der Charles-Darwin-Forschungsstation. Auf Santa Cruz ist bereits ein Großteil der für Galapagos typischen Tiere angesiedelt. Viele Touristen bleiben deshalb auf dieser Insel und weil es hier auch einige gute Hotels gibt. Mit etwa 5000 Bewohnern ist San Cristobal eine der dichter besiedelten Inseln. Die Menschen leben auf dieser Insel von Rinderzucht, Bananen- und Orangenanbau. Hier ist auch die Hauptstadt der Provinz Galapagos: Puerto Baquerizo Moreno. Die Insel verfügt auch über einen Flughafen.

Mit 4588 km² ist Isabela die größte Insel des Archipels. Sie setzt sich aus fünf Schildvulkanen zusammen, die wahrscheinlich zunächst getrennt voneinander entstanden und erst durch die ausströmmende Lava zu einer Insel zusammenwuchsen. Auf der Insel ist eine vielfältige Flora zu Hause, wie z.B. Tournefortia, Psychotria ruficeps, Galápagos-Guaven, Galápagos-Baumfarne, verschiedene epiphytische Farne, verschiedene Moose, Gräser, Balsambäume, Mangroven, Waltherien, Croton scouleri-Sträucher, gelbe Cordien, verschiedene Akazienarten, Darwiniothamnus, Lavakakteen, Orchideen usw. Unser Guide führt uns durch den teilweisen dichten Urwald der Insel.

Das Buschwerk ist dicht zugewachsen. Auf den Bäumen finden wir Nester brütender Vögel. Im Norden liegen die Vulkane Wolf (mit 1677m der höchste), Darwin und Alcedo, im Süden die Vulkane Sierra Negra und Cerro Azul. Der im Nordwesten befindliche Vulkan Ecuador wurde schon zur Hälfte vom Meer verschlungen. Die Vulkane Wolf, Cerro Azul und Sierra Negra sind noch aktiv. Die bunte Farbenpracht ist an vielen Stellen der Insel zu bewundern. Ein Schotenbaum in seiner vollen Pracht.

Ab und zu sehen wir auf unserer Wanderung durch den dichten Urwald das Meer. Riesige Kaktusbäume wuchern im Unterholz und versperren uns den Weg. Die Inseln sind nicht nur untereinander von verschiedener Struktur sondern wir finden allein auf dieser Insel die krassesten landschaftlichen Gegensätze bei unserer Reise vom Süden zum Norden der Insel.

Zu einer Art Wahrzeichen von Galápagos sind dabei die mächtigen Opuntia-Baumkakteen herangewachsen. Sie haben sich den vorgegebenen Umweltbedingungen auf einzigartige Weise angepasst. Es gibt sechs endemische Arten dieser bis zu 9m hohen Feigen- oder Opuntienkakteen. Die Kaktuspolster sind wie verdrehte Parabolantennen den Sonnenstrahlen zugewandt. Ihre spitzen schattenlosen Stacheln schützen das Fleisch vor gefrässigen eierlegenden Räubern. Die braune, mit glattem Wachs bedeckte Baumrinde, läßt nicht nur die kletterfreudigen Leguane abblitzen, sondern reduziert auch unnötig verdampfendes Körperwasser durch Winde und starke äquatoriale UV-Strahlung auf ein Minimum. Ein für Kakteen überlebenswichtiger Bestandteil zur Photosynthese. Bei dien Ausflügen und Wanderungen sollte man auf keinen Fall den Insektenschutz vergessen und immer ausreichend Trinkwasser dabei haben. Endlich haben wir einen geeigneten Rastplatz für eine ausgiebige Pause gefunden.

Bilder Galapagos – Insel Isabela

Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
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Galapagos - Insel Isabela
Galapagos - Insel Isabela
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Galapagos - Insel Isabela

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Galapagos - Birds - Greifvögel
Galapagos

Galapagos – Birds – Greifvögel

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Greifvögel

Zu den auffälligsten Landvögeln gehört der Galápagos-Bussard, dem einzigen Raubvogel des Archipels. Er lebt in praktisch allen Vegetationszonen und ähnelt in etwa dem Mäusebussard. Seine Beutetiere sind Tauben, Finken, Ratten, Eidechsen, Schlangen, sowie kleine Leguane. Die Population des Galápagos – Bussards wird auf 130 Paare geschätzt. Er ernährt sich von Insekten, kleinen Voegeln, Echsen und Aas.

