Mauritius – Allgemeine Informationen

Mauritius liegt im südwestlichen Indischen Ozean etwa 800 km östlich vom Madagaskar und gehört mit Reunion und Rodrigues zur Inselgruppe der Maskarenen.

Mauritius hat eine Fläche von 1.865 km/2 und ist mit ca. 1,074 Mio. Einwohnern dicht besiedelt.

Hauptstadt: Port Louis.

Telefon:
Vorwahl von BRD: 00230/Rufnummer
Vorwahl nach BRD: 0049/Ortsnetz ohne 0/Rufnummer

Sprache: Die Landessprache auf Mauritius ist Englisch und Französisch

Währung: 1 Mauritius-Rupee(MUR) = 100 Cents (c)/
100 MUR = ca. € 4.00

Verkehr:
Linkssverkehr / Ein internationaler Führerschein ist notwendig

Touristeninformationen:
Mauritius Informationsbüro
c/o GCI
Postfach 18 02 70
60083 Frankfurt
Tel. 0700- 628748487
Fax 069- 92187431
Internet: http://www.mauritius.net/

Mauritius unterhält in Deutschland keine Botschaft. Zuständig ist die Botschaft von Mauritius in Brüssel
Botschaft der Republik Mauritius
Rue de Bollandistes 68
B-1040 Brüssel
Tel.: 00322-7339988 / Fax.: 00322-7344021

Botschaften:
Deutschland unterhält keine Botschaft auf Mauritius, daher ist zuständig:
Honorary Consul General of the Federal Republic of Germany
32 bis, Rue Saint Georges
Port Louis / Mauritius
Tel. 00230 – 2114111

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und fast durchgehend von einem Korallenriff umgeben.

Zum Staatsgebiet von Mauritius gehören noch die Inseln Rodigues, St. Brandon, Agalega-Islands und weitere kleinere Inseln.

Mauritius ist seit 1968 ein unabhängiger Staat.

Die Zuckerindustrie ist die größte wirtschaftliche Kraft im Lande. Dies sieht man bei Fahrten über die Insel nur zu deutlicht. Manche Landstriche sind mit der Monokultur komplett übersät.

Als weitere wesentliche Wirtschaftsfaktoren sind noch die Textilindustrie und natürlich der Tourismus zu nennen.

Mauritius – Klima

Das Klima auf Mauritius ist das ganze Jahr über angenehm, wobei die Monate April bis Juli und September bis Oktober am schönsten sind.

In dieser Zeit fällt am wenigsten Regen, und die Temperaturen sind nicht zu hoch. Wer jedoch nicht auf die Blütenpracht der Flamboyant-Bäume und frische exotische Früchte wie Lytchees verzichten möchte, sollte unbedingt den mauritianischen Sommer bevorzugen; auch herrscht in dieser Jahreszeit in den Lagunen eine äußerst angenehme Wassertemperatur.

Von November bis März ist auf Mauritius Sommer mit Durchschnittstemperaturen von morgens 23°C bis 25°C, die im Laufe des Tages auf 30°C bis 32°C steigen.

Im Winter (April bis Oktober) liegen die Temperaturen ca. 7°C niedriger. Die Wasser temperaturen betragen um die 25°C. Durch die Nähe zum Äquator unterscheiden sich die Jahreszeiten nicht wesentlich voneinander, auch halten die Niederschläge selbst während der Regenzeit zwischen November und April nie lange an. Zwischen Januar und März treten gelegentlich Zyklone auf, Wirbelstürme, die auf dem offenen Meer entstehen.

Mauritius als Urlaubsdestination ist ein ganzjähriges Reiseziel mit milden Temperaturen. Im mauritischen Winter (April – Oktober) gibt es an der Ostküste stärkere Winde, dort kann es auch etwas kühler werden.

Mauritius – Fauna

Die Fauna und Flora der Inseln Mauritius sowie der Lebensraum der Arten haben stark unter der menschlichen Besiedlung gelitten. Durch die Abholzung der üppigen Wälder wurde der Lebensraum für die ursprüngliche Fauna zerstört. Viele Arten starben aus. Besonders betroffen war hierbei die einheimische Vogelwelt. Viele Vögel landeten in den Kochtöpfen oder fielen den importierten Affen und Ratten zum Opfer. Bis auf einige Fledermaus- und Vogelarten ist die ursprüngliche Fauna Mauritius vollkommen ausgerottet.
Die Dronte (Dodo)
Das bekannteste Tier und Wahrzeichen von Mauritius ist die Dronte, volkstümlich auch Dodo genannt. Sie ist bereits seit Jahrhunderten ausgestorben. Im Naturkundemuseum von Port Louis steht eines der raren vollständig erhaltenen Skelette und eine Rekonstruktion dieses Laufvogels. Besonders markante Merkmale waren die kurzen Stummelbeine, ein krummer Schnabel, Federn, die erst hinter den Augen begannen, und die Flugunfähigkeit.

