Philippinen – Allgemeine Informationen
Fläche: ca. 300.000 km².
Einwohner: rund 117,7 Millionen (Stand 2026) – damit gehören die Philippinen heute zu den 15 bevölkerungsreichsten Ländern der Welt.
Hauptstadt: Manila (Kernstadt ca. 1,8 Mio. Einwohner; die Metropolregion Metro Manila zählt heute rund 14–16 Millionen Menschen und ist damit eine der größten Ballungsräume Asiens).
Geografie: Die Philippinen liegen vor der südostasiatischen Küste zwischen Taiwan und Borneo im Pazifik. Sie bestehen aus rund 7.640 Inseln, von denen nur etwa 2.000 einen Namen tragen und nur rund 900–2.000 dauerhaft bewohnt sind. Die beiden größten Inseln, Luzon im Norden und Mindanao im Süden, machen rund 65 % der Landmasse aus; hier lebt auch der Großteil der Bevölkerung. Zwischen Luzon und Mindanao liegt die Inselgruppe der Visayas.
Staatsform: Präsidialrepublik seit 1987 (Verfassung von 1987). Zweikammerparlament: Repräsentantenhaus und Senat. Aktueller Staats- und Regierungschef: Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr., im Amt seit Juni 2022 – Sohn des früheren Diktators Ferdinand Marcos. Unabhängig seit 1946, bis 1898 spanische Kolonie, anschließend bis 1946 (mit japanischer Besatzung 1942–1945) unter US-amerikanischer Verwaltung.
Sprache: Amtssprachen sind Filipino (basierend auf Tagalog) und Englisch, das im Bildungswesen, Geschäftsleben und Tourismus breit verwendet wird. Daneben werden regional zahlreiche weitere Sprachen gesprochen (u. a. Cebuano, Ilocano, Hiligaynon); insgesamt sind über 180 Sprachen und Dialekte registriert. Spanisch spielt heute nur noch eine sehr geringe Rolle.
Religion: rund 79 % Katholiken, daneben Protestanten, eine bedeutende muslimische Minderheit (v. a. auf Mindanao und im Sulu-Archipel, ca. 6 %), Anhänger der unabhängigen Philippinischen Kirche (Iglesia Filipina Independiente) sowie kleinere Gruppen von Buddhisten und Anhängern von Naturreligionen.
Netzspannung: 220 V, 60 Hz (in Baguio teils 110 V). 110-V-Anschlüsse sind in vielen Hotels vorhanden. Es werden flache und runde, zwei- und dreipolige Stecker verwendet – ein Universaladapter wird empfohlen.
Telefon: Internationale Ländervorwahl für die Philippinen: 0063. Vorwahl von den Philippinen nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041. Prepaid-SIM-Karten der großen Anbieter Globe und Smart sind landesweit günstig erhältlich, die Netzabdeckung ist auf den Hauptinseln gut, auf entlegeneren Inseln teils eingeschränkt.
Währung: Philippinischer Peso (₱ bzw. PHP), 1 Peso = 100 Centavos. Richtwert Wechselkurs (schwankt tagesaktuell): 1 Euro ≈ 63–66 PHP.
Gesundheit: Vor der Reise sollten rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Eine gut ausgestattete Reiseapotheke (u. a. Mittel gegen Durchfall, Fieber, Schmerzen sowie Verbandsmaterial und Wunddesinfektion) sowie Grundkenntnisse in Erster Hilfe sind empfehlenswert. Impfungen gegen Typhus, Hepatitis A und ggf. Hepatitis B sollten mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt abgeklärt werden, ebenso der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio.
Malaria-Vorkommen: ganzjährig, mit unterschiedlichem Risiko je nach Landesteil. Mittleres Risiko besteht in ländlichen Gebieten unterhalb 600 m Höhe u. a. im Osten von Luzon, in Teilen Mindanaos, auf Palawan, Samar, im Sulu-Archipel und in Mindoro Occidental; geringes Risiko in den übrigen Landesteilen bzw. Höhenlagen über 600 m. Als malariafrei gelten die Stadtgebiete sowie die Inseln Bohol, Catanduanes und Cebu. Eine aktuelle reisemedizinische Beratung vor Abreise wird dringend empfohlen, da sich Risikogebiete ändern können.
Kleidung: Beim Besuch von Kirchen oder Moscheen sind Shorts und allzu freizügige Kleidung unangebracht.