Flugbild des Galapagos-Bussards. Das Weibchen paart sich mit mehreren Männchen, die sich gemeinsam an der Aufzucht der Jungen beteiligen. Das Bussard-Weibchen brütet in der Regel 2 – 3 Eier in Baumnestern aus.

Auch wenn das ganze Jahr über Brutpaare beobachtet werden können, ist der eigentliche Höhepunkt der Fortpflanzungsperiode zwischen Mai und Juli erreicht ist. Da der Bussard überhaupt keine Scheu vor dem Menschen zeigt, ist er des öfteren direkt neben den Touristenpfaden anzutreffen – am häufigsten mitunter auf Santa Fé, Santiago, Española, Isabela und Fernandina.

Auf den bewohnten Inseln wurde er jedoch fast völlig ausgerottet.istenpfaden anzutreffen – am häufigsten mitunter auf Santa Fé, Santiago, Española, Isabela und Fernandina. Auch wenn die Bussarde bei ihrem hohen Flugvermögen mit Leichtigkeit alle Inseln erreichen könnten, sind die etwas über 200 Brutpaare seltsamerweise nur auf zehn Eilanden anzutreffen.

Bilder Galapagos - Greifvögel

Galapagos - Birds - Greifvögel
Galapagos - Birds - Greifvögel
Galapagos - Birds - Greifvögel
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Galapagos - Birds - Rotfusstölpel
Galapagos

Galapagos – Birds – Rotfusstölpel

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Rotfusstölpel

Der dritte und kleinste im Tölpel-Bunde ist der für Besucher selten zu beobachtende Rotfusstölpel. Er lebt nur auf San Cristóbal, Genovesa, Wolf, Darwin, und ein paar winzigen Satelliten-Eilanden vor der Floreana-Küste.

Sein unverwechselbares Markenzeichen sind die knallroten Watschelfüße. Als einziger Tölpel baut er sein Nest über dem Boden in Büschen und Bäumen.

Die mit Abstand größte Brutkolonie dieser akrobatischen Hochseefischer befindet sich auf Genovesa. Dort leben inzwischen über 150.000 Paare !

Bilder Galapagos – Birds – Rotfusstölpel

Galapagos - Birds - Rotfusstölpel
Galapagos - Birds - Rotfusstölpel
Galapagos - Birds - Rotfusstölpel
Galapagos - Birds - Rotfusstölpel
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Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos

Galapagos – Fregattvögel II

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Fregattvögel – Reisebericht 2

Fregattvoegel haben kein wasserabstossendes Gefieder, daher fischen sie nicht selbst, sondern haben sich darauf spezialisiert, den anderen Vögeln ihre Beute abzujagen. Ausserdem rauben die Fregattvögel gerne die Nester anderer Vögel aus. Ganze Schwärme von Fregattvögeln sind in der Luft.

Bei der Balz pustet das Männchen seinen roten Kehlsack auf, um die Aufmerksamkeit eines vorbeifliegenden Weibchens auf sich zu ziehen. Hier ist eine der seltenen kurzen Balz-Atempausen zu sehen.

Die Fregattvögel vibrieren mit ihren Flügeln und feuern maschinengewehrartig glucksende Laute in Richtung des Weibchens ab. Das Weibchen sucht sich dann den schönsten Mann aus. Das Brutgeschäft ist bei den Fregattvögeln Männersache. 40 bis 50 Tage wird das einzige Ei gebrütet. Vier bis 5 Monate Monate dauert es bis das Junge flügge ist.

Bilder Galapagos – Fregattvögel

Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
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Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos

Galapagos – Fregattvögel I

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Fregattvögel – Reisebericht 1

Als die Luftpiraten schlechthin werden die auf San Cristóbal, Seymour, Isabela, Genovesa und anderen Eilanden beheimateten Binden- und Prachtfregattvögel bezeichnet. Ihre Spezialität ist es anderen Seevögeln während des Fluges die Beute zu entreißen. Das Körpergewicht der Fregattvögel beträgt nicht einmal drei Pfund. Man sollte meinen, daß sie dadurch viel Zeit auf der Wasseroberfläche verbringen.