Ausgewachsen wurde das Tier 20 – 25 kg schwer. Im Laufe der Evolution hatte es seine Flügel und den Schwanz zu kleinen Federbüscheln reduziert. Da die Dodos keine natürlichen Feinde besaßen, hatten sie ihre Flugfähigkeit verloren. Mit der Ankunft des Menschen kamen jedoch Feinde auf die Insel.

Bis hierhin drohte auch den Eiern und Jungvögeln niemals Gefahr, die Erdbrüter konnten demnach mit einem Nachkommen pro Jahr auskommen. Mit der Fremdbesiedelung im 16. Jahrhundert wurden Fressfeinde wie Ratten, Schweine, Ziegen und Affen, die sich auch von Eiern und Jungvögeln ernährten, auf die Insel gebracht. Ebenso wurde das wohlschmeckende Fleisch von den Menschen bevorzugt.
Vogelwelt
Als es auf Mauritius noch Regenwälder gab, lebte eine große Anzahl farbenprächtiger Vögel auf der Insel. Viele dieser Arten fielen der Veränderung ihrer Lebensräume durch den Menschen zum Opfer. An Stelle der ausgerotteten Tiere wurden andere Arten heimisch. In den letzten Resten der ursprünglichen Waldökosysteme im Südwesten von Mauritius haben einige der endemischen Vogelarten wie der Kestrel, die Rosataube, der Mauritiussittich und der Mauritiusraupenfänger eine letzte Zuflucht gefunden. Der Mauritius-Turmfalke oder Kestrel ist der einzige Greifvogel auf Mauritius und der seltenste Falke der Erde. Um 1970 existierten auf Mauritius nur noch vier Tiere dieser Art. Durch ein intensives Schutzprogramm ist es gelungen, den Bestand wieder auf inzwischen über 400 Tiere anwachsen zu lassen. Der Mauritius-Falke steht jedoch weiterhin auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.
Reptilien und Echsen
Auf Mauritius findet man nur kleineren Reptilien. In den ausgedehnten und weitläufigen Zuckerrohrplantagen leben vor allem Chamäleons und Eidechsen. Es existieren keine Giftschlangen auf der Insel.

Oft anzutreffen sind kleine Geckos auf Mauritius. Die harmlosen Tiere leben an den Wänden und Decken und sind wichtige Insektenvertilger in den Häusern der Einheimischen.

Wie auf den Galapagos- Inseln findet man auch im Indischen Ozean eine reiche Populationen von Riesenschildkröten. Die mauritianische Riesenschildkröte war dem Menschen hilflos ausgeliefert. Weil die Tiere monatelang ohne Nahrung überleben konnten, waren sie eine willkommene Fleischreserve auf den Schiffen. Die heute auf der Insel ausgestellten Riesenschildkröten gehören zu einer Art, die ursprünglich auf dem Atoll Aldabra, welches sich ca. 400 km nördlich von Madagaskar befindet, heimisch ist. Die einzigen drei überlebenden Exemplare der mauritianischen Art werden auf der Ile-Aux- Aigrettes in einem Naturpark geschützt.
Säugetiere
Die Säugetiere waren vor der Besiedelung Mauritius nur durch wenige Arten vertreten. Es existieren zwei endemische Arten von Fledermäusen auf der Insel. Schon im 16. Jahrhundert kamen mit den ersten Schiffen Ratten nach Mauritius, die viele andere Arten vernichteten. Zur Bekämpfung der Nager wurden auf der Insel Indische Mungos angesiedelt. Sie leben heute in vielen Regionen und sind häufig auf den Straßen rund um die ausgedehnten Zuckerrohrfelder zu sehen.

Von den Holländern wurde Rotwild aus Java eingeführt. In den Weidegebieten wird der Bestand auf über 25.000 Tiere geschätzt.

