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Ägypten - Allgemeine Informationen

Ägypten – Allgemeine Infos

von Joe OnTour
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Ägypten – Allgemeine Informationen

Lage: Nordostafrika

Fläche: 1.001.450 km² (bzw. rund 995.450 km² reine Landfläche ohne Binnengewässer, je nach Quelle)

Bevölkerungszahl: rund 115 bis 118 Millionen (Stand 2026) – deutlich mehr als die früher genannten 71,2 Millionen (Stand 2006); Ägypten ist damit heute das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt und das dritt­bevölkerungsreichste Land Afrikas.

Bevölkerungsdichte: rund 115–120 Einwohner pro km² (bezogen auf die Gesamtfläche; da rund 95 % der Bevölkerung im schmalen bewohnbaren Nilstreifen leben, liegt die tatsächliche Dichte dort um ein Vielfaches höher).

Hauptstadt: Kairo (El Kahira) – Einwohner heute rund 10 Mio. in der Kernstadt, rund 21–22 Mio. im Großraum Kairo/Gizeh – damit die mit Abstand größte Stadt Afrikas und der arabischen Welt (statt der früher genannten 7,8 Mio. von 2006).

Neue Verwaltungshauptstadt: Seit 2015 baut Ägypten rund 60 km östlich von Kairo eine komplett neue Hauptstadt (offiziell „New Administrative Capital“), in die seit 2023 schrittweise Regierungsbehörden und Ministerien umziehen. Ziel ist es, den enormen Bevölkerungsdruck auf Kairo zu verringern; die neue Stadt wächst bislang jedoch deutlich langsamer als geplant. Kairo bleibt auf absehbare Zeit das wirtschaftliche, kulturelle und für Reisende relevante Zentrum des Landes.

Staatsform: Präsidialrepublik seit 1953. Aktuelle Verfassung von 2014 (mit Änderungen 2019, u. a. Verlängerung der Amtszeiten); die früher geltenden, seit 1981 in Kraft befindlichen Notstandsgesetze wurden 2021 offiziell aufgehoben, einzelne ihrer Befugnisse wurden jedoch in reguläre Gesetze überführt. Zweikammerparlament (Repräsentantenhaus sowie der 2020 wiedereingeführte Senat). Unabhängig seit 1922 (ehemaliges britisches Protektorat).

Aktueller Präsident: Abdel Fattah al-Sisi, im Amt seit Juni 2014 (durch eine Verfassungsänderung 2019 potenziell bis 2030 wiederwählbar).

Geografie: Ägypten grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Süden an den Sudan, im Westen an Libyen und im Osten an das Rote Meer sowie Israel. Das Nildelta liegt in Unterägypten, das Niltal in Oberägypten. Östlich des Suezkanals liegt die Sinai-Halbinsel. Nach wie vor lebt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung im landwirtschaftlich geprägten Nildelta und -tal; Oasen sind die einzigen Überbleibsel der einst fruchtbaren Niederungen abseits des Nils. Die schmalen Küstenregionen am Mittelmeer und an der afrikanischen Seite des Roten Meeres sind ebenfalls dicht besiedelt bzw. touristisch erschlossen. Der Assuan-Staudamm reguliert weiterhin die früher jährlich wiederkehrende Nilüberschwemmung.

Sprache: Amtssprache ist Arabisch. Englisch wird im Tourismus- und Geschäftsleben heute deutlich häufiger verwendet als Französisch, das an Bedeutung verloren hat.

Religion: rund 90 % der Einwohner sind Muslime (fast ausschließlich Sunniten), rund 10 % gehören christlichen Minderheiten an, überwiegend der koptisch-orthodoxen Kirche.

Ortszeit: MEZ + 1 (WEZ+2). Ägypten hatte die Sommerzeit zwischenzeitlich abgeschafft und 2023 für einige Monate testweise wieder eingeführt; seither gilt wieder ganzjährig eine einheitliche Zeit ohne Umstellung – Reisende sollten die genaue aktuelle Regelung kurz vor Abreise prüfen, da diese in den letzten Jahren mehrfach geändert wurde.