Sie landen aber vorsichtshalber fast nie auf dem Wasser, da ihr Gefieder im Gegensatz zu allen anderen Seevögeln nicht wasserabweisend ist und bei Nässe plump wird. Zu den Statussymbolen eines jeden Fregattvogel-Männchens gehört ein enterhakenähnlicher Schnabel und ein prachtvoller scharlachroter Kehlsack. Voller Stolz blasen sie diesen während der Balz bis auf die Größe eines Ballons auf um somit irgendein Weibchen zutiefst zu beeindrucken. Die Brutplätze verteilen sich über weite Gebiete.

Links ein Fregattvogel in vollem „Ornat“ und rechts im „Normalzustand“. Auch während ihrer berüchtigten Raubausflüge ist der Kehlsack oft schon wie eine Art Kriegsbemalung leicht aufgebläht über dem Ozean kreisend zu beobachten.

Die beeindruckende Flügelspannweite der Fregattvögel beträgt über zwei Meter.

Bilder Galapagos – Birds – Fregattvögel

Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel
Galapagos - Birds - Fregattvögel

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Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
Galapagos

Galapagos – Rallen Reiher Pelikane

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Rallen Reiher Pelikane

Ebenfalls zu den Watvögeln des Archipels zählen der Amerikanische Austernfischer, die Bahama-Ente, der krummschnabelige Regenbrachvogel, sowie fünf Reiherarten: Der gut getarnte Lavareiher, der weit verbreitete Amerikanische Graureiher, der auf Galápagos relativ seltene Silberreiher, der nachtaktive Krabbenreiher, und der im Bergland von Santa Cruz beheimatete Kuhreiher. Die Fischreiher fühlen sich auf den Galapagos-Inseln aufgrund des ausgesprochen reichhaltigen Nahrungsangebotes wohl.

Trotz ihres glattgestriegelten graugetönten Federkleides, ist die gewöhnliche Gabelschwanzmöwe einer der attraktivsten Seevögel im Archipel. Die weiße Brust, der dreifarbige Schnabel, sowie die roten Füße und roten Augenringe auf dem schwarzem Kopfkleid, verleihen diesem nachtaktiven Fischjäger eine elegante Ausstrahlung. Zum Speiseplan der Möwen gehören auch leckere Tintenfische, die sie sich nach Einbruch der Dunkelheit direkt unter der Wasseroberfläche schnappen. Um der Verfolgung der Fregattvögel zu entgehen, füttern sie zu noch späterer Stunde auch ihre Jungen. Zahlreiche Exemplare der ganzjährig brütenden Vögel sind an vielen Besucherstandorten der Inseln anzutreffen.

Die Rallenarten finden an den Stränden und den diversen Klippen- und Riffzonen ein reichhaltiges Angebot. Neben den allgegenwärtigen Seevögeln leben auf den Inseln auch eine Vielzahl von Watvögeln. Diese gefiederte Großfamilie bezieht ihre Nahrung aus Mangrovenwäldern, küstennahen Salzwasserlagunen, und von umspülten Strandufern.

Obwohl der Braune Pelikan im Vergleich mit seinen sieben anderen Artgenossen am kleinsten ausfällt, ist er auf Galápagos immer noch einer der größten Seevögel. In der Regel brütet er auf Mangroven und anderen Büschen in direkter Nähe zum Ufer. Selbst wenn der ausdauernde Stoßtaucher auf dem Archipel nicht endemisch ist, d. h. somit eigentlich auch nichts besonderes darstellt, würde seine Abwesenheit an Anlegestegen, auf Beibooten und Reelingen, tiefste Betroffenheit auslösen. Pelikane gehören zu Galápagos wie Pinguine in die Antarktis. Man kann sich den Tieren bis auf geringe Distanzen nähern, da der Mensch nicht als Feind oder Jäger erkannt wird.

Bilder Galapagos – Rallen Reiher Pelikane

Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
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Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
Galapagos - Birds - Rallen Reiher Pelikane
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Galapagos - Birds - Tölpel
Galapagos

Galapagos – Tölpel

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Tölpel

Der ebenfalls weit verbreitete Maskentölpel ist etwas größer als sein blaufüßiger Artverwandter und ganz leicht an seiner schwarzen “Maske” und den dunklen Flügeldecken zu erkennen. Die behäbigen Maskentölpel brüten nur auf den Rändern der Felsklippen wo sie mit dem Aufwind starten können. Im Gegensatz zu den Blaufußtölpeln fischen sie viel weiter draußen auf See.

Ihre Balzphase unterliegt zeitlich gleichmässigen Intervallen, die von einer zur anderen Insel unterschiedlich ausfallen können.

