Home Allgemeine LänderinfosKalifornien – Allgemeine Infos
Kalifornien - Allgemeine Informationen

Kalifornien – Allgemeine Infos

von Joe OnTour
Veröffentlicht: Aktualisiert: 2,1K Ansichten

Kalifornien – Allgemeine Informationen

Fläche: rund 424.000 km² (die im Original genannten 410.000 km² sind eine gängige, leicht abweichende ältere Rundung).

Bevölkerungszahl: rund 39,5 Millionen (Stand 2025/26) – deutlich mehr als die früher genannten 36 Millionen (Stand 2005). Kalifornien bleibt mit weitem Abstand der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat, vor Texas (rund 31 Mio.) und Florida (rund 23 Mio.).

Bevölkerungsdichte: rund 93 Einwohner pro km².

Hauptstadt: Sacramento.

Größte Stadt: Los Angeles.

Spitzname: The Golden State (Der Goldene Staat).

Geografie: Kalifornien grenzt im Norden an Oregon, im Osten an Nevada und Arizona, im Süden an den mexikanischen Bundesstaat Baja California und im Westen an den Pazifischen Ozean. Der Colorado River bildet die Grenze zu Arizona. Kalifornien hat Anteil an mehreren landschaftlichen Großräumen: An die schmale Küstenebene schließen sich die Coast Ranges an, gefolgt nach Osten vom Kalifornischen Längstal, das im Osten durch die Sierra Nevada und nach Norden durch die Kaskadenkette sowie die Klamath Mountains begrenzt wird. Der Küstenbereich ist tektonisch sehr instabil, Erdbeben sind hier keine Seltenheit. Im Südosten hat Kalifornien Anteil am Great Basin, zu dem unter anderem das Death Valley und die Mojave-Wüste gehören.

Die längsten Flüsse Kaliforniens sind der Sacramento River und der San Joaquin River, die zusammen mit ihren Nebenflüssen die Sierra Nevada, Teile der Kaskadenkette sowie das Kalifornische Längstal entwässern. Zu den größten Seen zählen der Lake Tahoe, der Clear Lake, der Honey Lake sowie der Mono Lake. Der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, der Mount Whitney (4.421 m), liegt in Kalifornien; in nur rund 136 km Entfernung befindet sich mit dem Badwater Basin im Death Valley zugleich der tiefste Punkt Nordamerikas (86 m unter dem Meeresspiegel) – ein bemerkenswerter geografischer Kontrast auf engstem Raum.

Staatsform: Kalifornien wird nach der Verfassung von 1879 regiert. An der Spitze der Exekutive steht der Gouverneur bzw. die Gouverneurin, gewählt für eine Amtszeit von vier Jahren, mit maximal zwei Amtszeiten in Folge. Die Legislative besteht aus einem Zweikammerparlament (Senat, 40 Mitglieder, vier Jahre Amtszeit; Repräsentantenhaus/State Assembly, 80 Mitglieder, zwei Jahre Amtszeit). Auf Bundesebene wird Kalifornien durch zwei Senatoren sowie 52 Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus vertreten; bei Präsidentschaftswahlen verfügt der Bundesstaat über 54 Wahlmännerstimmen.

Aktueller Gouverneur: Gavin Newsom (Demokratische Partei), im Amt seit Januar 2019 – der frühere Bürgermeister von San Francisco befindet sich in seiner zweiten und laut Verfassung letzten möglichen Amtszeit; im November 2026 findet die Gouverneurswahl zu seiner Nachfolge statt.

Bevölkerung: Die ethnische Zusammensetzung Kaliforniens hat sich seit der Jahrtausendwende weiter verändert: Der Anteil der Hispanics liegt heute bei rund 40 % und stellt damit inzwischen die größte Bevölkerungsgruppe des Staates, gefolgt von der weißen Bevölkerung (rund 34–35 %), asiatischstämmigen Kalifornier:innen (rund 15–16 %) sowie Schwarzen Kalifornier:innen (rund 6 %). Der Anteil der Stadtbevölkerung liegt weiterhin bei rund 94–95 %.