Netzspannung: 220 V, 50 Hz. In einigen ländlichen Gebieten teils abweichende Werte. Zweipolige Steckdosen (Typ C/F) sind Standard.

Ägypten – Einreise und Visum

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Ägypten weiterhin ein Visum – eine visumfreie Einreise ist nicht möglich. Es stehen drei Optionen zur Wahl:

  • Visa on Arrival: direkt am Flughafen bei Ankunft erhältlich, Kosten seit März 2026 30 US-Dollar (zuvor 25 US-Dollar), zahlbar in bar (USD oder Euro) am Bankschalter vor der Passkontrolle.
  • E-Visum: online vorab über die offizielle ägyptische Regierungsseite zu beantragen, empfohlen mindestens 7 Tage vor Abreise, Kosten ebenfalls rund 30 US-Dollar für die einfache Einreise (bzw. rund 65 US-Dollar für mehrfache Einreise).
  • Visum bei der Botschaft/Konsulat: in Deutschland, Österreich oder der Schweiz vorab erhältlich, empfehlenswert bei Geschäftsreisen oder wenn ein Visum bereits vor Abreise vorliegen soll.

Das Standard-Touristenvisum berechtigt zu einem Aufenthalt von 30 Tagen und kann vor Ort verlängert werden. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über eine freie Seite für den Visumsstempel verfügen.

Wichtige aktuelle Ergänzung: Seit Februar 2026 führt Ägypten an den internationalen Flughäfen schrittweise ein digitales Einreisesystem ein, bei dem Einreisedaten zunehmend online oder an Terminals vor Ort erfasst werden, statt wie bisher ausschließlich über Papierformulare. Da sich der Prozess noch in einer Übergangsphase befindet und je nach Flughafen und Fluggesellschaft unterschiedlich ablaufen kann, sollten Reisende ausreichend Zeitpuffer einplanen und sich nicht darauf verlassen, dass Papierformulare überall bereits vollständig abgeschafft sind.

Da sich Visumsgebühren und Einreisebestimmungen erfahrungsgemäß häufiger ändern, empfiehlt sich vor Reiseantritt ein aktueller Blick auf die Hinweise des Auswärtigen Amtes.

Ägypten – Klima

Ägypten liegt größtenteils im subtropischen Trockengürtel mit geringen Niederschlagsmengen. Eine Ausnahme bilden das Nildelta und die rund 700 km lange Mittelmeerküste, wo es häufiger Winterniederschläge gibt.

Ägypten lässt sich in fünf klimatisch unterschiedliche Wetterzonen unterteilen:

Mittelmeerraum und Nildelta: Mildere Winter und sehr warme Sommer. Tagesdurchschnittstemperaturen liegen bei 17–20 Grad, nachts kühlt es auf 8–11 Grad ab. Die nördlichen Regionen um Alexandria verzeichnen rund 30 Regentage im Jahr (meist im Winter). Im Frühjahr, Sommer und Herbst variieren die Tageswerte zwischen 28–32 Grad mit Höchstwerten um 45 Grad, nachts 19–24 Grad, bei einer Luftfeuchtigkeit von 60–75 %. Die Wassertemperatur liegt im Sommer bei rund 28 Grad, im Winter bei rund 17 Grad.

Unteres Niltal (Kairo bis Asyut): Mildere Winter, deutlich heißere Sommer mit geringen Niederschlägen bei einer Luftfeuchtigkeit von 40–60 %. Durchschnittstemperatur tags 18–22 Grad, nachts 4–9 Grad, Maximalwerte bis 48 Grad.

Oberes Niltal: Mildere Wintermonate, warmes Frühjahr und Herbst, sehr heiße und trockene Sommer. In Luxor regnet es im Schnitt an rund 2 Tagen im Jahr; Höchsttemperaturen von bis zu 50 Grad wurden gemessen.

Küste des Roten Meeres: Meist milde bis warme Winter mit Temperaturen über 20 Grad auch nachts. Langer, heißer und sehr trockener Sommer. Badetemperaturen im Meer liegen zwischen 20–29 Grad.