Es wird geworben und angebandelt, was das Zeug hält. Während der Balz haben die Toelpel praktisch keine Fluchtdistanz. Man kann sich ihnen bis auf kürzeste Entfernung nähern. Die Nestplaetze werden sorgfältig ausgesucht und vorbereitet.

Die Maskentölpel haben eine beachtliche Körpergrösse. Besonders beeindruckend ist es, die Tiere im Flug zu beobachten.

Von den beiden geschlüpften Jungen überlebt stets nur das Erstgeborene, welches die gesamte Sorgfalt und Pflege der Eltern erhält. Das andere wird einfach verstoßen und seinem traurigen Schicksal überlassen. Putzig anzusehen sind die Kleinen allemal und sie haben keinerlei Scheu.

Bilder Galapagos – Birds – Tölpel

Galapagos - Birds - Tölpel
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Galapagos - Birds - Tölpel
Galapagos - Birds - Tölpel
Galapagos - Birds - Tölpel
Galapagos - Birds - Tölpel
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Galapagos - Birds - Blaufusstölpel
Galapagos - Birds - Blaufusstölpel
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Galapagos - Insel Isabela
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Galapagos - Birds - Blaufusstölpel
Galapagos

Galapagos – Blaufusstölpel

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Blaufusstölpel

Der putzigste Seevogel ist sicherlich der Blaufusstölpel. Der aufrechte stechende Blick, der herausforderne Schnabel und die voneinander abstehenden himmelblauen Watschelfüße, geben ihm unweigerlich den Aspekt eines “Cartoon-Matrosen”. Er ist der häufigste Vertreter der fast überall auf Galápagos verbreiteten Tölpel-Familie. Diese leben in großen Kolonien, wo sie praktisch das ganze Jahr über beim Balzen und Brüten beobachtet werden können.

Blaufusstölpel sind gute Flieger. Mit Vorliebe fischen sie in der Nähe der Küste in kleinen Gruppen. Sobald sie etwas lohnendes entdeckt haben, stürzen sie sich mit grosser Geschwindigkeit senkrecht hinunter ins Wasser. Erst beim Auftauchen ergreifen sie den Fisch. Den Balztanz beginnt das Männchen zunächst mit höflichen Verbeugungen und hebt abwechselnd einen himmelblauen Fuss nach dem anderen hoch, wobei die Unterseiten der Füsse auf das Weibchen weisen. Ist das Weibchen einverstanden, fällt es nach und nach in den gleichen Rhythmus ein.

Auffallend ist vor allem das sog. zum Himmel Richten, bei dem das Maennchen Hals und Schnabel kerzengerade in die Luft streckt und die halbgespreizten Flügel nach vorn verdreht. So ein Tanz kann sich über Stunden hinziehen. Einmal verpaarte Tölpel halten sich ein Leben lang die Treue. Die Weibchen legen 2 bis 3 Eier, aber je nach Futterlage wird unter Umständen nur ein Junges gross. Stellen sich die Blaufußtölpel an Land noch recht unbeholfen an, so schwingen sie sich in der Luft hingegen zu wahren Schau-Akrobaten herauf. Man kann häufig ihre kunstvollen Sturztauchmanöver bewundern. Gefischt wird mit Vorliebe in kleinen “Jagdgeschwadern” in Ufernähe. Dabei peilt der spitze Schnabel während des Aufklärungsfluges immer auf die Wasseroberfläche. Ist das schwimmende “Ziel” einmal erfaßt und präzise angepeilt worden, stürzen sie wie Missile aus heiterem Himmel darauf zu. Bei der vergnüglichen Balz führt das Männchen seiner Angebetenen und dem kamerabewaffneten Publikum das sogenannte “Skypointing” vor.

Dabei werden Schnabel, Bürzel und Flügelspitzen, wie Empfangsantennen in den Himmel gestreckt. Elegante Walzerdrehungen, taktvolles Füße-Anheben und verführerische Pfiffe, sollen das Weibchen dann endgültig weichkriegen. Ist es von den Verlockungen des Männchens ganz hingerissen, beginnt es heiser zu schnarren und stimmt bei dem sensationellen Liebestanz mit ein. Bei den graziösen Tanzschritten starrt sich das Brautpaar gegenseitig auf die unwiderstehlich blauen Füße. Auch so zärtliche Aufmerksamkeiten wie geschenkte Zweige sind unter ihnen keine Seltenheit. Weibchen und Männchen sind bei dem außergewöhnlichen Liebesspiel relativ leicht voneinander zu unterscheiden. Das Weibchen hat “weiche große” Pupillen, das Männchen “gestochen kleine”!