Bildung und Kultur: 1866 wurden in Kalifornien die ersten staatlichen Schulen eingerichtet. Bedeutendste Hochschule bleibt die 1868 gegründete University of California mit ihren über den gesamten Bundesstaat verteilten Standorten (u. a. Berkeley, UCLA, San Diego) – eines der größten und renommiertesten öffentlichen Hochschulsysteme der Welt. Die private Stanford University wurde 1885 gegründet und 1891 eröffnet. Zu den meistbesuchten kulturellen Einrichtungen zählen weiterhin das Los Angeles County Museum of Art, das Museum of Contemporary Art sowie das J. Paul Getty Museum in Los Angeles (mit dem seit 1997 zusätzlich bestehenden Getty Center oberhalb von Brentwood, neben der ursprünglichen Getty Villa in Malibu). Sehenswert sind zudem das Griffith-Observatorium in Los Angeles sowie das Mount-Palomar-Observatorium nordöstlich von San Diego.

Wirtschaft: Wichtige Rohstoffe sind neben Erdöl und Erdgas weiterhin Quecksilber, Wolfram, Kies sowie Kupfer- und Eisenerze; der relative Stellenwert des klassischen Rohstoffsektors ist gegenüber Technologie und Dienstleistungen aber weiter zurückgegangen. Kalifornien bleibt der landwirtschaftlich produktivste US-Bundesstaat, mit Trauben, Mandeln, Erdbeeren, Gemüse, Wein, Reis, Baumwolle, Weizen und Mais als wichtigen Erzeugnissen. Neben Luft- und Raumfahrtindustrie sowie klassischer Computer- und Elektronikindustrie ist Kalifornien – allen voran das Silicon Valley – heute das weltweit bedeutendste Zentrum der Technologie- und KI-Industrie, Heimat zahlreicher der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Sprache: Amtssprache ist Englisch; Spanisch wird als am weitesten verbreitete Zweitsprache von einem sehr großen Teil der Bevölkerung gesprochen bzw. verstanden.

Zeitzone: Pacific Time (UTC−8 bzw. UTC−7 während der Sommerzeit).

Netzspannung: 110/120 V, 60 Hz; amerikanische Zweipol-Flachstecker, Adapter notwendig.

Geld – Währung: US-Dollar.

Kalifornien – Klima

In Kalifornien unterscheidet man im Wesentlichen drei Klimazonen:

An der Küste sind die Temperaturen durch den Einfluss des kühlen Pazifiks niedriger als im Landesinneren. Nördlich von San Francisco sind die Winter meist sehr regnerisch; San Francisco sowie weite Teile der nord- und mittelkalifornischen Küste sind im Sommer häufig nebelig und kühl.

In der Sierra Nevada kann es im Sommer tagsüber recht heiß werden, während die Temperaturen aufgrund der Höhenlage nach Sonnenuntergang schnell absinken. Ab November fallen hier größere Schneemengen.

In den Wüsten ist es auch im Winter sonnig und mild, mit rund 20 °C und mehr tagsüber; abends und nachts kühlt es sich jedoch, wie in den meisten Wüstengebieten, stark ab. Von mildem Klima begünstigt sind auch Los Angeles und San Diego – San Diegos Klima gilt als nahezu ideal für ganzjährige Aktivitäten im Freien.

Die dritthöchste jemals auf der Erde gemessene Temperatur wurde 1913 im Death Valley mit 56,7 °C verzeichnet. Nördlich des Lake Tahoe wurde 1937 mit −42,8 °C die niedrigste je in Kalifornien gemessene Temperatur ermittelt.

Ein verbreitetes Phänomen in Kalifornien ist der Küstennebel. Zunehmend prägend für das Klimabewusstsein im Bundesstaat sind zudem die in den letzten Jahren häufiger und intensiver auftretenden Trockenperioden und Waldbrandsaisons (siehe Geschichtsabschnitt).