Sinai: Nimmt geografisch eine Sonderstellung ein, mit im Winter deutlich kühleren Temperaturen (in höheren Lagen tagsüber unter 15 Grad, nachts um 5 Grad). Im Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 32 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 20–40 %. An 1–3 Tagen im Jahr regnet es.

Beste Reisezeit: Im Raum Luxor von November bis März, im Raum Kairo zwischen Oktober und April, am Roten Meer von April bis Oktober.

Ägypten – Fauna

Bis auf das Nilufer und das Delta ist Ägypten ein sehr trockenes Land. Im Deltabereich und am Nil gibt es viele Wasservögel wie Reiher, Kraniche und Nilgänse. In den Wintermonaten gesellen sich zahlreiche europäische Zugvögel hinzu. Heimisch sind zudem Raub- und Aasvögel wie Milan, Lämmergeier und Habicht.

Zu den größeren Säugetieren zählen neben domestizierten Kamelen, Eseln, Schafen und Ziegen auch Schakale, Hyänen, Wüstenfüchse (Fenneks), Wildkatzen sowie in den Gebirgen Steinböcke. Wildlebende Kamele gibt es nicht mehr. Als einziges Tier, das es mit Kobras aufnehmen kann, sind Mungos in Ägypten heimisch.

In der Wüste finden sich Hasen, Springmäuse, zahlreiche Eidechsenarten sowie Skorpione. Der Fennek, ein eleganter Wüstenfuchs mit auffällig großen Ohren, ist scheu, aber zugleich neugierig.

Am Nil ist die ägyptische Kobra beheimatet. Am Nassersee leben weiterhin Nilkrokodile. Im Nil und in den Seen der Deltaküste finden sich über 160 verschiedene Fischarten.

Ägypten – Flora

Rund 70 verschiedene Pflanzenarten sind in Ägypten endemisch. Durch die trockenen Bedingungen und die intensive landwirtschaftliche Nutzung setzt sich die Flora Ägyptens größtenteils aus Kulturpflanzen zusammen.

Eine ausgeprägtere Vegetation findet sich vor allem im Nildelta, im Niltal und in den Oasen. Die am weitesten verbreitete Baumart ist die Dattelpalme. Einheimische Bäume sind zudem Maulbeerbäume, Tamarisken, Akazien und Johannisbrotbäume. Eingeführte Baumarten sind Zypresse, Ulme, Eukalyptus, Mimose sowie verschiedene Obstbäume.

Besonders auf den Schwemmlandböden des Deltagebiets gedeiht eine vielfältige Pflanzenwelt mit Weinreben, diversen Gemüsesorten und Blumen wie Lotos, Jasmin und Rosen.

In den Trockengebieten finden sich Halfagras und verschiedene Dornstraucharten. Die Papyrusstaude, die einst weite Teile des Nilufers säumte, wächst heute nur noch im äußersten Süden des Landes.

Ägypten – Geschichte, Kultur, Kunst

Ca. 10.000 bis 3.000 v. Chr.: Besiedlung der Nilregion. Der wiederholt über die Ufer tretende Nil hinterlässt fruchtbare Erde; die Menschen organisieren gemeinsam die Landwirtschaft. Günstige klimatische Voraussetzungen und die Fähigkeit zum organisierten gemeinsamen Leben lassen in Ägypten eine Hochkultur entstehen.

Frühzeit, ca. 3.000–2.700 v. Chr.: Die rivalisierenden Stämme von Unter- und Oberägypten vereinigen sich, Memphis wird Hauptstadt des neuen Reichs. In der 1. und 2. Dynastie entstehen Papyrus, Hieroglyphenschrift und ein 365-Tage-Kalender.

Altes Reich, ca. 2.700–2.200 v. Chr.: Blütezeit der 3. bis 6. Dynastie, das „Pyramidenzeitalter“ – in dieser Zeit entstehen unter anderem die drei Pyramiden von Gizeh.

Erste Zwischenzeit, ca. 2.200–2.000 v. Chr.: Niedergang der Pharaonenmacht (7. bis 11. Dynastie), das Reich zerfällt; Theben gewinnt als Hauptstadt eines Teilreichs an Bedeutung.