Bilder Galapagos – Birds – Blaufusstölpel

Galapagos - Birds - Blaufusstölpel
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Galapagos - Birds - Pinguine
Galapagos

Galapagos – Pinguine

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Birds – Pinguine

Die Pinguine sind eine der lustigsten Gesellen auf den Galapagos-Inseln. Sie sind immer fröhlich, gut gelaunt und fortwährend mit ihren kurzen wankenden Schritten in Bewegung. Pinguine am Äquator? Auch das gibt es auf Galápagos. Sie sind mit 33 cm Körpergroesse die kleinste und nördlichste aller Pinguinarten, und brüten nur wenn das Wasser kalt genug ist. Meistens stehen sie unter schattigen Lavavorsprüngen um sich vor der Sonne zu schützen.

Pinguine sind wendige Schwimmer und Taucher und ernähren sich von kleinen Fischen und Krebsen. Zur Brutzeit legen die Weibchen ein bis zwei Eier in kleine Felshöhlen. Ein Elternteil passt ständig auf das Gelege auf während der Partner auf Futtersuche ist.

Bilder Galapagos – Birds – Pinguine

Galapagos - Birds - Pinguine
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Galapagos - Tierexpedition - Flamingos
Galapagos

Galapagos – Flamingos

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Tierexpedition – Flamingos

Die Familie der Flamingos umfaßt 5 Arten. Sie unterscheidet sich stark von ihren vermutlich nächsten Verwandten, den Stelzvögeln und den Entenvögeln. Mit den Stelzvögeln verbindet die Flamingos das ganze äußerliche Erscheinungsbild mit dem langen Hals (19 Halswirbel!) und den überlangen Beinen. Bei allen Flamingos sind die 3 vorderen Zehen mit Schwimmhäuten verbunden, die kurze 4. Zehe zeigt nach hinten. Weitere anatomische Merkmale erinnern an Störche.

Die Flamingos leben von kleinen Krebsen, Schnecken, Würmern und Insektenlarven. Durch Trampeln mit den Füßen wirbeln Flamingos bisweilen den nährstoffhaltigen Bodenschlamm, der bis zu 91% organische Substanz enthalten kann, auf. Flamingos reagieren äußerst empfindlich auf Störungen am Nistplatz, auch beeinträchtigen Schwankungen des Salzgehaltes den Brutablauf, so daß in manchen Jahren bestimmte Kolonien überhaupt nicht zur Eiablage schreiten.

Einzigartig ist die Art der Nahrungsaufnahme: Flamingos sind völlig an die Nahrungssuche in Lagunen und stark salzhaltigen Seen (auch Gebirgsseen der Anden bis 4000 m Höhe) angepaßt. Flamingos stehen im seichten Wasser und seihen mit ihrem Krummschnabel, der an den Seiten mit Lamellen versehen ist und wie ein Sieb funktioniert, Kleinlebewesen aus.

Zur Fortpflanzun bauen die Flamingos ein Nest, das aus einem 30-40 cm hohen Schlammhügel im flachen Uferwasser, der einen oberen Durchmesser von 25-40 cm (50-60 cm an der Basis) hat und oben eine flache Mulde trägt, in die ohne weitere Auspolsterung das einzige weiße Ei gelegt wird. Nur selten findet man zwei Eier in einem Nest. Kurz vor der Eiablage steigert sich die Bautätigkeit stark, vorher ist nur wenig vom Nest zu sehen. Auch nach der Eiablage erhöhen beide Altvögel den Bau noch eine Zeitlang. Beim Austrocknen verdichten die Vögel das Material durch Festtreten. Das Weibchen übernimmt den Hauptteil der gesamten Bautätigkeit.

Beide Eltern brüten 28-32 Tage lang, wobei der auf dem Nest sitzende Flamingo mit seinen weit nach hinten herausragenden Fersengelenken einen eigentümlichen Anblick bietet. Die Jungvögel haben ein kurzes, dichtes Dunenkleid (leicht grau auf der Oberseite, unten heller weiß), das nach 4 Wochen durch ein dunkelgraues Jugendkleid ersetzt wird. Anfänglich sind die Beine und der Schnabel noch rot, nach wenigen Tagen bereits werden sie blaugrau bis schwarz. Auch ist der Schnabel zuerst gerade, erst nach etwa 2 Wochen beginnt er, sich zu krümmen.