Vor 400 Jahren wurden durch die Portugiesen kleine Makaken aus Asien auf die Insel gebracht. Die Affen kommen aus den Wäldern ins flache Land und durchstöbern Pflanzungen und Siedlungen nach Nahrung. Sie räubern Eier aus Nestern, so dass es durch die Makaken bereits zur Ausrottung vieler Vogelarten kam. In der Bevölkerung werden sie hoch angesehen und dienen durch ihr schmackhaftes Fleisch auch als Nahrungsmittel.
Unterwasserwelt
Kanadas Klima ist durch die kontinentale Lage in arktische und gemäßigte Zonen unterteilt. Der größte Teil des Landes hat ausgeprägte und trocken-heiße Sommer und sehr kalte aber meistens sonnige Winter. Diese Zeiten dauern mindestens fünf Monate.

Kommt man weiter nach Norden, so fallen die Jahreszeiten Frühling und Herbst kürzer aus und das um so mehr, je weiter man nach Norden kommt. Hier werden diese Jahreszeiten auf zwei bis drei Monate begrenzt. Im Winter macht sich das arktische Klima mit seinen Kaltluftfronten bis weit in die südlichen Teile des Landes bemerkbar.

Im Sommer trifft man häufig in den südlichen Regionen Kanadas Temperaturen bis zu +35° Celsius bedingt durch die Warmluftfronten aus dem Golf von Mexiko an. In den nördlichen Teilen des Landes liegen die Sommertemperaturen jedoch tagsüber bei durchschnittlich +15°. Diese können nachts bis unter den Gefrierpunkt absinken.

Im Winter fallen die Temperaturen auf durchschnittlich -5° bis + 10° im Süden und +5° bis -40° im Norden des Landes.

An der milderen südlichen Pazifikküste von British Columbia halten sich die Temperaturen in der Regel oberhalb des Gefrierpunktes. Im Winter sind in allen Teilen des Landes bis auf Nova Scotia heftige Schneefälle anzutreffen.

Mauritius – Flora

Das Meer stellt eine gewaltige Barriere dar, die auf verschiedenen Wegen von Pflanzen und Tieren überwunden werden kann: aus eigener Kraft oder durch passiven Transport wie Meeresströmungen, Winde und im Gefieder, im Körper sowie an den Füßen von Vögeln.

Die erfolgreiche Ansiedlung von Pflanzen ist von drei Faktoren abhängig: dem Erreichen der Insel, dem Auffinden eines passenden Lebensraumes und der Sicherung der Fortpflanzung. Die Besiedlung der Inseln Mauritius und Réunion erfolgte in einer zu erwartenden Reihenfolge: Die ersten Lebewesen waren Seepflanzen und Larven sesshafter Seefauna; später wurde der nackte Fels mit Flechten überzogen und als die Bodenbildung auf den Inseln einsetzte, konnten von Wind, Meer und Vögeln angetragene Pflanzen Wurzeln schlagen.

Die häufigen Regenfälle und das warme Klima sorgten rasch für einen dichten Bewuchs der Inseln. Sowohl auf Mauritius als auch auf Réunion lassen sich zwei inselspezifische Merkmale nachweisen: Die Artenarmut ist das Ergebnis der zufälligen Besiedlung. Die hohe Endemismen-Rate ist auf einen besonders schnellen Ablauf von Evolutionsprozessen zurückzuführen, der durch ein rasches Durchsetzen von Mutationen in kleinen, isolierten Gesellschaften gekennzeichnet ist.

Hier haben sich neue Arten durchgesetzt, die sonst nirgendwo auf der Erde vorkommen. Allein 500 Blütenpflanzen sind für die Maskarenen endemisch. Jedoch ist die starke Begrenztheit des Lebensraumes ebenso ein Nachteil für die Inseln, denn ihr biologisches Gleichgewicht ist gegen Störungen stark anfällig.

Zu den endemischen Pflanzen zählen Ebenholzbäume, bois d’olive, bois de natte, bois de fer, bois puant, bois d’eponge, bois de rat, bois colophane, makak, tambalacoqü, Flaschenpalme, Hurrikanpalme und die Nationalblume Trochetia boutoniana (französisch: boucle d’oreille, zu deutsch Ohrring-Baum). Die Nationalblume ist ein weit verzweigter Busch oder niedriger Baum mit ovalen, ledrigen Blättern mit dichten Härchen an der Unterseite. Ihre glockenförmigen roten Blüten werden 5 – 6 cm lang.