Deutsche Botschaft: 25th Floor, Zuellig Building, Makati Avenue corner Paseo de Roxas, Makati City, Metro Manila (die frühere im Solid Bank Building genannte Adresse ist nicht mehr aktuell – vor Reiseantritt empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Kontaktseite der Botschaft, etwa über die Website des Auswärtigen Amtes).
Handel mit bedrohten Tierarten: Vom Kauf von Produkten aus bedrohten Tierarten, etwa Riesenmuscheln, Korallen oder Schildpatt, ist unbedingt abzuraten. Sie unterliegen nach philippinischem Recht einem strengen Exportverbot, und die Einfuhr nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz ist ebenfalls strafbar.
Sicherheit: Die Kriminalitätsrate ist in den großen Städten, insbesondere in Teilen Manilas, weiterhin vergleichsweise hoch. Es empfiehlt sich, nachts nicht allein durch einsame Straßen zu gehen, Schmuck und teure Uhren im Hotelsafe zu lassen und nur so viel Bargeld mitzuführen, wie für den jeweiligen Anlass benötigt wird. Für bestimmte Regionen, insbesondere Teile des westlichen und zentralen Mindanao sowie den Sulu-Archipel, bestehen weiterhin gesonderte Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes aufgrund des Risikos von Entführungen und gewaltsamen Konflikten – diese Gebiete liegen jedoch abseits der klassischen touristischen Routen (Luzon, Visayas, Palawan). Vor Reiseantritt sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes konsultiert werden.
Wirtschaft: Die philippinische Wirtschaft hat sich seit den frühen 2000er-Jahren deutlich gewandelt: Neben der Landwirtschaft (Reis, Mais, Kokospalme) sind heute vor allem der Dienstleistungssektor – insbesondere die Business-Process-Outsourcing-Branche (Callcenter, IT-Dienstleistungen) – sowie die Rücküberweisungen der vielen im Ausland arbeitenden Filipinos (Overseas Filipino Workers, OFWs) zu zentralen Stützen der Wirtschaft geworden. Elektronik- und Halbleiterexporte spielen weiterhin eine bedeutende Rolle. Die Philippinen zählten in den letzten Jahren zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Südostasiens, wobei Herausforderungen wie Einkommensungleichheit, Unterbeschäftigung und die Anfälligkeit für Naturkatastrophen (Taifune, Erdbeben) bestehen bleiben.
Philippinen – Einreise und Visum
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige können weiterhin visumfrei für touristische Zwecke einreisen: Bei der Einreise wird ein kostenloser Einreisestempel für einen Aufenthalt von 30 Tagen erteilt (formal keine „Visumbefreiung“ im engeren Sinne, sondern eine gebührenfreie Aufenthaltserlaubnis bei Ankunft).
Voraussetzungen sind:
- ein Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig ist,
- ein Nachweis der Weiterreise (Rück- oder Anschlussflugticket),
- seit einigen Jahren zusätzlich eine vorab durchzuführende Online-Registrierung im eTravel-Portal der philippinischen Regierung, die innerhalb von 72 Stunden vor Ankunft erfolgen muss; der dabei erzeugte QR-Code sollte beim Einchecken sowie bei der Einreise vorgezeigt werden können.
Der 30-tägige Aufenthalt lässt sich vor Ort beim Bureau of Immigration gegen eine Gebühr auf bis zu 59 Tage verlängern; für längere Aufenthalte sind weitere Verlängerungen bzw. spezielle Visakategorien erforderlich, mit denen sich (bei wiederholter Verlängerung) theoretisch ein Aufenthalt von bis zu drei Jahren ohne Ausreise realisieren lässt. Bei Überschreitung der genehmigten Aufenthaltsdauer wird bei der Ausreise streng kontrolliert; es drohen Geldstrafen.
Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, sollten Reisende die aktuellen Anforderungen unmittelbar vor Abreise auf der offiziellen Website des philippinischen Bureau of Immigration bzw. beim Auswärtigen Amt prüfen.
Philippinen – Klima
Die Philippinen kennen zwei Jahreszeiten: Regenzeit von Juni bis Oktober, Trockenzeit von November bis Mai – letztere gilt zugleich als beste Reisezeit.
Es herrscht die ganze Palette tropischer bzw. subtropischer Klimamerkmale: allgemein warm, mitunter drückend heiß bei hoher Luftfeuchtigkeit. In Manila variieren die mittleren Temperaturen von rund 25 °C in der kühleren Trockenzeit (November bis Februar) bis über 35 °C in der zweiten Hälfte der Trockenzeit (März bis Mai).
