Hawaii – Kauai

Kaua’i wird aufgrund seiner ausgesprochen üppigen Vegetation auch als „Garteninsel“ bezeichnet. Die Insel bietet eine der spektakulärsten und ursprünglichsten Landschaften des Archipels. Es gibt hier immer noch unwegsame Dschungelgebiete, die vollkommen unerschlossen sind.

Die Insel verfügt über wüstenhafte Ebenen, tiefe Schluchten und Steilklippen, die bis zu 1000 Meter aus dem Meer aufragen. Überhaupt ist Kaua’i mit Superlativen nur so bestückt. Hier sind die schönsten Strände, die üppigste tropische Flora und die größten Korallenriffe des Archipels zu finden. Kaua’i liegt am nordwestlichsten Ende der Inselkette. Die Erosion hat an der Nordküste dramatische Klippen entstehen lassen. Im Landesinneren haben sich gewaltige Canyons gebildet. Am 1500 Meter hohen Wai’ale’ale werden die Passatwolken aufgefangen und entladen ihre Wassermassen mit 12 Metern Niederschlag pro Jahr. Das weiche vulkanische Gestein wird durch diese Wassermassen zu bizarren Formationen ausgewaschen. Wir hatten das Empfinden, dass Kaua’i die geringste Touristenzahl aufweist. Es gibt hier noch viel Ursprüngliches zu erfahren. Das liegt wohl auch daran, dass die Insel häufig von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht wird, was die Investoren offensichtlich abschreckt, weitere Hotelkomplexe zu erstellen. Im Jahr 1992 hat der Hurrikan „Iniki“ große Teile der Ferienzentren dem Erdboden gleichgemacht und 10.000 Häuser zerstört. Seltsamerweise hat sich die Natur schnell davon erholt, denn bereits ein Jahr später waren die Schäden kaum mehr zu sehen. Kaua’i gehört zu den wenigen Inseln, die man nicht vollständig mit dem PKW umrunden kann, da der gesamte Bereich um die Na Pali Coast keine Durchfahrtsmöglichkeit bietet.

Wir landen nach kurzem Flug mit einer zweimotorigen Propellermaschine auf dem Princeville Airport im Norden der Insel. Die Landebahn reicht gerade für die Prop-Maschinen aus und das kleine Gebäude für die Abfertigung am Rande der Landebahn vermittelt bereits Südseefeeling. Wir haben noch keinen Mietwagen vorbestellt und müssen erst ein Taxi organisieren. Die Fahrt zum bereits vorgebuchten Sheraton Princeville Hotel dauert zehn Minuten.

Das Hotel liegt an der Hanalei Bay und wurde erst kürzlich komplett mit großem Aufwand neu restauriert. Der Eingang wird von einer beeindruckenden riesigen Empfangshalle mit einem phantastischen Rundblick auf die Bucht und die benachbarte Na Pali Coast dominiert. Man sagt, dies sei die wohl unbestritten beste Lage von ganz Hawaii. Das Ambiente ist gediegen und modern. Die Empangshalle ist mit antiken Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestückt.

Das Hotel verfügt natürlich bei dem üblichen amerikanischen Standard über alle erdenklichen Annehmlichkeiten wie Schwimmbad, Sauna, Firtnesscenter, mehrere Restaurants etc. Es liegt direkt am feinsandigen Sandstrand. Wir haben unseren Stützpunkt eine Woche vorgebucht und wollen die Insel von hier aus erkunden. Das Hotel ist trotz der Weihnachts- und Neujahrszeit nicht komplett ausgebucht und so bekommen wir nach langem zähen Verhandeln ein extra großes Zimmer mit Blick auf die Na Pali Küste. Brigitte ist begeistert. Das Bad verfügt über eine Panoramascheibe, so dass man während des Badens den Blick auf die Na Pali Küste genießen kann.

Jetzt aber genug von so viel Schwärmerei, schließlich wollen wir noch die Insel Kauai mit ihren vielen Geheimnissen entdecken. Das selbst auferlegte und völlig freiwillige Programm steht allerdings erst am nächsten Morgen an und so lassen wir den Abend gemütlich bei einem Gläschen Wein mit Blick auf den typisch hawaiischen Sonnenuntergang ausklingen. Es ist ein schönes Schauspiel, wenn der riesige Feuerball der Sonne im Meer versinkt und die Bali-Hai Felsen der Na Pali Coast golden anstrahlt.

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