Beste Reisezeit: Kaliforniens Hauptsaison liegt eindeutig im Sommer. Im Winter herrscht ab Los Angeles südlich meist sehr mildes, moderates Wetter – eine lange Hose und eine Jacke sind dennoch empfehlenswert. Weiter südlich in San Diego findet sich das oft als nahezu perfekt beschriebene Klima, mit angenehm warmen Wintern.

San Franciscos Wetter ist oft nebelig, vor allem morgens. Im Sommer, wenn es weiter südlich mitunter sehr heiß wird, herrscht in San Francisco angenehm frühlingshaftes Klima. Als beste Reisezeit gelten die Monate April/Mai sowie September/Oktober – nicht nur wegen des Klimas, sondern auch, um die Haupt-Reisesaison zwischen Memorial Day (Ende Mai) und Labor Day (Anfang September) zu umgehen.

Kalifornien – Fauna & Flora

Etwa 40 % aller Pflanzenarten der USA sind in Kalifornien heimisch. Verbreitete Baumarten sind unter anderem der Mammutbaum und die Douglasie.

Der älteste bekannte Baum der Welt, eine Langlebige Kiefer (Grannenkiefer) im Great Basin, ist über 4.800–4.900 Jahre alt. Die Mammutbaum-Bestände in der Sierra Nevada erreichen ein Alter von bis zu 2.000 bis über 3.000 Jahren.

In den Wüsten des Südostens sind Indigosträucher, verschiedene Kaktus- und Straucharten, Kreosotsträucher und der markante Joshua Tree anzutreffen. In den Wäldern leben neben zahlreichen weiteren Tierarten Stinktiere und Klapperschlangen, von denen es im Bundesstaat sechs verschiedene Arten gibt. Vor allem im Norden und in abgelegenen Gebirgsregionen finden Bären (Schwarzbären; der ehemals im Bundesstaatswappen abgebildete Kalifornische Grizzlybär gilt seit den 1920er-Jahren als ausgestorben) einen geeigneten Lebensraum.

Kalifornien – Geschichte, Kultur, Kunst

Kalifornien war ursprünglich von schätzungsweise rund 100 bis 150 indigenen Völkern und Sprachgruppen besiedelt – eine der höchsten Dichten indigener Kulturen weltweit.

Mit Hernán Cortés nahmen die Bemühungen der Spanier, in Kalifornien eine Kolonie zu errichten, ihren Anfang. 1542 befahl der Vizekönig von Neuspanien, Antonio de Mendoza, Juan Rodríguez Cabrillo, die Gebiete nördlich von Mexiko zu erforschen. Der spanische Entdecker Sebastián Vizcaíno erkundete 1602/03 die gesamte kalifornische Küste, ein Versorgungshafen in San Diego entstand jedoch erst 1769. 1776 gründeten die Spanier San Francisco. Nach Mexikos Unabhängigkeit 1821 wurde Kalifornien mexikanische Provinz.

Im Juni 1846 nahm eine Gruppe amerikanischer Siedler die Stadt Sonoma ein und erklärte anlässlich des Ausbruchs des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges Kalifornien für unabhängig. 1848 trat Mexiko im Vertrag von Guadalupe Hidalgo seine Ansprüche auf das Gebiet an die USA ab.

Die Entdeckung von Gold durch James W. Marshall in Coloma im Januar 1848 löste den berühmten kalifornischen Goldrausch aus und führte zu einem massiven Bevölkerungszustrom. Am 9. September 1850 trat Kalifornien als 31. Bundesstaat den USA bei; 1854 wurde Sacramento Hauptstadt. Die Fertigstellung der transkontinentalen Eisenbahnlinie 1869 brachte wachsenden Wohlstand.

1890 wurde San Francisco zur größten Stadt an der Pazifikküste und einem international bedeutenden Handelszentrum; in Los Angeles erreichte der wirtschaftliche Aufschwung 1887 einen ersten Höhepunkt. Der Börsenkrach von 1893 löste eine ernste Wirtschaftskrise aus, bevor vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein neuerlicher Aufschwung einsetzte.