An den Küsten sorgt der Wechsel von Land- und Seewind für Erfrischung, in den Bergen kann es nachts auf unter 10 °C abkühlen. Es gibt deutliche regionale Abweichungen, insbesondere bei den Niederschlägen, die auch außerhalb der eigentlichen Regenzeit auftreten können.
Zwischen Juli und November überqueren regelmäßig Taifune den Osten und Norden des Landes; ihre Ausläufer erreichen gelegentlich auch die Visayas und, seltener, Palawan. Die Philippinen zählen zu den taifunreichsten Regionen der Erde – wer außerhalb der Trockenzeit reist, sollte die aktuelle Wettervorhersage im Blick behalten.
Philippinen – Fauna
Auf den Philippinen gibt es Hunderte verschiedene Vogel- und Säugetierarten sowie rund 200 verschiedene Reptilienarten, viele davon endemisch.
Zu den philippinischen Tierarten, die ausschließlich auf Palawan vorkommen, gehören das ameisenfressende Schuppentier (Pangolin), der Zwerghirsch Pilandok – die kleinste Rotwildart der Welt – sowie die Palawan-Bärenkatze, eine Marderart.
Ebenfalls vertreten sind Süß- und Salzwasserkrokodile (darunter das stark gefährdete Philippinenkrokodil), Warane, Schlangen und andere Reptilien sowie Papageien, Nashornvögel und farbenprächtige Schmetterlinge. Der Königsadler der Philippinen (Philippine Eagle), einer der größten Greifvögel der Welt, gilt als vom Aussterben bedroht und ist Nationalvogel des Landes; Schutzprojekte, insbesondere auf Mindanao, setzen sich für seinen Erhalt ein.
Zu den weniger angenehmen Tierarten gehören die Nik-Niks, stecknadelkopfgroße Blutsauger, die manche Strände zeitweise, meist zwischen Dezember und Februar, bevölkern, sowie Würfelquallen, deren giftige Nesselzellen schmerzhafte Hautverätzungen hervorrufen können. Anopheles-Mücken als Malariaüberträger kommen in bestimmten Landesteilen vor (siehe Kapitel Gesundheit).
Philippinen – Flora
Die Pflanzenwelt der Philippinen gilt mit rund 10.000 Arten von Bäumen, Sträuchern, Blumen und Farnen als eine der vielfältigsten der Welt, mit einem hohen Anteil endemischer Arten.
Trotz großflächiger Rodungen in der Vergangenheit wird der Waldanteil an der Gesamtfläche weiterhin auf grob 20–25 % geschätzt; staatliche und private Wiederaufforstungsprogramme haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, auch wenn illegaler Holzeinschlag weiterhin ein Problem darstellt.
Ausgedehnte Mangroven prägen weite Küstengebiete der Inseln. Die einst weit verbreiteten Regenwälder, besonders im Osten des Landes, sind vielerorts bis auf geringe Reste abgeholzt; an ihre Stelle ist vergleichsweise artenarmer Sekundärwald oder Grasland getreten. In den zentralen und westlichen Inselregionen gibt es noch große Monsunwälder, die in höheren Lagen in Eichenmischwälder bzw. Nebelwälder übergehen.
Philippinen – Geschichte
Funde belegen die Existenz von Hominiden auf den Philippinen bereits vor rund 700.000 Jahren (neuere Forschung, u. a. auf Luzon, hat ältere Datierungen als frühere Annahmen ergeben); seit ca. 30.000–50.000 Jahren lebt der moderne Mensch (Homo sapiens) auf den Inseln, u. a. auf Palawan.
Zwischen etwa 13.000 und 10.000 v. Chr. wanderten die Aeta, kleinwüchsige, dunkelhäutige Sammler und Jäger, vom asiatischen Festland ein; ab ca. 4.000 v. Chr. verdrängten seefahrende Austronesier sie zunehmend ins Hinterland. Ab dem 7.–9. Jahrhundert n. Chr. gerieten die südlichen Philippinen unter den Einfluss des buddhistischen Großreichs Sri Vijaya, ab dem 14. Jahrhundert unter den Einfluss des javanischen Reichs Majapahit. 1380 erreichten die ersten arabischen Gelehrten die Sulu-Inseln, und der Islam breitete sich im Süden aus.