Mittleres Reich, ca. 2.000–1.600 v. Chr.: Mentuhotep II. vereinigt das Land erneut, zweite Blütezeit (11. bis 14. Dynastie); Theben bleibt kulturelles Zentrum, viele Tempelanlagen entstehen, die Pharaonenmacht schwindet jedoch wieder.

Zweite Zwischenzeit, ca. 1.600–1.500 v. Chr.: Erneuter Zerfall, die Hyksos erobern das Land (14. bis 17. Dynastie).

Neues Reich, ca. 1.500–1.100 v. Chr.: Wiedervereinigung, Beginn der 18. Dynastie; Ägypten wird Großmacht mit kultureller Blütezeit unter Pharaonen wie Ramses II., Echnaton und Nofretete sowie Königin Hatschepsut. Zahlreiche Tempelanlagen im Tal der Könige entstehen.

Dritte Zwischenzeit, ca. 1.100–700 v. Chr.: Aufspaltung in ein nördliches und südliches Reich (21. bis 24. Dynastie), regiert von libyschen Fürsten.

Spätzeit, 700–332 v. Chr.: Weitere Blütezeit (25. bis 30. Dynastie); zwischenzeitliche persische Fremdherrschaft, die wieder vertrieben wird.

332 v. Chr.: Eroberung durch Alexander den Großen, Gründung Alexandrias.

332–30 v. Chr.: Griechische Vormachtstellung. Kleopatra versucht, mit Julius Caesar und später Marcus Antonius ein neues Großreich zu errichten; nach der Niederlage gegen Rom begeht sie Suizid.

30 v. Chr. bis 700 n. Chr.: Ägypten wird römische Provinz und „Kornkammer Roms“. Das Christentum gewinnt an Bedeutung, das Koptentum sowie das Mönchtum entstehen.

7. bis 16. Jh.: Arabische Eroberung bringt den Islam ins Land; islamische Herrscher widersetzen sich später den Kreuzzügen.

16./17. Jh.: Osmanische Eroberung, Eingliederung ins Osmanische Reich.

1798–1805: Napoleon Bonaparte erobert Ägypten, zieht sich wenige Jahre später zurück.

1805–1849: Unter Mohammed Ali beginnt die Industrialisierung Ägyptens.

1869: Eröffnung des Suezkanals.

1914–1922: Britisches Protektorat.

1922–1952: Parlamentarische Monarchie; 1952 wird der König durch einen Staatsstreich vertrieben.

1953: Ägypten wird Republik.

1967: Sperrung des Suezkanals für israelischen Schiffsverkehr führt zum Sechstagekrieg; Israel besetzt den Sinai.

1970: Fertigstellung des Assuan-Hochdamms, Entstehung des Nassersees.

Ab 1974: Friedensverhandlungen mit Israel.

1979: Ägypten wird wegen des Friedensvertrags mit Israel aus der Arabischen Liga ausgeschlossen; Kritik islamischer Fundamentalisten wächst.

1981: Präsident Sadat wird ermordet; Nachfolger Mubarak hält am Friedensvertrag mit Israel fest und verbessert die Beziehungen zu den arabischen Staaten.

1992–1997: Anschläge islamistischer Fundamentalisten auf Zivilisten mit dem Ziel eines islamischen Staates, u. a. der Anschlag von Luxor 1997.

Seit den 2000er-Jahren – wichtige Ergänzung, die im Original fehlte:

2011: Im Zuge des „Arabischen Frühlings“ kommt es zu landesweiten Massenprotesten; Präsident Husni Mubarak, seit 1981 im Amt, tritt nach fast 30 Jahren zurück.

2012: Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft wird in freien Wahlen zum Präsidenten gewählt – der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens.

2013: Nach erneuten Massenprotesten gegen Mursis Regierung setzt das Militär unter Führung von General Abdel Fattah al-Sisi Mursi ab.

2014: Al-Sisi wird zum Präsidenten gewählt und tritt sein Amt im Juni 2014 an; er wird seither mehrfach wiedergewählt (zuletzt 2024) und regiert das Land bis heute mit deutlich autoritärerem Kurs als seine unmittelbaren Vorgänger.

2015: Baubeginn der neuen Verwaltungshauptstadt östlich von Kairo (siehe oben).