In den 1920er-Jahren strömten rund zwei Millionen Einwanderer nach Kalifornien; die Einwohnerzahl von Los Angeles überschritt bis 1924 die Millionengrenze. Erdölförderung gewann stark an Bedeutung (1925 stammte mehr als ein Fünftel der Weltölproduktion aus Kalifornien), und in dieser Zeit etablierte sich auch die Filmindustrie in Hollywood als bedeutender Wirtschaftszweig.

Während des Zweiten Weltkriegs entstanden zahlreiche Flugzeugfabriken und Schiffswerften; zwischen 1940 und 1945 stieg die Einwohnerzahl um fast zwei Millionen. Der Zustrom hielt nach Kriegsende an; zwischen 1950 und 1990 verdreifachte sich die Bevölkerung, seit 1962 ist Kalifornien der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat.

Im Oktober 1989 erschütterte das Loma-Prieta-Erdbeben die Bay Area/San Francisco, im Januar 1994 das Northridge-Erdbeben (6,7 auf der Richterskala) die Region Los Angeles mit Schäden von geschätzt 15 bis 30 Milliarden US-Dollar. Bereits im Herbst 1993 hatten schwere Buschbrände über 80.000 Hektar Land und mehr als 1.000 Häuser in Südkalifornien zerstört.

Wichtige aktuelle Ergänzung – die Waldbrände von Los Angeles, Januar 2025: Anfang Januar 2025 verwüstete eine Serie verheerender, durch starke Santa-Ana-Winde und extreme Trockenheit begünstigter Waldbrände weite Teile der Region Los Angeles, allen voran die Stadtviertel Pacific Palisades und Altadena. Die Brände forderten mindestens 30 Todesopfer, zerstörten über 16.000 Gebäude und verursachten laut Schätzungen wirtschaftliche Schäden im Bereich von 250 bis 275 Milliarden US-Dollar – eine der teuersten Naturkatastrophen der US-Geschichte. Gouverneur Newsom rief den Notstand aus und leitete umfangreiche Wiederaufbau- und Hilfsmaßnahmen ein, die auch über ein Jahr später noch andauern. Für Reisende, die entsprechende Stadtviertel besuchen möchten, empfiehlt sich vorab eine aktuelle Recherche zum Stand des Wiederaufbaus, da einzelne Gebiete weiterhin betroffen und teils gesperrt sein können.

Die Ereignisse von 2025 unterstreichen einen längerfristigen Trend: Waldbrände sind in Kalifornien in den letzten Jahren häufiger und intensiver geworden, was in Fachkreisen unter anderem auf zunehmende Trockenperioden im Zusammenhang mit dem Klimawandel zurückgeführt wird.

Kalifornien – Essen & Trinken

Genauso falsch wie das Vorurteil, Amerikaner würden sich nur von Pizza und Fastfood ernähren, ist die Behauptung, die Kalifornier hätten mit ihrer „Californian Cuisine“ das Kochen neu erfunden. In den Küchen vieler Spitzenrestaurants im Raum L.A. finden sich Einflüsse der europäischen, asiatischen und kreolischen Küche wieder, mit Zutaten meist frisch aus den fruchtbaren Obst- und Gemüseanbaugebieten des Nordens. An den Küsten stehen häufig Seafood-Gerichte wie Krabben, Krebse und verschiedene Salzwasserfische auf der Speisekarte.

Die kulinarische Vielfalt Nordamerikas speist sich aus zahlreichen ethnischen Küchentraditionen – kreolisch, chinesisch, thailändisch, südstaatlich geprägt, Tex-Mex oder eben Californian Cuisine – die man nicht überall, aber in Großstädten wie Los Angeles und San Francisco besonders vielfältig findet. Viele Fast-Food-Ketten sind dabei besser als ihr Ruf; im Westen der USA haben sich unter anderem die Filialen von Denny’s mit durchgehendem Betrieb etabliert.

Der Trend zu fleischloser bzw. pflanzenbasierter Ernährung hat sich in Kalifornien seit den 2000er-Jahren nochmals deutlich verstärkt – vegane und vegetarische Optionen gehören heute praktisch überall zum Standardangebot, weit über die früher üblichen „Veggie Burger“ hinaus.