Bilder Galapagos – Tierexpedition – Flamingos

Galapagos - Tierexpedition - Flamingos
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Galapagos - Tierexpedition - Flamingos
Galapagos - Tierexpedition - Flamingos
Galapagos - Tierexpedition - Flamingos
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Galapagos - Tierexpedition - Flamingos

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Galapagos - Riesen-Schildkroeten
Galapagos

Galapagos – Schildkröten

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Riesen-Schildkröten

Auf unserer Schiffsreise durch den Archipel Galapagos treffen wir kurz vor Sonnentergang auf einen Vulkansee. Ein Idealer Ankerplatz für die Nacht, wie unser Kapitän meint….

Im Süden von Genovesa finden wir die kreisrunde, von hohen Klippen umschlossene Darwin Bay, einen durch Brandungserosion eingebrochenen Vulkankrater. Die nächtliche Fahrt durch den sehr schmalen Eingang zur windgeschützten Ankerbucht ist ein besonderes Erlebnis.

Im Innern des Vulkansees ist das Wasser aufgrund der Millionen von mikroskopisch kleinen Meeresorganismen erbsensuppengrün. Dieser Reichtum an Nahrung schlägt sich am anderen Ende der Nahrungskette auf die vielen Seevögeln nieder, die überall scharenweise in den Salzbüschen und auf den Klippen brüten.

Der Vulkansee weist einen enormen Fischeichtum auf. Wir brauchen die Angelschnur nur auszuwerfen und haben bereits für unser Abendessen ausgesorgt. Unser Schiffskoch lässt es sich aber nicht nehmen, nach einer Spezialität zu tauchen. Nach mehreren Freitauchgängen hat er eine Reihe von Hummern gefangen. Wir hissen am nächsten Morgen die Anker und fahren unserem nächsten Ziel entgegen.

Bilder Galapagos – Riesen-Schildkroeten

Galapagos - Riesen-Schildkroeten
Galapagos - Riesen-Schildkroeten
Galapagos - Riesen-Schildkroeten
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Galapagos - Krebse
Galapagos

Galapagos – Krebse

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Krebse

Klippenkrabben gibt es auch an den Küsten Südamerikas, ihr Panzer ist dort jedoch schwarzgrün und nur während der Paarungszeit färben sich die Scheren rot. Dort haben sie viele Feinde, daher wäre eine auffällige Farbe tödlich. Auf Galápagos haben sie weniger Feinde, aber es gibt mehr Artgenossen also Konkurrenten, daher ist es wichtig den Rivalen auszustechen.

Klippenkrabben sind eigentlich Wassertiere, die durch Kiemen atmen, dass sie dennoch an Land leben können ermöglicht ihnen ein einzigartiges Atmungsorgan, die Kiemenkammer. Ihr muss ständig sauerstoffreiches Wasser zugeführt werden, was eine Umwälzpumpe gewährleistet. Das Wasser tritt an der Mundöffnung aus, läuft an der Bauchseite entlang, reichert sich dabei mit Sauerstoff aus der Luft an und tritt an den Beinansaetzen wieder in die Kiemenkammer ein.

Ab und zu wird dann wieder Frischwasser getankt. Ganze Armeen von Klippenkrabben huepfen ueber die Felsen. Mit ihren pinzettengleichen Scheren zupfen und stochern sie zwischen den Algen herum und führen kleinste Nahrungspartikel zum Mund. Bei Flut laufen sie eilig zurück zum höher gelegenen Ufer, denn schwimmen können sie nicht. Man hat festgestellt, dass jede Krabbe ihren eigenen Stein hat, der quasi ihr Zuhause ist. Dazu wurden einige Krabben markiert und ca. 500 m vom Fangplatz entfernt ausgesetzt. Nach 9 Tagen sass auch die letzte wieder auf ihrem Stein. Es wird angenommen, dass sie sich nach der Sonne orientieren.

Bilder Galapagos – Krebse

Galapagos - Krebse
Galapagos - Krebse
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Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos

Galapagos – Robben und Seelöwen

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Robben – Seelöwen – Reisebericht 2

Die neugierigen Galápagos – Seelöwen gibt es an allen Stränden. Die Vorfahren der Seelöwen kamen von der kalifornischen Suedküste und haben sich auf Galápagos zu einer eigenen Unterart entwickelt. Seelöwen sind ausgesprochene Herdentiere. Sie sind tagaktiv und gehen morgens und abends auf Fischfang.