1521 landete Ferdinand Magellan auf Samar und Cebu; 1543 wurden die Inseln nach König Philipp II. benannt. Ab 1565 begann mit Miguel López de Legazpi die 333-jährige spanische Kolonialherrschaft. José Rizal gründete 1892 eine Reformbewegung und wurde 1896 nach dem Ausbruch des Katipunan-Aufstands hingerichtet – er gilt bis heute als Nationalheld der Philippinen. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg riefen die Philippinen 1898 ihre Unabhängigkeit aus, gerieten jedoch anschließend unter US-amerikanische Verwaltung.
1935 wurde Manuel L. Quezon erster Präsident des philippinischen Commonwealth. Nach japanischer Besatzung (1942–1945) und der Rückeroberung durch General MacArthur 1944/45 wurde am 4. Juli 1946 die unabhängige Republik der Philippinen ausgerufen.
1965 wurde Ferdinand E. Marcos Präsident; 1972 verhängte er das Kriegsrecht und regierte in der Folge diktatorisch. Nach der Ermordung des Oppositionsführers Benigno Aquino 1983 und der friedlichen „People Power“-Revolution wurde Marcos 1986 gestürzt und ins Exil nach Hawaii getrieben, wo er 1989 starb. Corazon Aquino, Witwe Benigno Aquinos, wurde Präsidentin und verabschiedete 1987 die bis heute gültige Verfassung.
In den folgenden Jahrzehnten prägten mehrere Präsidentschaften das Land: Fidel Ramos (1992–1998), Joseph Estrada (1998–2001, nach Amtsenthebung durch Vizepräsidentin Gloria Macapagal-Arroyo abgelöst), Gloria Macapagal-Arroyo (2001–2010), Benigno Aquino III. (2010–2016, Sohn von Corazon Aquino) und Rodrigo Duterte (2016–2022), dessen von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisierter „Krieg gegen Drogen“ mit tausenden außergerichtlichen Tötungen international für Aufsehen sorgte und international-strafrechtlich (Internationaler Strafgerichtshof) nachwirkt.
Seit Juni 2022 ist Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr., Sohn des früheren Diktators, Präsident der Philippinen. Auf Mindanao wurde nach jahrzehntelangem bewaffnetem Konflikt zwischen der Zentralregierung und muslimischen Rebellengruppen 2014 ein Rahmenabkommen unterzeichnet, aus dem 2019 die autonome Region Bangsamoro (BARMM) mit eigener Regionalregierung hervorging – ein wichtiger, wenn auch nicht vollständig abgeschlossener Schritt zur Befriedung der Region.
Philippinen – Essen und Trinken
Standardmäßig gibt es auf den Philippinen zu jeder Mahlzeit dieselbe Beilage: Reis – morgens, mittags und abends. Im Gegensatz zu vielen anderen südostasiatischen Küchen wird philippinisches Essen im Allgemeinen nicht scharf gewürzt; eine Ausnahme bilden Gerichte im Stil der Region Bicol.
Fisch, Muscheln, Schnecken, Krabben: Auf den Märkten findet sich fast überall ein breites Angebot an Süß- und Salzwasserfischen, Muscheln, Schnecken, Shrimps und Krabben. Preisgünstig sind der karpfenähnliche Tilapia sowie der Bangus (Milchfisch), beides verbreitete Zuchtfische. Beliebte, etwas teurere Meeresfische wie Lapu-Lapu (Zackenbarsch), frischer Thunfisch oder Blue Marlin sind eher in besseren Restaurants oder direkt an der Küste erhältlich. Sinigang na Isda ist ein sauer gekochter Fisch mit Tamarinde oder Tomaten in Brühe und Gemüse, Paksiw wird mit Zwiebeln, Ingwer und Essig gekocht. Fisch in süß-saurer Soße gibt es nicht nur in chinesischen Restaurants.
Schwein, Rind, Wasserbüffel: Schweinefleischgerichte haben abseits der Küstenregionen den Fisch inzwischen als beliebteste Fleischmahlzeit weitgehend abgelöst. Eine Spezialität des Landes ist Lechon, das philippinische, am Spieß gegrillte Spanferkel. Rindfleisch und Wasserbüffel spielen eine geringere Rolle. Zu den bekannten Gerichten zählen Adobo (geschmortes Fleisch mit viel Knoblauch und Sojasauce – gilt vielen als das Nationalgericht der Philippinen), Sinigang, Mechado (Fleisch-, Kartoffel- und Karottenwürfel in Tomatensauce) sowie Kaldereta.