Knigge: Vor dem Essen im Restaurant gilt meist die Regel „Wait to be seated“ – man wartet auf die Zuweisung eines Tisches, statt sich selbst zu platzieren. Das geduldige Anstehen (Standing in Line) ist ein fest verankertes kulturelles Ritual, das auch an der Rezeption, an Bankschaltern oder Kinokassen gilt.

Portionen fallen, besonders abends, oft großzügig aus; das Teilen von Gerichten oder das Einpacken von Resten als „Doggy Bag“ ist völlig üblich und gesellschaftlich akzeptiert.

Im Vergleich zu Europa wird in Nordamerika früh zu Abend gegessen, oft bereits ab oder vor 21 Uhr, in kleineren Orten teils noch früher.

Das Mindestalter für den Konsum und Kauf von Alkohol liegt landesweit bei 21 Jahren und wird in Bars, Clubs und Casinos in der Regel streng kontrolliert; ein gültiger Führerschein oder Reisepass dient dabei als Altersnachweis.

Rauchverbote in Innenräumen sind in Kalifornien seit Langem sehr konsequent umgesetzt: In Restaurants, Bars, Büros und den meisten öffentlichen Innenräumen ist das Rauchen durchgehend untersagt.

Die Kaffeekultur, maßgeblich durch die aus Seattle stammende Kette Starbucks geprägt, ist inzwischen fest etabliert, ergänzt durch eine breite, oft sehr hochwertige Third-Wave-Coffee-Szene in vielen kalifornischen Städten.

Restaurantempfehlungen: Der Originalartikel enthielt eine Liste konkreter Restaurants mit Adressen und Telefonnummern (u. a. Domenico’s on the Wharf in Monterey, Musso & Frank Grill und Spago in Los Angeles). Da sich Öffnungsstatus, Adressen und Kontaktdaten einzelner Restaurants über die Jahre häufig ändern und einige davon möglicherweise nicht mehr in gleicher Form existieren, empfiehlt sich vor einer erneuten Veröffentlichung eine Einzelprüfung dieser Angaben – Musso & Frank Grill in Hollywood (seit 1919) ist beispielsweise weiterhin ein bekanntes, historisches Traditionslokal.

Kalifornien – Sehenswürdigkeiten

Big Sur: Der Küstenstreifen rund 100 Meilen südlich von Monterey ist bekannt für seine dramatische Landschaft, in der das Küstengebirge direkt in den Pazifik fällt. Der sich um die Berghänge schlängelnde Highway 1 überrascht mit immer neuen Ausblicken.

Yosemite-Nationalpark: Das berühmte Yosemite Valley liegt rund 150 Meilen östlich von San Francisco in der Sierra Nevada. Das nur rund 12 Meilen lange, etwa 1,5 km breite Tal ist von über 600 m hohen Granitwänden umgeben, über die neun Wasserfälle stürzen, darunter die rund 740 m hohen Yosemite Falls – ein äußerst beliebtes Ziel für Touristen, Wanderer und Bergsteiger.

Sequoia-Nationalpark: Gemeinsam mit dem benachbarten Kings-Canyon-Nationalpark in der Sierra Nevada zwischen Los Angeles und San Francisco gelegen, weniger überlaufen als Yosemite und ideal zum Wandern sowie zur Besichtigung der beeindruckenden Mammutbäume.

Lake Tahoe: Der von dichten Wäldern und Berggipfeln umgebene Gebirgssee (rund 1.900 m über dem Meer) an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Kaliforniens – im Sommer für Wassersport und Wandern, im Winter für Skifahren. Beste Reisezeit ist meist Juni bis September (durchschnittlich rund 26 °C), auch Mai und Oktober bieten oft angenehme Temperaturen um 19 °C.

Death Valley: Rund 150 Meilen östlich von Los Angeles nahe der Grenze zu Nevada gelegen, mit einigen der eindrucksvollsten Wüstenlandschaften der USA; im Sommer werden regelmäßig Tagestemperaturen von deutlich über 45 °C erreicht. Trotz der lebensfeindlichen Bedingungen faszinieren die schroffen, farbenprächtigen Felsformationen und leuchtend weißen Salzseen.