Zu den landwirtschaftlichen Nutzpflanzen gehören Zuckerrohr, Kartoffeln, Mais, Erdnüsse, Obst (Ananas, Bananen, Papayas, Mangos, Lychees, Zitrusfrüchte, Kokosnüsse), Gemüse (Bohnen, Tomaten, Avocados), der Parfümstoff Ylang-Ylang und Schnittblumen.

Mauritius – Geschichte

Die Geschichte Mauritius ist relativ jung und zuerst um 1500 auf arabischen Karten eingezeichnet.

1598 nahmen die Holländer die Insel in Besitz und gaben ihr den Namen Mauritius.

1638 landeten die ersten Siedler die zunächst nur zwei Jahrzehnte auf der Insel blieben. Mehrere weitere Versuche das Eiland zu besiedeln scheiterten, so dass die Holländer die Insel 1710 aufgaben.

1715 wurde die Insel von den Franzosen in Besitz genommen, um ihre Schiffsrouten nach Indien zu sichern.

Die Besiedlung begann 1721.

Die Entwicklung des Landes beginnt 1735 mit der Ankunft des Gouverneurs Mahé de Labourdonnais, dessen Wirken man noch heute sehen kann:

Aufbau von Port Louis als Militärhafen und Schiffbauzentrum / Château de Mon Plaisir in Pamplemousses / Line Barracks in Port Louis / Teile des heutigen Government House.

Die Verwaltung der Insel übernahm bis 1767 die Französisch Ostindische Gesellschaft.
Während der napoleonischen Kriege war Mauritius Standort der Korsaren.

1810 große Seeschlacht zwischen England und Frankreich bei Grand Port. Im August 1810 landen die Engländer im Norden (Cap Malheureux) und verdrängen die Franzosen.

Im Verlaufe kam es zu großen sozialen und wirtschaftlichen Umwälzungen. Höhepunkt war 1835 die Abschaffung der Sklaverei.

Als Folge hiervon ist die Einwanderung von indischen Arbeitern, Hindus & Moslems zu sehen, die nun die Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern übernahmen. Durch ihre große Zahl wurde die Kultur der Insel stark geprägt. Chinesische Händler wandern ein.

Durch die gut entwickelte Zuckerindustrie kommt Mauritius zu Wohlstand.

Seit 1968 ist Mauritius ein unabhängiger Staat und seit dem 12.03.1992 Republik.

Die Zuwanderungen hat Mauritius zu einer Gesellschaft verschiedener Rassen, Kulturen und Religionen gemacht. Auf kleinem Raum leben hier Menschen afrikanischer, indischer, europäischer und chinesischer Herkunft mit unterschiedlichen Kulturen, Bräuchen, Sprachen friedlich und harmonisch zusammen. Mauritius kann damit als Vorbild für andere Gesellschaften der Welt angesehen werden.

Mauritius – Essen & Trinken

Es sind einige verschiedenartige lokale Küchen zu benennen:

– Kreolisch (scharf gewürzt)
– Chinesisch
– Indisch (gut gewürzt)
– Europäisch
– Fischgerichte – und zwar alles, was das heimische Meer zu bieten hat.

Unbedingt empfehlenswert ist das Nationalgericht Curry.

Es wird mit Huhn, Rind oder Fisch gegessen. Serviert wird hierzu einne große Portion Reis.
Getränke

Die Softdrinks Coca Cola oder Pepsi werden auf Mauritius abgefüllt und sie sind an jeder Ecke zu haben. Die Mauritianer bevorzugen stilles Wasser, es gibt aber auch Sparkling Water (Sprudelwasser).

Bier wird wie überall auf der Welt auch auf Mauritius gebraut. Es gibt die mauritianischen Arten wie das Phoenix-Bier und das etwas stärkere Blue Marlin.

Seit neuestem erhält man aber auch in Mauritius gebrautes Warsteiner.

Wein ist auf Mauritius sehr teuer, da er nicht im Land angebaut wird und importiert werden muss. Man trinkt hier leichtere Weine aus Südafrika oder Frankreich.

Das Hauptgetränk der Einwohner ist der auf Mauritius hergestellte Rum. Es gibt den einfachen (Goodwill), aber auch den edleren (Green Island). Rum wird pur, mit Cola (von den Einheimischen bevorzugt) oder als verschiedene Cocktailzubereitungen getrunken.

Aus anderen Ländern importierte alkoholische Getränke sind wegen der sehr hohen Einfuhrzölle ausgesprochen teuer.

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