2020: Wiedereinführung des Senats als zweite Parlamentskammer.

2023/2024: Der Gaza-Krieg nach dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 rückt Ägypten – als direktes Nachbarland des Gazastreifens mit dem Grenzübergang Rafah – erneut in eine zentrale diplomatische Vermittlerrolle im Nahost-Konflikt, die es bereits seit den späten 1990er-Jahren innehat.

Ägypten bleibt bis heute einer der wichtigsten Vermittler im Nahost-Konflikt sowie ein zentraler strategischer Partner des Westens in der Region.

Ägypten – Essen & Trinken

Eine ägyptische Küche im traditionellen Sinn gibt es nicht in Reinform. Die meisten gängigen Gerichte stammen ursprünglich aus der arabischen (libanesischen und syrischen) Küche, etwa die Rezepte für Baba Ghanoush oder Salata Tahina. Eine regionale Besonderheit ist Ta’ameya, die ägyptische Variante der Falafel.

Die ägyptische Küche ist zudem von der mediterranen Küche inspiriert: Béchamelsauce, Moussaka und gefüllte Weinblätter finden sich häufig auf dem Speiseplan.

Die Speisen werden meist scharf gewürzt, Nachspeisen sind fast immer sehr süß. Das Abendessen ist ausgesprochen ergiebig; man sitzt lange in großer Runde zusammen.

Zum Frühstück wird Tee oder dünner Kaffee getrunken, dazu süßes Gebäck oder Weißbrot mit Tomaten, Gurken, Schafskäse oder Joghurt. Mittags werden meist nur kleine Mahlzeiten aus frischem Gemüse oder etwas Fleisch mit Fladenbrot gegessen.

Das Abendessen besteht oft aus einer Vorspeise (Mezze) mit vielfältigen kleinen Häppchen – Salate oder gefülltes Gemüse. Als Hauptgericht folgen verschiedene Fisch- oder Fleischgerichte (Lamm, Hühnchen, Rind – kein Schweinefleisch aufgrund des Islam). Der Nachtisch besteht aus süßem Kuchen, Pudding oder frischem Obst. Zu trinken gibt es Fruchtsäfte oder einheimisches Bier; das traditionelle Getränk bleibt Tee, der zu praktisch jeder Gelegenheit getrunken wird.

Es ist weiterhin üblich, mit der Hand zu essen (die linke Hand darf die Speisen dabei nicht berühren); auswärts wird jedoch meist mit europäischem Besteck gegessen, bei Familienessen teils mit Besteck, teils mit der Hand. Um dem Gastgeber unauffällig zu signalisieren, dass man satt ist, verlässt man traditionell den Esstisch und setzt sich in den meist angrenzenden Wohnraum – für Europäer ungewohnt, in Ägypten aber völlig normal.

Täglicher Speisezettel: Gemüse aus dem Niltal wie Bamya (Okraschoten), Bohnen (Ful) und Falafel, Tomaten, dazu Fladenbrot und Reis. Fleisch und Geflügel sind vergleichsweise teuer und kommen eher an Festtagen auf den Tisch. Als Getränke stehen Säfte, Karkade (roter Malventee), starker schwarzer Tee mit Minze und Wasser zur Verfügung. Im Nildelta werden ordentliche Weine produziert; empfehlenswert ist das im Land verbreitete Stella-Lagerbier.

Essen, Trinken, Gesundheit: Unbesorgt essen kann man in den besseren Restaurants. Salate, die mit unreinem Leitungswasser gewaschen wurden, sollten eher gemieden werden. Wer einen unempfindlichen Magen hat, kann Kuschari probieren (Linsen mit Reis und Nudeln, gerösteten Zwiebeln und einer scharfen, knoblauchreichen Tomatensauce). Fleisch sollte stets gut durchgegart sein.

An heißen Tagen sollte ausreichend getrunken werden, bis zu 3 Liter am Tag; Mineralwasser sollte grundsätzlich nur aus Flaschen mit originalem, unversehrtem Verschluss stammen.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern und Einreisebestimmungen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle, verbindliche Informationen empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

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Joe OnTour
Author: Joe OnTour

Autor + Reise-Blogger

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