Joshua-Tree-Nationalpark: Östlich von Palm Springs gelegen, mit der markanten Flora und Fauna der Mojave-Wüste, darunter Tausende der namensgebenden Joshua Trees – nach wie vor eher ein Geheimtipp für ernsthafte Wanderer und Kletterer als ein Massentourismusziel.

San Diego: An der Südgrenze Kaliforniens nahe der mexikanischen Grenze gelegen, bekannt für sein außerordentlich angenehmes Klima und die entspanntere Atmosphäre im Vergleich zum größeren Los Angeles. San Diego verfügt über einen der besten Zoos der Welt; die mexikanische Grenzstadt Tijuana liegt in geringer Entfernung.

California Wine Country: Kalifornien ist der größte Weinproduzent der USA. Das Napa Valley und das Sonoma Valley, rund 50 Meilen nördlich von San Francisco, zählen zu den bekanntesten Anbaugebieten, dicht gefolgt von der Zentralküste zwischen Monterey und Santa Barbara. Zahlreiche kleinere Anbaugebiete finden sich über den gesamten Bundesstaat verteilt; viele Weingüter bieten weiterhin (teils kostenpflichtige) Führungen und Weinproben an.

Kalifornien – Palm Springs

Die Stadt Palm Springs, in einem Wüstental rund 100 Meilen östlich von Los Angeles gelegen, ist seit Langem ein beliebter Rückzugsort für Filmstars und wohlhabende Kalifornier, angezogen von der Wärme und dem ganzjährigen Sonnenschein.

Palm Springs und seine Nachbargemeinden liegen an der Interstate 10 sowie der parallel verlaufenden Route 111 (auch als Palm Canyon Drive bekannt). Bereits zur Zeit des Stummfilms war Palm Springs Rückzugsort der Reichen und Berühmten Hollywoods; einige der historischen Villen sind bis heute erhalten, und zahlreiche Straßen tragen die Namen bekannter früherer Bewohner (u. a. Frank Sinatra Drive, Dinah Shore Drive, Gene Autry Trail, Bob Hope Cultural Center).

Rund um das ursprüngliche Wüstenbad sind mehrere zusammengewachsene Orte entstanden: Palm Springs, Desert Hot Springs, Cathedral City, Rancho Mirage, Palm Desert, Indian Wells und Indio. Entlang der Route 111 finden sich elegante Anwesen, grüne Golfplätze und exklusive Einkaufszentren.

Das Angebot an Unterkünften reicht von luxuriösen Resorthotels bis zu preiswerten Motels. Die Hauptattraktionen bleiben das Wetter, die zahlreichen Golfplätze und die eleganten Resorts. Regen ist selten, die Sonne scheint praktisch das ganze Jahr über; die Monate Januar bis Mai gelten wegen der geringeren Touristenströme und angenehmer Temperaturen als besonders empfehlenswert.

Golf wird ganzjährig gespielt, mit über hundert Plätzen in der Region – ein Umstand, der angesichts des zunehmend knapperen Wassers im Südwesten der USA in den letzten Jahren zunehmend kritisch diskutiert wird; viele Golfplätze und Kommunen der Region haben inzwischen Wassersparmaßnahmen eingeführt.


Hinweis: Alle Angaben zu Bevölkerungszahlen, politischen Ämtern und aktuellen Ereignissen können sich ändern und wurden nach bestem Wissen zum Stand August 2026 recherchiert. Für aktuelle Informationen, insbesondere zum Stand des Wiederaufbaus nach den Waldbränden 2025, empfiehlt sich vor Reiseantritt eine aktuelle Recherche.

Fragen zum Reiseziel Kalifornien?

Im Amerika-Forum bekommst Du die Antworten!

Joe OnTour
Author: Joe OnTour

Autor + Reise-Blogger

Das könnte dir auch gefallen.

Focus Mode