spider stellt sich vor

Begonnen von spider, Januar 27, 2007, 15:53:08

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spider

Hallo,

hier habe ich ein sehr übersichtliches und interessantes Forum gefunden, auch schon von Erfahrungen profitiert und möchte mich an die Gepflogenheiten halten.
Also, ich bin ein Ossi (68 Jahre alt), allerdings einer, ohne jegliche DDR-Nostalgie. Es war ein fürchterliches System.
Da die Landkarte für uns in westlicher Richting 40 Jahre lang weiß war, könnte ich viel aus östlicher Richtung berichten, aber das ist heute nicht mehr aktuell. Unsere abenteuerlichste Reise war 1980 in 3 Wochen mit dem Trabant 9000 km in Rußland. Kurbelwelle und vieles Andere dabei, sind wir bis Tbilissi vorgedrungen. Unsere schönste Reise vom ersten bis zum letzten Tag ohne auch nur eine negative Erfahrung, war die mit einem Wohnmobil 80 Tage lang durch die Nationalparks im Westen der USA (2005). Unsere Pläne: Galapagos und 2008 mit dem Wohnmobil durch Neuseeland.
Soweit eine kurze Vorstellung

Grüße von spider

woelfi

Hallo Spider, :icon_biggrin:

herzlich willkommen im Reise-Forum.

Ich finde es toll, wie Du so offen von Deiner Reisevergangenheit berichtest. Also die Annahme, daß die Reisen in die östliche Richtung heute nicht mehr so aktuell sind, kann ich nicht ganz teilen. Ich finde gerade diese Reiseziele werden heute immer interessanter, weil sie bisher noch nicht so vermarktet sind und der Pauschaltourismus dort noch nicht in dem üblichen Rahmen Einzug gehalten hat.

Deshalb fände ich Deine Reiseberichte schon sehr interessant. Du solltest deshalb hier im Forum darüber schreiben..... :schreiben:

Hast Du übrigens eine eigen Homepage, auf der wir Deine Berichte sehen können?

Liebe Grüsse

Wolfgang

Reisehexe

Stimme Wölfi völlig zu.    Denke der Osten ist bestimmt auch sehr interessant.    Möchte gerne mal irgendwann in die Sowjetunion.
Die Welt ist wie ein Buch, wer nicht reist, hat nur eine Seite gelesen!

Jutta und Dale

Hallo Spider,
einen herzlichen Willkommensgruß auch von uns  :hallo:

Uns wird auch immer wieder von Freunden gesagt, wenn wir das nächste Mal nach Deutschland kommen, müssen wir unbedingt auch einen Abstecher in den Osten machen, da gäbe es sehr reizvolle Gegenden.

Meine Tante war mal mit dem Rotel in Russland, davon schwärmte sie noch lange.
Liebe Grüsse von Jutta und Dale aus British Columbia

Dale und Jutta's Wildnistouren

hannes

ZitatStimme Wölfi völlig zu.    Denke der Osten ist bestimmt auch sehr interessant.    Möchte gerne mal irgendwann in die Sowjetunion.

Iiiih - die gibts ja schon lange nicht mehr 

Ich fahre heuer zum ersten Mal nach Russland 

Reisehexe

Uuupss :icon_redface: Hast recht - Russland

Bin halt noch vom alten Schlag... :(
Die Welt ist wie ein Buch, wer nicht reist, hat nur eine Seite gelesen!

greenville

Hallo Spider,

auch mich interessieren Eure Erlebnisse und Reiseumstände in der ehemaligen Sowjetunion.
War es nicht so, dass die Fahrtrouten damals genau vorgeschrieben waren. Hab so in Erinnerung,
dass ein ehemaliger Arbeitskollege von der Route abgewichen ist und dafür ein paar Tage im Knast
zubringen mußte.

Viele Grüsse, Holger

spider

hallo, wölfi, reisehexe, jutta und dale, hannes und greenville,

ich war für einige Zeit verschwunden, gehe in mich und lasse mal die Begründungen.
Ihr habt Euch für meine Ostreiseerfahrungen interessiert. Leider habe ich
keine Homepage, auf der ich sie genauer schildern könnte. Am aufregensten war natürlich Rußland mit dem Trabbi. Ich bin mit 2 Trabbis insgesamt 4 mal um die Erde (kilometermäßig) und mit einem Wartburgtourist 3 mal. Andere Fahrzeuge waren MZ 250 mit Seitenwagen und Roller "Berlin". Für heutige Fahrzeuge ist die Kilometerleistung nicht hoch. Aber Immer ohne Werkstatt- nur mit Eigenwartung. Die Plastebuchsen an den vorderen Querlenkern des Trabbi brauchten schon ca. alle 3000 km eine Wartung. Die Abnutzung war nicht das Problem, sie sind bei Feuchtigkeit gequollen und mußten aufwendig mit geeigneter Spiralaale aufgerieben werden. Na, ja, vor unserer Rußlandreise hat uns die Werkstatt eine Kurbelwelle geborgt, mit Ausweisnummer aufschreiben und so. Die mußte anschließend wieder abgegeben werden. Nachschalldämpfer und Rohr habe über eine kundenspezifische Lieferung nach einer Staatsratseingabe zugeteilt bekommen. Es ist richtig, die Fahrtroute wurde vorgeschrieben und man wurde an Kreuzungspunkten vom GAI (Staatl. Automobil Kontrolle) optisch erwartet. Die sogenannte Marschrut bekam man erst an der Grenze. Dort standen nur Hotelnamen, ohne Straßen drin. War in größeren Städten ein Umherirren. Nachts durften wir nicht fahren, weil in vielen Städten die Gully-Abdeckungen geklaut waren. In so ein Loch hätte wohl ein Trabbirad komplett reingepaßt und die Reise wäre zu Ende gewesen. Beim Tanken mußte man die Literzahl nennen und die wurde brutal "ausgestoßen". Die Einheimischen hatten schon immer einen Eimer für das überschüssige Benzin mit. Auf der Rückreise hatte ein Jenarer Kollege mit seinem Trabbi Pech. das obere Pleuel-Nadellager war zerfallen und die Nadeln staken im Kolben. Wir haben ihn dann mit unserem Trabbi in eine Kiewer Wrkstatt geschleppt und gedolmetscht. Dort stand schon ein Rentnerehepaar aus Leipzig, deren Reise würde jä durch einen LKW, der hinter Ihren Vorsitzen zum stehen kam, beendet. Zweimal mußte der Woditel (Fahrer, also ich) 1 Rubel Schtraf (russ. Strafe) zahlen, weil zu schnell mit dem Trabbi!
Beim zweiten mal bekam ich einen Eintrag in unsere Marschrut. Wir haben unsere Marschrut auf der Rücktour eigenmächtig geändert. das war ein Roulette. Ein Kollege wurde dabei erwischt und hatte große Probleme. Man könnte ein Buch schreiben über die Erlebnisse, aber Rentner haben bekanntlich keine Zeit.

Ich beantworte gerne alle Fragen

liebe Grüße Spieder