In der Fortpflanzungszeit bewacht jeweils ein Männchen eifersüchtig einen Harem. Es schwimmt aufmerksam am Ufer hin und her und verteidigt mit lautem Gebrüll sein Territorium gegen Eindringlinge aller Art.

Die jungen Tiere spielen am Strand. Die Weibchen bringen jährlich jeweils ein Junges zur Welt. Im Alter von ca. 14 Tagen gehen die Kleinen das erste Mal zum Schwimmen ins flache Wasser, nach einem Jahr sind sie selbständig.

Nach dem Fischfang verbringen die Weibchen und die Jungen den Rest des Tages in Gruppen wie Urlauber faul am Strand liegend.

Bilder Galapagos – Robben – Seelöwen

Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos - Robben - Seelöwen
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Galapagos - Robben - Seelöwen
Galapagos

Galapagos – Robben und Seelöwen

von Joe OnTour 26. August 2017
Erstellt von Joe OnTour

Galapagos – Robben – Seelöwen – Reisebericht 1

Mit unserem Motorschiff gelangen wir zu einem Platz, an dem unser Guide größere Kolonien von Robben und Seelöwen vermutet. An die Landungsstellen und an den Strand gelangen wir nur mit unserem kleinen Beiboot.

Die Seelöwen sind in der Brandung kaum von den dunklen Lavasteinen zu unterscheiden. Pelzrobben sind kleiner als die Seeloewen und stammen aus antarktischen Kuestengebieten. Jahrhundertelang wurden sie wegen ihres wertvollen, dichten Pelzes gejagt, darum findet man sie weit seltener als die Seeloewen. Vor nicht allzu langer Zeit wurden die Tiere regelrecht dahingeschlachtet. Heute hat sich die Population erholt. Etwa 40.000 Tiere leben jetzt auf Galápagos.

In der Mittagssonne gönnen sich die Robben ein Schläfchen, jedoch nicht ohne sich vorher gut eingeölt zu haben…natürlich mit einer dicken Schicht aus Sand. Unser Guide versucht es einmal, Kontakt zu den Robben aufzunehmen. Die Tiere sind neugierig und verspielt.

Bei den größeren Seelöwen ist allerdings ein größerer Abstand angesagt. Man weiss nie, wie sie gerade gelaunt sind. Um der Gefahr der Überhitzung zu entgehen, halten sich die Tiere meist an felsigen Kuesten auf, wo sie genuegend schattige Liegeplaetze zwischen den Lavabloecken finden. Zwischen den Weibchen kommt es haeufig zu Streitereien um die sichersten und schattigsten Liegeplaetze fuer sich und ihr Junges. Das Junge wird bis zu zwei Jahre von seiner Mutter gesaeugt. Dennoch kann das Weibchen bereits nach einem Jahr wiederum ein Junges gebaeren. Dieses muss aber meistens verhungern, da nur die kraeftigsten Weibchen in der Lage sind zwei Junge zu fuettern. Das zweite Junge stellt eine biologische Reserve dar, und wird nur aufgezogen, wenn das Erstgeborene stirbt.

Der Kontakt scheint zu gelingen, jedenfalls wird unser Guide akzeptiert und nicht attakiert. Wir trauen uns aber nicht, es ihm nachzumachen und bleiben in kurzer Entfernung auf Fotodistanz. Allerdings sollten wir beim anschließenden Schnorchel- und Frei-Tachgang noch näheren Kontakt zu den Robben bekommmen. Im Wasser machen sie eine wesentlich bessere Figur als an Land. Sie umschwimmen uns aus allen Richtungen, von der Seite, von oben und unten….stoßen uns an und fordern uns zum Spielen auf. Das war ein Erlebnis der besonderen Art.

Der Rudelführer hat immer ein wachsames Auge parat. Das Wechselspiel von Leben und Tod ist immer in greifbarer Nähe. Nie zuvor haben wir dies stärker gespürt als an diesen Orten, wo der Mensch noch nicht mit seinen Organisationen eingegriffen hat. In den kurzen stillen Momenten der Besinnung wird einem die Endlichkeit des eigenen Seins bewußt.

Bilder Galapagos – Robben – Seelöwen

Galapagos - Robben - Seelöwen
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26. August 2017 0 comments
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