Geflügel: Kommt praktisch nur als Huhn vor; die oben genannten Gerichte gibt es meist auch mit „Chicken“ statt Schweinefleisch. Chicken Curry (Huhn in Kokosnuss-Curry-Sauce) und Tinola (Hühnereintopf mit Gemüse und Ingwer) sind beliebte Klassiker. Balut, angebrütete, gekochte Enteneier mit Embryo, werden nach wie vor als traditioneller Straßensnack verkauft – für Reisende gewöhnungsbedürftig, aber ein fester Bestandteil der philippinischen Alltagskultur.
Gemüsegerichte: Pinakbet vereint gemischtes Gemüse (u. a. Auberginen, Bittermelone, Okra, Paprika, Kürbis) mit Bagoong, fermentiertem, gesalzenem Fisch bzw. kleinen Shrimps als Würzmittel – geruchsintensiv, aber geschmacklich milder als der Geruch vermuten lässt.
Nudelgerichte: In kleinen Pansiterias werden preiswerte, sättigende Nudelgerichte serviert, etwa Pancit Canton (Weizennudeln) oder Pancit Bihon (Reisnudeln), meist mit Gemüse und wahlweise Fleisch.
Desserts und Snacks: Halo-Halo, eine bunte Mischung aus Früchten, zerstoßenem Eis, Zucker und süßer Kondensmilch, ist ein beliebter, erfrischender Klassiker. Leche Flan (Eierpudding mit Karamellsauce), Turon (frittierte Bananenstücke im Teigmantel) und verschiedene Empanadas gehören ebenfalls zu den populären Süßspeisen und Snacks.
Getränke: Nicht in allen Restaurants wird Alkohol ausgeschenkt, da hierfür eine separate Lizenz erforderlich ist. Lokales Bier (u. a. San Miguel) ist von guter Qualität und günstig, Wein ist eher in gehobeneren Restaurants zu finden und aufgrund einer Luxussteuer vergleichsweise teuer. Einheimischer Gin (u. a. Ginebra San Miguel) ist sehr preisgünstig und beliebt.
Philippinen – Unterkünfte
In der Regel gibt es auch in touristisch weniger erschlossenen Regionen der Philippinen kaum Probleme, eine geeignete Übernachtungsmöglichkeit zu finden. In der Hauptsaison von Dezember bis April werden jedoch günstigere Hotels und Pensionen stark von einheimischen Reisenden frequentiert, sodass sich eine frühzeitige Reservierung empfiehlt – besonders zur Weihnachts- und Osterzeit.
In den Ferienorten gibt es häufig zwei bis drei Tarifkategorien, die deutlich variieren können; am teuersten sind Zimmer meist zu Weihnachten und Ostern, deutliche Nachlässe gibt es oft in der Nebensaison (Juni bis Oktober). Verhandlungen über Zimmerpreise sind, vor allem bei längeren Aufenthalten, weiterhin üblich – heute allerdings häufig ergänzt durch Online-Buchungsplattformen mit transparenten, oft bereits reduzierten Preisen.
Hotels: Hotels der oberen Kategorien entsprechen in der Regel westlichem Standard, mit klimatisierten Zimmern, Bad, WC, Telefon und Fernseher; Spitzenhotels verfügen häufig über mehrere Restaurants, Bars, Geschäfte und Wechselstuben sowie Pools, Tennisplätze und Fitnessbereiche. In Badeorten dominieren Hotelanlagen im landestypischen Stil mit vielfältigem Sportangebot (Tauchen, Schnorcheln, Tennis, Golf, Wassersport). In gehobenen Hotels wird üblicherweise ein Aufschlag von rund 12 % Mehrwertsteuer zzgl. Servicegebühr erhoben.
Pensionen und Herbergen: Auch einfachere Hotels und Pensionen sind meist gut ausgestattet; viele kleinere, familiengeführte Unterkünfte bieten eine persönlichere Atmosphäre als große Hotelketten, häufig mit klimatisierten Zimmern und eigenem Bad. Wer auf Klimaanlage verzichten kann, findet ein breites Angebot an Low-Budget-Unterkünften mit Ventilator und Gemeinschaftsbad; ein eigener Leinenschlafsack kann hier praktisch sein, da Bettwäsche nicht immer gestellt wird.
Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern, Einreisebestimmungen, Wechselkursen und Sicherheitslage können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sowie die offizielle Website des philippinischen Bureau of Immigration.
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Author: Joe OnTour
Autor + Reise-Blogger